Frage von Racer7711, 317

Wie steht ihr zur Weltentstehung? Schöpfung oder Urknall?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von JTKirk2000, 54

Da die Schöpfung nicht direkt etwas zur Entstehung der Welt aussagt, sondern nur darüber, dass die Erde quasi geformt (in Bezug auf Land und Meere) wurde und da der Urknall im direkten Sinne nichts mit der Entstehung der Erde zu tun hat, sehe ich keinen Bezug zwischen der Frage und der Genesis und der Urknalltheorie. 

Würde ich aber weiter gehen, so würde ich sagen, dass die Genesis eine von Menschen (mit geozentrischem Weltbild) interpretierte Form einer göttlichen Inspiration in Bezug auf die Schöpfung ist und daher nicht unbedingt in ihrer ursprünglichen Form im Widerspruch zu dem stehen muss, was verschiedene wissenschaftliche Theorien zur Entwicklung und Entstehung des Universums betrifft. 

Beispielsweise wird das geozentrische Weltbild in der Genesis an zwei Punkten deutlich: Land und Wasser sollen sich bereits am dritten Tag, ebenso die Pflanzen, während die Sonne erst am vierten Tag dagewesen sein soll (erstaunlicherweise war es aber ohne die Sonne angeblich schon hell). Dies zeigt zwei Dinge auf: Erstens mischte da ganz gewaltig die menschliche Vorstellung zum geozentrischen Weltbild mit und zweitens kann man diese Tage wohl kaum als irdische Tage verstehen, sondern wenn, dann eher für göttliche oder himmlische Tage, welche laut der Bibel 1000 Jahren entsprechen können, was sinnbildlich damals für einen unermesslich langen Zeitraum stand. Die Aussage Gottes Adam gegenüber verdeutlicht dies, dass er nämlich sobald er von der Frucht vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse gegessen hätte, sterben würde. Dieses sobald dauerte laut Genesis 5 immer noch 930 Jahre. Wenn also ein sobald fast 1000 Jahren entspricht, wie lange wäre dann erst ein ganzer Tag? Denn "sobald" ist eigentlich mit sofort zu verstehen.

In Hinsicht auf die Reihenfolge der Entwicklung des Lebens auf der Erde gibt es in der sehr groben Beschreibung der Genesis und der Evolutionstheorie jedoch weit größere Gemeinsamkeiten: Erst entstanden laut beiden die Pflanzen, dann die Tiere und schließlich der Mensch. Grob ist die Beschreibung in der Genesis dahingehend, dass beispielsweise die Dinosaurier nicht erwähnt werden und ebenso wenig gemeinsame Ursprünge zwischen verschiedenen Arten im Laufe der Evolution.  

Kommentar von Garfield0001 ,

wer sagt das "Licht" nur von Sternen kommen kann? Wenn Gott allmächtig ist kann er es auch hell sein lassen ohne Sterne

Kommentar von JTKirk2000 ,

Sicher, aber deshalb handelt es sich noch lange nicht um einen irdischen Tag.

Kommentar von JTKirk2000 ,

Vielen Dank für das Sternchen. :)

Expertenantwort
von Hamburger02, Community-Experte für Physik, 102

"Schöpfung" ist ein Mythos aus der Antike ohne jeglichen Beleg, der zudem noch von widerlegten Voraussetzungen ausgeht.

"Urknall" ist eine moderen Theorie, die sowohl matehmatisch als auch durch Beobachtungen vielfach belegt ist.

Bei der Entscheidung, wen ich glaubwürdiger halte, einen unbelegten antiken Mythos oder eine bestätigte moderne Theorie, ist für mich die Wahl klar.

Antwort
von sarahj, 99

Dazu einer meiner Lieblingsautoren, Douglas Adams:

>>
Das Universum wird nicht von Gott regiert, sondern wurde von einem Wesen namens „Großer Grüner Arkelanfall“, ursprünglich einfach ausgeniest.
Zumindest glauben das die Bewohner des Planeten Viltwodl VI.

Viele leben seither in ständiger Furcht vor einer Zeit, die sie „Die Ankunft des großen weißen Taschentuchs“ nennen. Außerhalb von Viltwodl VI hat der Glaube an den Großen Grünen Arkelanfall im Universum nicht viele Anhänger.
<<

---
Urknall

Ich denke, daß die Theorien zu Urknall, Elemententstehung, Sternleben und -sterben, Entstehung der Planeten, Evolution bis hin zum Mensch usw. derart durch Beobachtungen bestätigt wurden, und genaue nachprüfbare Vorraussagen machen, daß es fast schon peinlich ist, wenn diese angezweifelt werden.

Man könnte sich die Schöpfung vielleicht noch - wie an anderer Stelle in GF mal geschrieben wurde - wie das "Aufziehen eines Brummkreisels, und dann zusehen was passiert" vorstellen.
Doch wo bliebe da der persönliche, am individuellen Dasein interessierte und einflußnehmende gute Gott?

Kommentar von Ottavio ,

Doch wo bliebe da der persönliche, am individuellen Dasein interessierte und einflußnehmende gute Gott ?

Zugestanden, der hat eigentlich wenig mit der Schöpfung zu tun. Es geht um eine psychische Instanz. Nenne sie den Heiligen Geist oder xyz,, das ist egal. Die Welt ist überschwemmt mit Menschen, die ein überstrenges Über-Ich haben und nicht imstande sind, Gnade mit sich selbst und anderen walten zu lassen. Da ist es nur sinnvoll, dem Über-Ich eine Instanz hinzuzufügen, die noch mächtiger als dies ist und Gnade walten lässt. Nenne sie Allah, Gott oder Wieauchimmer, das ist egal. Es geht um die psychische Gesundheit der Menschen, und die ist seit der Abschaffung Gottes leider eher schlechter geworden. 

Kommentar von sarahj ,

"... und die ist seit der Abschaffung Gottes leider eher schlechter geworden"

ist das so?

Gerade diese Tage habe ich einen Artikel in einer Zeitung gelesen, demnach die Religionen seit den 70er Jahren wieder im Aufschwung sind.
So sind heute prozentual mehr Menschen religiös als damals (und damit natürlich auch absolut, leben doch heute mehr als doppelt so viele Menschen). Für mich, der ich mich an diese Zeit gut erinnern kann, sieht es tatsächlich so aus. Das waren Zeiten, in denen im Iran Frauen in Miniröcken zu sehen waren; sehr liberal; sehr weltlich. Und man gefahrlos nach Marokko reisen konnte, ja dort allenthalben freundlichst empfangen wurde, und der eine oder andere gar seinen roten Libanesen rauchte.

Gleichzeitig wurde im Artikel geschrieben, daß die allermeisten aktuellen Konflikte auf der Welt religiös begründet sind bzw. durch Religionen angefeuert werden.
(wer möchte darf auch sagen: die Mächtigen der Welt haben es geschaft, die Religion zu mißbrauchen, um das dumme Volk in Kriege zu hetzen...)

Kann man es da nicht auch umgekehrt sehen?
Wer hat ein objektives und stichhaltiges Argument gegen die These, daß die psychische Gesundheit der Menschen mit dem Wiedererstarken der Religionen leider schlechter geworden ist?

Ich weiß, jeder Gläubige wird jetzt protestieren, und sagen "meine Religion, oder meine persönliche Auslegung der Religion ist nicht so".
Aber kann es nicht sein, daß die Religionen eben doch so sind?
Und es lediglich einzelne Personen sind, die zwar gute Menschen sind, aber nicht die Religion repräsentieren, sie sich schön reden oder sie zusehr durch eine rosa Brille sehen, ihre private Sicht verallgemeinern, und nicht sehen wie die Welt wirklich tickt?

Kommentar von Ottavio ,

Meintest Du wirklich "gegen die These" oder meintest Du "für die These"?  Die Entwicklung im Islam als Argument gegen die These anzuführen ist völlig gerechtfertigt. Ich hatte eher an die Abschaffung Gottes in diesem Lande durch meine Generation und die Bewegung, der ich angehörte.

Auch ich war 1968ff ja dabei als Marxist, Philosophie- und eben auch Theologiestudent, und ich habe im Auge behalten, was aus den alten Genossinnen und Genossen geworden ist, die sich früh vom Glauben verabschiedet haben. Es ist ja nicht so, dass sie an gar nichts glauben würden, sie nennen es nur nicht Gott.

Ich sehe leider nicht, dass das, woran sie nun glauben, immer gnädig mit ihnen umgeht. Es gibt da so einige, die mir etwas Gehetztes zu haben scheinen. Gesund ist das nicht. Eine Zahl, die wächst, ist leider auch die der Menschen in psychiatrischer und psychologischer Behandlung.

Nun könnte man sagen: Es ist doch gut, dass es heute mehr Psychiater_innen und Psycholog_inn_en gibt als früher, und die wollen doch auch leben.. Das stimmt, besonders wenn ich an meine Tochter, die Psychologin, denke. Aber auch eine Pastorin kann eine gute Seelsorgerin sein.

Aber was fehlt, sind nicht eigentlich Pastor_inn_en, sondern jene gnädige psychische Instanz oberhalb des ungnädigen Über-Ichs, deren Funktion für einen guten Lutheraner früher "Gott" einnahm. Der vergab nämlich immer, auch wenn man sich selbst nicht vergeben konnte.

Expertenantwort
von PWolff, Community-Experte für Physik, 66

Ich würde ja Steady State bevorzugen.

Auch wenn das momentan bei den Wissenschaftlern nicht so hoch im Kurs steht.

Aber solche Sachen haben sich ja immer wieder mal geändert.

Scherz beiseite: Meine Frühstücksbrötchen schmecken in allen drei Fällen gleich. Also was soll's. 

Und für die Wissenschaft ist ja nur wichtig, dass ich die Theorie des Urknalls und ihre Begründungen verstehe und Folgerungen ziehen kann. Die Physik ist ja keine Religion, die Wert auf "Rechtgläubigkeit" legt. (Oder sollte es nicht sein.)

Die Physik - oder Naturwissenschaften im allgemeinen - gehen ja davon aus, dass kein transzendenter Gott in das Geschehen dieser Welt eingreift ("sicut Deus non daretur"). Und da scheint das Urknallmodell wohl noch mit Abstand am besten zu unseren doch sehr beschränkten Beobachtungen zu passen.

So lange du nicht ausdrücklich dazu schreibst, dass du unter Schöpfung eine Schöpfung in vergleichsweise kurzer Zeit verstehst, sind diese beiden Annahmen durchaus kompatibel (z. B. "Uhrmachergott").

Die Annahme eines transzendenten Gottes ist keine gute Theorie, weil sie zu viel erklären kann.

Zum Thema "eingebaute Geschichte" haben sich schon ganz andere Leute Gedanken gemacht.

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Religion, 41

Ich persönlich glaube nicht an einen allmächtigen Schöpfergott und ehrlich gesagt interessiert mich die Frage nach dem Ursprung auch nicht besonders.

Es gibt nach meiner Meinung einfach Dinge, die relevanter für den gegenwärtigen Moment sind, als geistig in eine Vergangenheit zu reisen, die ewige Zeiten zurückliegt (...egal ob sich da noch etwas ausdehnt...),

Mein jetziges Handeln hat Einfluss auf die gegenwärtige Situation und diese Verantwortung ist für mich unendlich relevanter, als die Frage nach Huhn oder Ei.

Antwort
von Hardware02, 39

Beides. Das mit dem Urknall kommt schon so ungefähr hin, nur, warum gab es einen Urknall?

Antwort
von Philipp59, 19

Hallo Racer7711,

wenn man nach dem Ursprung des Universums fragt, dann sollte man sich über eines im klaren sein: Es gibt ein "Ursache-Wirkungs-Prinzip" , das auf unsere gesamte materielle Welt anwendbar ist: Aus dem Nichts kann auch nichts entstehen.

Viele Wissenschaftler sind der Ansicht, das Universum habe in einem Urknall seinen Anfang genommen, doch niemand kann zu Recht behaupten, vor dem Urknall sei nichts gewesen. Es gibt zwar verschiedene Versuche der Wissenschaftler, den Ursprung des Universums zu erklären, doch stellen diese nicht unbedingt zufrieden.

Da gibt es z.B. das "Inflationsmodell" des Physikers Alan Guth, eine Theorie, die besagt, die gesamte Materie sei vor dem Urknall unendlich klein gewesen (Singularität) und sei dann mit Überlichtgeschwindigkeit expandiert. Dennoch erklärt diese Theorie nicht, wie das Universum aus dem Nichts entstanden sein soll. . Dr. Andrej Linde drückte es in einem Artikel der Zeitschrift Scientific American so aus: „Eine solche anfängliche Singularität zu erklären, wie der Urknall sie darstellt, ist noch immer das widerspenstigste Problem der modernen Kosmologie.“ Das zeigt also, dass niemand wirklich sagen kann, was vor dem Urknall war.

Tatsächlich bewiesen ist, dass das Universum einen Anfang hatte. Doch kann die Wissenschaft nicht erklären, wie es zu diesem "Anfang" kam. Robert Jastrow,  Professor der Astronomie und Geologie an der Columbia-Universität, schrieb: "Der astronomische Beweis für einen Anfang versetzt die Wissenschaftler in eine unangenehme Lage, denn sie glauben, daß jede Wirkung eine natürliche Ursache hat . . . Der britische Astronom E. A. Milne schrieb: ‚In bezug auf den Stand der Dinge [am Anfang] haben wir nichts anzubieten; bei dem göttlichen Schöpfungsakt ist Gott unbeobachtet und unbezeugt‘ “ (The Enchanted Loom—Mind in the Universe). Wie dieser Wissenschaftler selbst sagte, kann niemand ausschließen, dass die Entstehung des Universums letztendlich auf einen Schöpfungsakt zurückzuführen ist.

Wenn man nach den Ursachen fragt, dann wäre es auch nicht schlecht, einmal über die im gesamten Universum herrschenden vier fundamentalen physikalischen Kräfte nachzudenken:

1. Gravitation
2. Elektromagnetismus
3. Die starke Kernkraft
4. Die schwache Kernkraft

Alle diese Kräfte sind so fein aufeinander abgestimmt, dass eine geringe Abweichung auch nur bei einer dieser Kräfte dazu geführt hätte, dass Leben nicht möglich wäre. Als Beispiel möchte ich einmal die Gravitation herausgreifen. Die Stärke der Gravitation ist entscheidend verantwortlich dafür, dass die Sonne überhaupt scheinen kann. Dr. Reinhard Breuer schrieb in dem Buch Das Anthropische Prinzip: Der Mensch im Fadenkreuz der  Naturgesetze: „Bei geringeren Schwerkräften würden die Sterne kleiner ausfallen, der Schwerkraftdruck in ihrem Innern würde die Temperaturen nicht genügend hoch treiben, um Kernverschmelzungsreaktionen in Gang zu setzen: Die Sonne könnte nicht scheinen.“

Man könnte sich nun fragen: Warum gibt es diese Feinabstimmung, die für das Leben im Universum unabdingbar ist? Könnte es einen "Jemand" geben, der diese Gesetzmäßigkeiten festgelegt hat? Das sind Fragen, auf die die Wissenschaft uns keine Antworten liefern kann. Somit hat der Gedanke an einen Schöpfer, der alles ins Dasein gebracht hat, noch immer seinen berechtigte Platz, selbst im heutigen 21. Jahrhundert!

LG Philipp

Antwort
von realsausi2, 67

Es ist ja nicht so, dass persönliche Vorlieben hier von Bedeutung wären. Es gibt eine sehr profunde Erklärung im Rahmen der als beständig erkannten Naturgesetze.

Wir haben bis unter einer Sekunde nach dem Ereignis, das ein Urknall gewesen sein könnte, guten Einblick in den Ablauf der Ereignisse. Von da aus führt ein kontinuierlicher roter Faden bis zu dem Moment, bevor das Leben an sich entstand.

Die Abiogenese, also wie aus Nichtleben Leben wurde, ist noch nicht umfassend verstanden, aber es gibt gute Ansätze dazu. Ich bin mir sicher, dass wir diese Frage beantworten können.

Von da an haben wir wieder sehr gute Erkenntnisse darüber, wie sich das Leben entwickelt hat. Bis hin zu dem, was wir heute sehen.

All das ist unterfüttert mit einer gewaltigen Zahl an Erkenntnissen, überprüfbaren Fakten, im Rahmen von Gesetzen und Regeln, in der Abfolge von Kausalitäten.

Hingegen heißt es bei der Schöpfung lapidar: "Gott war´s." Ende. Mehr wird nicht angeboten. Ein singulärer Umstand für alles. Eine Schöpfung aus dem Nichts, in der alles völlig zufällig so ist, wie wir es vorfinden. Keine Herleitung, keine Kausalitäten, keine Gesetzmäßigkeiten. Völlige Beliebigkeit, alles Zufall.

Mal im Ernst... wer seine fünf Sinne beisammen hat, erkennt ganz klar, wo hier der Hammer hängt.

Kommentar von Abahatchi ,

wer seine fünf Sinne beisammen hat, erkennt ganz klar, wo hier der Hammer hängt.

manchmal bedarf es noch nicht einmal der 5 Sinne zu dieser Erkenntnis. Was gibt es eigentlich nicht an "geistreichem" auf Youtube?

https://youtu.be/rwwl68ipAH8

Antwort
von Karl37, 96

Du stellst das so dar, das ein Gegensatz zwischen Urknall und Schöpfung bestehen würde. Der Vatikan sieht keinen Gegensatz und es war auch ein Theologe + Physiker, der erstmals die Urknalltheorie aufstellte. Der Ausdruck "Urknall" stammt allerdings von einem Atheisten und hatte eigentlich den Sinn diese Theorie lächerlich zu machen.

Kommentar von Racer7711 ,

Ich sehe 2 Theorien - entweder Gott oder einen Urknall ; Wissenschaft oder Religion

Antwort
von PieOPah, 89

Meiner Meinung nach ist das eigentlich egal, wie dieser Planet entstanden ist. Er ist da.

An der Art und Weise, wie ich mit diesem Planeten umgehe, ändert die Art der Entstehung nichts.

Aber meine Lebensweise entscheidet, wie es mit diesem Planeten weitergeht.

Und egal, ob Urknall oder Schöpfung: in beiden Varianten waren die Menschen zuletzt da... Junge Spezies im Vergleich zu anderen Lebewesen.

Antwort
von Nadelwald75, 65

Hallo Racer7711,

da sehe ich keinen Widerspruch: Gott ist für mich der Schöpfer aller sichtbaren und unsichtbaren Dinge (einschließlich Energie, Materie, Naturgesetze, Leben und Geist). Damit sehe ich den Urknall als Teil der Schöpfung.

Antwort
von nobytree2, 95

Ich denke, dass die Welt geschaffen ist, also Gott als ihren eigentlichen Urheber hat. Wie das Universum entstanden ist, legen die mosaischen Religionen nicht fest, da weder die Bibel noch der Koran noch sonstige Schriften naturwissenschaftliche Aussagen machen wollen. Z.B. ist Zweck der Schöpfungsgeschichte in der Bibel, die Beziehung Gott zum Menschen darzustellen, nicht aber astrophysikalische Aussagen zu treffen.

Ich sehe also keinen Widerspruch zwischen der Bibel und der Urknalltheorie. Ich persönlich habe auch kein Problem damit, die Phase nach dem Urknall auf einen unendlich langen Zeitraum auszudehnen, wobei Zeitlichkeit ja relativ ist. Ich habe auch keine Probleme mit der Quantenphysik, welche ein neues Kausalitätsverständnis mit sich bringt und die Religionen vielleicht zu weit mehr Überlegungen veranlassen darf als die Urknalltheorie oder die Evolutionstheorie. Dennoch: Nichts von alledem kann der Schöpfungsgeschichte widersprechen, weil die Schöpfungsgeschichte keine naturwissenschaftlichen Aussagen macht, sondern eine in Bezug auf Gott-Mensch. Somit würde selbst die Theorie des instabilen Nichts (und damit der Entstehung des Universums aus einem solchen Nichts als quantenphysikalischem Potential) der Schöpfungsgeschichte in ihrer Aussage nicht widersprechen.

Kommentar von Franz1957 ,

Habe hier versehentlich auf den Abwärtspfeil geklickt, meinte aber den anderen Pfeil. Wieso hat das System eigentlich keine Undo-Funktion zu diesen Klicks?

Kommentar von nobytree2 ,

Passt scho. Ihr Kommentar ist mir sogar lieber als ein Pfeil nach oben :-)

Antwort
von salome77, 62

Beides. Die Naturwissenschaft erklärt mir, wie die Welt entstanden ist, die Schöpfungslehre das warum.

Antwort
von Garfield0001, 70

In der Bibel steht: "Gott sprach und es wurde ...". Ich kann mir schon vorstellen dass das schnell vonstatten ging - ein 'Knall' sozusagen.
Ich habe auch kein Problem, wenn Wissenschaftler einen Stein untersuchen und feststellen: "der ist zig-Millionen Jahre alt. " und trotzdem kann er - sagen wir - tatsächlich erst 20.000 Jahre alt sein. Warum?

Stell dir vor ich wäre Töpfer (da ich es nicht bin, bitte nicht alles als konkret hinstellen; es sind nur Gedanken) und könnte Dinge aus dem 'Nichts' erschaffen. Wenn ein Wissenschaftler eine von mir geschaffene Tasse untersuchen würde (uns ich ihm nichts sage), würde er feststellen was für Ton das ist, wie lange ich die Tasse auf der Töpferscheibe geformt habe - und in welche Richtung ich sie gedreht habe :-). Er könnte sagen wie lange und bei weicher Temperatur die Tasse gebrannt wurde etc.
Vielleicht kommt er zu dem Ergebnis: die Tasse ist 10 Tage alt. Warum? Er greift auf seine Erfahrungen zurück und deutet for Naturgesetze. Und dann KANN es gar nicht anders sein als er heraus gefunden hat.
Und doch ist die Tasse vielleicht 10 Minuten alt. Da ich weder auf zeit noch auf Naturgesetze gebunden bin.
Die Tasse ist 10 Minuten alt - und doch wird jeder seriöse Wissenschaftler auf die 10 Tage kommen.

Ein sehr schönes Buch zum Thema ist "Der erstaunliche Bericht des Hiob".

Kommentar von Viktor1 ,

Tut mir leid - aber je mehr geschwafelt wird desto dilettantischer wird es. Das haut keinen um was du da bringst - will sagen, Überzeugungsfaktor = 0

Kommentar von Garfield0001 ,

habe ich gesagt, das ich dich überzeugen will? ich habe NUR meine Meinung gesagt. also - warum so angriffslustig?

Kommentar von Viktor1 ,

Du hast hier gar keine "Meinung" gesagt. Du hast (dilettantische) Überlegungen, "Argumente", Begründungen zusammengeschwafelt.
Das tut man, wenn man den Fragesteller überzeugen will.
Deine Gegenhaltung zu meiner Kritik bringt's also auch nicht.
Das Positive bei deinem Beitrag ist , daß du nicht nur versucht hast Statements raus zu hauen sondern etwas Nachvollziehbares zu bringen. Da mußt du noch üben - auf höherem Niveau.
Bist du Reli-Lehrer von Kindern ? Redest gerne ?

Kommentar von Garfield0001 ,

Nur weil ich nicht immer dazu schreibe "dass ist meine Meinung", heißt es nicht dass es nicht meine Meinung ist. Und natürlich bin ich davon überzeugt - du bist ja auch überzeugt von dem was du weißt.
Und ob diese Überlegungen dilettantisch sind oder nicht - das musst du ja nicht beantworten.
Auch habe ich nur die Frage beantwortet, die der Fragesteller gestellt hat. Und dazu brachte ich das Beispiel mit dem Töpfer um zu erklären, warum ich es nicht für einen Widerspruch halte, was offenbar ein Widerspruch sein könnte. Warum sollte ich ihn überzeugen wollen? Ich kenne ihn ja nicht mal :-)

Antwort
von comhb3mpqy, 62

Ich bin Christ und glaube, dass Gott die Erde gemacht hat. Ich finde die Welt sehr gut durchdacht, ich glaube nicht, dass die Erde einfach so entstanden ist.
Aber schließt die Schöpfung den Urknall aus? Warum sollte das so sein? Warum glaubt man nicht an Schöpfung und Urknall? Es gibt die Meinung, dass für den Urknall ein Eingreifen von Gott nötig ist. Auch war der Mensch, der heute als Begründer der Möglichkeit gilt, dass es den Urknall gab Priester.

Antwort
von OmaLover25, 60

Von Nichts kommt nichts.

Es mag schon einen sein das es vielleicht einen Urknall gegeben haben könnte, aber dieser muss ja auch von irgendwem Verursacht worden sein. Und dieser Jemand ist Gott, er ist ewig und war schon immer da. 

Kommentar von Racer7711 ,

Naja in beiden Fällen steht die Sache dass aus nichts nichts entstehen kann - und damals war entweder ein Gott vorhanden oder dieses Energiekonzentrat ! Aber wo kommt Gott her ? Und Energie kann nicht erzeugt werden

Kommentar von OmaLover25 ,

Gott war schon immer er ist allgenwertig und Ewig, er musste nicht erschaffen werden.

Energie hingegen muss irgendwo herkommen, und doch ein Allmächtiger Gott kann Energie erschaffen, denn Gott steht über jedem Naturgesetzt.

Kommentar von Racer7711 ,

Für Gott gibt es keinen Beweis in der Hinsicht

Antwort
von metalhead998, 129

Urknall natürlich... Glaubst du noch, dass die Erde eine Scheibe ist? Ich jedenfalls nicht und ich bin auch nicht gläubig.

Kommentar von Garfield0001 ,

was hat das "die Erde ist eine Scheibe" mit einer möglichen Schöpfung zu tun?

Kommentar von metalhead998 ,

Christen glaubten immer, dass die Erde eine Scheibe ist und sie verfolgten sogar Leute, die es beweisen konnten, dass diese das nicht ist. Sie glauben auch, dass Gott alles erschuf, also warum sollte das wahr sein? Jeder soll glauben, was er will und ich glaube nicht daran.

Kommentar von NewSummer ,

Christen glaubten immer, dass die Erde eine Scheibe ist

Das ist falsch wie kommst Du auf soetwas?

Christen die den Inhalt der Schriften kannten wussten schon vorher das die Erde eine Kugel ist und im Nichts hängt.

Dies stand nämlich schon vor den wissenschaftlichen Erkenntnissen so geschrieben,  lies zB

Hiob 26:7, Er spannt den Norden aus über dem leeren Raum,
Hängt die Erde auf an nichts;

37:12, Und sie wird rundum gedreht, wobei er [sie] steuert, damit sie [ihr Werk] verrichten,
Wo immer er ihnen auf der Fläche des ertragfähigen Landes der Erde gebietet

Jesaja 40:22,  Da ist EINER, der über dem Kreis der Erde wohnt, deren Bewohner wie Grashüpfer sind, ER, der die Himmel ausspannt wie einen feinen Flor, der sie ausbreitet wie ein Zelt, um darin zu wohnen.

Kommentar von metalhead998 ,

Kennst du nicht das Weltanschauungsbild von Kopernikus und Galileo? Galileo wurde von Kirchenoberhäuptern deswegen bekämpft.

Antwort
von Viktor1, 39

Das sind kein Alternativen, welche man gegenüber stellen kann.
Man kann sehr wohl einen Schöpfer (wie auch immer) annehmen und den Urknall verwerfen oder an den Urknall "glauben" und an einen der diesen bewirkt hat.

Antwort
von viktorus, 55

Du meinst: von allem "etwas mitnehmen" (Röm.1,22) ?

Wo soll denn der "Urknall" hergekommen sein, wenn es keinen Gott gäbe (Ps.53,2) ?

Er hat solchen "Unsinn" nicht nötig (1.Mose 1,1-2,7).

Unser ewige Schöpfer hat alles in seinem Buch (die "Gebrauchsanweisung für den Menschen) niederschreiben lassen (Joh.17,17).

Expertenantwort
von Franz1957, Community-Experte für Physik, 20

Die Frage ist logisch in etwa äquivalent zu der Frage, ob der Baum vor meinem Fenster gepflanzt wurde oder aus einem Samen gekeimt ist.

Antwort
von qwertzuiop1998, 102

Definitiv Urknall, denn ich bin nicht gläubig und Wissenschaft ist besser.

Kommentar von Garfield0001 ,

was hat das damit zu tun das gott das geschaffen haben könnte? was ist daran unwissenschaftlich?

Kommentar von achimhausg ,

Eben, denn daran ist garnichts unwissenschaftlich, wie man an hochkarätigen, gläubigen Physikern sehen kann; nur war deren Gottesbild (AE/Bohr z.B. ) eher pantheistisch/fernöstlich geprägt, als naiv-christlich. - Ich erinnere nur an Niels Bohrs Ying/Yang-Symbol auf seinem Grabstein und an AE's 'verallgemeinerte Gravitationstheorie', sowie seinen anhaltenden Versuch die damals moderne Physik der östlichen Mystik anzugleichen.

Kommentar von qwertzuiop1998 ,

Selbst wenn, ich glaube nicht, dass es einen Gott gibt und deswegen kann er auch MEINER Meinung nach nichts erschaffen haben.

Antwort
von Stig007, 88

Urknall

Antwort
von androhecker, 111

Urknall, Evolution, die Wissenschaft ist das einzig ware.

Kommentar von androhecker ,

wahre*

Kommentar von coconutkiss94 ,

Viele wissenschaftler haben vieles was im Koran steht selbst bestätigt! Selbst Albert Einstein war vom Islam fasziniert😊 Vieles was im Koran steht konnte erst im 20-21 jahrhundert mit Technischen Geräten herausgefunden werden.. Kannst du erklären warum vor über 1400 jahren sowas alles ohne Technik vorrausgesagt wurde? Also das ist doch beweis genug das Religion das wahre ist 😊

Kommentar von androhecker ,

Nein, ist es nicht. Im Koran steht das noch lange nicht so drinnen, wie man es heute weiß, das könnte man schon eher Glückstreffer nennen.

Kommentar von coconutkiss94 ,

Ich glaube eher nicht das es glückstreffer sind. Warum dachten früher alle das die Erde eine Scheibe wäre doch im Koran steht das sie rund ist. Das Universum steht dort genau beschrieben, es wird beschrieben wie ein Baby im Mutterleib aufwächst, es wird die steißbein Theorie bewiesen und genau erklärt, es wird die Menstruation der frau beschrieben und und und. Warum konvertieren so viele Menschen zum islam und sogar sehr viele der angeblich für die schlausten gehaltenden? Wieso bestätigen so viele Wissenschaftler den Islam? Du sagst Wissenschaft ist das wahre aber willst nicht hören das dies alles von der wissenschaft bewiesen wurde.

Kommentar von Karl37 ,

Niemand in Europa hielt die Erde für eine Scheibe. Das ist ein Märchen aus Tausend und einer Nacht. Wäre es anders, wie hätte dann Eratosthenes 250 B.C. den Umfang der Erde berechnen können?

Es geht aber hier um das Thema Urknall und davon hatte Mohammed keine Ahnung.

Kommentar von androhecker ,

Tja, nur dumm, dass 99% der Wissenschaft dem Koran widerspricht, die Kirche hatte auch in ein paar Punkten recht, aber der Rest der Wissenschaft steht im Konflikt mit dem Koran und der Bibel, und was ursprünglich im Koran stand weiß auch keiner, der wurde ziemlich oft geändert.

Kommentar von coconutkiss94 ,

Der Koran wurde "NIE" verändert. Das einzige von Gott gegebene Buch das sich verändert hat ist die Bibel. Kannst du auch gerne nachgoogeln wenn du willst. Ich werde deine Meinung wohl nicht ändern können, aber wir werden ja am Ende sehen wer von uns beiden recht hat. Wünsch dir noch viel Glück 🍀☺

Kommentar von androhecker ,

Und nochmals, den Koran kann man sehr verschieden interpretieren, klar kann man das ganze in den Urknall hineininterpretieren und dann behaupten, dass das da schon ewig stand, aber man das kann auch "den Himmel" als den Islam bezeichnen, und er wird durch die Muslime verbreitet, bei so einem Buch liest jeder das,was er lesen will. Islamisten lesen daraus auch heraus, dass man ungläubige töten muss, bei der Bibel ist das ganze eben konkreter gefasst, dadurch werden aber auch solche dummen Missverständnisse vermieden.

Kommentar von androhecker ,

Genau, das selbe Buch hat sich über Jahrhunderte erhalten, wurde nie abgeschrieben, die Sprache hat sich überhaupt nicht verändert und er wurde auch nie über setzt. (IronieMode false) Sorry, aber das bringt IMMER Veränderungen mit sich, frag doch mal Archäologen was sie von dem Schwachsinn halten.

Antwort
von lisi2209, 74

Urknall

Antwort
von mixmu97, 101

Ich bin für den Urknall, für mich kann es keine Schöpfung sein, da die Welt dafür viel zu real ist (alles meine Meinung^^) lg

Kommentar von Garfield0001 ,

Warum sollte die Erde nicht real sein, nur weil sie geschaffen sein könnte?

Kommentar von mixmu97 ,

Egal... versteht ja eh keiner

Antwort
von achimhausg, 16

Wir haben uns hier, nach ausgiebiger Diskussion und Brainstorming, darauf geeinigt, dass der Urknall die Schöpfung ist und genau die gleiche Antwort auf die Frage gegeben, ob Schöpfung oder Evolution: Die Evolution ist die Schöpfung.

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