Jetzt möcht ich mal ein Meinungsbild von euch haben.
Ab Januar 2009 muß jeder Telekommunikationsanbieter alle Kommunikationsvorgänge protokollieren und auf Verlangen den Behörden ausliefern. Wer hat mit wem telefoniert, wer hat wem eine e-Mail geschickt, wer hatte wann welche Internetadresse.
Nicht der Inhalt, sondern der Vorgang wird gespeichert.
Wie steht Ihr dazu?

Liebe/r pjakobs, gutefrage.net ist eine Ratgebe-Plattform. Es wäre schön, wenn Du Umfragen wie diese demnächst in unserem Forum unter http://gutefrage.net/forum stellen könntest. Vielen Dank für Dein Verständnis und viele Grüße, Ted vom gutefrage.net-Support

Meine ganz ehrliche Meinung: ich finde das _Scheisse, sorry aber so ist es. Ich wüßte jetzt auch nicht, was wir im Moment dagegen tun könnten, außer die Regierung zu stürzen.
Beteiligen Sie sich an der Sammel-Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung (nur noch bis 24.12.2007)http://www.vorratsdatenspeicherung.de/
Diese Vorratsdatenerhebung zeigt m.E. deutlich den Absturz ins Mittelmaß:
Wenn die Ermittlungsarbeiten nicht mehr den Erfolg der Älteren zeigen, weil die Polizei z.B. mit (Atom-)mülltransporten und
(Politiker-)personenschutz beschäftigt ist, dazu noch Zurückhaltung beim Informationsaustausch aus Geheimdiensterkenntnissen
erfährt wie jüngst zu erfahren war, wie soll sie damit denn anständig arbeiten?
Das Problem ist, wie im Vorspann von IceAge 2 zu sehen, ein unglaublicher Mut zur Lücke, dem sie dann mit Händen und Füßen
(und Vorratsdatenhaltung) entgegnen möchten.
Offenbar wird versucht, eine Art Kompetenz darzustellen. Interessant, dass Soeren Kierkegaard vor Jahrzehnten bereits eine
wirklich gute Beschreibung dazu verfasste:
"Aber diese sämtlichen Mittelmäßigen, die ganze Masse der Mittelmäßigen oder die Mittelmäßigkeit en masse
ist eine Unverschämtheit gegen Gott, denn diese will sich aufwerfen, das Höchste zu sein, will das Ideal aufrichten. Wie man sich wechselseitig gegen Feuer versichert, so will die Mittelmäßigkeit die Einzelnen total sichern in der Mittelmäßigkeit, daß die Mittelmäßigkeit das Wahre ist."
Ich fühle mich nicht sicher bei einer solchen Inkompetenz, die glaubt, einem Bombenbastler online auf die Finger schauen zu können.
So blöd, keine Wechselplatte oder ein nicht-Windows System zu benutzen, ist doch niemand, der wirklich etwas zu verbergen hat.
Vielleicht ist er ja auch einmal darauf gekommen, einfach den Ethernetstecker zu ziehen ;-)
Vorratsdatenhaltung ist ein Beweis der Unfähigkeit. Ich denke, die Polizei hat auch gute Leute, die anständige Leistung
zeigen, wenn sie nicht gerade durch die Politik daran gehindert wird (z.B. Präsidentenbesuch und zugeschweißte Kanaldeckel).
Kurzum, wenn ich nicht mehr weiterweiss, fang ich auch an zu sammeln, vielleicht ist ja was brauchbares dabei.
Nur: ich muss meinen Schei.. selbst finanzieren und kann keine Milliardenschulden machen.
By the Way... Ich bin schon älter und erinnere mich daran, daß der Verkehrspolizist vor Weihnachten zum Dank für gute Arbeit
Geschenke an seinen "Arbeitsplatz" gestellt bekam, sah gut aus...
SO stelle ich mir die Zusammenarbeit mit der Polizei vor.
Das Innenministerium hat offenbar andere Vorstellungen...
... und sammelt schonmal auf Vorrat, vielleicht ist ja irgendwas interessantes dabei.
Gruss an Wolfgang.

Es soll ja angeblich der Terrorbekämpfung dienen. Ich denke, das sie auch ohne diese neue Regelung an solche Daten herankommen, bei Bedarf. Wir sind alle schon derart gläsern....finde ich einfach nur furchtbar! Ich möchte nicht wissen, was alles gecheckt wird, von dem wir nicht einmal etwas ahnen!
Highlight am 15. Dezember 2007 22:02 P.S. In ein paar Jahren trägt womöglich jeder ein "Chip" am Arm....oder wird bei der Geburt eingeplanzt....damit der Staat immer weiß, wo man sich gerade aufhält. Wundern würde es mich nicht!

Virtuelles Datenschutzbüro (http://www.datenschutz.de). Ich teile die Bedenken, zumal Deutschland nicht nur hier über die Forderung der EU weit hinausgeht.
Ich denke, dass damit nur legitimiert wird, was ohnehin schon Praxis ist.
definitiv falsch. Die Telekommunikationsanbieter müssen massiv nachrüsten, um diese Daten sammeln und sechs Monate vorhalten zu können. Die Datenmengen sind gigantisch und wären wirtschaftlich nicht zu rechtfertigen.
pj
nicht, daß eine andere es anders gemacht hätte. Den Otto Katalog haben die Grünen ja auch mitgetragen.
Interessant ist nur das verbreitete Desinteresse. Ich hätt ja gerne auch ein paar von den "Ich hab nix zu verbergen" Kollegen hier was schreiben sehen.
pj