Wie kann man feststellen, welche Kompetenz ein Zahnarzt hat, der über keinen Doktortitel verfügt? Wie relevant ist das? Gehe ja mal davon aus, dass sich in Deutschland nicht Hinz und Kunz ein Schild mit 'Zahnarztpraxis' vor die Tür hängen können, aber wie stelle ich den Bildungsstandard fest- im aktuellen Fall handelt es sich um einen russischen Arzt, der hier in Deutschland ansässig ist.

Ein Arzt muß approbiert sein, um in Deutschland praktizieren zu dürfen. Voraussetzung sind entsprechende Staatsexamina bzw. Anerkennung entsprechender ausländischer abschlüsse. Der Doktortitel ist eine Arabeske, die keine Aussage über die Fähigkeiten trifft.

Ein Doktortitel ist eigentlich nicht besonders aussagekräftig (viele dachten in den 70ern Dr. Manfred Köhnlechner sei ein Arzt, weil er Bücher über Krebs und Diäten geschrieben hat; er war aber Jurist).
Ein Zahnarzt braucht eine Approbation. Näheres dazu hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Approbationsordnung
Der Doktortitel sagt leider gar nix über die Qualifikation eines Arztes aus!!! Da die in ihrem Studium nur Mutiple-Choice-Prüfungen haben, ist die Doktorarbeit lediglich das Zeugnis darüber, dass auch Ärzte in ganzen Sätzen Lesen und Schreiben können und in der Lage sind komplexe Zusammmenhänge schriftlich zu erfassen. Klingt ulkig?!!! Ist aber so! Der Umfang einer Doktorarbeit von Ärzten ist gleichbedeutend mit dem Umfang einer Arbeit, die in vielen anderen Studientrichtungen in jedem Semester 2-3 Stück zu schreiben sind.
Die Kompetenz eines Arztes wird doch nicht am Doktortitel gemessen. Das ist lediglich eine Dokorarbeit über ein spezielles Gebiet, die er geschrieben hat.
Ein Doktortitel ist kein Garant für eine besonders hohe Kompetenz in allen Bereichen. Der Arzt ohne Doktortitel kann genauso gut sein, wie der ohne.
Der Dr. macht noch lange keinen guten Zahnarzt. Der beste Zahnklempner, den ich hatte, war "nur" Dentist ohne Titel Dr., aber der hatte es drauf.

Ein Doktortitel sagt doch nichts über die Kompetenz oder Qualifikation aus, sondern eher darüber, ob einer besonders fleißig war. Doktortitel ist zwar schön, macht aber niemanden unbedingt zu einem besseren Arzt.

Also wir haben hier 2 Zahnärzte im Ort. Einer mit und einer ohne Dr. Titel. Aus eigener Erfahrung kann ich mit ruhigem Gewissen behaupten, daß der ohne Titel um ein vielfaches fachlich besser und vor allem viel menschlicher ist, als der Herr mit Titel.
Die Ausbildungen sind nun mal gleich und manche schreiben oder lassen sich ihre Doktorarbeit nur schreiben weil es besser klingt.
Ein KFZ - Meister muß ja auch kein guter Autoschlosser sein, wenn er nur reichlich Diplome an der Wand hängen hat.
L G

der muss mind. med. heissen
nein, das med. kommt nur in Verbindung mit dem Dr. vor dem Namen. Ein Doktor ohne Dr. ist einfach nur Arzt. Und so wird er dann auch betitelt.
Quatsch!!!
was ist daran quatsch?
erstens wird einem Stomatologen in der Regel der Doktortitel "Dr. med. dent." verliehen, da er sicher eine speziell auf Zahnmedizin ausgerichtete Arbeit schreiben wird, und zweitens gibt es für den Zahnarzt in Deutschland keine Facharztpflicht, er ist und bleibt also ohne Doktortitel einfach Zahnarzt.

Sowas kriegt man nur durch Erfahrung raus. Welche Vereinigung wird dir sagen: der ist gut, der ist besser.
Austesten!

Ich habe in meiner Zahnlaufbahn sehr viele Zahnärzte und Kliniken kennengelernt. Aber die beste drei hatten keinen Dr.-Titel. Die hatten das Handwerk erst als Zahntechniker gelernt, dann entweder weitergelernt(schon älter) oder danach studiert!!!
Die mit Dr.-Titel waren nicht so gut wie diese drei!!!
Ein Doktortitel, egal in welchem akademischen Zweig, weist darauf hin, dass die entsprechende Person fähig ist, wissenschaftlich zu arbeiten. Wissenschaftliche Arbeit bedeutet zu forschen.
Ein ich nenne ihn jetzt mal "Wald- und Wiesenzahnarzt", der also eine normale Praxis führt, am Patienten arbeitet und eben nicht an einer Universitätsklinik oder in wissenschaftlichen Laboren oder für Firmen forscht, benötigt keinen Doktortitel, da er hiermit nichts für seine Patienten relevantes nachweist.
Es macht natürlich das Ansprechen leichter, weil man den Arzt dann einfach mit Herr Doktor ansprechen kann, aber sonst auch nichts.
Dies scheint übrigens der Grund, warum in der Medizin noch immer sehr viele Privilegien für das Schreiben von Doktorarbeiten vorhanden sind. So gibt es eben nicht den Zwang, die Dissertion als fundamentale Forschungsleistung zu betreiben, sondern es reicht oftmals tatsächlich eine statistische Ausarbeitung, die gegenüber eine Diplom-Arbeit häufig geringeren Umfang hat.
Zudem ist es Medizinstudenten möglich, bereits ab dem 1. Klinischen Jahr mit der Doktorarbeit anzufangen.
Wirklich wissenschaftliche Arbeit ist bei Medizinern erst nachweislich, wenn der entsprechende Mediziner habilitiert ist (die sogenannte B-Promotion), die dann im Titel folgendermaßen angegeben wird: Dr. med. habil. oder Dr. med. dent. habil.
Eine Habilitation ist bis heute regelmäßig immer noch Voraussetzung für eine ordentliche Professur. Für diese benötigt man keine weitere Arbeit, sondern der Professor Titel wird verliehen. Man wird dazu berufen.
Perfekt ausformuliert! DH
von mir auch, DH
DH! Mein Zahnarzt hat nicht promoviert und ist der beste Zahnarzt, den ich jemals hatte. Sehr fachkundig und gewissenhaft.