Frage von tapastao4, 574

Wie steht ihr zum Atheismus/ Religionen?

Ich kann ja für mich sagen, dass ich Atheist bin. Obwohl mein Vater Muslim ist und meine Mutter Christin, haben sich meine Eltern entschieden, ihr Kind nicht zu zwingen, einer Religion anzugehören. Weshalb ich ihnen auch sehr dankbar bin, dass sie mir überhaupt eine Wahl gelassen haben. Ich kann zwar nicht beweisen, dass Gott nicht existiert, allerdings kann ich auch nicht beweisen, dass er existiert, jedoch finde ich diese Lebensphilosophie des Atheismus am sinnvollsten/schlüssigsten.

Was denkt ihr? Seid ihr gläubig/ungläubig und warum?

(Übrigens bin ich keiner von den Atheisten, die alle Gläubigen deshalb als dumm/zurückgeblieben bezeichnet, jeder soll doch an das glauben, was er will.☺ )

Antwort
von VanyVeggie, 195

Hallo, 

ich bin zwar getauft (katholisch), glaube aber nicht an den Christentum oder überhaupt irgendeine Religion. Möchte auch bald der Kirche austreten. 

Ich bin für mich also Atheistin. Ich halte Religionen für Zeitverschwendung und sehe das alles als Lüge. Ich tue einfach lieber Sinnvolleres als in der Kirche zu sitzen oder mich streng durch Feste und "Regeln" einzuschränken. 

Ich akzeptiere allerdings jeden, der einer Religion angehört und daran glaubt. Solange man mich damit zufrieden lässt. 

Mit freundlichen Grüßen

VanyVeggie

Kommentar von JonaBaseH ,

Ich befolge auch nicht strenge kirchliche Regeln ( um ehrlich zu sein sind sie mir egal. ) Aber mal angenommen, es gäbe keinen Gott: Wofür lebst du dann noch? Du hast die Gewissheit, das es nach deinem kurzen Leben auf der Erde nicht mehr weitergeht.

Ich glaube trotzdem. Man kann den Glauben unterschiedlich ausleben und ich finde das jeder eine persönliche Entscheidung unabhängig von Kirche oder Umfeld FÜR oder GEGEN Jesus treffen sollte. Aber eine Entscheidung sollte jeder treffen

Kommentar von WeicheBirne ,

Aber mal angenommen, es gäbe keinen Gott: Wofür lebst du dann noch? Du hast die Gewissheit, das es nach deinem kurzen Leben auf der Erde nicht mehr weitergeht.

Das ist kein Argument wenn es um die Wahrheit geht. Du sagst ja hier quasi:"Wenn es keinen Gott gäbe, hättest Du keinen Lebenssinn. Das wäre sehr traurig. Darum muß es einen Gott geben."

Dann ist es eben sehr traurig. Die Wahrheit wird nicht durch Deine subjektive Auffassung verändert.

Kommentar von Etter ,

"Wofür lebst du dann noch?"

Ich lebe weil ich es kann. Ich lebe weil ich meist Spaß am Leben habe.

Das ist nicht umbedingt immer einfach, aber durchaus machbar. Man muss sich nur seiner eigenen Ziele und Ansichten bewusst werden.

Nach meinem kurzen Leben wartet auf mich nichts. Nichts gutes, nichts böses und das gibt mir die Freiheit zu handeln, wie ich es für richtig halte und nicht wie andere es für richtig halten. Ich kann somit für mich so handeln, dass ich glaube, dass es richtig ist.

Kommentar von VanyVeggie ,

Du widersprichst dir. 

Ich lebe ganz sicher nicht für irgendeinen Gott, geschweige denn macht das mein Leben aus und gibt ihm einen Sinn. Warum wir leben kann letztlich keiner sagen. Wir leben nun mal. Mein Leben hat einen Sinn, der durch Menschen und Tiere die mich lieben und die ich liebe gegeben ist. Ebenso meine Leidenschaft. Das ist mein Sinn im Leben. 

Antwort
von liveistooshort, 215

Hallo, ich glaube an Gott und bin Christin. Ich wurde in diese Religion reingeboren und bin zufrieden. Jedoch hab ich auch ein bisschen meine eigenen Vorstellungen und Gedanken was meine Religion betrifft. Ich bin nicht so das ich 24/7 die Bibel lese oder jeden Sonntag in die Kirche gehe - nein. Meiner Meinung nach geht es nicht um den "Schnick, Schnack" sondern das man einfach fest an Gott glaubt und einfach versucht ein guter Mensch zusein. Denn ich denke das ist gottes Wille. Ich denke nicht man ist ein Schlechter Mensch Oderso ist wenn man nicht an Gott glaubt oder wenn man nicht regelmäßig die Kirche besucht. Ich akzeptiere jede Glaubensrichtung oder auch keine Glaubensrichtung :D ich finde es toll das du die Gläubigen nicht verurteilst, denn das tuen viele - leider.

Kommentar von Radyschen ,

ich verurteile nur die, die durch Religion radikalisiert werden oder auch nur aggressiv werden und das sind leider zu viele. Aber mal eine Frage: Gäbe es für dich einen Grund, an Gott zu glauben, auch wenn du nicht in eine gläubige Familie hineingeboren worden wärest? Man kann ja auch ein guter Mensch sein, wenn man nicht an einen Gott glaubt. Bitte beantworte diese Frage, denn das verstehe ich einfach nicht

Kommentar von liveistooshort ,

Klar kann man ein guter Mensch sein wenn man nicht an Gott glaubt! Aber ich denke an Gott zu glauben macht einfach Sinn. Ich denke ich würde trotzdem an Gott glauben auch wenn meine Familie es nicht täte.... Einfach weil es für mich Sinn macht und es mir gut tut (also der Gedanke daran) das ich jemanden habe mit dem ich sprechen kann (beim beten). Vielleicht verstehst du dass nicht, es ist schwer für mich das in Worte zu fassen. :) ich hoffe du konntest das ein wenig verstehen.

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Religion, 113

Was denkt ihr? Seid ihr gläubig/ungläubig und warum?

Ich bin Buddhist und auch wenn ich die Existenz eines allmächtigen Schöpfers, einer ewigen Seele, oder das Konzept der "Sünde" aus anderen Religionen für fragwürdig halte, dennoch religiös.

Mir persönlich hat der Buddhismus viel Klarheit über mein Denken, meine Gefühle, Bedürfnisse und Motive vermittelt. Somit verstehe ich mich nun selbst besser und kann auch andere Menschen besser nachvollziehen.

Ich glaube, dadurch bin ich gelassener geworden, sehe die Dinge nicht mehr immer so absolut und hafte nicht ständig an persönlichen Projektionen und bin vorsichtiger, was Bewertungen angeht. Außerdem erkenne ich künstliche Bedürfnisse besser.

Dadurch habe ich subjektiv das Gefühl ein ausgeglicheneres Leben zu führen.

Das andere Menschen andere weltanschauliche Vorstellungen haben, ist für mich kein Problem, da ich denke, dass es keinen "einzig wahren Weg" gibt.

Antwort
von berkersheim, 340

Agnostiker sind dadurch gekennzeichnet - ich gehöre auch dazu - dass sie offen bekennen, dass weder beweisbar ist, ob ein Göttliches existiert und wirkt noch dass es nicht der Fall ist. Ich habe mich entschieden, MENSCH zu sein und zum Humanismus zu bekennen. Im Prinzip hält man sich - allerdings aus Überzeugung - an alle Regeln einer achtsamen Mitmenschlichkeit. Man tut es, weil es dadurch uns als Menschen besser geht, man selbst eingeschlossen. Darin ist praktisch kein Unterschied zum Verhalten von Gläubigen, die sich gegen Mitmenschen zuvorkommend verhalten, weil sie ihren Gott als Menschenfreund interpretieren und überzeugt sind, dass er alles ablehnt, was zu Gewalt gegen Mensch und Natur führt. Menschen eines solchen Glaubens kann man auch als Agnostiker respektieren. Mit fanatisch religiösen Menschen hat man allerdings seine Probleme. Doch auch menschenfreundliche Moslems haben Probleme mit fanatischen Christen oder Islamisten, die die pure Menschenverachtung ausstrahlen.

Im Theaterstück "Nathan der Weise" lässt Lessing den weisen Juden aussprechen, dass nicht das Bekenntnis zur Religion maßgebend ist, sondern wie man seine Religion oder humanistische Überzeugung lebt. Menschenverachtende Handlungen lassen eher auf einen Monstergott schließen als auf einen liebenden, menschenfreundlichen Gott. Wenn der Philosoph Ludwig Feuerbach Recht hat, dass die jeweiligen Gottesvorstellungen (von denen es ja unzählige gibt) nur ein Spiegel der eigenen Seele sind, dann wirft das kein gutes Licht auf die Seelen der fanatischen Schiiten und Sunniten. Die letzten Mordbuben von Würzburg, München, Reutlingen und Ansbach hatten zwei Gemeinsamkeiten: Sie waren labile Moslems und seelisch krank. Da erscheint der Islamismus nur als "faule Ausrede" für eine gestörte Persönlichkeit. Wenn Du etwas über Humanismus lesen willst, empfehle ich einen aktuellen Philosophen, der selbst mal Theologie studiert hat und dann über die Station Atheist zum Agnostiker geworden ist:

www.kahl-marburg.privat.t-online.de/

Da gibt es auch kürzere Texte, die zum Nachdenken anregen.

Kommentar von WeicheBirne ,

Man kann übrigens auch gleichzeitig Atheist und Agnostiker sein :o)

Kommentar von berkersheim ,

Geht per Definition eigentlich nicht. Wäre aber auf eine Erläuterung gespannt.

Kommentar von WeicheBirne ,

Den Agnostizismus hast Du ja schon definiert: Das ist die Weltanschauung/philosophische Haltung, daß weder die Existenz noch die Nicht-Existenz einer höheren Macht bewiesen werden kann.

Der Atheismus ist die Weltanschauung/philosophische Haltung, daß keine höhere Macht existiert.

Als Atheist und Agnostiker gehe ich davon aus, daß keine höhere Macht existiert, bin mir aber der Tatsache bewußt, daß ich diese Annahme nicht beweisen kann.

Kommentar von berkersheim ,

@WeicheBirne

Was Du als Atheismus beschreibst ist ein "weichgespülter", der sich vom Agnostizismus nicht sehr unterscheidet. Das ist ein Atheismus, wie ich ihn beim Philosophen Hans Albert sehe oder dem Philosophen André Comte-Sponville. Dennoch ist auch deren letztes Argument: Was ich nicht beweisen kann, das kommt für mich als Lebensorientierung nicht in Frage. Der Agnostiker hat da eine andere Haltung: Was ich nicht beweisen oder widerlegen kann, das lassen wir einfach mal so offen stehen und bleiben gesprächsbereit. Die Kommunikation eines Agnostikers mit Gläubigen, die ehrlich nach Gründen für Ihre Einstellung suchen, ist eine andere als die von Atheisten, obwohl auch André Comte-Sponville dem Gespräch mit Gläubigen nicht aus dem Weg geht. Auf mich hat sein Buch "Woran glaubt ein Atheist?" eher den Gesamteindruck eines Agnostikers gemacht. Hier auf GuteFrage jedoch treten Atheisten meist extrem missionarisch und unversöhnlich auf. Um es deutlich zu sagen, ihre Borniertheit hebt sich von der Borniertheit fundamentalistischer Gläubiger nicht sonderlich ab. Das ist keine offene Haltung mehr sondern rechthaberische Konfession.

Kommentar von WeicheBirne ,

Ich möchte Dich hier an Deine Definition für einen Agnostiker erinnern, der ich zustimme:

Agnostiker sind dadurch gekennzeichnet - ich gehöre auch dazu - dass sie offen bekennen, dass weder beweisbar ist, ob ein Göttliches existiert und wirkt noch dass es nicht der Fall ist.

Wichtig ist, daß der Agnostiker über sein Nicht-Wissen definiert ist. Ein Agnostiker kann jedoch persönliche Vermutungen besitzen, ohne daß er sie beweisen kann. Sein Nicht-Wissen schließt die Möglichkeit von Vermutungen nicht aus.

Daher sind unterschiedliche Typen von Agnostikern möglich. Ein Agnostiker, der vermutet, daß es eine höhere Macht gibt, ist ein religiöser Agnostiker. Ein Agnostiker, der vermutet, daß es keine höhere Macht gibt, ist ein atheistischer Agnostiker. Deine Haltung könnte man als pragmatischen Agnostizismus bezeichnen, da Du keine Vermutung über die Existenz einer höheren Macht zu tätigen scheinst.

Alle diese Haltungen werden von Deiner Definition eingeschlossen. Deine Definition legt das Verhalten eines Agnostikers gegenüber Theisten und Atheisten also nicht exakt fest.

Auch Atheisten lassen sich unterteilen. Das was Du "weichgespülten" Atheismus nennst, läßt sich auch als agnostischer Atheismus bezeichnen. Atheisten, die der Ansicht sind, daß die Existenz einer höheren Macht absolut widerlegbar ist, könnte man fundamentale Atheisten nennen.




Ich stimme Dir zu, daß es durch diese Definitionen Überlappungen zwischen dem Agnostizismus und Atheismus gibt. Ob jemand sich für einen atheistischen Agnostiker oder agnostischen Atheisten hält, hängt von seiner persönlichen Einstellung ab. 

Ein atheistischer Agnostiker vermutet, daß es keine höhere Macht gibt, betont aber sein Nicht-Wissen. Ein agnostischer Atheist ist davon überzeugt, daß es keine höhere Macht gibt, und betont seine Überzeugung.

Ich stimme Dir auch zu, daß Agnostiker, die ja ihr Nicht-Wissen betonen, Theisten anders gegenübertreten als Atheisten, die vor allem ihre Überzeugung betonen.

Hier auf GF sind einige Atheisten vermutlich fundamental eingestellt. Auch hier stimme ich Dir zu, daß dies oft zu Rechthaberei und Polemik führen kann.



Zum Abschluß möchte ich noch einmal zwei Dinge betonen: 

1) So wie nicht jeder Moslem fundamental ist, und die Tötung Ungläubiger fordert, ist auch nicht jeder Atheist fundamental und wettert ständig gegen Gläubige. Möglicherweise fallen Dir gerade die fundamentalen Atheisten bei GF auf. Aber ich möchte Dich eindringlich darauf hinweisen, daß es klar nach Definition auch andere Atheisten gibt.

2) Ob man eine Person einer Weltanschauung zurechnet oder nicht sollte nicht dem eigenen Assoziationswunsch enstammen, sondern von allgemeinen Definitionen und der philosophischen Haltung der Person abhängen. Ich habe auf GF zum Beispiel schon öfters gemäßigte Moslems gesehen, die behaupten IS-Kämpfer seien keine Moslems. Diese Aussage dient der Distanzierung, ist aber sicherlich nicht wahr.

Ganz leicht scheinst Du mir auch eine Zuordnung per Assoziationswunsch zu betrieben. Du zählst einige agnostische Atheisten, mit denen Du Dich offenbar gut identifizieren kannst, zu den Agnostikern. Gleichsam schränkst Du den Atheismus eher auf jene Atheisten ein, deren Verhalten Dich abstößt.


Eine korrekte Zuweisung von Weltanschauungen nach allgemeinen Definitionen finde ich sehr wichtig, da in dem heißumkämpften Thema der Religion Menschen auch gerne mal Begriffe explizit für ihre Haltung reservieren.

Kommentar von berkersheim ,

@WeicheBirne

Ich bin als Epikureer kein Definitionsfanatiker - das ist platonisch, die Idee höher zu stellen als die Realität.

Auch halte ich es überhaupt nicht für so wichtig, ob sich jemand als Atheist bezeichnet oder als Agnostiker: Das ist eine sehr unfruchtbare Negativabgrenzung gegenüber den Bekennenden Theisten aller Art und enthält nichts, aber auch gar nichts über eine positive Orientierung. Da allerdings gibt es die gewaltigeren Unterschiede z.B. einer liberalen Orientierung oder einer marxistischen. Lehnt jemand ein Göttliches ab, hängt aber in allen anderen Einstellungen in Vorstellungen der platonischen Ideenlehre fest? Bei der Frage nach Lebensorientierung ist die Frage "Was lehnt ihr ab?" wesentlich unwichtiger als die schwieriger zu beantwortende Frage: Wozu bekennt ihr Euch? Dann entpuppt sich, dass manche nur eine sehr primitive und vulgäre Form von Wissenschaftsgläubigkeit für GOTT eingesetzt haben. Aktuell ist es für viele eine überidealisierte statisch vorgestellte Natur, die Gottesstatus einnimmt. Was also bringt es, wenn eine eh sehr schwammige Gottesvorstellung durch eine überidealisierte, schwärmerische Naturvorstellung ersetzt wird?

Kommentar von WeicheBirne ,

Ich bin als Epikureer kein Definitionsfanatiker - das ist platonisch, die Idee höher zu stellen als die Realität.



Definitionen mit platonischen Ideen zu vergleichen geht hier zu weit. Ich habe niemals von irgendeiner metaphysischen Realität gesprochen, in der Ideen existieren. Darum kannst Du meine Argumente auch nicht als platonisch einordnen.


Mein Grund für einen klaren Bezug auf allgemeine Definitionen ist einfach pragmatischer Natur. Wie gesagt definieren beim Thema Religion viele Menschen Begriffe gerne für ihre Zwecke um. Mal davon abgesehen, daß dies Verwirrung stiftet, ist es unehrlich und teilweise polemisch -also gerade das was auch Du in religiösen Diskussionen nicht schätzt.


Ich stelle die Idee also mitnichten höher als die Realität. Ich bin einfach nur an Vorgaben interessiert, die eine sinnvolle Diskussion über die Realität möglich machen.

Hier betone ich auch noch mal, daß ich mich immer auf Deine ursprüngliche Definition von Agnostiker bezogen habe. Als Epikureer wirst Du uns ja schon etwas realitätsbezogenes geliefert haben.






Dann entpuppt sich, dass manche nur eine sehr primitive und vulgäre Form von Wissenschaftsgläubigkeit für GOTT eingesetzt haben. Aktuell ist es für viele eine überidealisierte statisch vorgestellte Natur, die Gottesstatus einnimmt.



Das Bild, daß Du hier malst ist wiederum das eines extrem fundamentalen Atheisten. Ich möchte Dir hier mal ein mögliches positives Bekenntnis eines gemäßigten oder agnostischen Atheisten skizzieren. 

Die weltanschauliche Entwicklung eines Atheisten muß nicht mit der Frage beginnen ob es eine höhere Macht gibt, sondern welche Axiome und logischen Werkzeuge dazu geeignet sind Aussagen über die Realität zu treffen. Unser angehender Atheist könnte dabei unter anderem Ockhams Rasiermesser wählen. Wird er nun mit der Frage nach der Existenz einer höheren Macht konfrontiert, so lehnt er diese nicht aus Wissenschaftsgläubigkeit ab, sondern durch die Annahme der Validität von Ockhams Rasiermesser.

Wichtig ist hier darauf hinzuweisen, daß Agnostiker eine starke Validität logischer Werkzeuge nicht anerkennen, denn die agnostische Haltung ist ja gerade eine, die das Aushalten von Nicht-Wissen gegenüber logischen Spekulationen hervorhebt.


Wenn Du also Weltanschauungen über positive Orientierungen charakterisieren möchtest schlage ich folgende Konstruktion vor:


religiöser Agnostiker: bekennt sich zum eigenen Unwissen, zieht die Möglichkeit einer höheren Macht in Betracht


pragmatischer Agnostiker: bekennt sich zum eigenen Unwissen


atheistischer Agnostiker: bekennt sich zum eigenen Unwissen, erkennt eine begrenzte Nützlichkeit logischer Werkzeuge an


agnostischer Atheist: hält logische Werkzeuge für breit anwendbar und absolut valide, erkennt eine mögliche Fehlbarkeit der logischen Werkzeuge an


fundamentaler Atheist: hält logische Werkzeuge/Wissenschaft für unfehlbar



In diesem Fall gibt es keine negative Abgrenzung zwischen Agnostikern und Atheisten, sondern eine positive, die durch die Frage: „Wozu bekennst Du Dich am stärksten?“ zustande kommt.

Kommentar von HumanistHeart ,

Geht per Definition eigentlich nicht. Wäre aber auf eine Erläuterung gespannt.

Alter Schwede. Ich bin etwas fassungslos. 
ausgerechnet DU machst solche trivialen Fehler?

Das geht hervorragend. GERADE per Definition. 

Das eine ist Glauben, das andere Wissen. Das sind zwei separate Dinge, die wunderbar nebeneinander und miteinander funktionieren. 

Und das auch noch beides zu vollen 100%.

Ich, beispielsweise, bin 100% Agnostiker und 100% Atheist.

Weiß ich ob es Gott gibt? ...Nope.
Glaube ich ob es Gott gibt? ...Nope.

Fertig ist die Laube.

Keine Ahnung wie man dieses an sich recht einfache Prinzip nicht verstehen kann. Speziell mit Deinen Vorkenntnissen.

Kommentar von berkersheim ,

@HumanistHeart

Is nix mit "alter Schwede". Der "alte Schwede" weiß, dass er nur im Bereich von Erfahrung überhaupt wissen kann. Der "alte Schwede" weiß auch, dass selbst Du im Bereich jenseits der Erfahrung auf Glauben angewiesen bist, selbst wenn Du Dir vormachst, da etwas zu wissen. Wenn man nicht weiß, ob es einen Gott gibt, es jedenfalls nicht beweisen noch zwingend leugnen kann, kann man sich dafür entscheiden, ohne die Vorstellung einer "höheren Wirklichkeit" zu leben. Das ist jedermanns Recht. Nur sollte man sich selbst und anderen nicht vormachen, dass die Basis ein Wissen sei. 

Kommentar von HumanistHeart ,

Was dieses Gewäsch mit dem zu tun haben soll was ich oben schrieb, weißt wohl nur Du selbst.

Auch wenn es Dir nicht in den Kopf geht, das Zeug ist nun mal so definiert.

https://en.wikipedia.org/wiki/Agnostic\_atheism

Antwort
von Febiven, 11

Ich persönlich bin ebenfalls Atheist obwohl ich mich in bestimmten Aspekten zum Buddhismus hingezogen fühle, zum Bespiel das der Buddhismus eine sehr friedliche und Weltoffene Religion ist. Aber grundsätzlich habe ich mich keiner Religion verpflichtet und werde es wahrscheinlich auch niemals tun. Ich persönlich habe ein Problem damit mich etwas zu unterwerfen von dem nicht bewiesen ist das es überhaupt existiert und mich meiner Meinung nach an teilweise völlig sinnlose Regeln und Gesetze zu halten.
Aber grundsätzlich bin ich dafür ich das jeder Mensch seine Religion oder seinen Glauben frei wählen kann. Und bin auch sehr froh das mir meine Eltern ebenfalls die Freiheit gelassen haben mich selbst zu entscheiden.

Antwort
von Phantasmagon, 280

Ich persönlich würde mich als Agnostiker bezeichnen. Da ich allerdings nur Erfahrungen mit dem Christentum machen konnte, kann ich auch nur darauf bezogen antworten.

Zu meiner Schulzeit war ich auf einer katholischen Privatschule, wo jeden Tag vor Schulbeginn in der Klasse ein Gebet gesprochen wurde. Desweiteren gab es öfters auch Klassen- sowie Schulgottesdienste. Diese Veranstaltungen galten als Schulveranstaltungen, waren also Pflicht. Ergo: ich habe viele Gottesdienste miterlebt.

Mir kamen diese Gottesdienste und somit auch der christliche Glaube so vor, wie eine Doktorarbeit, die auf einer einzigen Quelle basiert. Es wird sich größtenteils an den Dogmen der Bibel orientiert und nicht anderweitig betrachtet. Das sehe ich bei den Religionen, oder eben bei mir beim Christentum, als großes Defizit an.

Allerdings unterscheide ich hier klar zwischen dem Glauben in einer Religion und dem persönlichen Glauben. Wenn jemand an Gott glaubt kann er das gerne tun. Denn wie du schon sagtest: "Jeder soll an das glauben, was er will". Ich selbst kann nicht beweisen, dass es Gott gibt bzw. dass es ihn nicht gibt, also kann ich auch niemanden verurteilen, der daran glaubt.

Vom gemeinschaftlichen Glaube in einer Religion distanziere ich mich aber, da es für mich so rüber kommt, als dass nur versucht wird, Leute zu bekehren, um mehr "Macht" zu erlangen. Deshalb bin ich auch aus der Kirche ausgetreten, weil ich die Kirche als Institution nicht unterstützen will. Nicht aus Trotz, sondern weil ich denke, dass es so für mich am besten ist. Selbst wenn ich mit Überzeugung an Gott glauben würde, würde ich wahrscheinlich keine Gottesdienste besuchen.

Jemand mit einem anderen Glauben ist auch kein schlechterer Mensch (auf religiöser Ebene versteht sich), auch wenn das von einigen die ich kenne behauptet wurde, wenn auch nicht ganz so radikal.

Fazit: Ich glaube nicht an Gott, habe aber kein Problem damit, wenn es jemand anderes tun, solange er mich damit nicht bedrängt. Die eigene Freiheit endet da, wo die eines Anderen anfängt. 

Kommentar von HumanistHeart ,

Fazit: Ich glaube nicht an Gott

Dann bist Du auch ein Atheist. 
Agnostischer Atheist eben.
was die meisten sind.

Kommentar von berkersheim ,

@HumanistHeart

Interessant, wie die Konfession der supergläubigen Atheisten so gerne jedweden Agnostiker in die "eigene Kirche" integriert. Zwangsvereinnahmung nenne ich das. Nein, Agnostiker sind keine Atheisten, eher "weich bekennende Atheisten" in Wahrheit Agnostiker. Da kommt die typisch platonische Entweder-Oder-Denke zum Ausdruck, die Aufteilung der Welt in Schwarz und Weiß. Agnostiker denken differenzierter! Da gibt es noch viele Dazwischen in Form von Grautönen. Viele Strenggläubige, ob Atheisten oder Theisten ertragen es nicht, dass die Welt voller Grautöne ist und sie in ihrer Schwarz/Weiß-Sehnsucht nach klaren Kanten zu schwimmen anfangen, wenn sie die Welt der Grautöne nicht ignorieren dürfen. Politisch drückt sich das in der Arschbackendifferenzierung von Links und Rechts aus. Bei alle diesem Extremdenken bleibt die eher mittige Vernunft auf der Strecke.

Kommentar von Phantasmagon ,

Genau dieses Extremdenken sehe ich auch als großes Problem an. Jeder will den Anderen von seiner Ideologie überzeugen. Die Einigung zu Kompromissen bleibt da eher außen vor. Ich will hier jetzt nicht auf super tolerant tun, denn keiner toleriert wirklich alles. Schwarz und Weiß sind auch nur Gegensätze, und die ziehen sich ja bekanntlich an.

Kommentar von HumanistHeart ,

Und der Vollständigkeit halber....

Genau dieses Extremdenken sehe ich auch als großes Problem an. Jeder will den Anderen von seiner Ideologie überzeugen. 

Phantasmagon, Atheismus ist die Ablehnung theistischer Ideologien. Er ist keine Ideologie für sich selbst. Kann er auch gar nicht sein.

Auf Atheismus lässt sich rein gar nichts aufbauen. Keine Ideologie, kein Weltbild, keine Handlungsanweisung, nichts.

Dafür sind andere Dinge zuständig, aber die sind separat zu betrachten. 

Somit, sorry, aber den Schuh zieh ich mir nicht an. Danke :)

Kommentar von HumanistHeart ,

Berkersheim, peinlicher hättest Du Dich nicht als unkundig outen können. Nichts wissen, sich dabei aber ordentlich aufregen wenn man dieses Nichtwissen propagiert. Bravo!

Zu Deiner Information: Ausnahmslos JEDER Agnostiker ist entweder Theist oder Atheist. Jeder. Zu glauben Agnostiker wären irgendwo zwischen Glauben und Nichtglauben angesiedelt, ist eine zwar weit verbreitete, aber dennoch falsche Definition des Begriffs.

Wäre Dir die Bedeutung des Begriffs bekannt, so wüsstest Du das "Gnosis", Griechisch, einzig und alleine das WISSEN um Götter behandelt. NICHT den Glauben daran. Präfix "A" ist die Verneinung, das Fehlen davon. A-Gnostiker sind somit Menschen die sagen, sie wissen dass sie in der Frage nach Gott nichts wissen können. Das ist alles. 

Die Frage nach deren GLAUBEN aber, ist damit noch lange nicht beantwortet. Die steht noch aus.

Und man ist entweder das eine oder das andere. Denn Glaube oder Nichtglaube ist eine "wahre Dichotomie", also ein reines Gegensatzpaar ohne dritte Option. 

Wenn Phantasmagon nun also wortwörtlich schreibt:
 

Fazit: Ich glaube nicht an Gott 

...dann ist das reiner, unverstellter Atheismus.

 

Sagt er zusätzlich er sei Agnostiker, was er gleich in der ersten Zeile oben getan hat, trifft er damit die Aussage, dass er sich im klaren ist, es nicht wissen zu können ob es Götter gibt oder nicht. Er ist somit beides. Was übrigens so ziemlich jeder Atheist ebenso ist. So auch ich: 

Das sind dann Agnostische Atheisten.

Und danke für das unfreiwillige Kompliment. Ich denke nämlich als hunderprozentiger Agnostiker tatsächlich differenziert. Ich bin aber dennoch dabei zeitgleich ein hunderprozentiger Atheist, auch wenn Dir dabei eine Ader platzt.

Kommentar von HumanistHeart ,

Und wow.... DU??

Berkersheim, ist seh grad wer Du bist. Der Mann mit Bart im blauen Hemd. Mir sind ab und an Deine durchaus guten Beiträge aufgefallen und jetzt haust Du hier so derartig daneben. Du solltest das eigentlich wissen. 

... "Supergläubige Atheisten". Was soll der Krampf?

Ich habe oben drei völlig sachliche und informative sowie richtige Zeilen an Phantasmagon geschrieben – und Du entgleist das ganze. Warum?

Kommentar von berkersheim ,

@HumanistHeart

Da kannst Du rumplärren wie Du willst. Ich lasse mich nicht von Dir vereinnahmen. Hast Du mit der Formulierung "supergläubige Atheisten" in den Spiegel geschaut und Dich mit Deinem Zerrbild nicht anfreunden können? Wenn Du zu Phantasmagon schreibst:

"Phantasmagon, Atheismus ist die Ablehnung theistischer Ideologien. Er ist keine Ideologie für sich selbst. Kann er auch gar nicht sein."

Dann solltest Du mal an Deiner Logik arbeiten. Atheismus ist, wie das Wort es ausdrückt, eine Gegenideologie zum Theismus. Aus der puren Verneinung ergibt sich zwangsläufig keine bestimmte positive Aussage genauso wie sich aus der Bejahung des Theismus viele unterschiedliche Einstellungen zur Lebensführung ergeben können. Agnostiker unterscheiden sich von Atheisten, wie es die Namen schon sagen, dass sie aus ihrem Nichtwissen kein ablehnendes Bekenntnis machen wie "bekennende Atheisten". Wenn Du nicht weißt und beweisen kannst, dass es keinen Gott gibt, kannst Du wie Agnostiker bei dieser Feststellung stehenbleiben oder die Linie überschreiten mit einem "trotzdem" und bekennen, dass Du ohne Wissensgrund den Theismus ablehnst. Das ist so wenig verwerflich wie Theismus prinzipiell als Bekenntnis verwerflich ist. Doch gehen beide über die Position des Agnostikers hinaus.

Kommentar von HumanistHeart ,

Sorry, aber Dein inkonsistentes Zeug kann ich nicht ernst nehmen. Selten so einen uninformierten Blender wie Dich erlebt.

Atheismus ist kein Bekenntnis und keine Ideologie und kann auch gar keine sein. Du hast offensichtlich keine Ahnung wovon Du sprichst. 
Auch drückt das Wort keinesfalls eine Gegen-Ideologie aus. Welche sollte das sein? Du scheinst null Plan von selbst einfachsten Dingen wie Präfixen zu haben. 

Aber da davon auszugehen ist, dass Du das weder verstehen kannst noch willst, dann informiere bitte einfach Wikipedia und andere Quellen, dass es Agnostischen Atheismus eigentlich gar nicht gibt. Denn Berkersheim ist damit nicht einverstanden.

https://en.wikipedia.org/wiki/Agnostic\_atheism

Antwort
von VeryBestAnswers, 200

Ich habe für mich ein Mittelding gefunden: Ich glaube zwar nicht an Gott, aber ich glaube an Jesu Botschaft von der Nächstenliebe.

Ich gehe auch immer noch hin und wieder in den Gottesdienst (evangelisch) und denke, dass Glaube eine gute Sache ist. Glaube gibt einem Halt im Leben, sowohl als moralische Stütze, als auch als Spender von Trost und Hoffnung.

Auch die Kirchen als Institutionen sind wichtig: Sie finanzieren Kinderkrippen und Kindergärten, ohne Kirchen würde vieles nicht funktionieren.

Kommentar von Panazee ,

ich glaube an Jesu Botschaft von der Nächstenliebe.

Diese Botschaft hat mit Gott in der Tat nichts zu tun. Das Gleiche haben dutzende andere Menschen verbreitet. Ghandi war einer davon. Das Prinzip der Nächstenliebe ist die Basis des Humanismus.

Widersprechen möchte ich aber was sie Finanzierung der Kinderkrippen, Kindergärten, und anderer sozialer Einrichtungen angeht. Diese werden zwar von der Kirche betrieben, aber den weitaus größten Teil der Finanzierung übernimmt der Staat. Nur ca. 8% der Kosten zahlt die Kirche. Über 90% übernimmt der Staat. Die knapp 10% die die Kirche wirklich selber übernimmt sind wiederum nur 8% der Einnahmen aus der Kirchensteuer.

Die krichlichen Träger zahlen also nur 10%, aber haben zu 100% die Kontrolle über diese Einrichtungen. Sie dürfen sogar gegen das Grundgesetz verstoßen, indem sie eine bestimmte Religionszugehörigkeit zur Voraussetzung für eine Einstellung in einer ihrer Einrichtungen machen.

http://www.stop-kirchensubventionen.de/soziale\_luege.html

Kommentar von VeryBestAnswers ,

Das Geld ist auch nicht das einzig wichtige. Die Kirche organisiert auch vieles, nicht selten ehrenamtlich. Außerdem laufen mehrere diakonische Werke über die Kirche.

Antwort
von Radyschen, 178

Es macht überhaupt keinen Sinn, an einen Gott zu glauben. Es stimmt zwar, dass wir keinen Gegenbeweis haben, aber dann könnten wir ja auch sagen, dass es zum Beispiel eine Strahlung im Universum gibt, die uns unbekannt ist, weil wir sie nicht messen können und auch niemals messen werden können, aber trotzdem vollkommen überzeugt sind, dass es sie gibt, weil man zu wenig Ahnung von der Physik und anderen Wissenschaften hat. Religion ist veraltet, wir sind in einem Wandlungsstadium, die Religion wird unnötig, wir haben inzwischen genug wissen über das Universum und seine Regeln, dass wir uns das Ganze nicht mehr mit Göttern erklären müssen. Jeder Glaube entsteht aus Unwissenheit und leider hat er sich auf dieser Erde so sehr manifestiert, dass sogar Kriege darum geführt werden, welcher Gott echt ist. Die Atheisten können da nur die Köpfe schütteln und sich da raushalten. Gläubige sagen, dass, wenn wir nicht an Götter glauben, doch einfach töten könnten, aber wofür haben wir Menschen denn ein eingebautes Schuldsystem? Warum haben wir ein schlechtes Gewissen? Genau, damit wir gerade das nicht tun! Das Mitgefühl verhindert (soll herhindern), dass wir uns gegenseitig töten und wenn wir es doch tun, soll uns das Schuldgefühl bewahren, es nochmal zu tun (leider ohne Erfolg bei manchen). Wenn man also behauptet, dass man ohne einen Gott und die Angst vor der Hölle einfach töten würde, dann ist man selber ein Psychopat!

Antwort
von rotesand, 58

Hallo!

Ich bin katholisch, getauft, ging zur Erstkommunion, bin gefirmt & habe ein lockeres Verhältnis zur Kirche. 

Ich finde Religionen genauso sekundär wie wenn jemand Atheist sein sollte oder aus der Kirche ausgetreten. Mein verstorbener Großonkel war ebenso ausgetreten wie einer meiner besten Freunde, der sich 2009 mit der Kirche verkrachte. Beide waren und sind mir trotzdem sehr wichtig.

Ich bemesse niemanden nach seiner Religionszugehörigkeit. Auf die Person und den Charakter kommt es an.

Antwort
von Etter, 147

Ich würde mich als agnostischen Atheisten einordnen.

Ich sehe keinen Sinn in einer Gottheit und halte die Wahrscheinlichkeit für gering.Dazu kann ich mich mit keiner Religion wirklich identifizieren.

Mir für meinen Teil reicht es ein Leben zu führen, von dem ich denke, dass ich es gut führe. Dazu kommen noch einige Ansichten meinerseits zum Thema Gott, auf die ich einfach mal nicht näher eingehen werde ;)

Generell versuche ich niemanden seinen Glauben abspinstig zu machen, solange nicht gerade versucht wird mich oder andere zu missionieren, dumm anzumachen oder gar zu schaden, da ich der Meinung bin, dass man andere ihr Leben so leben lassen sollte, wie sie es für richtig halten. Das selbe forder ich halt auch für mich ein ^^.

Antwort
von RipeClown, 147

Was ?!? Ungläubiger ?!? Wir müssen ihn abschlachten !!!

Spaß :D

Jetzt mal Spaß bei Seite, in erster Linie kommt natürlich immer der Mensch. Egal ob Jude, Muslim, Christ, Hindu, Budhu, schwarz, weiß, Asia, etc. jeder ist gleich.

Ich habe mich lange gefragt was stimmt. Habe mich mit allen beschäftigt.

Diese Videoreihe abgeschaut :

https://www.youtube.com/playlist?list=PLtBCOOyiEIvArny5tLUOX156K5ftaxAP4

Bücher gelesen. War in Moscheen und Kirchen und habe am Ende für mich entschieden das der Islam der wahre weg ist.

Natürlich ist es jedem seine Entscheidung.

Kommentar von Phantom15 ,

Da ergeben die ersten beiden Fragen natürlich Sinn. Und für die anders Denkenden ist es mit Sicherheit kein Spaß.

Antwort
von AaronMose3, 211

Eine monotheistische Religion zu verfolgen, ist ,in einem Zeitalter wie unserem, nicht vielmehr als Naiv. Ich verstehe nicht, wie man wirklich glauben kann, das eine der derzeit (in unserer Gesellschaft) noch existierenden Religionen wahr sein kann. 

Es gibt mittlerweile mehr als 3000 Götter und ausgerechnet Allah bzw. Jesus soll der Richtige sein ? Jeder der auch nur einen funken Verstand besitzt würde sofort bemerken das das absoluter Käse ist und gar nicht wahr sein kann. Und die Chance das einer der beiden unter tausenden wirklich der Richtige ist, ist dermaßen gering das man sich von vornherein darauf einstellen kann, das man das Paradies wohl eher nicht zu Gesicht bekommt. 

Aber dadurch das religiöse Indoktrination im Kindesalter heute immer noch so effektiv ist wie vor 2000 Jahren, werden wohl immer Menschen existieren die wirklich denken, diese Lehren würden der Wahrheit entsprechen.

Doch wenn wirklich Menschen denken sie tun damit das Richtige, akzeptiere ich das. Schließlich bin ich kein fanatischer Religionshasser ö.ä

allerdings kann ich auch nicht beweisen ob er existiert,

Ist so nicht ganz richtig. Wenn man sich ansieht und wirklich objektiv darüber informiert woher Religionen stammen und aus welchen anderen Religionen sich die heutigen entwickelten, merkt man ganz schnell, das die darin enthaltenen Götter nicht mehr als Erfindungen sind. 

Das es nicht beweisbar ist, sagt man nur, weil man die nicht vorhandene Existenz von einem Schöpfer, der nicht existiert, nicht beweisen kann.

Ich kann ja schließlich auch nicht beweisen das es keine pinken Einhörner gibt, trotzdem wissen alle, das es eine Erfindung ist. Keine Ahnung wieso bei Religionen immer so ein dämlicher Unterschied gemacht wird.

Antwort
von TimeosciIlator, 145

Die Frage ob es einen Schöpfer gibt, bewegt die Menschheit seit Ewigkeiten und ist bis heute ungeklärt.

Vieles kann die Menschheit einfach nicht beantworten. Ist das Universum unendlich groß ? Gibt es Multiversen ? Parallelwelten ? Was ist die dunkle Materie ? Was ist die Ursache der Gravitation ? Gibt es etwas schnelleres als Licht ? usw.

Also können wir uns über derartige Themen nur im Konjunktiv bewegen. Ein in diesem Zuammenhang amüsanter Spruch:

"Lieber Gott, wenn Du existierst, gib meiner Seele Ruh', falls ich eine habe..." :)




Antwort
von JonaBaseH, 69

Malangenommen, es gäbe keinen Gott ( davon gehen ja die meisten Atheisten aus ) stelle ich die Frage: Welchen Sinn hat dein Leben?

Mit Jesus hast du ein Lebensziel, das Leben eines Atheisten geht voll ins Leere. Ohne Gott wäre alles sinnlos. Und warum sollte die Menschheit zufällig und ohne Sinn existieren?!

Antwort
von annaaaxa, 223

Mir geht es wie dir. Die atheistische Sichtweise ist einfach genau die, mit welcher ich mich am besten identifizieren kann. Mir kommen zum Beispiel naturwissenschaftliche Fakten logischer vor, als Texte in der Bibel (oder anderen heiligen Schriften), die dann auch noch in verschiedenen Weisen interpretiert werden können.

Natürlich hat man da auch wieder einen gewissen Freiraum. Meine Biologie-Lehrerin zum Beispiel, hat es trotz ihrem weltlichen Wissen geschafft, den Glauben mit sich selbst zu vereinbaren.(;

Zu deinem letzten Punkt: Auch dem stimme ich zu. Man hat sich schließlich selbst dafür "entschieden", nicht an Gott zu glauben, warum dann andere für Ihre "Endscheidung" demütigen? Diese Logik passt mir dann nicht mehr.^^

Antwort
von comhb3mpqy, 138

ich bin Christ.

Ich glaube, dass diese durchdachte Welt geplant wurde, ich glaube nicht, dass die Erde "einfach so" entstanden ist. Auch gibt es die Meinung, dass für den Urknall ein Eingreifen von Gott nötig ist.

Auch gibt es Wunder, die von Ärzten untersucht werden. Wenn es keine wissenschaftliche Erklärung gibt, warum ein Mensch gesund wurde, dann ist ein Schritt getan, damit das Wunder auch bestätigt wird. Die Ärzte wissen auch nicht immer, dass ihre Untersuchungen für die Kirche sind.

Ich glaube auch an ein Leben nach dem Tod. Sie können im Internet
nach "Mädchen begegnet Jesus" und "Wissenschaftler Nahtoderfahrung Buch" suchen (ohne Anführungszeichen). Das sind Gründe, um an Gott und an ein Leben nach dem Tod zu glauben.

In der Bibel stehen erfüllte Prophezeiungen, z. B. zum Gebiet, was
aus unserer Sicht der Nahe Osten ist. Es steht auch in der Bibel, dass
falsche Propheten aufstehen werden. Es gibt aber noch viel mehr erfüllte
Prophezeiungen. Funde zeigen, dass die Bibel gut überliefert wurde.

Ich habe auch Sachen erlebt, die meinen Glauben gestärkt haben.

Kommentar von HumanistHeart ,

Behauptungskatalog, Teil 3471.

Antwort
von BiggerMama, 186

(Übrigens bin ich keiner von den Atheisten, die alle Gläubigen deshalb
als dumm/zurückgeblieben bezeichnet, jeder soll doch an das glauben, was
er will.☺ )

Da denke ich ähnlich, jedoch mit Einschränkungen. Wenn sich Leute in die Luft sprengen, weil sie sich davon etwas ganz Bestimmtes davon versprechen. Wenn Leute, die bei uns Zuflucht und Hilfe suchen (auch bekommen), möchte ich mich nicht deren Verhaltensregeln anpassen müssen, obwohl ich sehr wohl bereit sind, ihre kulturelle Identität zu respektieren.

Ich möchte mich nicht für mich vollkommen sinnlosen Regeln (Tabus, Gebote) unterordnen, egal um welche Religion es geht. Da wir in keinem säkularen Staat wohnen, ist das nicht immer so einfach.

Kommentar von tapastao4 ,

Stimmt, du hast Recht. Diesen Aspekt habe ich bei der Formulierung der Frage nicht bedacht.

Antwort
von Phantom15, 82

Ich oute mich als Ungläubige, obwohl ich schon Glaube. An was auch immer. :) Man sieht ja wo Religionen die Menschen hinbringt. Das was vor X Jahren mal prophezeit wurde scheint nur Realität zu sein . Und zwar auf der gesamten Erde. Nämlich Krieg der Religionen. Und die schlimmste ist die Moslemische. Sorry aber meine Meinung. ..   

Antwort
von muhamedba, 169

Eines Morgens wachst du auf und sitzt in einem Flugzeug. Du weißt nicht, wieso du im Flugzeug sitzt und auch nicht wohin es geht. Was würdest du tun? Herausfinden wollen, wieso du im Flugzeug bist. Der Atheist würde sagen "ja, ist halt so".

Du siehst direkt unter deiner Frage das perfekte Beispiel "ich bin xy aber kenne nur eine Seite". Wie kannst du dich auf eine Seite stellen, wenn du nur eine kennst? Ist das ehrlich?

Der Mensch folgt sich! 5 mal beten am Tag oder 0 mal beten (Ergebnis wäre das gleiche) - ich denke niemand würde 5 mal beten. Das ist normal, da der Mensch den einfachsten Weg nehmen wird, wie das Wasser und alles andere auf dieser Welt. Eine Cola schmeckt vielen besser als Wasser aber das Wasser ist gesünder für dich und obwohl der Mensch das weiß, greift er regelmäßig zum ungesunden.

Du wirst geboren, lebst in einer ungerechten Welt und alles ist perfekt. Wenn wir 7 Mrd. Menschen uns versammeln würden und 200 Jahre forschen würden, wir könnten nicht eine Fliege herstellen. Auf der anderen Seite will der Atheist so weit denken können wie Gott und sucht die Schuld immer bei Gott "wie kann ein Gott das nur zulassen"

Dein Herz kann jederzeit aufhören zu schlagen, niemand wird dir erklären können, wie das möglich ist. Spitzensportler fallen mit 20-25 Jahren um, 75 jährige rauchen 60 Jahre lang und leben weiterhin. Wieso? Wieso werden Menschen behindert geboren?

Dieses Leben ist kurz, du lebst hier mit Verstand und freien Willen, jeder Tag ist eine Prüfung. Wenn du bei der Geburt bereits mehrere Millionen hast, wie wirst du damit umgehen? Wirst du damit Menschen helfen oder einige gar ausbeuten?

Du folgst dem, was deiner Meinung nach der beste Weg ist oder besser gesagt, was dir angenehmer ist. Sex haben macht sicherlich mehr Spaß als ein Buch lesen oder heiraten und sich verpflichten? Nicht darauf zu achfen, wie Mc ans Fleisch gekommen ist und noch dabei Geld zu sparen?

Schau dir die Welt an, die Galaxy oder nur ein Tier und stell dir die Frage, ob das "einfach so" passiert ist. Die meisten hier haben den Koran nicht gelesen aber wissen ganz genau darüber bescheid, weil jeder Mensch sich die Frage stellen wird "was ist nur, wenn die Recht haben?" - zugeben wird es kaum jemand.

Kommentar von danhof ,

Lauter gute Antworten! Ich bin zwar nicht der Fragesteller, bedanke mich aber dennoch :-)

Kommentar von tapastao4 ,

Wow. Erst Mal vielen Dank für diese äußerst ausführliche Antwort. Natürlich kann ich als Atheist die Welt nicht erklären. Dafür ist diese viel zu komplex und vielfältig. Ich habe ja auch selbst nie versucht diese zu erklären, weil sie schlichtweg zu kompliziert ist.

Kommentar von muhamedba ,

Ich kann sie dir auch nicht erklären aber du musst sie ja nicht einmal verstehen sondern logisch überlegen, ob so etwas Zufall sein kann. Ich gib dir nur mal ein Beispjel für die Denkweise der heutigen Atheisten: "Wieso sollen wir Gott anbeten? Wie soll Gott so stark sein, wenn er unser Gebet braucht" dabei braucht Gott nichts von dir und du kannst Ihm nichts bieten, er bietet dir aber eine Möglichkeit dich zu bedanken und wer nicht 5 mal am Tag gebetet hat, der wird es auch nie verstehen (können). Auf der anderen Seite siehst du, wie sehr dich der Glaube schützt und wie angenehm er dir das Leben gestaltet. Neid auf jemanden gibt es nicht, keine Drogen (Zigaretten/Alk) und auch kein Schweinefleisch, was viele selbst mit Hilfe der Wissenschaft nicht akzeptieren wollen, weil Sie eben Fleisch essen wollen und es möglichst günstig sein soll. Oder eben "wieso ist diese Welt so ungerecht, wieso gibt es so viel Leid" weil wir Menschen nie genug haben können. Niemand müsste hungern auf der Welt aber dann könnten wir den Luxus nicht haben, welchen wir hier nicht einmal mehr schätzen können.

Du bist immerhin ziemlich ehrlich, willst niemanden beleidigen und deshalb gehe ich auch so auf deine Frage ein. Schau mal bei Youtube nach "the meaning of life" vom Channel "Talk Islam" (deutscher Untertitel verfügbar).

Kommentar von Etter ,

Ich schmeiß mal n bissl was ein.

"Der Atheist würde sagen "ja, ist halt so"."

Nope wohl eher nicht. Ansonsten würde sowas wie z.B. die Stringtheorie wohl kaum existieren.

Eben um die Welt zu erklären gibt es Wissenschaftler, welche es versuchen.

"Eine Cola schmeckt vielen besser als Wasser aber das Wasser ist gesünder für dich und obwohl der Mensch das weiß, greift er regelmäßig zum ungesunden."

Bloß dass ich nicht GLAUBE, dass Cola ungesund ist, sondern es WEIß (weil nachgewiesen). Damit gibt es halt einen eklatanten Unterschied.

"Wenn wir 7 Mrd. Menschen uns versammeln würden und 200 Jahre forschen würden, wir könnten nicht eine Fliege herstellen."

http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/fleisch-aus-der-petrischale-testesser...

http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/medizin-und-psychologie/rattenhirn-im-compute...

http://www.stern.de/panorama/wissen/natur/gentechnik-die-ersten-klon-ratten-sind...

Glauben kann gutes tun und Menschen helfen. Allerdings sollte man Menschen auch in ihrem Glauben an den Unglauben lassen. Ansonsten gibt es unnötige Reibungspunkte.

Den Kommentar hätte ich vmtl. nicht geschrieben, wenn es sich nicht im ganzen Text so lesen würde, als wäre Atheismus was schlechtes, als wären Atheisten einfach nur zu faul und bequem.

Das selbe könnte man über Gläubige auch sagen (tun ja auch manche), aber ich halte es für reichlich unnötig.

Kommentar von Panazee ,

Schau dir die Welt an, die Galaxy oder nur ein Tier und stell dir die Frage, ob das "einfach so" passiert ist.

Es gibt die Theorie, dass es nicht nur unser Universum gibt, sondern eine nahezu unendliche Zahl an Universen. Folgt man dieser Theorie muss ein Universum wie unseres existieren, in dem das "einfach so" passiert ist.

Wenn man unendlich viele Lose kaufen würde, dann muss irgendeines davon der Hauptgewinn sein, egal wie hoch die Gewinnwahrscheinlichkeit ist. Es kann gar nicht anders sein.

Was den Koran angeht, so habe ich ihn teilweise gelesen. Ich bezweifle aber, dass es allzu viele Muslime gibt, die "Fabric of Reality" von David Deutsch auch nur teilweise gelesen haben.

Kommentar von WeicheBirne ,

Auf der anderen Seite will der Atheist so weit denken können wie Gott und sucht die Schuld immer bei Gott "wie kann ein Gott das nur zulassen"

Das wird kein Atheist tun, weil jeder Atheist davon ausgeht, daß kein Gott existiert.


Die meisten hier haben den Koran nicht gelesen aber wissen ganz genau darüber bescheid, weil jeder Mensch sich die Frage stellen wird "was ist nur, wenn die Recht haben?" - zugeben wird es kaum jemand.

Die meisten hier haben die Mahabharata nicht gelesen aber wissen ganz genau darüber bescheid, weil jeder Mensch sich die Frage stellen wird "was ist nur, wenn die Recht haben?" - zugeben wird es kaum jemand.

Die meisten hier haben die Tipitaka nicht gelesen aber wissen ganz genau darüber bescheid, weil jeder Mensch sich die Frage stellen wird "was ist nur, wenn die Recht haben?" - zugeben wird es kaum jemand.

Die meisten hier haben den Kojiki nicht gelesen aber wissen ganz genau darüber bescheid, weil jeder Mensch sich die Frage stellen wird "was ist nur, wenn die Recht haben?" - zugeben wird es kaum jemand.

Die meisten hier haben wissenschaftliche Forschungsberichte nicht gelesen aber wissen ganz genau darüber bescheid, weil jeder Mensch sich die Frage stellen wird "was ist nur, wenn die Recht haben?" - zugeben wird es kaum jemand.


Fällt Dir was auf? ;o)

Antwort
von brido, 65

Da die meisten Religionen (außer Buddhismus) zu Kriege führen  bin ich atheistin. 

Antwort
von chrisbyrd, 107

Nach meiner Meinung ist der wesentliche Sinn des Lebens, Gott zu suchen, an Ihn zu glauben und Seinen Willen zu tun. Auf diese Weise ist es möglich, das eigentliche Leben zu finden und eine Bedeutung, die weitüber das irdische Leben bis ins ewige Leben in Herrlichkeit bei Gott hinausreicht.

Wenn die Bibel - in der sich uns Gott nach meiner Meinung offenbart (vgl. 2. Timotheus 3,16; 2. Petrus 1,21) - recht hat...

- gibt es einen Gott
-hat unser Leben einen wirklichen Sinn und eine Zukunft, die über das
irdische Leben hinaus in eine wundervolle ewige Existenz reich
- kennt und liebt dieser Gott jeden einzelnen und nimmt Anteil an unserem Leben
- trennt uns Sünde (unser Egoismus und seine Folgen) von Gott
- bleibt diese Trennung auch über den Tod hinaus bestehen, wenn wir nie bewusst auf die Seite Gottes treten
- gibt es weder eine Wiederverkörperung (Reinkarnation) noch Höherentwicklung noch Selbsterlösung
- sind Himmel und Hölle Realitäten
- gibt es nur einen Weg, mit Gott versöhnt zu werden
- können wir über unsere Zugehörigkeit zu Gott eine klare persönliche Gewissheit erlangen.

Sehr interessant und empfehlenswert dazu finde ich auch die folgende Seite:  http://gottesbotschaft.de/?pg=3048

Antwort
von 666Phoenix, 107

Auch Du hast keine Ahnung!

Einen nicht-existierenden Gott (also ein "Nichts"!) kannst und v. a. musst Du nicht beweisen!

Kommentar von Etter ,

Deswegen heißt der Glauben "Glauben" und nicht "Wissen" ;)

Das ist was halt manche Gläubige, wie auch Atheisten irgendwie nicht verstehen wollen.

Kommentar von 666Phoenix ,

Sicher gibt es da und auch dort "Nicht-Verstehende!"

Wenn aber ein Gottesknecht immer wieder stupide von Atheisten verlangt, die Nicht-Existenz eines Nichts zu beweisen, dann ist das weder "Wissen" noch "Glauben", sondern einfach Borniertheit!

Kommentar von HumanistHeart ,

Danke!

Antwort
von Nividia2, 172

Ich bin alevitin und glaube an Gott, bin aber keine muslimin. Ich finde jeder darf an das glauben was er will und wenn du nicht an Gott glaubst dann ist es ok! Ich finde es super von deinen Eltern dass sie dich zu nichts zwingen :) egal ob muslim, christ, Atheist etc., mensch ist mensch, wenn man mich akzeptiert dann akzeptiere ich auch die anderen :-)

Kommentar von RipeClown ,

Du bist keine Muslimin ?

Aleviten sind Muslime.

Sie glauben an Muhammad den Propheten, sie glauben an die vorherigen Propheten, sie glauben an Allah, sie glauben an den Qur'an, sie glauben an die Sahaber und an Ali als ersten 1 Kalifen.

Wie kannst du dann keine sein ?

Das ist als ob ich sage ich bin Evangele oder Kathole, bin aber kein Christ.

Kommentar von Nividia2 ,

Wenn du meinst aber ich bin kein moslem

Kommentar von SibTiger ,

Du scheinst mir zumindest sehr viel fortschrittlichere Gedanken zu haben, als die meisten Sunniten. Das ist bei Aleviten immer sehr erfrischend zu erkennen.

Kommentar von Nividia2 ,

Ist das jz was gutes oder was schleches haha

Kommentar von Etter ,

Ich würds als Kompliment sehen ^^

Kommentar von SibTiger ,

Genau!

Kommentar von Nividia2 ,

Okey danke:)

Antwort
von Furino, 6

Ein Spruch aus alten Zeiten besagt:

Einen aufrechten Kommunisten(Atheisten) läßt der liebe Gott nie im Stich.

Das reicht mir.

Antwort
von user6363, 177

Ich komme aus einer jüdischen Familie aber bin Atheist. Ich glaube nicht an einem Gott weil es wie bei dir mir einfach am sinnvollsten ist. Mit der Zeit lernt man einfach mehr von der Welt und desto unwahrscheinlicher ist es für mich, dass es einen Gott gibt der es erschaffen hat. 

Antwort
von Sturmwolke, 134

Hier habe ich ein paar Gründe aufgelistet, warum ich an Gott glaube:

https://www.gutefrage.net/frage/frage-an-glaeubigewarum-glaubt-ihr-an-einen-gott...

Kommentar von WeicheBirne ,

Verstehe ich nicht. Du listest einen Haufen Bibelstellen auf, aber wenn Du denen glaubst, dann glaubst Du ja schon. Wie können das die Gründe für Deinen Glauben sein wenn die Bibelstellen nur Relevanz haben wenn Du schon glaubst? o.O

Kommentar von Sturmwolke ,

Hallo WeicheBirne,

Meine Gründe stehen in den Überschriften zu den Bibelstellen. Die Bibelstellen stehen nur zu Erläuterung der Gründe.

Allerdings ist eine gute Kenntnis der Bibel auch eine Voraussetzung für einen festen Glauben an den Gott der Bibel.

Oder, wie Jesus Christus, der Apostel Paulus und auch der Evangelist Lukas (als Schreiber der Apostelgeschichte) das ausgedrückt haben:

(Johannes 17:3) 3 Dies bedeutet ewiges Leben, daß sie fortgesetzt Erkenntnis in sich aufnehmen über dich, den allein wahren Gott, und über den, den du ausgesandt hast, Jesus Christus. 

(2. Timotheus 3:14-17) 14 Du aber, bleibe bei den Dingen, die du gelernt hast und zu glauben überzeugt worden bist, da du weißt, von welchen Personen du sie gelernt hast, 15 und da du von frühester Kindheit an die heiligen Schriften gekannt hast, die dich weise zu machen vermögen zur Rettung durch den Glauben in Verbindung mit Christus Jesus. 16 Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in [der] Gerechtigkeit, 17 damit der Mensch Gottes völlig tauglich sei, vollständig ausgerüstet für jedes gute Werk.

(Apostelgeschichte 17:10-12) 10 Sogleich sandten die Brüder sowohl Paulus wie Sịlas bei Nacht nach Berọ̈a weg, und als diese [dort] angekommen waren, begaben sie sich in die Synagoge der Juden. 11 Diese nun waren edler gesinnt als die in Thessalọnich, denn sie nahmen das Wort mit der größten Bereitwilligkeit auf, indem sie täglich in den Schriften sorgfältig forschten, ob sich diese Dinge so verhielten. 12 Daher wurden viele von ihnen gläubig, ebenso nicht wenige von den angesehenen griechischen Frauen und Männern. 

Aus diesem Gund bieten wir auch jedermann unverbindliche und kostenlose Bibelkurse an.

Hier gibt es weitere Infos zu diesen Kursen:

https://www.jw.org/de/jehovas-zeugen/haeufig-gestellte-fragen/was-ist-ein-bibels...

Kommentar von WeicheBirne ,

Hey Sturmwolke, danke für das Angebot. Ich habe die Bibel bereits mindestens einmal komplett gelesen -die meisten Bücher auch viel öfter.

Viel mehr interessieren mich Deine persönlichen Gründe zu glauben. Da Du diese Gründe, wie Du sagst, nur als Überschriften auflistest sind sie für mich nicht so nachvollziehbar.

Ich nehme mal den ersten "Die Ordnung im Universum". Was mir hier zum Beispiel nicht klar ist, ist wie Du Ordnung definierst und wie unordentlich das Universum sein müßte damit Du nicht glauben würdest.

Kommentar von Sturmwolke ,

Hallo WeicheBirne,

Ich habe die Bibel bereits mindestens einmal komplett gelesen -die meisten Bücher auch viel öfter.

Finde ich gut!

Für mich ist das Weltall absolut faszinierend.

Einmal rein subjektiv und emotional, wenn ich in einer klaren Nacht den Sternenhimmel beobachten kann.

Andererseits fasziniert mich aber auch das was die Wissenschaft über das Weltall herausgefunden hat.

Sorry, aber das muß jetzt sein:

(1. Korinther 15:41) 41 Die Herrlichkeit der Sonne ist e i n e Art, und die Herrlichkeit des Mondes ist eine andere, und die Herrlichkeit der Sterne ist eine andere; in der Tat, Stern unterscheidet sich von Stern an Herrlichkeit.

Ein Text, den die Wissenschaft inzwischen bestätigen kann. :-)

Bei der Raumfahrt zum Beispiel wendet die Wissenschaft bestimmte Naturgesetze an. Sie hält diese Gesetze für so zuverlässig, daß sie danach Raumschiffe und Sonden zu entfernten Planeten schickt, diese dort auch ankommen und sogar Bilder und Daten zur Erde schicken können (die ebenfalls ankommen).

Aber hast Du je erlebt, daß Gesetze zufällig entstanden sind?
Könntest Du Dir vorstellen, daß selbst bei Millionen Explosionen in Druckereien dabei zufällig ein vollständiges Gesetzesbuch entsteht?

Viel vernünftiger und logischer ist da für mich die Aussage, daß hinter einem Gesetz auch ein Gesetzgeber stehen muß - und im Fall der Naturgesetze einer mit einer überragenden Intelligenz und Macht:

(Jesaja 40:26) 26 „Hebt eure Augen in die Höhe und seht. Wer hat diese Dinge erschaffen? Er ist es, der ihr Heer selbst der Zahl nach herausführt, der sie alle sogar mit Namen ruft. Wegen der Fülle dynamischer Kraft, da er an Macht auch kraftvoll ist, fehlt nicht eines [davon].

(Jesaja 38:7, 8) 7 Und dies ist für dich das Zeichen von Jehova, daß Jehova dieses Wort ausführen wird, das er geredet hat: 8 Siehe, ich lasse den Schatten der Stufen, der an den Stufen [der Treppe] des Ạhas durch die Sonne abwärts gegangen war, wieder zehn Stufen rückwärts gehen.“ ‘ “ Und die Sonne ging allmählich zehn Stufen an den Stufen [der Treppe] zurück, die sie abwärts gegangen war.

Kommentar von Sturmwolke ,

und wie unordentlich das Universum sein müßte damit Du nicht glauben würdest.

Das möchte ich mir gar nicht vorstellen. Bei einer solchen Unordnung wäre Leben auf der Erde nicht möglich.

Kommentar von WeicheBirne ,

Hey Sturmwolke, wenn ich Dich richtig verstanden habe meinst Du mit "Ordnung im Universum" das Bestehen von Naturgesetzen. Bitte korrigiere mich wenn ich Dich falsch verstanden habe. Ich gehe jetzt hier mal auf Naturgesetze als Ordnung des Universums ein.


Naturgesetze sind menschliche Beschreibungen für das was wir vom Universum messen und erfahren können. Es ist möglich, daß alle Naturgesetze nur für bestimmte Längen-, Zeit- oder Energieskalen zutreffen und das Universum grundlegend zufällig und chaotisch ist.

Tatsächlich haben wir in einigen Fällen Indizien dafür. Einen Fall möchte ich hier beispielhaft anführen. Sicherlich hast Du schon vom Impulserhaltungssatz gehört. Darauf, daß der Impuls erhalten bleibt, verlassen wir Menschen uns in vielen Anwendungen -nicht zuletzt in der Raketentechnologie, die Du ja angesprochen hast.

Inzwischen wissen wir aber, daß der Impuls gar keine Erhaltungsgröße ist. Für sehr kleine Objekte ändert sich der Impuls ständig, aber auch der Impuls von sehr großen Objekten würde sich meßbar ändern wenn wir nur lange genug warten könnten.

In den Größen- und Zeitskalen, in denen Menschen existieren, ist es einfach nur sehr unwahrscheinlich, daß eine Impulserhaltung nicht stattfindet. Jedes mal wenn Menschen also eine Rakete abfeuern gehen sie in Wirklichkeit eine Wette ein, daß der Impuls auch dieses mal erhalten bleiben wird. Bislang wurde diese Wette vermutlich immer gewonnen, da die Wahrscheinlichkeit zu verlieren extrem klein ist.

Diese Überlegungen zeigen wie beschränkt, die von uns formulierten Naturgesetze sein können, und daß das Universum möglicherweise fundamental zufällig und chaotisch ist. 



Du kannst also gar nicht davon ausgehen, daß das Universum tatsächlich einer starren Ordnung gehorcht. Um das zu betonen möchte ich meine Aussage noch einmal im Licht Deiner Fragen/Überlegungen wiederholen:

Aber hast Du je erlebt, daß Gesetze zufällig entstanden sind?
Könntest Du Dir vorstellen, daß selbst bei Millionen Explosionen in Druckereien dabei zufällig ein vollständiges Gesetzesbuch entsteht?


Viel vernünftiger und logischer ist da für mich die Aussage, daß hinter einem Gesetz auch ein Gesetzgeber stehen muß - und im Fall der Naturgesetze einer mit einer überragenden Intelligenz und Macht:


Naturgesetze sind Modelle, die von uns Menschen formuliert wurden, die immer wieder an ihre Grenzen stoßen und die dann erweitert werden. Es gibt keinen Anhaltspunkt dafür, daß im Universum tatsächlich exakt festgeschriebene Gesetze existieren. Darum ist es auch müßig sich zu überlegen ob solche Gesetze zufällig entstanden sein könnten. Wir wissen ja nicht einmal ob es sie gibt.

Ich kann mir übrigens vorstellen, daß bei einer genügend großen Anzahl von Explosionen in Druckereien zufällig ein vollständiges Gesetzbuch entsteht. Das ist nämlich ein Vorgang, der von unseren Modellen/unseren Naturgesetzen erfaßt wird.

Antwort
von TSanswer, 176

Bei Religionen gilt für mich: Jeder soll so glücklich werden, wie er möchte, ohne andere zu maßregeln oder zu belästigen. 

Ich selbst bin Christ.

Antwort
von Gwynplaine, 322

Es ist keine Frage der Vernunft, ob man an Gott glaubt oder nicht. Vielleicht sollte man erst einmal fragen, was man überhaupt mit "Gott" meint. Zunächst ist der Begriff "Gott" ja erst einmal nur eine Vokabel, die bei vielen verschiedenen Menschen unterschiedlichste Vorstellungen hervorruft. Bei Christen andere als bei Juden und wiederum andere bei Muslimen oder auch bei Hindus. Während Christen mit "Gott" den bezeichnen, der sich in der Geschichte Israels und im Leben, Tod und in der Auferstehung Jesu von Nazaret vorgestellt hat, bezeichnen Muslime mit dem Wort "Gott" den, von dem im Koran geschrieben steht. Zwischen beiden wiederum gibt es sowohl Überschneidungen als auch große Unterschiede.

Doch auch wer Atheist ist, hat eine Vorstellung von dem, was mit "Gott" bezeichnet wird -  und zwar eine Vorstellung, die er ablehnt. Diese Vorstellung orientiert sich zumeist an aristotelisch-scholastisch überformten philosophischen Gottesaussagen, die losgelöst von dem betrachtet werden, was in den Religionen "Offenbarung" genannt wird. Das heißt, es werden rein hypothetische und spekulative Aussagen über Gott getroffen, die sich oft an religiösen Sprachgebrauch anlehnen. Aber da metaphysische Spekulation spätestens seit der Aufklärung überhaupt nicht mehr zeitgemäß ist, ist es heute nur konsequent und "vernünftig", diese Spekulationen über Gott zu verwerfen. Noch vernünftiger wäre es freilich, diese Spekulationen gar nicht erst anzustellen.

Ich selbst bin evangelischer Christ. Das bin ich nicht deswegen, weil ich rational überlegt hätte, welches Weltbild wohl am vernünftigsten oder logischsten wäre. Sondern Christ bin ich deswegen, weil mich die biblische Überlieferung von Leben, der Kreuzigung und der Auferstehung Jesu tief in mir berührt und bewegt. Ich kann die Auferstehung Jesu als Glaubenswahrheit annehmen, ohne dass ich sie rational oder naturalistisch erklären könnte oder überhaupt müsste. Sondern das ist eine Frage des Sich-Einlassens. Es verändert einen Menschen grundlegend, wenn er auf eine bestimmte Offenbarung in der Welt vertraut. Natürlich ist das nicht rational, aber Rationalität ist ja schließlich auch kein Wert an sich, auch wenn das viele Atheisten (und nicht nur die) gerne behaupten.

Ich hoffe, ich konnte einen Türspalt zu einer Antwort auf Deine Frage öffnen.

Kommentar von danhof ,

Eine sehr gute Antwort, wie ich finde.

Kommentar von Suboptimierer ,

Doch auch wer Atheist ist, hat eine Vorstellung von dem, was mit "Gott" bezeichnet wird -  und zwar eine Vorstellung, die er ablehnt.

Dem würde ich widersprechen wollen. Ein Atheist lehnt alle Vorstellungen ab, egal wie er sich ihn sich vorstellt. Stellt er sich ihn wie den der Christen vor oder wie denen der Buddhisten, spielt keine Rolle. 

Um die Religion aus dem Gottesbegriff herauslesen zu können, bin ich dafür, dass Christen Gott / Jesus als Namen verwenden sollten, Muslime Allah, Zeugen Jehovas Jehova und Buddhisten Buddha.
Die Christen bringen die Verunsicherung dadurch hinein, dass sie Wesensbeschreibung und Namen unter einem Begriff zusammenfassen.

Desweiteren möchte ich anmerken, dass man auch Atheist sein kann, wenn man noch nie etwas von Göttern gehört hat. Deswegen ist es für einen Atheisten nicht zwingend notwendig, ein Bild von einem Gott zu haben, welches er sich anschaut und dann ablehnt.
Atheismus erfordert keine Aktion, kein Wissen, keinen Glauben und keine Werte und Einstellungen.

Kommentar von HumanistHeart ,

Atheismus erfordert keine Aktion, kein Wissen, keinen Glauben und keine Werte und Einstellungen.

So ist es.

 

Desweiteren möchte ich anmerken, dass man auch Atheist sein kann, wenn man noch nie etwas von Göttern gehört hat.

Richtig. Genau wie jeder Säugling Atheist ist. 
Atheismus ist keine Überzeugung, es ist vielmehr nur ein Adjektiv.

Kommentar von Gwynplaine ,

Richtig. Genau wie jeder Säugling Atheist ist. 
Atheismus ist keine Überzeugung, es ist vielmehr nur ein Adjektiv.

Die Behauptung, ein Säugling wäre eine Atheist, ist eine ungerechtfertigte Fremdzuschreibung. Ein Säugling ist schon mal kein Atheist in dem Sinn, dass er eine objektive Vorstellung von Gott ablehnen würde. Doch auch die subjektiv-emotionale Dimension des Glaubens an einen Gott findet eine vollständige Entsprechung in der unbewussten Haltung des Säuglings zu seiner Mutter. Die Mutter ist für den Säugling Gott, selbst wenn dieser dieses Verhältnis nicht reflektieren kann.

Glaube ist schließlich nichts Kognitives. Und einen Sachverhalt im Glauben als "Gott" (im Sinne eines Gattungsbegriffes) zu bekennen, setzt ein reflektiertes Verhältnis ihm gegenüber voraus. Wie man am Säugling sieht, besteht Glaube nun aber auch ohne Reflexion und ohne Bekenntnis phänotypisch als anthropologische Wesensstruktur.

Und wenn du jetzt behauptest, dem wäre nicht so, dann verfügst du über eine eigene Vorstellung von den Begriffen "Gott" und "Glaube", deren Sachgemäßheit und theologische oder auch philosophische Diskursfähigkeit höchst zweifelhaft erscheinen.

Kommentar von HumanistHeart ,

Ein Säugling ist schon mal kein Atheist in dem Sinn, dass er eine objektive Vorstellung von Gott ablehnen würde.

Du zeigst dass Du Atheismus nicht verstehst. 

Säuglinge sind Atheisten, genau wie – hypothetisch – irgendein Volk welches keinen Tabak kennt und somit auch nicht nutzt, alles Nichtraucher sind.

Du musst Rauchen nicht bewusst ablehnen um ein Nichtraucher zu sein.
Genauso musst Du Gottesvorstellungen nicht bewusst ablehnen um Atheist zu sein.
 

Wie man am Säugling sieht, besteht Glaube nun aber auch ohne Reflexion und ohne Bekenntnis phänotypisch als anthropologische Wesensstruktur.

Ungerechtfertigte Fremdzuschreibung? Much?

Ein Säugling hat noch nicht mal eine Selbstwahrnehmung, geschweige denn einen Glauben. Egal welchen, inklusive dem an Götter.

Und nichts anderes ist Atheismus. 
Fehlender Gottesglaube.

Kommentar von Gwynplaine ,

Ein Säugling hat noch nicht mal eine Selbstwahrnehmung, geschweige denn einen Glauben. Egal welchen, inklusive dem an Götter.

Und nichts anderes ist Atheismus. 
Fehlender Gottesglaube.

Mit dieser Argumentation könntest du auch eine Erdbeere als atheistisch bezeichnen, was den Sinn dieser Zuschreibung ad absurdum führt. Indem du das Problem dadurch zu lösen versuchst, dass du auf einer semantischen Ebene eine unvollständige und arg beschränkte - und letztlich falsche, wie unten gezeigt wird -  Begriffsbestimmung durchführst, machst du es dir zu leicht. Als würdest du Krieg als "fehlender Frieden" bezeichnen oder umgekehrt. Beides wäre vollkommener Mumpitz, denn keins von beidem würde dem jeweils anderen gerecht werden.

Du solltest zudem aufhören, Glaube als etwas Kognitives zu betrachten, damit kommst du nicht weit. Das habe ich schon geschrieben. Die geistige Existenz eines Säuglings besteht nur aus wenig mehr als Glauben. Auch das habe ich aber schon lang und breit ausgeführt und brauche ich nicht zu wiederholen. Da du an keiner Stelle auf meine Argumentation eingehst, sondern lediglich deinen Standpunkt wiederholst, fällt es mir etwas schwer, dir hierauf noch etwas Neues zu antworten.

Selbst wenn unter Atheismus lediglich das Fehlen von Gottesglauben zu verstehen wäre, wäre dein Beispiel des Säuglings also immer noch sachlich falsch. Dass du das nicht erkennst, liegt an deiner unsachgemäßen Betrachtung von Glaube als einem kognitiven Akt. Daher kommt auch deine unsachgemäße Verwendung des Atheismus-Begriffes in diesem Beispiel, da du damit das Nichtvorhandensein eines bestimmten kognitiven Aktes bezeichnest, der bei einem Säugling aufgrund fehlender kognitiver Fähigkeiten freilich noch nicht da sein kann. Darauf habe ich aber bereits geantwortet - und du zitierst sogar diese Antwort, offenbar ohne sie zu verstehen:

Wie man am Säugling sieht, besteht Glaube nun aber auch ohne Reflexion und ohne Bekenntnis phänotypisch als anthropologische Wesensstruktur.

Auf deinen Vergleich mit dem Nichtraucher kann ich erwidern, dass er zwar grammatikalisch zu funktionieren scheint, aber sachlich gewaltig hinkt. Denn um "Nichtraucher" als Zuschreibung verwenden zu können, bedarf es einer Kenntnis dessen, was Rauchen ist. Wenn nun jemand jemanden als Nichtraucher bezeichnet, ohne zu wissen, was Rauchen ist, ist die Richtigkeit dieser Zuschreibung anzuzweifeln. Wenn du also jemanden als Atheisten bezeichnest (mit deiner Definition "fehlender Gottesglaube"), ohne zu verstehen, was der Begriff "Glaube" eigentlich bezeichnet, ist auch diese Zuschreibung nicht unbedingt korrekt. Im Fall des Säuglings ist sie z.B. ganz und gar nicht sachgemäß.

Kommentar von HumanistHeart ,

So ein langer Text und so kurz die Antwort. 

Und ja, ich wiederhole mich auch beim dritten mal. 

Atheismus ist das Fehlen eines Glaubens an Gott oder Götter. 

Taucht die Frage auf, "Glaubst Du an Gott/Götter" und Du antwortest mit "Nein", so bist Du Atheist. Andernfalls nicht.

Dein reinschustern von "kognitiven Akten" interessiert mich dabei nicht, ich halte mich ganz einfach an die Logik und so ziemlich jede Definition davon die Du finden kannst.

Und übrigens, ja.... Säuglinge wie auch Erdbeeren sind Atheisten, Nichtraucher und Nicht-Golfspieler.
Du hast zwar recht dass das letztlich Absurd als Szenario ist, aber es entspricht nun mal der Realität.

Und um nichts anderes geht es letztlich. Realität.

Kommentar von HumanistHeart ,

P.S.....

Es ist keine Frage der Vernunft, ob man an Gott glaubt oder nicht. ... Ich kann die Auferstehung Jesu als Glaubenswahrheit annehmen, ohne dass ich sie rational oder naturalistisch erklären könnte oder überhaupt müsste. 

Wir zwei werden da eh auf keinen grünen Zweig kommen mit der Einstellung da von Dir. Denn Leute die Realität beliebig festlegen und so bestimmen wie sie lustig sind, ohne sich an das zu halten was Realität eben ausmacht, mit denen machen Diskussionen häufig keinen Sinn.

Siehe Sam Harris:

“If someone doesn't value evidence, what evidence are you going to provide to prove that they should value it? If someone doesn’t value logic, what logical argument could you provide to show the importance of logic?”
...

Wobei, evtl. überraschst Du mich ja noch damit, ein agnostischer Theist zu sein. Aber das wart ich einfach mal ab.

Kommentar von Gwynplaine ,

Und ja, ich wiederhole mich auch beim dritten mal.

... ohne je auf eines meiner Argumente eingegagen zu sein, geschweigedenn, sie nachvollzogen zu haben. Verstehst du nicht, was ich schreibe oder was? Dann frag doch nach!

Dein reinschustern von "kognitiven Akten" interessiert mich dabei nicht

Du hast sie "reingeschustert". Ich habe sie lediglich benannt.

ich halte mich ganz einfach an die Logik und so ziemlich jede Definition davon die Du finden kannst.

Deine Logik kritisiere ich ja auch gar nicht. Ich kritisiere deine Axiome, die du anscheinend nicht hinterfragst. Innerhalb deines selbstgesteckten Rahmens argumentierst du durchaus konsistent.

Du hast zwar recht dass das letztlich Absurd als Szenario ist, aber es entspricht nun mal der Realität.

Seit wann gilt "so ist es nun mal" als Argument? Oder hast du das Argumentieren schon aufgegeben? Ich verstehe vollkommen, warum du das, was du hier beschreibst für die Realität hältst. Aber wenn du keinen diskursfähigen Begriff von "Glaube" hast - und ich habe dir mehr als genug Gelegenheiten gegeben, dazu was zu schreiben - wie willst du dann definieren, was Nichtglaube sei?

Kommentar von HumanistHeart ,

Dann frag doch nach!

Ok. Wenn Du Dich übergangen fühlst, frag ich eben nach. 
Welche Argumente hättest Du gern beantwortet?

 


deine Axiome, die du anscheinend nicht hinterfragst

Welche zum Beispiel?

 


Seit wann gilt "so ist es nun mal" als Argument? 

Schon immer. Speziell wenn die Dinge sind wie sie sind. 
Und es IST nun mal so, dass Atheismus das Fehlen eines Gottesglaubens ist. Wirf mir das bitte nicht vor, die Definition habe ich mir nicht ausgedacht. Die bestand schon so vor meiner Zeit. 
Und da man die in so ziemlich allen Nachschlagewerken so vorfindet, ist das nun mal so. Als Argument.

 


wie willst du dann definieren, was Nichtglaube sei?

Seltsame Frage.
Dreh und Angelpunkt ist dass es angeblich einen Gott geben soll. "Geben", im Sinne von Existieren. 
Du glaubst daran. Ich glaube nicht daran.

DAS ist der Status Quo. Nix anderes.
 
WIE Du daran glaubst, WIE Du Glauben definierst oder einordnest, ist mir dabei komplett wumpe. 

Und das darf es mir auch sein, denn:
Es zählt einzig und allein, dass Du die Tatsachenbehauptung der Existenz einer wie auch immer gearteten Entität auf den Tisch legst. 

Mich interessiert einzig und allein, ob diese Entität Teil der Realität ist oder nicht. Du sagst dem sei so. Wie Du diesen Glauben dabei erlebst, ist dabei nicht relevant für mich.

Sprich: Selbst wenn Du recht hättest und ich hätte keinen "diskursfähigen Begriff von Glaube" (wobei dem nicht so ist), dann wäre die Situation dennoch komplett die gleiche.

Realität ist Realität ist Realität.
Und einen Gott gibt es entweder. Oder es gibt ihn nicht.

Kommentar von Gwynplaine ,

Und einen Gott gibt es entweder. Oder es gibt ihn nicht.

"Einen Gott, den es gibt, gibt es nicht." - Dietrich Bonhoeffer (ev. Theologe, 1906-1945) Und jetzt denk mal drüber nach. ;)

Kommentar von HumanistHeart ,

Und einen Gott gibt es entweder, oder es gibt diesen eben nicht. Egal was Bonhoeffer dazu meint.

Und darüber brauchst Du nun nicht nachzudenken, denn das ist Dir bekannt. 

Frage ist nur ob Du das Rückgrat dazu hast, Dich auf genau jenen Dialog einzulassen. 

Oder ob Du weiter Nebelkerzen wirfst, nur damit Dein Gott sich nicht aus versehen noch ein Attribut einfängt.

Kommentar von Gwynplaine ,

Dem würde ich widersprechen wollen. Ein Atheist lehnt alle Vorstellungen ab, egal wie er sich ihn sich vorstellt. Stellt er sich ihn wie den der Christen vor oder wie denen der Buddhisten, spielt keine Rolle.

Das stimmt einfach nicht. Ein Atheist verknüpft mit dem Begriff "Gott" natürlich verschiedene Aussagen und Attribute, die in seiner Vorstellung ein mehr oder weniger zutreffendes Gesamtbild formen. Das ergibt sich schon aus seiner kulturellen Prägung, in der er mit diesem Begriff konfrontiert wird. Bereits die Ablehnung von "Transzendenz", "Unsichtbarkeit", "Wesenheit" oder "Allmacht" dessen, was gläubige Menschen "Gott" nennen, setzen eine Vorstellung dieser Attribute und dessen voraus, was abgelehnt wird. Es wäre doch höchst unsinnig, etwas abzulehnen, von dem man keine Vorstellung hat.

Immerhin sind Atheisten - wie die Bezeichnung schon sagt - darauf eingeschossen, alles abzulehnen, was "Gott" heißt. Könnten sie auch alles ablehnen, was "Apfel" heißt? Natürlich nicht, weil sie definieren können, dass ihre Vorstellung von "Gott" eine grundlegend andere sein muss als ihre Vorstellung von "Apfel". Ein Gott wird immer erst durch die glaubensmäßige Annahme seiner Offenbarung auch phänotypisch zu einem Gott im theologischen Sinn. Hier nun liegt das entscheidende Problem: Atheisten haben eine Vorstellung von Gott, aber keine konsistente Vorstellung von dem, was die subjektive Aneignung einer Offenbarung - also "Glaube" - bezeichnet.

Somit kann ein Atheist zwar ohne Schwierigkeiten sagen, er lehne Gott ab oder es gebe keinen Gott - und das vielleicht auch noch mit allen möglichen Argumenten untermauern. Aber mit dieser Verwendung des Begriffes "Gott" wird er niemals das treffen, was ein gläubiger Mensch als "Gott" bezeichnet, da er nie die glaubensmäßige Aneignung leugnen kann, die das Gottsein eines Gottes im menschlichen Diskurs überhaupt erst konstituiert. Das heißt, sobald ein Atheist seiner selbst als jemand bewusst wird, der jeglichen Gott ablehnt, steht er mit seiner Vorstellung von dem, was er als "Gott" bezeichnet, außerhalb eines sinnvollen theologischen oder religiösen Diskurses.

Desweiteren möchte ich anmerken, dass man auch Atheist sein kann, wenn man noch nie etwas von Göttern gehört hat. Deswegen ist es für einen Atheisten nicht zwingend notwendig, ein Bild von einem Gott zu haben, welches er sich anschaut und dann ablehnt.

In diesem Fall ist das Atheist-Sein aber immer eine Fremdzuschreibung, die ebenfalls eine Vorstellung von "Gott" seitens der Zuschreibenden voraussetzt, welches beim Objekt der Zuschreibung vorgeblich nicht vorhanden sei. Hier würde also eine diskursfremde beliebige Definition von dem Begriff "Gott" geschaffen und suggestiv angewandt. Wer keine Vorstellung von dem hat, was Menschen "Gott" nennen, lehnt diese ja auch nicht ab! Sobald jedoch beim vorgeblichen Atheisten ein Bewusstsein für eigenes Atheist-Sein entsteht, tritt wiederum der von mir oben geschilderte Fall ein. Hier beißt sich also die Katze in den Schwanz.

Kurz: Wenn die "Ablehnung" ein Merkmal des Atheismus ist, dann ist natürlich auch zwingend eine Vorstellung dessen, was man ablehnt, ein Merkmal des Atheismus.

Kommentar von Suboptimierer ,

Dir liegt ja einiges auf dem Herzen. Dann wird es doch für mich in Arbeit ausarten. -.-

Ein Atheist verknüpft mit dem Begriff "Gott" natürlich verschiedene Aussagen und Attribute, die in seiner Vorstellung ein mehr oder weniger zutreffendes Gesamtbild formen.

Das sehe ich genauso. Wenn das bei mir anders herüber kam, danke ich dir für die Verdeutlichung.

Sobald man mit "Gott" konfrontiert wird, schafft man sich ein Bild, welches man als Atheist ablehnt. Ich bezog mich darauf, dass der Antwortgeber der Meinung ist, dass der Atheist genau ein Bild von einem Gott hat (so habe ich ihn verstanden). Ein Atheist kann Dank seiner Vorstellungskraft sich viele Götter ausmalen. Er akzeptiert nur nicht deren reale Existenz.

Der zweite Block ist mir zu kompliziert ausgedrückt.

Aber mit dieser Verwendung des Begriffes "Gott" wird er niemals das treffen, was ein gläubiger Mensch als "Gott" bezeichnet, da er nie die glaubensmäßige Aneignung leugnen kann, die das Gottsein eines Gottes im menschlichen Diskurs überhaupt erst konstituiert.

Tja, ich weiß nicht, was man da von einem Atheisten erwarten soll. Er soll glauben, um den Glauben in Gänze ablehnen zu können? Da beißt sich die Katze in den Schwanz.
Natürlich kann der Atheist den Glauben, wie ihn ein Gläubiger erfährt, nicht ablehnen, denn er erfährt ihn nicht, es sei denn, es handelt sich um einen Gläubigen a. D.

Wer keine Vorstellung von dem hat, was Menschen "Gott" nennen, lehnt diese ja auch nicht ab!

Hier sehe ich den Kernpunkt in unserer Meinungsverschiedenheit in der Definition von Atheismus. 

Ich verstehe Atheismus als Nichtglaube an einem Gotteswesen. Du scheinst darunter eine Ablehnungshaltung zu verstehen.

Du hast insofern recht, dass um einen Gott abzulehnen, man ein Bild von ihm haben muss.

Kommentar von Gwynplaine ,

Tja, ich weiß nicht, was man da von einem Atheisten erwarten soll. Er soll glauben, um den Glauben in Gänze ablehnen zu können? Da beißt sich die Katze in den Schwanz.

Richtig, das ist ja das Merkwürdige an vielen Formen des Atheismus! Und das ist auch der Grund, warum viele Atheisten sich wundern, dass ihre "Argumente" bei Gläubigen nicht fruchten. Man denke nur an den sogenannten "Neuen Atheismus" à la Dawkins, Hitchens und Co.

Natürlich kann man als Atheismus auch lediglich das Nichtvorhandensein eines Gottglaubens bezeichnen, wie du es auch tust. Der Punkt ist nur, dass es dafür ebenso wenig rationale Argumente gibt wie gegen den Glauben an Gott. Darauf berufen sich aber viele Atheisten (du anscheinend nicht, was ich vollkommen in Ordnung finde). Sobald aber ein Atheist meint, er habe die besseren rationalen Argumente für seinen Atheismus und gegen den Glauben an einen Gott, beißt sich die Katze in den Schwanz, wie du auch erkannt hast.

Ich denke, wir sind uns insgesamt recht einig.

Kommentar von HumanistHeart ,

das ist ja das Merkwürdige an vielen Formen des Atheismus! 

Es gibt keine einzige "Form" des Atheismus. Nicht eine.
 

Der Punkt ist nur, dass es dafür ebenso wenig rationale Argumente gibt wie gegen den Glauben an Gott.

Wow! Dein Ernst? Ich kann dir aus dem Stehgreif locker 10 oder 20 davon aus dem Ärmel schütteln. Rationale Argumente warum es vernünftiger ist nicht an Gott zu glauben. Kein Problem. 

  

Ich denke, wir sind uns insgesamt recht einig.

Ich setz mein Geld darauf dass Ihr das nicht seid. Denn auch Suboptimierer wird Dir eine Latte an rationalen Argumenten gegen die Annahme von Göttern liefern können.

Kommentar von Gwynplaine ,

Wow! Dein Ernst? Ich kann dir aus dem Stehgreif locker 10 oder 20 davon aus dem Ärmel schütteln. Rationale Argumente warum es vernünftiger ist nicht an Gott zu glauben. Kein Problem.

Du hast doch gezeigt, dass du nicht weißt, was Glaube ist. Wie willst du dann dagegen argumentieren? Und das auch noch rational? Gehört zur Rationalität etwa nicht, dass man sich der Axiome und Prämissen seiner Argumentation bewusst ist und diese kritisch hinterfragen kann?

Kommentar von HumanistHeart ,

Du hast doch gezeigt, dass du nicht weißt, was Glaube ist. 

Nö. Du hast lediglich behauptet, dass dem so wäre. Gezeigt habe ich dahingehend rein gar nichts. Ich weiß recht gut was Glaube ist. Ich kann sogar meine alte Glaubenskappe wieder aufsetzen, so ich will. Ich kenne also beide Seiten. 
Zu Deiner Info: Ich war 20 Jahre lang Christ. Bibel mehrfach gelesen, inklusive dem was Du "tief berührt" nennst.

 


Wie willst du dann dagegen argumentieren?

Recht einfach. Prämisse ist erst mal, dass eins von beiden absolut wahr ist und das andere absolut falsch. Gott gibt es entweder, oder es gibt Gott nicht. Dazwischen ist nichts. Eine wahre Dichotomie also.

Und Zielsetzung ist hier, möglichst nahe an die zu erwartende Wahrheit, vulgo: Realität zu kommen. Sprich: Was ist wahrscheinlicher. Gott, oder kein Gott.

Und das lässt sich hervorragend rational darlegen warum Kein Gott die weitaus wahrscheinlichere Realität ist.

Ich geb Dir mal ein paar der versprochen Argumente.

...

1/10: Und damit gleich der stärkste aller Hinweise: Es gibt nicht den geringsten Nachweis der Existenz von Göttern. Das Universum funktioniert hervorragend ohne diese Annahme.


2/10:
Auf ausnahmslos JEDE ehemals ungeklärte Frage der Menschheit, zu welcher wir aber heute eine Antwort haben, liegen uns zu vollen 100% Antworten vor, die metaphysische Antworten dazu verdrängt haben. Es gibt global nicht eine einzige Antwort auf irgendeine Frage, bei der eine religiöse Antwort etabliert als richtig gelten würde, denn eine aus dem naturwissenschaftlichen Bereich. Du kannst gerne probieren mir eine zu nennen zu versuchen.


3/10:
Dein Gott behauptet der einzige zu sein. Es gibt aber in der Menschheitsgeschichte rund 3.000 Hauptgottheiten und unzählige Nebengötter die verehrt und als existent betrachtet wurden. 
Selbst wenn Dein Gott nun wahr wäre, was kann man daraus schließen? 
Dass mindestens 2999 Gottheiten erfundene, eingebildete und somit falsche Götter sind.
Ergo: Die Menschen haben eine unbestritten starke Tendenz Götter zu erfinden.


4/10: Die Bibel versagt auf ganzer Länge in Punkto Moral, Ethik und Logik und ist vollgestopft mit diversen Widersprüchen jeder Natur.


5/10: Diese selbsterklärende Grafik hier:
http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=76d131-1469480357.jpg
Glaube ist letztlich nichts als Geografie.


6/10:
Nachweisliche Wirkungslosigkeit von Gebeten.


7/10: Die unbestrittene Tatsache, dass Gott scheinbar IMMER die gleichen Ansichten hat wie der betreffende Gläubige sie selbst hält. Ich finde Dir hier binnen drei Minuten zwei Christen von denen der eine Homosexualität als etwas betrachtet, woran Gott keinen Anstoß nimmt und ich finde Dir einen anderen Christen für den Schwul zu sein eine nicht zu verzeihende Sünde vor Gott ist.
BEIDE behaupten dabei im direkten Kontakt mit Jesus Christus zu stehen. Was, mal angemerkt, immer recht amüsant ist solche Christen zusammenzubringen.


8/10: Menschen die nach diversen Hirnschäden verschiedenster Natur zu Gläubigen oder eben zu Atheisten wurden. Je nach dem.


9/10: Religionsgeschichte. JHWH z.B. ist ein exilierter Kriegsgott aus Sumer. Ein Gott aus ehemals Polytheistischen Zusammenhängen, was sich auch auszugsweise im AT noch herauslesen lässt. Locker noch 2000 und mehr Jahre zurück verfolgbar zu seinem Ursprung. (Ist ewig her dass ich mich damit beschäftigte, ob das nun Sumer war oder ein anderer Ursprung, weiß ich jetzt nicht mehr).


10/10: Theodizeen diverser Natur.


Bonus: 11/10: Wann in unserer langen Entwicklungsgeschichte vom Einzeller zum Homo Sapiens haben wir eigentlich plötzlich so etwas wie eine "Seele" erhalten? Erst als Primat? Bereits vorher als Vierbeiner? Gar davor noch?

Usw., etc., pp..

Unterm Strich: Es ist schlicht unsinnig etwas für real zu halten, das nicht im geringsten Belegbar ist und zusätzlich bei dem Versuch es zu belegen, nichts als Widersprüche dabei herauskommen. Lässt man davon ab, lösen sich alle Widersprüche schlagartig auf. 


Kommentar von Gwynplaine ,

Ich weiß recht gut was glaube ist. Ich kann sogar meine alte
Glaubenskappe wieder aufsetzen, so ich will. Ich kenne also beide
Seiten. Zu Deiner Info: Ich war 20 Jahre lang Christ. Bibel mehrfach gelesen, inklusive dem was Du "tief berührt" nennst.

Erfahrung heißt gar nichts. Man kann Dinge auch sein Leben lang falsch machen ... Ach je, ich hatte gehofft, hier käme mal was Tiefsinniges, wie Feuerbachs Projektionshypothese oder gar Nietzsches radikaler theologischer Nihilismus. Stattdessen kommst du mit der naturalistischen und religionshistorischen Schiene. Da waren die Atheisten in ihren theologischen Fähigkeiten schon vor Hunderten von Jahren wesentlich weiter.

Dir sollte doch bei deiner Aufzählung klar sein, dass du mit deinen Argumenten nicht einen wie auch immer gearteten "objektiven Gott" dekonstruierst, sondern das, was Gott in deiner Vorstellung zu sein hat, um Gott genannt zu werden. Diese Vorstellung hast du dir in deiner Zeit als Christ aufgebaut und bekämpfst sie nun, weil du von ihr zutiefst enttäuscht wurdest.

Du hast erwartet, dass man das physikalische Funktionieren des Universums nur mithilfe eines Gottes erklären könnte und wurdest eines Besseren belehrt (ad 1).

Du hast erwartet, dass physikalische Rätsel ein Beweis für Gottes Wirken sein müssten und du hast erfahren, dass dem nicht so ist (ad 2).

Du hast erwartet, dass die Einzigkeit Gottes eine numerische und objektiv quantitative sei und hast herausgefunden, dass es da eine gewisse Vielfalt gibt (dabei steht doch genau das doch schon häufig in der Bibel - ad 3).

Du hast erwartet, dass die Bibel widerspruchsfrei sei und eine "bessere Moral" enthalte als deine, wobei du die Kontextualität, die Entstehungs- und Gattungsgeschichte und überhaupt das zeugnishafte und menschliche Wesen biblischer Texte missachtest (ad 4).

Du hast erwartet, dass Glaube etwas vom geographisch und biographisch gebundenen Menschen Unabhängiges sei - und wurdest mal wieder enttäuscht (ad 5).

Unter einem Gebet hast du dir immer einen Teil eines metaphysischen Wirkmechanismusses vorgestellt, dessen Funktionalität empirisch nachprüfbar wäre - und wurdest naturgemäß enttäuscht (ad 6).

Nochmal: Du hast erwartet, dass Gott unabhängig vom Glauben der Menschen wäre. Dabei hat doch schon Luther geschrieben: Fides est creatrix divinitatis; non in persona, sed in nobis (für Nichtlateiner: Der Glaube ist der Schöpfer der Gottheit; nicht als Person, aber in uns - ad 7).

Zu Punkt 8 könnte ich wohl dasselbe schreiben wie zu Punkt 7 (ad 8).

Du hast erwartet, dass der biblisch bezeugte Jahwe geschichtslos sei, dabei trägt er doch noch im Alten Testament ausdrücklich Züge eines Wettergottes, wird mit diversen Baalen identifiziert, erhält Attribute babylonischer und assyrischer Götter ... wie kamst du darauf? Die Enttäuschung war vorprogrammiert (ad 9).

Du hast Fragen gestellt, die nicht mit deiner Vorstellung von Gott zusammenpassten - und hast natürlich sogleich deine Vorstellung von Gott verworfen, anstatt sie in ihren Prämissen zu hinterfragen. Kein Vorwurf, machen die meisten so (ad 10).

Du hast eine merkwürdige Vorstellung von "Seele", die man "erhalten" könne und versuchst, diese mit naturwissenschaftlichen Erkenntnissen in Einklang zu bringen - zum Scheitern verurteilt (ad Bonus 11).

Unterm Strich: Es ist schlicht unsinnig etwas für real zu halten, das nicht im geringsten Belegbar ist und zusätzlich bei dem Versuch es zu belegen, nichts als Widersprüche dabei herauskommen. Lässt man davon ab, lösen sich alle Widersprüche schlagartig auf.

Da hast du wohl recht! Nun sollte dir doch langsam dämmern, dass das, was du in deinen elf Argumenten als "Gott" bezeichnet hast, nicht Gott ist, sondern ein Götze, den du dir selbst geschaffen hast und den du nun vollkommen zurecht bekämpfst. Nicht aber heißt es, dass jeder, der an Gott glaubt, denselben Unsinn glaubt, wie du es getan hast.

Kommentar von HumanistHeart ,

Wow! Was für eine bornierte, infantil küchenpsychologische Antwort. Schade. Ich hatte mehr erwartet. Ernsthaft.

Dein Notausgang ist also mir Enttäuschung zuzuschreiben?? Das ist alles? Sorry, aber das ist so fadenscheinig und billig, damit ziehst Du dich auf ein Niveau runter dass Dir – meine ich – nicht zusteht. Das war nix.

Außerdem schluderst Du. #5 zum Beispiel hast Du falsch beantwortet. Und ich kauf Dir nicht ab das dahinterstehende Argument nicht verstanden zu haben.

#6 ebenso. 

Und so weiter. Es ist wirklich etwas zum Fremdschämen dass Du fast alle Punkte, durch die Bank meinst mit einem Strohmann beantworten zu können. Peinlicherweise stets dem gleichen: Ich sei doch nur enttäuscht. 
Dir ist bekannt was ein Strohmann ist?

Das sind keine Antworten, Gwynplaine. Das war Ausweichen.

Nope. :) Ich bin nicht enttäuscht, ich bin lediglich intellektuell aufrichtig und bin lieber so nah an der zu erwartenden Realität wie möglich. Und diese Realität, untersucht man sie, zeigt in genau die Richtung: Kein Gott vorhanden. Argumente dafür stehen da. Und die haben auch weiter ihre Gültigkeit, egal ob Du sie mit "Enttäuschten Erwartungen" versuchst zu verkleben.

Lupf mir die Wahrscheinlichkeit Gottes auf 51% und ich bin sofort wieder in eurem Boot mit dabei. 
Aber da werde ich wohl kaum Antworten erhalten, denn Du wirst Dich nicht mehr raus aus der Deckung Deiner Strohmänner und Nebelkerzen wagen.

...

Aber probieren wir es mal dennoch und drehen den Spieß um.

Und zwar ganz ganz simpel. Indem man konkret wird. Denn ich kenn meine Pappenheimer.

"Konkret" ist offensichtlich das was Du fürchtest, sonst wärst Du jetzt nicht so billig geworden......

Gwynplaine, existiert Gott?

Existent, als Teil der Realität. 

Ja oder Nein?

Und wenn ja, woran machst Du das fest?

Woran genau?

Ohne Schwammigkeiten bitte.

Kommentar von Gwynplaine ,

Gwynplaine, existiert Gott?

Existent, als Teil der Realität.

Wenn du mit "Realität" den für Menschen verfügbaren und eigenmächtig beobacht- und bestimmbaren Teil der Weltwirklichkeit meinst - in christlicher Sprache die "Schöpfung" - dann existiert er nicht als Teil der Schöpfung. Christen vertrauen darauf, dass mehr ist als das, was sie als Schöpfung bezeichnen, nämlich ein Schöpfer. Weiter christlich: Er ist durch nichts zu bestimmen als durch die biblische Deutung der Geschichte des Volkes Israel und durch nichts zu erkennen als durch das Leben und den Tod und die bezeugte Überlieferung der Auferstehung Jesu von Nazaret. Aber wie gesagt, das ist bereits eine bestimmte Form des Glaubens an einen bestimmten Gott. Insofern ist deine Frage immer nur eingegrenzt zu beantworten, da du darin immer schon ein Gottesbild voraussetzt.

Kommentar von Gwynplaine ,

PS:

Nope. :) Ich bin nicht enttäuscht, ich bin lediglich intellektuell aufrichtig und bin lieber so nah an der zu erwartenden Realität wie möglich. Und diese Realität, untersucht man sie, zeigt in genau die Richtung: Kein Gott vorhanden. Argumente dafür stehen da. Und die haben auch weiter ihre Gültigkeit, egal ob Du sie mit "Enttäuschten Erwartungen" versuchst zu verkleben.

Aber was ist denn das, was du aufzählst, Anderes als Erwartungen, die du an Gott stellst und die er nicht einlöst? Wenn eine Erwartung nicht eingelöst wird, dann stellt sich doch ganz automatisch Enttäuschung ein. Mit keinem deiner elf Punkte hast du auch nur eine meiner Erwartungen an Gott auch nur ansatzweise gestreift. Das ist kein "Verkleben", sondern eine ganz offensichtliche Beobachtung. Für was soll ich denn deine Thesen sonst halten? Für objektive Aussagen über einen objektiven Gott? Ohne die subjektive Beziehung zu ihm ist "Gott" in deinem Sprachgebrauch ein Leerbegriff geworden. Von solchen Sätzen, wie du sie geschrieben hast, könnte ich dir noch zig andere und zehnmal bessere aufschreiben, die alle Erwartungen benennen, die zwangsläufig enttäuscht werden müssen.

Kommentar von Haldor ,

"Es gibt keine einzige "Form" des Atheismus. Nicht eine", sagt Humanist Heart - Klar gibt es Formen des Atheismus; z.B. eine milde Form, sogenannter Agnostizismus. Der Agnostiker sagt: Da keiner die Existenz Gottes beweisen kann, beschäftige ich mich nicht mit Gott. Ich lasse ihn einen guten Mann sein; denn bei dem Versuch, mich mit Gott zu beschäftigen, drehe ich mich nur im Kreise. Allerdings schließe ich die Existenz Gottes nicht völlig aus, halte sie aber für unwahrscheinlich.

Die radikale Form des Atheismus geht einen Schritt weiter. Der radikale Atheist weiß ganz genau, dass es Gott nicht gibt. Er schließt das aus der Tatsache, dass alles Geschehen auf dieser Welt eine natürliche Ursache hat und alles Leben allein durch die Naturgesetze erklärt werden kann. Gott hat damit nichts zu tun. Er ist der große Abwesende, ist niemals irgendwie und irgendwo in Erscheinung getreten, also existiert er nicht.

Diese zweite "Form" des Atheismus ist natürlich höchst angreifbar. Wieso, führt hier zu weit.

Kommentar von HumanistHeart ,

Klar gibt es Formen des Atheismus; z.B. eine milde Form, sogenannter Agnostizismus.

Ich werd nie verstehen warum manche sich hier lieber öffentlich lächerlich machen, anstatt für 5 Minuten wenigstens Google zu bemühen, wenn solche Dinge eh schon nicht zur eigenen Allgemeinbildung gehören.

Nein Haldor, Agnostizismus ist keine "Form" des Atheismus. Informier Dich einfach mal und komm dann wieder.

Kommentar von Suboptimierer ,

Öhm, falls ihr euch wundert, weshalb ich mich nicht mehr zu dem Thema äußere: Ich habe feststellen müssen, dass ihr beide einen viel tieferen Background habt und egal, ob ich etwas zu der einen oder anderen Position schreiben würde, würdet ihr beide mich schnell rhetorisch, aber auch durch Wissen und Logik und eingeübter Stellungnahmen in den Sack stecken können.

Ich beobachte eure Diskussion mit Interesse. 
Achtet darauf, dass ihr euch nicht zu sehr angiftet. Teilweise hat man das Gefühl, dass es eskaliert. Sagt mir nicht, dass ihr eure Kommentare nüchtern und emotionslos verfasst habt. ;)

Kommentar von HumanistHeart ,

und egal, ob ich etwas zu der einen oder anderen Position schreiben würde, würdet ihr beide mich schnell rhetorisch, aber auch durch Wissen und Logik und eingeübter Stellungnahmen in den Sack stecken können.

Halte ich für Quatsch. Wir alle kochen mit Wasser, der eine mit mehr, der andere mit weniger. Bring Dich ruhig mit ein, davon haben alle was, inkl. Dir.
 


Achtet darauf, dass ihr euch nicht zu sehr angiftet.

Dafür ist grundsätzlich mein Gegenüber zuständig. Ich habe bis zu dem Zeitpunkt höflich geschrieben, bis er fundierten Argumenten mit einem Strohmann begegnete. Einem untergriffigen dazu, der wieder mal die theistische Hybris und unerträgliche Arrgoganz erkennen hat lassen. 

Sich desweiteren in einer Diskussion auf nichts konkretes festlegen wollen, nur damit man keine (agumentative!!) Angriffsfläche der eigenen Positionen bietet, ist zudem unlauter und zeugt von keinem guten Charakter.

Insofern.... Ich habe überhaupt kein Problem damit, die Gangart etwas anzuziehen, wenn er willentlich unanständig agiert.

...

Wir sehen uns morgen. Ich hab hier noch einiges zu beantworten.

Antwort
von dompfeifer, 57

Atheismus ist die Abwesenheit von Theismus, also die Abwesenheit von Gottgläubigkeit und so wenig eine "Lebensphilosophie" wie das Nichtrauchen ein Laster oder das Nichtschwimmen eine Sportart ist. Lebensphilosophien kann man pflegen, man kann das auch sein lassen.

Antwort
von Nutzer903425, 156

Ich denke jeder soll an das glauben was er will, solange er nicht andere mit seinem Glauben schadet oder sie zwingt an das zu glauben was er glaubt.

Kommentar von Radyschen ,

das finde ich auch

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