Frage von fighter90, 131

Wie steht ihr zu Links/Rechts Politik?

Hallo

Ich bin 19, und interessiere mich zugegeben noch nicht allzu lange für Politik.

Aber ich muss sagen, dass mir diese Linken auf den Sack gehen mit ihrer übertriebenen Toleranz, sie widersprechen sich selbst. Sie labern die ganze Zeit blind von Toleranz, aber sehen nicht was sie damit anrichten könnten.
Ich bin selbst schwul, bin weder links noch rechts, da ich finde, dass man ein gesundes Mittelmass finden muss, denn beide Extreme sind, naja, EXTREM. Sie sagen man muss tolerant sein, gegenüber Andersartigen(zur Zeit ist das ja vor allem LGBTIweissnichtwasnoch Community, was ich begrüsse), zum anderen verteidigen sie z.B. den Islam, oder besser gesagt die Muslimedessen/deren Grundsätze sich genau gegen die LGBT richten. -> Widerspruch

Und ich habe das Gefühl das die Rechten einfach das ansprechen was einem grossen(vlt auch eher weniger gebildeten) Teil der Bevölkerung durch den Kopf geht.

Ich hätte noch so viel zu schreiben aber dann müsste ich ein Buch füllen.

Das ganze ist mir vor allem in letzter Zeit aufgefallen, einige meiner Freunde sind sehr links und in unseren Gesprächen ist mir aufgefallen wie wenig zu Ende gedacht wird.

NICHT dass ich DAGEGEN bin, aber ich finde
all die Themen brauchen detaillierteres Nachdenken.

Expertenantwort
von Unsinkable2, Community-Experte für Politik, 30

Oha...

Ich beginne mal beim Positiven:

NICHT dass ich DAGEGEN bin, aber ich finde all die Themen brauchen detaillierteres Nachdenken.



Die Linken DENKEN darüber nach. Sie haben noch längst keine einheitliche Meinung, wie du etwa an der Auseinandersetzung Wagenknecht / Gysi feststellen kannst.

Allerdings wollen sie dich an diesem Nachdenken teilhaben lassen. Deshalb tragen sie den Disput öffentlich aus. 

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Ich bin selbst schwul

Dann wäre ein Kniefall vor den Linken und ihrer "übertriebenen Toleranz" nicht übertrieben. SIE waren es, die mit ihrer "übertriebenen Toleranz" dafür sorgten, dass "Schwul-sein" heute so gesellschaftsfähig ist, dass du es bedenken- und gedankenlos in ein öffentliches Forum schreiben kannst.

Gäbe es die Linken mit ihrer "übertriebenen Toleranz" nicht, würde dein Name heute auf der Rosa Liste stehen https://de.wikipedia.org/wiki/Rosa\_Listeund Homosexualität wäre immer noch strafbarhttps://de.wikipedia.org/wiki/§\_175 ).

Es waren die Linken, die - in der DDR ab den 50er Jahren; und in der Bundesrepublik ab 1994 - durchsetzen konnten, dass Homosexualität für dich ein selbstverständlicher Teil des Lebens ist, den du völlig frei ausleben kannst.

Und es sind die Linken, die heute dafür streiten, dass du bald auch "ganz normal heiraten" und Kinder adoptieren darfst; dass du also trotz deiner - wie weite Teile der "Mitte" und der Rechten es sehen - "Behinderung" genau die gleichen Rechte bekommst, die jedem Heterosexuellen zustehen ... dass man anerkennt, dass du ein MENSCH bist und deshalb MENSCHENRECHTE hast..

Mit anderen Worten: Es ist ihre "übertriebene Toleranz", die dir all das ermöglicht und die "Türen der Selbstverständlichkeit" geöffnet hat.

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Und bei all den Vorteilen, die ihre "übertriebene Toleranz" dir gebracht hat, verurteilst du sie nun für ebendiese übertriebene Toleranz, wenn sie sie auch auf andere Probleme anwenden?

Und ich habe das Gefühl das die Rechten einfach das ansprechen was einem grossen(vlt auch eher weniger gebildeten) Teil der Bevölkerung durch den Kopf geht.

Wie gesagt: Ginge es danach, würdest du heute auf einer Rosa Liste stehen. Auch das war lange Zeit "Mehrheitsmeinung in der gesellschaftlichen Mitte". Und es ist bis heute nicht verschwunden, sondern wird weiträumig einfach nur DURCH DIE "ÜBERTRIEBENE TOLERANZ" unterdrückt, um es auf diesem Wege FÜR DICH gesellschaftsfähig zu machen.

Und das kannst du daran ablesen, dass du dich BIS HEUTE noch nicht "Verheiraten", sondern nur "Verpartnern" darfst. Bedanke dich bei den Rechten in der Gesellschaft! Vor allem aber bedanke dich bei der "Mitte der Gesellschaft", die es über viele Jahrzehnte verzögerte; und die selbst heute noch lieber zurück als vorwärts gehen würde. (s. etwa Bundestagsdebatten zu diesen Themen) 

zum anderen verteidigen sie z.B. den Islam, oder besser gesagt die Muslimedessen/deren Grundsätze sich genau gegen die LGBT richten. -> Widerspruch

Das ist KEIN Widerspruch, sondern der Beitrag zur Auflösung desselben.

Nicht "der Islam" ist LGBTTIQ-feindlich, sondern es sind immer Menschen. Und dabei ist es egal, ob es Rechte, Konservative, Christen oder Moslems sind. Sie alle haben das gleiche Problem: Schwule sind ihnen fremd. Deshalb mögen sie keine Schwulen. 

Und "übertriebene Toleranz" lehrt sie, dass auch du ein Mensch bist. Noch dazu ein ganz normaler. Sogar einer, der Ansichten hat, die überaus fragwürdig sind und auf enorme Wissenslücken schließen lassen. 

Sie machen mit den Moslems also nichts anderes als mit dir: Sie beziehen sie - auch gegen den Widerstand der sogenannten "Mitte" und der Rechten - ein, anstatt sie außen vor stehen zu lassen und anzuspucken. Sie versuchen, alle Menschen - Schwule genauso, wie Moslems - in die "Mitte der Gesellschaft" zu holen. 

Doch nicht in die bigotte "Mitte" der Konservativen; sondern in die ECHTE MITTE: Mitten rein in die Gesellschaft. Denn dort gehören die Menschen hin.

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Es wird höchste Zeit, dass DU wenigstens die Toleranz lernst, die du selbst von der Gesellschaft erwartest, mein Freund!

Kommentar von PapaNoah92 ,

Die Linken haben wirklich großes geleistet. Dass man Schwule oder Behinderte größtenteils als ganz normale Menschen behandelt ist sicher nicht selbstverständlich. 
In vielen Themen waren und sind sie Vorreiter der Gesellschaft. In anderen wieder rum (Kapitalismuskritik, offene Grenzen, Flüchtlingskrise) denken sie meines Erachtens zu wenig an die wirtschaftlichen Folgen in den Herkunftsländern der Menschen. 

Ich rede jetzt nicht von dummen rechten Rassenhass. Sondern einfach von der Tatsache, dass man Menschen, die vor Krieg flüchten, aufnehmen muss. Andererseits sie nicht nach 15 Jahren (wenn deren Kinder hier aufgewachsen sind) in ein völlig verwüstetes Land zurück schicken kann. 
Also was macht man. Die Menschen werden hier gut ausgebildet und bauen sich hier eine Existenz auf und strukturschwache Regionen (gestern Balkan, heute Syrien, morgen ?) bleiben schwach. 
Die Antwort auf dieses Problem wird, finde ich, noch zu sehr vernachlässigt in der Linken Politik. 

Kommentar von Unsinkable2 ,

In vielen Themen waren und sind sie Vorreiter der Gesellschaft. In anderen wieder rum (Kapitalismuskritik, offene Grenzen, Flüchtlingskrise) denken sie meines Erachtens zu wenig an die wirtschaftlichen Folgen in den Herkunftsländern der Menschen. 

Es gibt wohl niemanden, der behaupten kann, die "letztgültige Weisheit" zu besitzen und folglich "alles richtig" zu machen.

Doch das Argument der wirtschaftlichen Folgen ist - vor allem, da es sich i.d.R. um kriegs- bzw. bürgerkriegsähnliche Zustände handelt - ziemlich fragwürdig.

Was würde sich wirtschaftlich verbessern, wenn etwa die syrischen Flüchtlinge nicht mehr bis Deutschland sondern nur innerhalb von Syrien fliehen können? (Ca. 7 Millionen Syrer halten sich in Flüchtlingslagern auf. Ca. 3 - 4 Millionen von ihnen im Ausland.)

Der Fehler, der bei Gegenargumentationen, wieder der deinen, begangen wird, ist vor allem, dass "Asyl" und "Einwanderung" - vorsätzlich oder fahrlässig - vermischt werden. Doch sie sind nicht identisch. Denn nicht ein einziger der Asyl-Bewerber hat ein dauerhaftes Bleiberecht durch Asyl. 

Nun also zu postulieren, es gäbe eine "Islamisierung" oder gar eine "Überfremdung" ist hanebüchen und widerspricht jedweder Realität.

TROTZDEM gibt es einen wichtigen Punkt, der dringend zu klären ist: Die tatsächliche Zuwanderung. Denn es ist nicht auszuschließen, dass so mancher der Asylbewerber sich auch wünscht, dauerhaft in Deutschland (oder einem anderen EU-Land) bleiben zu können.

Das Verfahren der Linken ("Alle sind willkommen") stützt sich dabei auf zwei wesentliche Faktoren: 

  • Faktor 1 ist das Asylrecht, das schlichtes Menschenrecht ist. 
  • Und Faktor 2 ist ein Notfall-Katalysator, der nun durch einen erhöhten Druck dazu zwingt, nach immerhin rund 60 Jahren endlich nachzuholen, was längst überfällig ist: Solide Einwanderungsgesetze.

Die Menschen werden hier gut ausgebildet und bauen sich hier eine Existenz auf und strukturschwache Regionen (gestern Balkan, heute Syrien, morgen ?) bleiben schwach. 

Dieses Argument ist nur gültig, wenn man die kausalen Faktoren vernachlässigt: Die Linken fordern seit Jahrzehnten, dass die Rüstungsexporte der westlichen Länder massiv zurückgefahren und insbesondere in krisengefährdete Gebiete gänzlich eingestellt werden. Das ist eine WESENTLICHE GRUNDLAGE für Rückwanderung.

Darüber hinaus gilt auch für die nach Deutschland kommenden Flüchtlinge in großer Zahl, dass sie lieber heute als morgen zurückgehen würden: Sie hatten dort ihr Leben, ihre Freunde, ihre Familie, ihr Haus, ihren Job, ihre Kultur. Sowas gibt man nicht leichtfertig auf. Sowas vergisst man auch nicht nach 2, 3, 5, 10 Jahren. 

Du darfst also versichert sein, dass viele von ihnen lieber heute als morgen in die eigene Heimat, die sie bekanntlich alles andere als freiwillig verlassen haben, zurückgehen würden.

Insofern stellt sich das Problem überhaupt nicht in der Dimension, die bis gestern noch nur von den Rechten, mittlerweile aber zunehmend auch von der sogenannten "Mitte" der Gesellschaft behauptet wird.

Dementsprechend schreibt sogar der FOCUS: "Nur acht Prozent der syrischen Flüchtlinge wollen in Deutschland bleiben" ( http://goo.gl/pzxj5F )

Und selbst, wenn wir jetzt behaupten, dass die 1,5 Mio Flüchtlinge alle Syrer wären, reden wir gerade einmal noch über knapp 140.000 dauerhafte Einwanderer. Das ist absurd wenig, wenn man bedenkt, dass allein im Jahr 2015 rund 1 Mio Menschen aus Deutschland ausgewandert sind ( http://goo.gl/vnUUgh ).

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Es gibt also zwei wesentliche Schwerpunkte:

  • Schaffung von - dauerhaft - kriegsfreien Zonen.
  • Schaffung einer soliden Einwanderungsgesetzgebung.

Beides sind zwingend erforderliche Maßnahmen, die die massiven Wanderungsbewegungen aufgrund von Kriegen (aktuell ca. 60 Mio Menschen) eindämmen und nachhaltig reduzieren können.

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All dies fordern die Linken seit Jahrzehnten, doch können sie es nicht durchsetzen, weil ausgerechnet jene, die nach "Lösungen müssen her!" rufen, sich genau diesen Lösungen verweigern, indem sie "den Falschen" - und hier sind vor allem die sogenannten "etablierten Parteien gemeint - Stimmgewicht geben...

Antwort
von Grimwulf78, 62

Ich kann Dir nur hundertprozentig beipflichten!

JEDE Situation sollte so wie sie ist völlig neu betrachtet und bewertet werden und die Geisteshaltung sollte so sein, dass man seine Bewertung auch mal ändert falls neue Argumente dazu kommen. Das ist die Definition eines vernunftbegabten Menschen, der den Mut hat sich seines Verstandes zu bedienen, laut Kant, Rousseau, Sartre und den übrigen Aufklärern. Das gilt heute mehr denn je.

„Denken ist schwer, darum urteilen die meisten.“ 

Carl Gustav Jung   

Antwort
von atzef, 16

Hä?

DU forderst längeres Nachdenken? Warum fängst du nicht einfach selber damit an?

Was glaubst du denn, was Toleranz ist...?

Toleranz ist vor allem die Verpflichtung DES STAATES, jedem seine weltanschauliche, religiöse, politische und sexuelle Orientierung freizustellen von staatlicher oder privater Bevormundung, Gängelung, Zwang etc., wenn dabei nicht gegen Strafgesetze verstoßen wird.

Was ist daran "übertrieben"? Was geht dir daran "auf den Sack"?

Inwiefern du Tolernaz nur für dich forderst und sie anderen vorenthältst, kannst du gerade deswegen doch völlig frei entscheiden (wenn du den Strafrechtsrahmen nicht verletzt).

So what?


Antwort
von Almalexian, 70

Du sagst du bist selbst erst neu im politischen Diskurs, wagst aber schon die Behauptung das Toleranzkonzept der Linken verstanden zu haben und darüber zu urteilen, in dem Sinne das dies mehr Überlegung bräuchte?

Ich bin ein gemäßigter Linker, wenn du möchtest kann ich dir gerne mal die Zusammenhänge erläutern.

Und dass Rechte mit ihrer populistischen Art das ansprechen was die Leute im Kopf haben ist logisch, wird dadurch aber noch nicht richtig.

Kommentar von fighter90 ,

Eben, es braucht mehr Überlegung

Ja kannst du mir gerne erläutern, es interessiert mich wirklich

Kommentar von Almalexian ,

Das Toleranzkonzept zum Thema Islam fußt erstmal ganz grundsätzlich auf unseren Werten wie Religionsfreiheit. Für die Linken stellt der Großteil der hier lebenden und teilweise noch zukommenden Muslime einen Islam dar mit dem man zwar nicht überall übereinstimmt, andererseits aber deren Meinungen toleriert. Wenn es zu Straftaten kommt dann endet auch bei den meisten Linken die Toleranz, ja. Aber vorher versucht man die Positionen und die Kultur weitesgehend zu tolerieren, einerseits weil das auch unsere Verfassung so vorsieht, andererseits weil man davon ausgeht dass eine solche Politik die auf Toleranz, Verständnis und Entgegenkommen basiert, einen moderateren, wenn man so will linkeren, auf jeden Fall moderneren Islam fördert. Je mehr Muslime sich hierzulande zuhause fühlen, desto weniger gibt es ein Konzept der Abgrenzung zwischen dem Islam und der westlichen Welt, desto mehr können sich Muslime mit der westlichen Welt identifizieren. Das ist auch ein linkes Grundprinzip: Indem man dem Schlechten in der Welt mit Gutem begegnet hofft man zu bekehren. Versucht man dagegen gewissermaßen Feuer mit Feuer zu bekämpfen, also zb intolerante Arten des Islams ebenfalls mit Intoleranz und Ausgrenzung zu behandeln und sich gegenseitig hochzuschaukeln, erzeugt das nur noch mehr Hass und Gewalt.

Darüber hinaus ist eine weitere Überlegung einzubringen: Die Linken haben ein scheinbar überproportional großes Toleranzniveau für den Islam während sie dagegen recht scharf rechte Positionen hierzulande verurteilen. Dahinter steckt die Überlegung dass Muslime die diese Werte vertreten oft in einem entsprechendem Umfeld aufwachsen und zumindest wenn sie von außerhalb kommen mitunter gar keine anderen Konzepte im realen Leben kennen. Da hat man noch eher Verständnis und die Hoffnung, dass sich das bei vielen ändert wenn man sie eben mit anderen Konzepten konfrontiert, zumindest in zweiter Generation.

Hingegen wachsen Rechte hierzulande in einem Umfeld auf dass all diese Werte tagtäglich lebt. natürlich kann auch da die Erziehung eine Rolle spielen, aber nichtsdestotrotz haben die Linken weniger Verständnis wenn auch nach Jahrzehnten einige unsere Werte immer noch nicht begriffen haben.

Kommentar von Grimwulf78 ,

Man braucht nicht Ingenieur zu sein um zu sehen, dass bei einem Auto ohne Reifen die Mobilität wahrscheinlich eingeschränkt ist.

Kommentar von AalFred2 ,

Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich.

Kommentar von HendiKazumoSan ,

Aber er fängt das Toleranzkonzept von euch Idio*** doch ganz gut ein. Ich sehe mich als nationalistisch-realistisch Gemäßigten, also eher leicht rechts. Ich finde er hat Recht mit dem was er zum Islam und der dämlich Toleranz gegenüber der islamischen Intoleranz gegenüber Homosexuellen sagt. Das ist im Christentum genauso, nur das fast alle Christen mittlerweile gemäßigt sind. Bei den "Kulturbereicherern" sieht das anders aus, aber nicht bei allen Muslimen!

Und ich bin Gymnasiast mit zweier Schnitt! Die meisten Linken sind dagegen Harzer, meiner Erfahrung nach!

Kommentar von Almalexian ,

Ich bin Student mit Einser-Abi. Hab gewonnen :P

Kommentar von ckammerer1 ,

Wenn man selber einer Religion angehört, die extreme Ansichten in manchen Bereichen vertritt, dann kann man andere Religionen nicht dafür verurteilen. Generell gilt Extremisten sind eher die dümmeren, bei gemäßigteren ist das schon besser durchgemischt

Antwort
von PrivateUser, 51

"Und ich habe das Gefühl das die Rechten einfach das ansprechen was einem grossen(vlt auch eher weniger gebildeten) Teil der Bevölkerung durch den Kopf geht."
Ist ganz gut getroffen.
Rechtsextreme sind oft verbitterte Menschen, die vom Leben enttäuscht sind. Und Menschen suchen ja bekanntlich immer nach Schuldigen. Da werden gern Minderheiten, wie Muslime, zum Sündenbock gemacht.
Und zu Links/Rechts... das so genannte "Mittelmaß"... Was ist denn "normal", was ist "Mittel"? Ich glaube, dass da jeder etwas anderes denkt. Daher kann man objektiv betrachtet - meiner Meinung nach - nicht sagen, dass man "Mittel" sei.
Du zum Beispiel siehst dich "Mittel", ich würde dich (rein vom Text her), schon eher rechts-geneigt sehen.

Kommentar von DerKleineRacker ,

Linksextreme sind ebenfalls oft ungebildet und Verlierer der Gesellschaft, die sich nach den Ursachen für ihre Probleme umschauen. Und was beweist das jetzt? Dass Verlierer eines Systems sich eher nach Alternativen umschauen als Menschen die einen guten Job und Kohle haben? Wow, große Neuigkeit.

Kommentar von fighter90 ,

Ich habe auch nicht gesagt dass ich gebau in der Mitte bin, ich meinte damit dass ich beiden Seiten nur teilweise zustimme

Kommentar von PrivateUser ,

Achso, dann habe ich das wohl etwas falsch interpretiert, sorry!

Antwort
von NewKemroy, 25

Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal  zwischen Links und Rechts ist ja, dass die Linken gerne einen auf große Familie machen, gerne alle integrieren, mit hineinnehmen usw., während die Rechten sich gerne abgrenzen, Zäune hochziehen, Mauern bauen (auch in den Köpfen) und Menschen ausgrenzen.

Also Inklusion versus Exklusion, wenn Du so willst.


Also ich persönlich mag eher den mitfühlenden Charakter der Linken, allerdings mag ich nicht deren politischen Lösungsvorschläge.


Antwort
von Interesierter, 53

Du hast dich selbst geoutet, einer Minderheit anzugehören. Du erwartest doch von der Gesellschaft, dass dies toleriert wird. Oder wie ginge es dir, wenn nun die Hetero-Mehrheit deine Orientierung über ihre Mehrheit schlicht verbieten und verfolgen würde?

Nun, ich kann mich selbst nicht gerade links einordnen, bin aber sehr für Toleranz. Toleranz bedeutet Freiheit und Freiheit ist sehr wichtig für eine funktionierende Gesellschaft.

Was richtet Toleranz denn an? Toleranz an sich ist nichts Schlechtes. Problematisch wird es erst dann, wenn Toleranz durch die Intoleranz Anderer torpediert wird. Hier ist der Fehler aber nicht bei den toleranten Menschen zu suchen, sondern bei denen, die sie untergraben wollen.

Kommentar von fighter90 ,

Ich hab ja das Beispiel zum Islam gebracht, man setzt sich für unsere Rechte ein, aber gleichzeitig stellt man den Islam als gut dar, obwohl er im Grunde dagegen ist, nur als beispiel

Kommentar von Interesierter ,

Der Islam ist nicht das Problem. Im Übrigen ist die Religionsfreiheit in unserem Grundgesetz verankert.

Problematisch ist die Instrumentalisierung und der Missbrauch des Islams zur politischen Meinungsbildung und zur Hetze.

Deswegen brauchen wir nicht Toleranz gegenüber dem Islam sondern wir müssen die Religion Islam von der islamistischen Hetze trennen.

Kommentar von ckammerer1 ,

Das sind vielleicht viele Leute mit muslimischen Glauben aber das hat an sich nix mit der Religion sondern mit den Menschen zu tun. Extrem religiöse Christen sind auch nicht dafür, dass Schwulen,Lesben usw. heiraten dürfen. Das sind alles halt ziemlich rückständige Menschen!!!

Kommentar von fighter90 ,

Der Islam wurde ja auch so friedlich "gegründet".

Kommentar von ckammerer1 ,

Was soll das bedeuten????

Kommentar von atzef ,

"Der" Islam?

Es gibt im Islam mindestens so viele verschiedene Glaubensrichtungen wie im Christentum. Das, was solche Islam"kritiker" wie dich auszeichnet, ist der Umstand, erstens all diese Unterschiede zu negieren und zweitens in der Manier eines radikal-islamistischen Chefhasspredigers des IS allen Muslimen vorzuschreiben, sie mögen doch bitteschön der erzreaktionärsten, terroristischsten Interpretationsvariante des Islam folgen, sonst seien sie eben keine "richtigen" Muslime...

Insofern betreiben gerade solche Islam"kritiker" wie du vor allem anderen IS-Propaganda!

Antwort
von voayager, 29

Da liegste falsch, noch lang nicht alle Linke labern groß von Toleranz gegenüber Allem und Jeden. Zu nennen wären da u.a.

1. DKP

2. MLPD

3. Gegenstandpunkt

4. Antifa

Antwort
von soissesPDF, 5

Bis zum Ende hast Du auch nur nicht gedacht.
Links/rechts sind politische Metaphern, zur Unterscheidung politischer Orientierung.
Die s.g. Mitte ist eine reine Wortschöpfung, für sich nicht positionieren müssen.

Wer versucht auf zwei Stühlen zum sitzen zu kommen, kommt am Ende auf keinem zu sitzen.

Antwort
von HendiKazumoSan, 19

Egal was du tust, wähl weder die NPD oder die AFD oder die Linke. Das sind alles Parteien die nur schlechtes über dieses Land bringen wollen!

Kommentar von fighter90 ,

Bin nicht in DE

Das passiert mir nicht, wie gesagt ich bin eher in der Mitte

Kommentar von ckammerer1 ,

Die Linken haben aber nichts mit Linksautonomen zu tun, zumindest die NPD hat aber Verbindung zu neonazis, wenn sie sogar nicht nur aus solchen besteht! Und die Leute in der AFD sind auch größtenteils rassistisch eingestellt, wenn man sich da einige Äußerungen anhört...

Antwort
von ckammerer1, 12

Also ich habe vor allem was gegen Rechte, die Leute sinnlos hassen nur wegen einer Hautfarbe oder Herkunft! Die Linken tolerieren alle Meinungen und auch alle Religionen, im Gegensatz zu einigen antisemitischen Gruppierungen. Die Linken wollen aber keine Ausgrenzung von LGBT Community und das ist nicht in einer einzelnen Religion sondern in den Menschen selber als Meinung vorhanden!

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