heinmueck am 27.10.2008 um 9:43 Uhr
Sogenannte Kreationisten (Sarah Palin u. a.) meinen in der Bibel lesen zu können, dass die Welt vor ca. 6000 Jahren erschaffen wurde. Sie glauben, Menschen und Dinosaurier lebten für eine gewisse Zeit gemeinsam auf der Erde.
Wie stellen sich diese Leute die Bronzezeit vor? Dienten die Arbeiter auf Pyramiden-Baustellen dem Tyrannosaurus rex als Frühstück? Wurde die Himmelsscheibe von Nebra von Raptoren angeknabbert? Wie schützten sich die Menschen in ihren Hütten vor Übergriffen dieser Fleischfresser?
Vielleicht könnte mir ein Bibeltreuer die entsprechenden Stellen in der Heiligen Schrift nennen. Mich interessieren ernsthaft und zum Nachlesen Quellen und Beschreibungen aus denen diese Bibeltreuen schöpfen.
Vielen Dank voraus.

Das ist eine spannende Frage, die ich Dir leider nicht beantworten kann, deren Antwort mich aber auch interessieren würde. Ich möchte Dir aber gerne Werner Gitt empfehlen, er ist Wissenschaftler und hat viele spannende Bücher geschrieben: http://www.werner-gitt.de/buchtipps.html
Frag ihn doch mal - ich hatte auch schon Kontakt per mail mit ihm und er antwortet einem gerne. Und bitte die Antwort hier erzählen :)

Die Bronzezeit: Diese Epoche umfasst in Europa den Zeitraum zwischen dem Ende des 3. Jahrtausend v. Chr. und dem Beginn des 1. Jahrtausend v. Chr.WIKIPEDIA. Natürlich gibt es Untergruppen unter den Kreationisten! Da nichts bewiesen ist, was in die sogenannte "Urzeit" zurückreicht, müssen beide, Evolutionisten und Kreationisten glauben! Zu meiner Schulzeit war es sogar gesetzlich den Lehrern vorgeschrieben, dass sie das so den Schülern vermitteln müssen. Als ich es meinem Lehrer sagte, mit Angabe des Gesetzestextes, warf er mich zur Türe hinaus, weil er einen Tobsuchtsanfall bekam.
Glaube ich nun den Interpretationen der Kreationisten oder der Evolutionisten, wenn ich Schichten mit Fußspuren ausgrabe? Wie erklären Evolutionisten aber die senkrecht stehenden Bäume, die versteinert durch sämtliche angeblich soundso alte Schichten gehen? Dies läßt ja viel eher auf eine weltweite, plötzliche Katastrophe schließen, wie sie als "Sintflut" in die Bibel einging.
Persönlich gehöre ich zu der Gruppe, die glauben, dass die Erde so ca. vor 10.000 Jahren bewohnbar gemacht wurden, und dass die Dinosaurer bei der Sintflut ausgestorben sind.
Man muß beachten ,daß es "die Bronzezeit" nicht gibt. Solch einen Begriff kann man immer nur auf ein gewisses Gebiet anwenden. Es gibt heute immer noch Stämme, die "in der Steinzeit" leben - würdest Du behaupten, die Steinzeit war im Jahre 2008?

Nicht die Welt wurde vor ca. 6000 Jahren erschaffen sondern die Menschen.
Wann die Welt bzw. die Erde erschaffen wurde, kann man anhand der Angeban in der Bibel nicht errechnen (die Schöpfungs"tage" sind nicht buchstäbliche 24-Stunden-Tage sondern Zeitperioden von unbekannter Länge; der 7. Schöpfungstag dauert z.B. noch an). Die Welt kann durchaus Milliarden von Jahren alt sein, denn Gott hat ja bekanntlich schon immer existiert, da er keinen Anfang hat (Psalm 90:2; Offenbarung 15:3).
Außerdem hat er ein ganz anderes Zeitempfinden als wir Menschen.
Somit erübrigen sich die anderen Fragen, da die Tiere vor den Menschen erschaffen wurden (1. Mose 1:20-26). Als die Menschen auftauchten, waren die Dinosaurier längst ausgestorben.
P.S.: Leider habe ich Deine Frage nicht eher gefunden, da Du bei den Tags weder Bibel noch Religion angegeben hattest, was ich jetzt ergänzt habe.
Sternenfee am 1. November 2008 16:09 Auch Dir möchte ich Werner Gitt empfehlen, schau doch mal in die Linkliste. Denn warum sollten die 6 Tage nicht tatsächliche 6 Tage sein? Wo willst Du in der Bibel unterscheiden, was tatsächliche Zeitangaben - und welche es nicht sind? Denn in der Bibel gibt es sehr präzise Angaben.
Viele Grüße
Teddylein am 1. November 2008 20:38 Es ist durchaus möglich, dass ein Schöpfungstag 24 Stunden hatte, er kann aber auch 1 Jahr, 1000 Jahre oder länger gedauert haben, wobei letzteres am wahrscheinlichsten ist.
Es ist ja auch üblich, von jemandes „Lebtag“ zu sprechen, womit die gesamte Lebenszeit gemeint ist. So wird auch in der Bibel der Ausdruck „Tag“ oft verwendet, um einen längeren Zeitraum zu beschreiben. (Vergleiche 2. Petrus 3:8.) Daher kann es sich bei den „Tagen“ aus 1. Mose, Kapitel 1 vernünftigerweise um Tausende von Jahren gehandelt haben.
Das erste Buch Mose wurde in Hebräisch geschrieben. In dieser Sprache bezieht sich das Wort „Tag“ auf einen Zeitabschnitt. Dieser kann entweder lang sein oder nur 24 buchstäbliche Stunden dauern. Im ersten Buch Mose wird sogar von allen sechs „Tagen“ in kollektivem Sinn als von einem langen Abschnitt gesprochen — „dem Tag, an dem Gott Erde und Himmel machte“ (1. Mose 2:4; vergleiche 2. Petrus 3:8). Wie aus der Bibel in Wirklichkeit hervorgeht, erstrecken sich die Schöpfungs„tage“ oder Schöpfungszeitalter über Tausende von Jahren.
Das ist an dem zu erkennen, was die Bibel über den siebten „Tag“ sagt. Der Bericht über die ersten sechs „Tage“ endet jedesmal mit den Worten: „Und es wurde Abend, und es wurde Morgen, ein erster [zweiter usw.] Tag.“ Diese Anmerkung ist allerdings nicht im Anschluss an den Bericht über den siebten „Tag“ zu finden. Und 4 000 Jahre weiter in der Geschichte, im 1. Jahrhundert n. Chr., wird in der Bibel über den siebten „Tag“, den Ruhetag, gesagt, daß er noch andauere (Hebräer 4:4-6). Der siebte „Tag“ würde sich also über Tausende von Jahren erstrecken, und wir können daraus schließen, dass dies auch auf die ersten sechs „Tage“ zutraf.
In der Bibel heißt es außerdem:
„Denn tausend Jahre sind in deinen Augen nur wie der gestrige Tag, wenn er vergangen ist, und wie eine Wache während der Nacht“ (Ps 90:2, 4). Ähnlich drückt sich der Apostel Petrus aus, wenn er sagt, „daß e i n Tag bei Gott wie tausend Jahre ist und tausend Jahre wie e i n Tag“ (2Pe 3:8). Für einen Menschen sind 1 000 Jahre etwa 365 242 einzelne Zeiteinheiten von Tag und Nacht, doch für den Schöpfer kann es eine ununterbrochene Zeitspanne sein, innerhalb deren er mit einer sinnvollen Tätigkeit beginnt und sie auch erfolgreich beendet, so wie ein Mensch morgens mit einer Arbeit anfängt und sie am Ende des Tages abschließt.
Und die Tatsachen widersprechen auch noch den 24-Stunden-Tagen:
(1) Auf der nördlichen Halbkugel kann man in einer klaren Nacht den Andromedanebel sehen. Sein Licht benötigt etwa 2 Millionen Jahre, um die Erde zu erreichen, was anzeigt, dass das Universum zumindest Millionen von Jahren alt sein muss.
(2) Das Vorkommen radioaktiver Endprodukte im Gestein der Erde lässt darauf schließen, dass manche Gesteinsschichten Milliarden von Jahren lang keiner Veränderung unterworfen waren.
heinmueck am 1. November 2008 21:30 Vielen Dank für die Erläuterung, insbesondere auch für die Quellenangabe.
Ist mein Eindruck richtig, dass es innerhalb der Gruppe der Kreationisten Untergruppen gibt, die abweichend von oben gesagtem von einer Begegnung von Mensch und Dinosaurier ausgehen? (Sarah Palin äußerte sich in der Richtung, es gäbe gleich alte Fussspuren von Menschen und Dinosauriern am selben Ort.)
Teddylein am 1. November 2008 21:38 Offensichtlich ist es so... :-)
Einspruch! Wie alt war Adam 1 Minute nach seiner Erschaffung? Lag er brüllend wie ein Baby am Boden? Nein! Er war ein ausgewachsener Mann, was man daran erkennen kann, daß er in all den Tieren kein entsprechendes Gegenüber fand. Erwachsen zählt man in der Bibel ab 20 Jahre.
Und selbst wenn Dir das zuviel ist, laß es ein paar Jahre weniger sein - jedenfalls täuschte er ein Alter vor, das er nicht hatte! das ist klar! und wichtig!
Ebenso täuschen die Sterne ein Alter vor, das sie nicht haben und niemals hatten. Warum?
Gott schuf die Sterne als Lichter am Himmel, zu leuchten in der Nacht. (s. 1. Mosebuch)
Und Gott machte zwei große Lichter: ein großes Licht, das den Tag regiere, und ein kleines Licht, das die Nacht regiere, dazu auch Sterne.
Und Gott setzte sie an die Feste des Himmels, daß sie schienen auf die Erde
und den Tag und die Nacht regierten und schieden Licht und Finsternis. Und Gott sah, daß es gut war.
Da ward aus Abend und Morgen der vierte Tag.
Also muß am vierten Tag das millionenweite Licht auf die Erde gedrungen sein und war doch nur 4 Tage alt.
www.jesus.de oder vergleichbare Seiten. Die Hardliner unter den Usern werden es Dir ausrechnen. Die Frage nach dem Anfang ist philosophischer Natur.
Warum sollten die Dinosaurier bei der Sintflut ausgestorben sein? Kleinere (also noch nicht ausgewachsene) waren bestimmt in der Arche drin, denn Noah sollte von jedem was mitnehmen.
Außerdem steht im Buch Hiob einiges über die Dinosaurier (lies Kapitel 40 + 41) und über die Katastrophen, die nach der Sintflut die Erde erschütterten.
Ein weiteres Argument: es gibt weltweit Geschichten von Kämpfen mit Drachen. Ich habe mal gehört, daß (von vielen Versionen) das richtig ist, was in allen auftaucht - und das sind eben die Drachen, was immer das für Viecher gewesen sein mögen.
Jedenfalls haben Menschen sie erlebt.
Warum auch nicht?
Sie sind doch kurz nacheinander geschaffen worden!
heinmueck am 3. November 2008 15:21 Danke. Mich interessiert in dem Zusammenhang: In welchem Jahr fand die Sintflut gemäß Bibelquellen statt? Ich frage, um den Zeitraum der Überschneidung besser eingrenzen zu können, also einschätzen zu können wie lange sich Menschen die Welt mit Dinosauriern teilen mussten.
Wenn ich die Stammbäume zusammenzähle, komme ich auf das Jahr 1656 nach Schöpfung. (Interessant wäre hierbei die Frage, ob Lamech im Jahre 1656 "normal" gestorben ist oder ob er durch die Flut umkam.)
Das ist so bummelig 2500 v. Chr.
Die Daten, die älter angegeben werden von Ausgrabungen, hängen mit der fehlerhaften Annahme beim C14-Verfahren zusammen, die davon ausgeht, daß der Gehalt von C14 von Anbeginn der Welt immer gleich war - ohne Berücksichtigung einer Mega-Katastrophe, als die man die Flut doch ansehen müßte.
Mal was anderes: Man hat doch vor einigen JAhren einen lebenden Quastenflosser gefunden, der angeblich als Leitfossil (!) gedient hat - welch ein Hohn! Wie alt ist denn nun eine Schicht, in der ein Quastenflosser steckt?
Außerdem hat ein asiatisches Schiff vor Jahren ein merkwürdiges Tier (halb verwesdt) aufgefischt, fotografiert und weggeworfen, das könnte nach Ansicht von Experten auch eine Art Saurier gewesen sein.
Vielleicht teilen wir uns noch heute die Welt mit ihnen...
Imbecillitas am 3. Dezember 2008 00:14 kann mich an die genaue story nicht mehr erinnern.
aber das tier, welches das asiatische schiff, aus dem meer gefischt hatte, konnte mein ich klar identifiziert werden und war auf jeden fall kein saurier. das war so zerfetzt, daß man es in der verwesten form annehmen konnte (sah etwas aus wie nessie oder ein pletiosaurier oder so) aber später stellte sich deutlich heraus, daß es ein heute noch bekanntermaßen vorkommendes tier war. weiß leider nicht mehr welches.
gab darüber mal ne reportage.
Okay, danke.
Aber den Quastenflosser gibt es wirklich lebend - und das Viech wird als Leitfossil benutzt??
.
Schon wieder?
Nochmals: Mythen haben nichts mit Geschichte, auch nichts mit Naturgeschichte, zu tun.
Bibel und Wissenschaft beissen sich nicht.
.
Korrektur:
Bibel und Wissenschaft beissen einander nicht.
hallööchen, wie wär´s mal mit:
die triologie GESPRÄCHE MIT GOTT von
NEALE DONALD WALSCH
seeeeehr aufschlussreich und ausserordentlich spannend und interessant...
und fesselnd und ZUTIEFST WAHR
alles gute
Danke!
Man muß beachten ,daß es "die Bronzezeit" nicht gibt. Solch einen Begriff kann man immer nur auf ein gewisses Gebiet anwenden. Es gibt heute immer noch Stämme, die "in der Steinzeit" leben - würdest Du behaupten, die Steinzeit war im Jahre 2008?
Vielen Dank für den Hinweis.
Ich denke schon, dass (auch zur besseren Verständigung) der Begriff Bronzezeit für einen gewissen Zeitabschnitt und nicht für eine bestimmte Entwicklungsstufe verwendet werden sollte.
Ja, einige Menschen (z. B. in Papua-Neuguina) verwenden immer noch überwiegend Stein und befinden sich vermutlich auf einem Steinzeit-Niveau. Der großen Mehrheit der Menschheit stehen aber inzwischen weitere Materialien zur Verfügung. Bei der Benennung von geschichtlichen Zeitabschnitten sollte wohl die Gemeinschaft aller Menschen gesehen werden. (Die Kreationisten in Papua-Neuguinea gehen übrigens davon aus, dass die Welt von einem Krokodil ausgespuckt wurde.)