Frage von Maxim91, 73

Wie steht ihr zum Thema: Altersarmut, Rente, Rentenfinanzierung?

Antwort
von Dxmklvw, 25

Das Problem ist nicht die Altersarmut oder die Rentenfinanzierung, sondern das Wahlverhalten derjenigen, die stets nur solche Politiker und Parteien wählen, die jede nur erdenkliche Kraft aufbringen, um zu verhindern, daß diejenigen, die die wirkliche Arbeitsleistung erbracht haben, im Alter auch den Nutzen daraus ziehen können.

Die Gelder gehören nicht in die nimmsatten Rachen weniger Superreicher oder der Konzerne, sondern sie müssen denen zugute kommen, ohne deren Arbeitskraft es gar keine Superreichen oder Großkonzerne gäbe.

Antwort
von Radesch, 44
Die Rente wird mit Sicherheit immer weniger werden, Private vorsorge ist ein muss!

Ist in fast jedem EU Land so. Die Lebenserwartung wird steigen und wir werden länger arbeiten müssen. Die Rente wird aber gleichzeitig sinken, zumindest solange das Rentenalter nicht dem Bevölkerungsalter des Landes angepasst wird. Das ist der Preis, leider.

Kommentar von voayager ,

du schreibst Unsinn, in Österreich z.B. beträgt die Mindestrente 1050 €.

Kommentar von Radesch ,

Ja heute noch... Gesetze können geändert werden. In anderen Ländern ist die Rente nicht begrenzt nach unten

Kommentar von voayager ,

und in wieder anderen Ländern ist sie höher als in Deutschland, obwohl doch dieses Land das wirtschaftl. viertmächtigste der Welt ist. Das ist schon beschämend und schäbig noch dazu.

Antwort
von herakles3000, 41

Leider kam man das selber nicht  bestimmen  solange es einem gut geht und man gut verdint sollte man einen teil in die Rentnevorsorge stecken aber nicht in rister wen man keine Familie oder Kinder hat auch ist es oft schon fraglich ob überhaupt noch dann eine Rente ausgezahlt werden kann wen es soweit ist.Bei den arbeitslosen alg2 Empfänger wurden sogar die Rentenzahlung von 2 € Gestrichen.(im Monat)Es gibt ja auhc viel die selbst eine vorsorge nicht machen könne damit ist die Altersarmut in den nächsten Jahren noch höher als jetzt schon.! Im Grunde heist das durch die Altersarmut   mus man bis zum Grab schuften.!

Antwort
von kevin1905, 18
Die Rente wird mit Sicherheit immer weniger werden, Private vorsorge ist ein muss!

Private und betriebliche Vorsorge sind wichtig, aber diese bedingen u.a. auch ein vernünftiges Einkommen von dem Menschen diese bestreiten können.

Antwort
von thetee99, 34
Die Rente wird mit Sicherheit immer weniger werden, Private vorsorge ist ein muss!

Unsere "Säulen der Sozialversicherung" gehen auf Bismarck zurück. Damals ging das System gut auf. 2 junge Arbeitsnehmer haben die Rente für 1 Rentner erwirtschaftet... heute habe ich eher das Gefühl, auf 2 Rentner kommt 1 Harz4-Empfänger ;)

Das System funktioniert so nicht mehr und muss reformiert werden, denn von 600 EUR/Monat kann ein ältere Menschen nicht leben bzw. sollte nach einem Arbeitsleben so nicht vor sich hinvegetieren müssen...

Vllt. wäre es am vernünftisten, die Altervorsorge jedem selbst zu überlassen. Dann kann jeder selbst entscheiden, wie wichtig ihm das ist und wieviel er einzahlen möchte für sich selber! Dafür aber auch diese staatliche Sozialversicherung für Rente abschaffen und das Geld nicht mehr vom Gehalt abziehen. Dann ist es bei uns zwar so ähnlich wie in den USA, aber solange es nur bei der Rente so wird, wärs ok...

Antwort
von livechat, 8
Die Rente wird mit Sicherheit immer weniger werden, Private vorsorge ist ein muss!

Seit der Zinspolitik der EZB mit Unterstützung der maßgeblichen Mitgliedsländer ist eine endlose und hilflose Debatte über Altersversorgung und künftige Renten entfacht worden. Es zeigt sich auch, dass die Politik nicht gewillt ist, bei den Ursachen eine Wende herbeizuführen. Die gesetzliche war seit ihrer Einführung stets als Grundversorgung entsprechend dem Arbeitslohn bzw. Der eingezahlten Beiträge gedacht, was auch von jedem so angenommen wurde. (…)
Der Grundgedanke der Altersvorsorge wurde mit der Zeit mit Unterstützung der politischen Lobbyisten aufgeweicht, indem man für verschiedene Berufsgruppen eigenständige Unterstützungskassen und Versorgungswerke zuließ, was zur Folge hatte, dass von diesen Gruppen keine Beiträge mehr in die Solidargemeinschaft eingezahlt werden und der Staat erhebliche Zuwendungen an die Rentenversicherung als Ersatz leistet, natürlich aus Steuergeldern. (…) Es gäbe eine einfache und gerechte Möglichkeit, die Altersversorgung der Rentenbeitragszahler zu erhöhen und zwar durch Einführung des Produktivkapitals. Um was ginge es hier?
Jeder Arbeitnehmer verbringt in der Regel ein Arbeitsleben lang in irgendeinem Betrieb und trägt somit zum Erfolg eines jeden Unternehmen bei. Warum sollte hieraus nicht gesetzlich geregelt eine Anwartschaft für eine Beteiligung eingeführt werden? Entweder in Form einer angemessenen betrieblichen Altersversorgung oder einer Unternehmensbeteiligung, die von den Unternehmen steuerwirksam bilanziert wird und beim Ausscheiden aus dem Betrieb ausbezahlt wird.
Die Logik hierfür ist einfach, ohne Mensch keine Produktion und ohne Produktion kein Gewinn. Diese Beteiligung könnte gewinnabhängig sein, in einem Jahr höhere Rücklagen und in schlechteren Jahren geringere Aufwendungen, ein gesunder Kreislauf. Viele Vorstände kommen bereits in diesen Genuss, das Geld ist demnach vorhanden.
Wenn nun noch ein jeder von seinem Lohn einen angemessenen Betrag zurücklegt oder sich eine Immobilie als Altersversorgung zulegen kann, bräuchten wir keine politischen Debatten mehr über Altersarmut und Rentenversicherung zu führen, so einfach geht das. Auch die Neiddebatten hätten bald ein Ende und jeder wäre zufrieden.
Zu einem gerechten Generationenvertrag gehört übrigens auch, dass ohne Ausnahme alle in die Rentenkasse einbezahlen, die in einem Arbeitsverhältnis stehen. also auch Beamte. Gleiches gilt für freie Berufe und Selbständige. (…)

Kommentar von Dxmklvw ,

Diese Überlegungen zeigen zwischen den Zeilen eine starke soziale Gesinnung und auch ein Weiterdenken über den Tellerrand hinaus, wie man es leider nur selten findet.

Doch für ganz zu Ende gedacht halte ich diese Überlegungen noch nicht, weil so, wie es dargestellt ist, das Funktionieren zur Bedingung hätte, daß Unternehmer mehrheitlich an der sozialen Kompatibilität interessiert sind als am maximal erreichbaren Profit. Doch so ist die Welt leider nicht.

Eine Beteiligung am Unternehmen halte ich nur für einen vorübergehenden Vorteil, der langfristig aber nicht funktioniert. Weitere Erschwernisse kämen dadurch hinzu, daß zumindest beim Menschen die Schwarmintelligenz keine ist, sondern daß da meistenteils die Schwarmdämlichkeit dominiert.

Einen besonders großen Knackpunkt möchte ich an folgendem Beispiel darstellen, bequemerweise im bezug zu Wohnimmobilien:

Wenn ich finanziell an einem Wohnimmobilien-Unternehmen beteiligt bin, dann erwarte ich nicht um jeden Preis Rendite, aber ich erwarte den Werterhalt meiner Beteiligung.

Die Immobilien selbst leiden durch Alterung, und der Wert, wie er weltweit erlebt wird, ist eine Seifenblase, die jederzeit platzen kann.

Aus solchen Gründen und auch aus Gründen der Inflationsrate wäre also immer eine durch Quasi-Verzinsung erfolgende Wertsteigerung meiner Beteiligung nötig, die dann jedoch nur durch steigende Mieten erzielt werden kann.

Wenn ich selbst Mieter bin, dann wäre eine Beteiligung für mich eine Null-Rechnung, weil ich die Wertsteigerung dadurch erreiche, daß ich sie vordem mit höherer Mietzahlung selbst finanziert habe. Übrig bleibt dann nur noch der Wertverfall der Immobilie und das Seifenblasenrisiko, womit ich im schlimmsten Fall sogar meinen eigenen Totalverlust finanziert hätte.

Eine andere Überlegung zur Rente ist, was denn  wovon bezahlt wird. Real können Renten zu einem Zeitpunkt X immer von dem finanziert werden, was die arbeitende Gesellschaft zum Zeitpunkt X an Werten schafft. Das Ansparen für eine zukünftige "sichere" Rente verliert damit ihren Sinn, denn vom Gehabten kann niemand leben.

Ich sehe die Sache deshalb recht pragmatisch.

Fakt ist, daß es gegenwärtig ebenso wie in früheren Zeiten die Unternehmer sind, die maßgeblich die Politik lenken, und daß das Volk lediglich die Beute ist, wo nicht die Körper gefressen werden, sondern die Arbeitsleistung.

Jedoch läuft ohne Unternehmer ebenfalls gar nicht. Es geht also um einen Weg, der allen Menschen den gleichen Wert gibt, der anders als bisher nicht nur auf Papier geschriebene Tünche ist.

Einen solchen Weg sehe ich darin, daß nicht mehr gilt "alle Sicherheit für Unternehmer und alle Risiken dem Volk", sondern gleiche Sicherheit mit gleichen Risiken für alle.

Damit es auch klappt, sollte Unternehmern jedoch eine zusätzliche absoute Sicherheit gewährt werden: Wer eine antisoziale Gesinnung hat, erleidet gesetzlich garantiert den Totalschaden.

Weitere Details des Ganzen geben auch hier Anlaß zu diversen Bedenken, jedoch meine ich, daß es dafür eine eher recht leicht umsetzbare Lösung gibt:

Ich sehe keinen vernünftigen Grund darin, warum 1 Stunde Arbeitskraft an der einen Stelle 8,57 € wert sein soll und an einer anderen Stelle 500, 1000 oder gar 10.000 €, weil das System nur dadurch funktioniert, daß jedes Rad im Getriebe das tut, wofür es da ist.

Ebenso sehe ich keinen vernünftigen Grund dafür, warum es solchen schlechter gehen soll, die aus dem Arbeitsleben aufgrund des Alters oder aufgrund von Behinderungen ausgeschieden sind, als denen, die das Glück hatten, später geboren zu sein oder ihre Gesundheit zu behalten.

Den Nebengedanken, daß viel zu viele dem Grundsatz folgen würden "warum denn mehr arbeiten, wenn es nicht mehr Geld bringt" oder "warum arbeiten, wenn das Geld auch ohne Arbeit kommt" halte ich für ein fiktives Argument, weil sich auch dafür mit Sicherheit gute Lösungen finden, wenn nur der Wille aufgebracht wird, sie zu finden.

Systembedingt würden derart drastische Änderung eine sehr lange Zeit bis zur völligen Umsetzung benötigen, und vermutlich eine so lange Zeit, daß diejenigen, die es beginnen, den spürbaren Erfolg nur minimal oder auch gar nicht mehr erleben.

Kommentar von DanielSued ,

Private Vorsorge ist gut gar keine Frage.

Aber wovon?

Antwort
von W4hrheitsf1nder, 19

Keine der Antworten sind mir genehm.

Die Rente würde noch ohne Probleme weiterhin finanzierbar sein denn das ist das gute an einer umlagefinanzierten Rente. Wichtig dabei ist das die Wirtschaftsleistung steigt.

Man sollte sich mal fragen warum die Wirtschaftsleistung jedes Jahr steigt aber die Ausgaben für Renten gemessen an der Wirtschaftsleistung (obwohl es immer mehr Rentner gibt) immer kleiner werden. 

Irgendwas haut da ja nicht hin .. aber die Versicherungen freut es denn die verdienen sich eine goldene Nase daran. 

Antwort
von voayager, 14

Wie soll man denn zur Altersarmut, zur Armutsrente stehen? Welch eine seltsame gedankenbefreite Frage. Selbstverständlich bin ich gegen die Armutsrenten, so viel Eigeninteresse besitze ich natürlich. Ich bin nicht der behämmerte tapfere deutsche Untertan, der auch noch verständnisvoll mit dem Kopp nickt, wenn ihn sein Staat wieder mal das Fell über die Ohren zieht. Wer also möchte schon gern arm sein und dies einfach als Notwendigkeit gfar deklarieren.

Es wird höchste Zeit, dass sowohl Selbständige las auch Beamte in die gesetzlice Rentenversicherung einzhalen, damit so mehr Geld in deren Kassen ist. Darüberhinaus muß der Staat mehr Subventionen errichtet, damit ein Mensch im Alter ein Leben mit Würde führen kann.

Man muß sich doch mal die Frage stellen, Wer eigentlich am Rentenklau in Deutschland verdient, Wer also der Nutznießer ist. Dabei stellt man unschwer fest, dass es die Vertreter des Kapitals allgemein, die der Konzerne insbesondere sind.

Antwort
von kubamax, 24

Rente sollte ein Thema der Solidaritätsgesellschaft bleiben. Wenn sie nicht mehr der Solidarität dient, wird die Kluft arm-reich immer dramatischer und der soziale Frieden  und die kulturelle Gesellschaft schmilzt dahin.. Jeder sollte in die gesetzliche Kasse mit eingebunden werden, auch Selbsständige, wie in der Schweiz.

Antwort
von husteNN, 38
Die Rente wird mit Sicherheit immer weniger werden, Private vorsorge ist ein muss!

Weil wir defentiv alle nicht mehr jünger werden ^^

Antwort
von teletobbi, 29
Ich denke darüber nach Private vorsorge zusätzlich zu betreiben

Mal sehen welche Fortschritte die Regierung macht. Österreich hat sein Problem der Altersarmut gelöst. Die Sozialdemokraten der SPÖ haben nämlich eine Mindestrente von 1000€ eingeführt.

Kommentar von Radesch ,

So einfach ist das auch nicht, was wenn der Staat dafür nicht aufkommen kann?

Kommentar von teletobbi ,

Der Staat hat immer genügend Geld. Man muss sich nur trauen das Vermögen der Reichen zu besteuern. Sprich Vermögenssteuer, Finanztransaktionssteuer etc.

Kommentar von Maxim91 ,

In Österreich gibt es eine Mindestrente von 1030€ - die Link in Deutschland möchten 1050€ Mindestrente einführen, ich persönlich finde das dass Gießkannenprinzip bei der Rente nich gut ist - weil es viele bevor und benachteiligte dadurch geben würde.

ich könnte mir eine art "Bewerungssystem" vorstellen in dem exakt nach Situation und Arbeitsjahren filtriert wird - und jeder Mensch den Anteil erhält den er nach dem System "Verdient"

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