Frage von kuchenschachtel, 182

Wie steht ihr zum Ritzen?

Hey, Ich fand früher immer die Vorstellung, dass sich jemand ritzt total krank, weil ich es einfach nicht verstanden habe. Wieso macht man das? Inzwischen mache ich es aber selber und Frage mich, ob das nur eine Phase in der Pubertät oder wirklich krank ist.

Wie steht ihr dazu? Meint ihr, es ist wie "eine Erfahrung im Leben"...? Wie denkt ihr allgemein übers Ritzen?

Danke im voraus

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Antwort
von FelinasDemons, 66

Ich persönlich finde ritzen unglaublich unnötig. Hab's selbst mal eine Zeit lang gemacht und bereue es zu tiefst. Und wie du das schreibst : "Eine Erfagung fürs Leben":/ Das ist definitiv keine gute Erfahrung und ich bin froh/bzw hoffe,dass nicht viele diese bittere Erfahrung machen. Sie ist unangenehm,schmerzhaft und führt zu noch mehr Leid.
Es gibt andere Methoden um seinen Druck, Schmerz rauszulassen. Viel bessere und nicht selbstzerstörerische Wege. Bei denen man keine hässlichen Narben,innerlich und äußerlich,ein lebenlang mit sich herumtragen muss.
Und die die es nur wegen der Aufmerksamkeit tuen(solche soll's ja leider auch geben) für die hab ich nur Mirleid und Unverständnis übrig:/

Antwort
von Yamira26, 60

Ist krankhaft, aber ich glaube jeder baut in der Pupertät auf eigene Weise Gefühle ab. Allerdings hinterlässt diese Art und Weise Spuren die man später vielleicht bereut.
Ich hab mich nicht geritzt, aber auf andere Weise selbst verletzt und hab deswegen vielleicht bleibende Probleme... im Nachhinein würde ich es nicht mehr machen, aber damals ging es nicht anders.

Klingt jetzt blöd aber bevor du drin versinkst, such dir jemand der dir helfen kann, das muss jetzt kein Psychologo oder so sein, aber versuch nen anderen Weg zu finden das Abzubauen. Ich hab angefangen kreativ zu werden, ich male und schreibe....


Antwort
von Awkward111, 38

ich glaube das Menschen sich aus verschiedenen Gründen ritzten.

Zum einen kann es aus Wut sein, Wut auf sich selbst, aus selbst Hass, einfach, dass der Drang da ist sich selbst zu verletzten, weil man es verdient hat.

Zum anderen kann es auch als "Hilferuft" gelten. Denn Selbstverletztung tritt oft bei Depressionen auf, viele können aber nicht darüber reden, weil man oft selbst nicht weiß wieso es einen so schlecht geht.

Ein Grund, der glaub ich sehr oft vorkommt, ist, dass sich Menschen ritzten, die halt eine Depression haben, weil man dadurch noch einen Hauch von leben spürt. Denn bei einer Depression fühlt man sich innerlich wie tot, man fühlt nichts mehr, aber der Schmerz zeigt einem, dass man noch fühlen kann.

Es ist auf gar keinen Fall eine Erfahrung, die man gemacht haben sollte, denn wenn man sich ritzt, weil man keinen Ausweg mehr findet oder einer dieser Gründe zu trifft, ist das etwas sehr schlimmes. Was alles noch viel schlimmer macht, ist dass Depression und das damit oft verbundene Selbstverletzten nicht ernst genommen wird.  Das geht denke ich auch davon aus, dass mittlerweile viele meinen sich zu ritzten, einfach so, aus Trend.

Aber bitte, bitte hört das auf, das ist nichts schönes, es ist sehr schlimm, wenn man sich verletzten muss, weil man keine Ausweg findet. Deshalb macht das doch nicht freiwillig, einfach so und verbreitet noch stolz bilder von den Narben und Verletzungen.

Ich wünsche niemandem mal in so einer Lange zu sein, also definitiv keine Ehrfahrung die man gemacht haben sollte. 

Antwort
von thebest01, 43

Zunächst einmal sind Verletzungen jeglicher Art schlecht für den Körper. Meist sind sie mit Schmerzen verbunden, was ja eigentlich ziemlich unangenehm ist. Aus diesen Gründen sollte man Verletzungen vermeiden. Wenn sich jemand selbst verletzt, muss das Gründe haben, man erlebt schließlich nicht gerne etwas negatives, man verletzt sich also eher nicht selbst ohne einen Grund (du bestimmt auch nicht*). Um das Ritzen, also die Selbstverletzung überwinden zu können, muss man versuchen die Gründe dafür herauszufinden (oft sind diese nicht offensichtlich). Gründe für selbstverletzendes Verhalten sind oft mentaler Natur (z.B Depressionen), ich würde dir also raten mit einem Psychoterapeuten zu sprechen und dich eventuell behandeln zu lassen. Wenn du keinen solchen Therapeuten kennst oder keinen findest, dann ist auch dein Hausarzt eine gute erste Anlaufstelle, der kann dir sicher weiterhelfen.

* Davon gehe ich aus, wenn das nicht der Fall ist, und du dich ohne Grund verletzt, dann lass es, wie oben gesagt sind verletzungen schlecht für den Körper, und keine Verletzung ist ungefährlich.*

Ich wünsche dir viel Erfolg und, sofern eine (psychische) Krankheit vorliegt, eine gute Besserung (ich weiß, das hört sich irgendwie blöd an, aber ich habe keine Ahnung was ich sonst schreiben könnte, sorry :(   ) Und wie gesagt: sprich mit einem Fachmann (ich bin keiner, sondern irgend ein Typ, der versucht schlaue Ratschläge zu geben, obwohl er selbst nicht wirklich Ahnung davon hat.)

Liebe Grüße

thebest01

Antwort
von Perrierle, 43

Ich verstehe die Frage nicht wirklich. ist es eine Erfahrung im Leben? Selbstverständlich ist es das, jeder Moment deines Lebens ist eine Erfahrung im Leben. Zeugt es von einer persönlichen Neigung innere Widersprüche auf eine ungesunde Art und Weise zu verarbeiten? Ja absolut. Eine Phase der Pubertät ist das Ritzen an sich eventuell, bis du eine andere Art gefunden hast deine Blockaden kurzzeitig oder vollständig zu lösen. Willst du hören dass das nicht so schlimm ist und du dir keine Sorgen machen musst? Dann tendiere doch eher dazu dir zu raten, das Gespräch mit einem Profi zu suchen. 

Antwort
von Noeru, 59

Ritzen ist definitv keine Erfahrung, die zur Pubertät dazugehören sollte. Meiner Meinung nach gibt es keinen allgemeinen Grund, warum das manche Jugendliche machen. Der Grund ist eher so individuell wie der jeweilige Mensch selbst.

Hier ein paar Gründe, die mir eingefallen sind:

Person A wird gemobbt und kapselt sich ab. Das Selbstwertgefühl ist im Keller und eine Depression kann entstehen. Man kann sich dann meist selbst wenig leiden und die Hemmschwelle, seinem Körper etwas anzutun, sinkt. Das innere Leiden wird so groß, dass Person A versucht es mit physikalischem Schmerz zu kompensieren. Hier entstehen die Wunden aus der Not heraus und aus der Hoffnung, dass es wirklich hilft, die inneren Dämonen wenigstens kurzzeitig zum Schweigen zu bringen.

Natürlich gibt es davon noch die abgewandelte Variante, dass sich Person A Hilfe wünscht, dennoch nicht danach fragen kann / möchte und so versucht, durch die Wunden auf sich aufmerksam zu machen. Es geht hier primär aber um Aufmerksamkeit für das Leiden, nicht für die Person an sich.

Eine andere Variante kann sein, dass Person A sich diese Wunden 'nur' antut, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Hier steht nicht das Leiden im Vordergrund, sondern die Person an sich. Es geht im Endeffekt um Aufmerksamkeit, Mitleid etc. Ob es hier unbedingt ein Leiden geben muss, weiß ich nicht. Fakt ist aber, dass kein 'normaler' Mensch (also kein Mensch, der nicht an irgendeiner mentalen Störung oder Depression leidet) sich freiwillig Wunden hinzufügt und diese dann auch noch herumzeigt.

Das ist aber wie gesagt nur etwas, das mit eingefallen ist. Es muss auch nicht zutreffen. Es ist meine eigene Meinung.

Hier findet man noch mehr mögliche Ursachen für SSV:

http://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/kinder-jugend-psychiatrie/warnz...

Wie ich dazu stehe... Ich habe selbst Erfahrung mit SSV machen müssen und kann nicht sagen, dass ich es ablehne. Mir persönlich hat es tatsächlich geholfen (bitte, das heißt nicht, dass es okay ist!). Es hat mir das Gefühl gegeben, dass ich die Kontrolle habe. Etwas, das mit sonst gefehlt hat. Wenn ich jemanden mit SSV sehe, würde ich ihn daher nicht gleich als 'Emo' oder sonstiges abtun und ihn oder sie ignorieren. Ich gehe dann davon aus, dass diese Person psychische Probleme hat und Hilfe benötigen könnte. Wenn ich diese Person kenne, würde ich sie wahrscheinlich darauf ansprechen - einfach, weil ich weiß, wie das ist und helfen möchte, wenn ich kann und man mich lässt.

LG
Noeru

Antwort
von SatanicPhoenix, 18

Ich bezweifle, das irgendjemand der das tut nicht psychische probleme hat.selbst die luete die esachen um dazu zugehören, Aufmerksamkeit zu bekommen etc. Haben einen berechtigten Grund. Denn keiner Verletzt sich selbst ohne einen Grund, und wenn er anderen noch so unnötig erscheint, der Person reicht es um sich zu verletzen. Denen die es machen hilft es ja irgendwie, sonst würden sie es nicht tun. Daher denke ich das sie es tun sollen, den es scheint ihnen ja zu helfen. Also, warum nicht? Es sollte aber immer das letzte Mittel bleiben.

Antwort
von Kirschkerze, 68

Es ist krank. So oder so. Entweder weil man physisch wirklich mental so labil ist dass man es braucht, oder weil man einfach so blöd ist und denkt "och ich armes Ding in der Pubertät, bin so unglücklich, ich mach das jetzt mal auch"

Kommentar von LittleMistery ,

*psychisch

Kommentar von Kirschkerze ,

hast Recht ;) Aber tatsächlich Tippfehler und nicht Nicht-Wissen

Kommentar von FelinasDemons ,

Ja,die blöde Autokorrektur;)Und mit deiner Antwort hast du absolut recht.

Antwort
von MelieMe, 10

Klar ist es eine "Erfahrung" aber eine die nicht jeder unbedingt ausleben muss.
Ritzen oder generell SVV ist eine art Hilferuf wenn man nicht mehr kann.
Grundlos ist es nie, und es gibt viele Gründe.
Das ritzen an sich ist keine Krankheit sondern ein Krankheitsbild.
Die eigentliche Krankheit ist eine Persönlichkeitsstörung oder Depressionen.
Das ritzen, schneiden oder SVV ist nur die Sache womit die Betroffenen ihre Krankheit verdrängen wollen.
Wenn man das selber macht ist man nicht für immer krank, aber es wird folgen haben.

Meine persönliche Meinung ist das man nicht so viel dafür kann wie andere es behaupten, da es eine Sache ist die einem immoment als Hilfe dasteht, aber auf Dauer nichts bringt.
Deswegen wird man leicht abbhängig davon wegen dem kurzen erfolgsefekt.
Ich finde es nicht schlimm wenn es jemand macht, nur ist es schlimm wenn man sich müht helfen lassen will und der ganzen Welt zeigt:
Huhu guckt mal ich schneide mich!
Sowas geht einfach nicht!
Aber naja jeder ist wie er ist, ich hoffe du kommst mit deinem SVV zurecht und bekommst das Problem gelöst! Liebe grüße🙊👋

Antwort
von CaptainLeviii, 14

Ich finde es wirklich nervig, dass es immer mehr Leute gibt die sich aus dummen Gründen wie Langeweile, Phasen oder Pubertät selbst verletzen. Das ist nichts worüber man sich lustig macht und mit solchen Aktionen, zieht ihr die Leute in den Dreck die wirklich psychisch krank sind und es deswegen tun! Genau so, enstehen dann die ganzen Vorurteile und man muss Angst haben nicht ernst genommen zu werden, seine Narben vor der Gesellschaft verstecken usw. Menschen die sich selbst verletzen weil sie krank sind, meistens schreckliches durchmachen mussten, oder immer noch durch machen, bauen so ihren angestauten Druck ab und es wird zur Sucht. Es gibt ganz verschiedene Arten sich selbst zu verletzen und egal wie man es tut, habt mal ein bisschen Nachsicht mit diesen Menschen oder scheißt doch einfach darauf, anstatt sie mit dummen Kommentaren noch weiter ab zu fu*ken. "Ich finde es unnötig, dass Menschen sowas tun, sind alles Emos, brauchen alle Aufmerksamkeit, sind alle gestört" Leute, hört euch mal selbst beim Reden zu. Es ist schon schlimm genug, dass ein Mensch zu solch harten Mitteln greift, weil er nicht weiß wohin mit allem. Also bitte, hört endlich auf mit diesem Kindergarten und nehmt endlich mal psychische Krankheiten ernster. 

Antwort
von LittleMistery, 50

Meiner Meinung nach kommt es ganz darauf an warum man es macht.

Bei manchen ist es eine Phase in der Pubertät und bei manchen ist es halt etwas tiefergreifend. Das kommt immer ganz drauf an.

Kommentar von kuchenschachtel ,

und wie soll man es unterscheiden wenn man in der Pubertät ist UND Probleme hat?

Kommentar von LittleMistery ,

Dann kann das ein Arzt und/ oder Therapeut beurteilen.

Manche in der Pubertät haben Probleme und nutzen das dann als Druckventil und sobald sie älter werden kann sich das natürlich auch wieder legen. Das ist personenabhängig.

Kommentar von MelieMe ,

Man sollte sich sowieso in beiden Fällen helfen lassen, und beides ist nicht ohne! Also einen Unterschied ob das eine sinnlos ist und das andere nicht gibt es nicht!

Antwort
von Seanna, 53

Wenn jemand schneidet, weil er reale und drastische traumatische Erfahrungen (Missbrauch, Folter, Menschenhandel, Krieg, schwere Unfälle) gemacht hat, ist das zwar nicht gut, aber für mich völlig nachvollziehbar und der Grund akzeptabel.

Wenn es das übliche "ich hab psychische Probleme" ist, was von jedem 2. Kiddie hier behauptet wird - also Stress mit den Eltern, Stress in der Schule, Schluss mit dem Freund, unglücklich verliebt, Stress mit Freunden usw - dann finde ich das absolut übertrieben und kann das NULL ernst nehmen. Da möchte ich fast schon jemandem mal ernsthafte psychische Probleme wünschen.

Denn das alles gehört zur Pubertät dazu und ist noch lange kein Grund für Selbstverletzung. Eher ein Hype momentan. Vor 20 Jahren hat auch nicht jeder 2. geschnitten - heute ist das ja fast ein Sport.. Und Leute mit ECHTEN Problemen werden dann übersehen und nicht ernst genommen..

Schon gar nicht finde ich es akzeptabel wenn jemand damit hausieren geht oder ständig drüber redet, jammert oder hier 1000 Fragen dazu stellt, nur um sich zu profilieren oder Aufmerksamkeit zu bekommen. Ebenso wie das krampfhafte verstecken (30 Grad und longsleeve) oder ständig mit Verband rumlaufen, damit auch WIRKLICH jeder Bescheid weiß oder fragt..

Und dann gibt es da noch ne Grauzone. Dazu gehört aber sicher NICHT dass man "depri ist", "auf nichts Lust hat", "gemobbt wird" (pathologisches Mobbing ausgenommen), eine "Angststörung hat" (Hypochondrie), "Sozialphobie" (Keine Freunde) und was hier nicht noch alles direkt mit schweren seelischen Krankheiten in Verbindung gebracht wird.

Das empfinde ich als Betroffene (lang geschnitten, auch schon lang aufgehört - beides aus gutem Grund) einfach nur respektlos und beleidigend.

Ergo: bei Vorliegen einer schweren seelischen Störung (inkl Realtrauma) - festgestellt durch einen Arzt oder Therapeuten - finde ich das "normal" bzw nachvollziehbar, in allen anderen Fällen nicht.

Oder noch einfacher: aus der existenziellen Not heraus (zb Schweigegebot durch Täter) verständlich; wenn man es bewusst tut, um etwas zu erreichen oder funktional einsetzt zum manipulieren (zb erpressen, Aufmerksamkeit) tun mir die Leute nur noch leid.

Und zu den Gründen: Endorphine, Schmerz fühlen, inneren Schmerz nach außen zeigen, gegen Dissoziationen, Aufmerksamkeit, Selbstbestrafung, nonverbal zeigen dass etwas nicht stimmt, Blut fühlen/sehen..

Das dürften so die wichtigsten Gründe sein - ist aber sehr individuell.

Kommentar von Laxye ,

Du "Beleidigst" andere, hast dich aber selbst geritzt. Wie kann man nur sagen Depressionen wären keine erdhafte Krankheit, oder Sozialphobie.
Ey und weil man im Sommer nur lange Blusen trägt will man Aufmerksamkeit?

Kommentar von Seanna ,

So ein quatsch. Ich sagte nicht dass Depression oder Sozialphobie keine ernsthaften Krankheiten sind, sondern dass die Selbstdiagnosen von Leuten nicht ernstzunehmen sind, die sich solche Krankheiten zuschreiben, obwohl die kein Fachmann diagnostizieren würde. Eben die genannte Depression nur weil jemand pubertäts-typische schlechte Laune hat. // Ich sagte auch, dass bei gewissen vom Fachmann festgestellten Diagnosen das ritzen für mich nachvollziehbar ist. Vielleicht habe ich ja eine solche. // Beleidigt habe ich niemanden, sondern von meinem Empfinden und meiner Meinung gesprochen. // Und sicher kann man lange Blusen tragen, tut man das aber durchgehend bei 30Grad den ganzen Sommer, liegt der Verdacht dass es was zu verbergen gibt oder es darum geht aufzufallen doch recht nahe. Der Verdacht - nicht unbedingt die Tatsache.

Kommentar von Laxye ,

Achso.
Ehm aber wenn man die Wunden "Narben" öffentlich zeigt, ist das dann nicht noch auffälliger?
Und schonmal drüber nachgedacht das sich manche das garnicht trauen öffentlich zu zeigen, oder sich dafür schämen? :/

Kommentar von Seanna ,

Ich habe es immer so gehandhabt, dass ich sobald nicht mehr medizinisch notwendig, keinen Verband mehr trug und die Narben daher offen. Ich habe weder groß Aufhebens darum gemacht noch versucht sie zu verstecken. Einfach offen damit umgegangen, erklärt wenn jemand gefragt hat und mich ansonsten benommen wie jeder andere auch. Und damit bin ich immer gut gefahren, auch in Schule, Beruf, selbst bei Bewerbungen (und wurde immer eingestellt!). // Sicher trauen sich manche nicht oder schämen sich. Nur kommt es früher oder später sowieso raus und so erzeugt man sich nur noch mehr Stress durchs verbergen und rechtfertigen. Mehr Stress bedeutet mehr Schneidedruck. Und den kann ja niemand brauchen - erst recht nicht wenn man sich schämt! // Wenn man der Sache mehr Raum gibt als sie verdient, beschäftigt man sich mehr damit, dreht sich alles darum... Wenn man offen ohne Aufhebens damit umgeht - wie zb mit einer Allergie - dann erspart man sich und anderen Stress und kann sich auf Heilung, Beziehungen, Schule - eben wichtiges - konzentrieren. Und bekommt auch eher Hilfe statt sich durch Lügen und Angst von der Umwelt zu entfernen. // Ich hab mir da durchaus Gedanken zu gemacht, auch wie es anderen Betroffenen geht und was da hilft oder eben Heilung verhindert. Das ist kein egoistischer Schnellschuss.

Kommentar von LittleMistery ,

Ich laufe aber auch mit Pullover rum, weil ich nicht will, dass ich als 'aufmerksamkeitsgeil' abgestempelt werde.

Antwort
von yougotananswer, 49

Ich finde nicht das Ritzen krank, sondern, dass manche Menschen solche starken Probleme haben, dass sie es tun.
Wenn ich jemanden mit Narben vom Ritzen sehe, finde ich das immer ein bisschen befremdlich und weiß nicht so recht, wie ich mich am besten verhalte.

Antwort
von Jazz933, 6

Also es gibt Menschen, die machen es, weil es "Mode" ist. Kla, so welche gibt es immer. Aber die meisten machen es, weil sie Probleme haben.

Ich ritze selbst, und das nicht nur oberflächlich. Aber nicht aus langeweile, sondern weil ich psychisch oft mit mir selbst und meinen Gedaken nicht klarkomme.

Selbst Leute die es aus Verzweiflung des Nichtbeachtet werdens machen, also wegen der Aufmerksamkeit, machen das nicht nur so. Auch diese Menschen haben ein Problem aus dem sie keinen anderen Ausweg sehen.

Die Frage die du für dich klären musst, ist, warum du es machst. Ist da etwas in dir, das dich veranlasst zu ritzen, weil du vielleicht Druck abbauen musst und es nicht anders kannst? Oder machst du es, weil du es vielleicht cool findest oder es einfach mal ausprobieren musst?

Ritzen kann auch zu einer Sucht werden. Genauso wie Zigaretten rauchen.

Antwort
von Laxye, 10

Warum ritzt du dich denn, wenn du es früher krank fandest?

Antwort
von MeinHobbie, 28

Menschen die es tun sind auf jeden Fall krank.
 Aber ich habe es selber gemacht und finde ,dass die Leute es machen können wenn es ihnen Hilft. Es Interessiert mich nicht.

Man macht ja auch nicht so einen Aufwand wenn Leute Rauchen.
(Trotzdem sollte man jeden Unterstützen der Aufhören will.)

Man sollte Betroffenen nicht deswegen Aufmerksamkeit schenken.

ich kann auch ehrlich gesagt nicht nachvollziehen ,wieso sich andere Menschen darüber aufregen ...

Lasst die betroffenen doch einfach mit diesem Thema in ruhe.

Kommentar von MeinHobbie ,

Das ist übrigens meine Meinung und nichts davon ist böse gemeint :)

Antwort
von Hayat17, 13

In Wahrheit kann dich niemand verstehen. Ärzte die vorgeben dich zu verstehen, "verstehen" dich weil sie an dir das Geld verdienen. Hätten sie kein Geld an dir verdient, wärst du alleine..

Antwort
von GravityZero, 55

Das ist keine Erfahrung im leben, sondern krank.

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