Frage von KYGO1, 1.883

Wie steht ihr zu der Todesstrafe?

Ich brauche aktuelle Umfrageergebnisse von diesem Monat für eine Hausarbeit. In der Stadt habe ich schon ca. 200 Leute befragt, nun seid ihr dran :-). Bitte gebt eine Entscheidung ab und ideal wäre es auch, wenn ihr eure Meinung auch erklären könnt. Ich hoffe ihr findet es dann nicht schlimm wenn ich euch mit eurem Nickname in meiner Arbeit erwähne mit eurer Meinung. Falls doch bitte dazu schreiben. :-) PS: Wer für "unter gewissen Umständen" stimmt sollte seine Meinung dann auch bitte erklären, da ich sonst die Stimme nicht mitzählen kann. Danke!!

Antwort
von Meerblicker, 784
Ich bin gegen die Todesstrafe

Die Todesstrafe hat keine abschreckende Wirkung. Sie ist auch nicht billiger als eine Haftstrafe. Außerdem müsste man dann sehr viele Straftäter hinrichten, wenn sich das finanziell lohnen soll – im Vergleich zum Bundeshaushalt.

Es ist nicht auszuschließen, daß Unschuldige hingerichtet werden. In einem Rechtstaat werden immer nur die verurteilt, deren Schuld eindeutig bewiesen ist. Trotzdem kommt es immer wieder zu Fehlurteilen. Was sagt man den Eltern eines unschuldig hingerichteten? Sorry, kann ja mal vorkommen? Muß der Richter, der das Fehlurteil ausgesprochen hat, dann selber hingerichtet werden - oder der Henker - oder beide? Wie will man 100% Sicherheit erreichen? Durch Geständnisse? Und die, die gestehen werden dann hingerichtet, und die nicht gestehen – läßt man laufen? Oder einsperren, obwohl man keine 100% Sicherheit hat?

Nicht der Staat, wie immer wieder gesagt wird, tötet dann, sondern Menschen in seinem Auftrag. Die werden dann selber zu Mördern, denn einen wehrlosen, gefesselten Menschen zu töten ist Mord – egal welche Gesetze das legitimieren! Und das Motiv spielt auch keine Rolle! Auch wenn ein Mensch den Tod verdient hat rechtfertigt das nicht, ihn zu töten.

Oft wird behauptet, Täterschutz gehe vor Opferschutz. Das ist falsch! Die Grundsätze und Prinzipien des freien Rechtstaates sind zum Schutz der Bevölkerung da – gegen Willkür und anderes Unrecht. Diese Grundsätze
sollten wir alle schützen und sie nicht zur Befriedigung blinder Rachegefühle
opfern!

Ob ein Mensch den Tod verdient hat kann man nicht anhand von Blutwerten feststellen oder aus seinem Gesicht lesen. Jeder wird das anders empfinden. Bei einem mehrfachen Kindermörder sind sich die meisten noch einig. Bei einem nicht vorbestraften Totschläger wird es schon schwieriger. Wo ist die
Grenze - wie soll denn das Gesetzt formuliert werden? Ist das dann wirklich
gerecht? Trifft es dann immer nur die „Bestien“?

Die Wiederholungsgefahr wird ausgeschlossen. Gerade bei Kindermördern mit sexuellem Motiv besteht die Angst, „daß irgend ein blöder Psychologe den eines Tages wieder laufen läßt“ und er sich an dem nächsten Kind vergeht. Aber nicht ein Psychologe, sondern ein „blöder“ Richter ließe ihn frei – derselbe, der laut Todesstrafenbefürworter Todesurteile aussprechen soll! Wenn man nicht möchte, daß ein solcher Straftäter wieder frei kommt, dann kann man sich auch für eine Sicherheitsverwahrung einsetzen und muß nicht zwangsläufig die Todesstrafe fordern.

Antwort
von Tragosso, 604
Ich bin gegen die Todesstrafe

Grundsätzlich immer. Es gibt so gut wie nur negative Aspekte daran. Hauptgründe für mich sind: Man stellt sich auf eine Stufe mit einem Mörder, man legitimiert damit Rache als angemesse 'Strafe', Abschreckung funktioniert nicht (wie man an Ländern sieht in denen diese Form der Strafe erlaubt ist), die Todesstrafe kann nicht rückgängig gemacht (und derjenige angemessen entschädigt) werden.

Davon abgesehen ist die Todesstrafe teurer als lebenslange Haft.

Kommentar von Andreas703 ,

Nanu ?

Die drei Spritzen, die heute verwendet werden, kosten rund 75 Euro.

Eine Pistolenpatrone kostet 99 Cent.

Ein Strafgefangener kostet dem Staat pro Jahr etwa 49000 Euro.

Was ist da billiger ?

Kommentar von Tragosso ,

Sie ist aufs Ganze gesehen teurer, weil es nicht nur um die Kosten für irgendwelche Patronen geht, sondern um alle Kosten drum herum.

http://www.wienerzeitung.at/meinungen/analysen/94684_Was-die-Todesstrafe-die-USA...

http://www.sueddeutsche.de/politik/mildere-strafen-vorzeitige-entlassungen-warum...

Antwort
von Schuhu, 503
Ich bin gegen die Todesstrafe

Die Todesstrafe verstößt gegen die Menschenrechte und sie ist  in einen zivilisiertem Land nicht hinnehmbar. Sie ist ein archaisches Überbleibsel aus einer Zeit, als die Gesellschaft sich nur dur Tötung gegen Verbrecher schützen konnte. Wir haben genug Möglichkeiten, sie sicher zu "verwahren".

Kommentar von KYGO1 ,

Vielen Dank dass du "vorbeigekommen" bist. :-)

Antwort
von Iflar, 575
Ich bin gegen die Todesstrafe

Die vermutlich einfachste und plakativste Argumentation ist, dass ich niemals wollen würde, dass geliebte Familienangehörige oder Freunde hingerichtet werden. Vor allem nicht vom Staat! Der Staat sollte als Vorbild gelten und nicht die gleichen Fehler, wie die Kriminellen selbst begehen. 

Die Frage ist auch, welchen Nutzen der Staat aus den Hinrichtungen zieht. Dient die Hinrichtung als Genugtuung, als Rache? Oder dient die Hinrichtung dem Staat, indem sie die Überlegenheit und Macht markiert, die der Staat über die zu tötenden Menschen hat? Oder dient die Todesstrafe zur Beseitigung von Kriminellen? Nach dem Motto: Wenn wir nur lange genug hinrichten, gibt irgendwann keine Mörder mehr? 

Zudem fand eine amerikanische Feldstudie heraus, dass nur etwa ein drittel der hingerichteten nach DNA-Analyse tatsächlich schuldig waren, die anderen wurden frei Haus im Namen des Staates getötet.

Des Weiteren schreckt Todesstrafe nachweislich nicht ab. Auch dazu kann man Studien auffinden. Wer jemanden töten will, hat seine Motive und die stehen unangefochten von der Strafe, die der Täter zu erwarten hat.

Die Todesstrafe ist im herkömmlichen Sinne auch keine Strafe. Man kann jemanden nicht mit dem Tod bestrafen, da der Tote die Strafe nicht mehr erfahren kann. Die eigentliche Strafe liegt bei der Hinrichtung nur in der Ermordung, verstanden als Verletzung oder gar Folter. Es ist also, wenn überhaupt, nur eine sehr temporäre und unmittelbare Strafe, die eher als "Mordsstrafe" zu bezeichnen ist.

Zu guter letzt verletzt die Praxis der Todesstrafe die Menschenrechte und die Verfassung einer aufgeklärten, fortschrittlichen Gesellschaft. "Die Würde des Menschen ist unantastbar". Jemand der im Namen des Staates getötet wird, wurde heftigst seiner Würde verletzt!


Antwort
von Panazee, 505
Ich bin gegen die Todesstrafe

Das Hauptargument ist einfach, dass man einen Unschuldigen hinrichten könnte. Sperrt man jemanden ein, obwohl er unschuldig ist, dann kann man ihn, wenn sich seine Unschuld herausstellt, wenigstens entschädigen und sich entschuldigen. Wenn man ihn hingerichtet hat, dann hat man einen Unschuldigen getötet und kann es nie wieder auch nur ansatzweise gut machen.

Es wurden auch schon Unschuldige hingerichtet.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/carlos-deluna-in-texas-unschuldig-hingeric...

Der Grund warum es nicht viel mehr Fälle gibt, wo ein Fehlurteil aufgedeckt wird ist vermutlich, dass in Amerika kein Fall von der Polizei neu aufgerollt wird, wenn dafür schon jemand hingerichtet wurde.

Dazu kommen dann noch ein paar andere Gründe wie "Zwei mal Unrecht ergibt nicht Recht".

Antwort
von ThePoetsWife, 528
Ich bin gegen die Todesstrafe

Hallo KYGO1,

es gibt viele schreckliche Gewalttaten, in denen man vielleicht dem Täter, den Tätern, emotional den Tod wünscht.

Aber einem Menschen jahrelang in der Todeszelle unterzubringen und dann bewusst zu töten, finde ich persönlich nicht den richtigen Weg.

Man muss auch bedenken, dass es verschiedene Gründe gibt, um einen Menschen zu töten, im Affekt, Totschlag, aus Mitleid.

Bei Morden aus niedrigen Beweggründen, sexuell geprägt, besonders bei Kindern, terroristischen Anschlägen usw. würde ich für eine lebenslange Haft/Verschluss plädieren.

Liebe Grüße

.

 

Antwort
von ilknau, 423
Ich bin gegen die Todesstrafe

Hallo, KYGO1.

Die staatlich sanktionierte Ermordung lässt sich nicht rückgängig machen, selbst, wenn sich, wie schon in etlichen Fällen geschehen, rausstellt, dass der vermeintliche Täter unschuldig, oft gar nicht mal in der Nähe des Tatortes war.

Und manchmal ist die T.S. auch eine rein politische Entscheidung: siehe Julius und Ethel Rosenberg.

Ethel wurde sogar die übliche Begnadigung versagt als sie die erste `Sitzung' auf dem elektrischen Stuhl überlebte, lG.

Kommentar von Christel5 ,

Dein Thema wühlt auf. Meine Abstimmung gegen die Todesstrafe gemacht.

Mich interessieren dabei keine politischen Dispositionen, sondern wie ein Mensch - sei es ein Justizbeamter - sehenden Auges einen Mitmenschen in den Tod befördern kann.

Kommentar von ilknau ,

Du bist nicht der Frager!

Sehenden Auges geschieht es ja nicht. Je nach Art, Elektrischer Stuhl oder Todesspritze, der Hinrichtung, schnallt der Henker den Delinquenten in den Stuhl, setzt ihm den Metallhut, mit einem nassen Schwamm drunter, auf oder legt ihm die Zugänge für die tödlichen Medis.

Aktiviert wird von aussen wobei allerdings ein Publikum aus Angehörigen des Opfers, Politikern, Gerichtspersonen etc. dem Verrecken zusieht.

Selbst beim Genickschuss sieht der Henker sein Opfer nicht sondern nur seinen Hals von hinten... 

Davon ab, gibt es immer auch Leute mit Perversionen, die sie so ausleben, wobei die Mitglieder standrechtlicher Erschiessungskommandos abkommandiert werden, gar keine Möglichkeit habend, abzulehnen und noch Jahre drunter leiden.

Und im Mittelalter war der Henker nicht nur Derjenige, welcher den Tod gab sondern neben den Turmvögten auch Ermittler, der nicht immer unter Folter Geständnisse erpresste sondern oft auch gütlich befragte.

Kommentar von sntgnaethawnr ,

"du bist nicht der Frager" erzeugt bei mir irgendwie eine verwunderung über dein "rechtsempfinden". Zum Thema Henker:

vor kurzem gab es eine Reportage auf Arte über die letzten Berufshenker in Europa, mit Interviewsn und Lebensberichten Wenn du diese gesehen hättest, gäbe es deinen  Kommentar wahrscheinlich so nicht. vielleicht ist der noch in der mediathek zu finden, ich denke er hieß auch so.

Kommentar von ilknau ,

@sntgnaethawnr

Definiere Aussage 1.,

wofür ich dir als Dank noch erkläre, dass Meister Hans im MA. gar oft als Heiler aufgrund seines, in seinem Stand, erworbenen Wissens, auftrat.

Zudem war er gegen ein paar Silberlinge bereit, quälende Körperstrafen mit gezieltem Griff knapp zu beenden bzw. den Tod vorher ohne Leid herbei zu führen.

+ dass er wegen eben seines S. ein Unehrlicher sprich unehrbarer Mensch war, der selbst in einem Gasthaus stets eigenes Geschirr dabei haben musste, denn aus dem für ehrbare Leute durfte er nicht essen.

Gesellschafliche Kontakte, Freundschaften waren aufgrund dessen auch eher rar...

Antwort
von Dahika, 486

Ich bin dagegen. Erstens, weil die Gefahr eines Justizirrtums zwar selten, aber leider gegeben ist.

Aber vor allem bin ich dagegen, weil es dann auch einen Henker geben muss. Oder meinetwegen auch mehrere Henker, die alle gleichzeitig auf ein Knöpfchen drücken. Henker waren (und sind vermutlich) immer ausgestoßene Außenseiter der Gesellschaft gewesen, mit denen man nichts zu tun haben will. Verlogen, aber so ist es. Man sollte keinen Menschen dazu "zwingen", einen anderen zu töten.

Es gab mal einen recht lustigen Film aus Spanien, der das gut verdeutlicht. Ein arbeitsloser Tischler ließ sich aus Geldmangel überreden, Henker zu werden. Da aber seit 30 Jahren niemand mehr hingerichtet worden war, hat er sich gedacht: "Das ist leicht verdientes Geld." Und so war es auch. Niemals wurde er für das Töten in Anspruch genommen. Er hat seinen Monatslohn in den Aufbau einer gut florierenden Schreinerei gesteckt und seinen "Beruf" praktisch vergessen.

Aber dann nach Jahren des munteren Dahinlebens musste er doch ran. Einen Serienmörder hinrichten. Oh Schreck...

Die Schlusszene war dann, wie der Mörder recht munter zum Hinrichtungsraum geführt wurde, während der arme Henker von zwei Männern getragen wurde, weil er halb bewusstlos war vor Angst.

Kommentar von DreiGegengifts ,

weil die Gefahr eines Justizirrtums zwar selten

Expertenschätzungen gehen von 25-30% Fehlurteilen bei Zivilprozessen und von 25% bei Strafprozessen aus. Das würde ich als enorm viel bezeichnen. Falsche Zeugenaussagen werden zudem auf 30-40% geschätzt. Diese beeinflussen einen Prozess besonders stark.

Kommentar von Ervo17 ,

"Experten..."

Welche Experten, wo, wann.. Bin ich auch ein Experte, wenn ich Jura studiere? Wie kommst du auf diese Zahlen überhaupt. Zeugenaussagen waren noch nie ausschlaggebend für eine endgültige Aburteilung. Der Richter weiß auch um die subjektiv bedingte Beweislage einer Aussage, dementsprechend wird auch gehandelt.

Nur weil einer sagt: " Das ist er, das weiß ich", wurde noch nie jemand geköpft, zumindest in unserer nahen Vergangenheit.

Ein Prozess, bei dem nur eine einzelne Aussage die gesamte Beweislage darstellt, ist ein schlecht geführter Prozess. Da haben die Strafverfolgungsbehörden dann sehr schlechte Arbeit geleistet.

Zivilprozess und Todesstrafe passt auch i-wie nicht zusammen.

Antwort
von kiniro, 356
Ich bin gegen die Todesstrafe

Die Todesstrafe macht keinen Sinn.

Vielleicht beschafft sie im ersten Moment eine Genugtuung. 
Aber die Person, die umgebracht wurde, wird dadurch nicht mehr lebendig.

Ebenso schreckt die Todesstrafe letztendlich nicht ab.
Wäre das so, würde sie sich selbst überflüssig machen.

Selbige wird auch nicht Zeit nah vollstreckt. Oft sitzen die Verurteilten Jahre lang im Todestrakt ein.

Zudem ist es für mich paradox, einen Menschen durch den Staat umbringen zu lassen, der das Morden unter Strafe stellt.
Das ist in meinen Augen messen mit zweierlei Maß.
Mord halt ich generell für schlecht.

Antwort
von anniegirl80, 260
Ich bin gegen die Todesstrafe

Für mich sind die USA ein negatives Beispiel: Immer wieder Fehlurteile, und als Abschreckung nützt sie offensichtlich auch nichts.

Ich bin ausserdem der Meinung dass der Täter die Möglichkeit bekommen soll zur Reue und Verbesserung seines Lebens. Dies wird ihm durch die Todesstrafe genommen.

Antwort
von sacredrain, 423
Ich bin gegen die Todesstrafe

Es wurden schon viele gute Gründe gegen die Todesstrafe genannt, sie ist nicht abschreckend, es können versehentlich Unschuldige hingerichtet werden und vorallem ist sie nicht mit den Menschenrechten vereinbar. Dem schließe ich mich an.
Mir ging beim lesen der Kommentare aber noch ein ganz anderer Gedanke durch den Kopf. Kann jemand voll schuldfähig sein, der Kinder vergewaltigt und ermordet, ja sich vielleicht sogar an den Leichen vergeht? Ist es aus Sicht der Befürworter in Ordnung, einen psychisch kranken Serienmörder hinzurichten, der z.B. nicht in der Lage ist, Mitleid zu empfinden, aber der viele Menschenleben zerstört hat?

Ich frage mich halt, wo man im Fall die Grenze zieht zwischen ''noch gesund genug'' oder ''schon zu krank'' um auf diese Weise belangt zu werden. Das erscheint mir in den USA nämlich teilweise sehr willkürlich gewählt. Da werden psychische Erkrankungen oder Persönlichkeitsstörungen zwar zur Kenntniss genommen, aber manche Täter rettet im zweifelsfall nur ihr Alter, wenn sie noch zu jung sind, um hingerichtet zu werden. Was ein anderes Thema wäre, darf man Jugendliche zum Tode verurteilen?

Manche Leute stellen sich das hier alles viel zu einfach vor, als gäbe es immer nur gut und böse, schwarz und weiß, glasklare Fälle in denen alles eindeutig bewiesen werden kann. So sind Verbrechen aber leider in den wenigstens Fällen. Bei vielen bleiben immer offene Fragen, die der Tod sicher auch nicht beantworten kann.

Antwort
von greenhorn7890, 283
Ich bin gegen die Todesstrafe

Leute die für die Todesstrafe sind, wählen oft das Argument, dass gewisse Straftaten mit der schlimmsten aller Strafen "gerächt" werden soll, die Strafe wäre der Tod. Ich bin derselben Meinung, dass sehr schwere Verbrechen mit einer Strafe belegt werden sollten, die extrem schlimm ist. Für mich ist das aber nicht der Tod. Eine Gefängnisstrafe ist meines Erachtens schlimmer, da du im "Knast" viele Jahre deines Lebens verlierst. Außerdem ist das Leben nach der Gefängnisstrafe einfach befremdlich, da sich viel verändert hat in der Gesellschaft und der Umgebung. Die Jobsuche ist für Ex-Inhaftierte sehr, sehr schwer und so kommt es, dass viele Arbeitslos bleiben und so ein Leben im Elend haben. Für mich ist das schlimmer als der Tod. 

Antwort
von TrudiMeier, 359
Ich bin gegen die Todesstrafe

Bei manchen Straftaten wäre es wirklich angebracht. Aber - derjenige verbüßt ja nicht seine Strafe. Der gibt den Löffel ab und hats hinter sich.  Allein aus dem Grund bin ich gegen die Todesstrafe. Trotzdem müssen die Strafen härter werden. Lebenslänglich heißt lebenslänglich und nicht nach 15 Jahren raus. Für Steuerhinterziehung geht man ein paar Jahre in den Knast - für Kindesmißhandlung gibts zwei Jahre auf Bewährung. Da kommt man sich als Geschädigter doch ziemlich verarscht vor.

Kommentar von Omnivore10 ,


Lebenslänglich heißt lebenslänglich und nicht nach 15 Jahren raus. 

Heißt es auch nicht! Lebenslänglich heißt "auf unbestimmte Zeit". Nach 15 Jahren KANN eine Prüfung erfolgen. Das was du meinst gibt es und nennt sich juristisch "Sicherheitsverwahrung"


Für Steuerhinterziehung geht man ein paar Jahre in den Knast

Falsch! Der BGH hat lediglich festgesetzt, dass bei einer Steuerhinterziehung AB 1mio Euro man keine Strafe mehr auf Bewährung bekommen kann. Die Strafe für Steuerhinterziehung ist bis zu fünf Jahre Haft ODER Geldstrafe!


für Kindesmißhandlung gibts zwei Jahre auf Bewährung.

Nachweislich falsch! Kindesmisshandlung ist es selbst schon, wenn man einem Kind in den Schritt oder Brüste fasst. Das fällt unter sexuellen Missbrauch von Kindern nach §176 und sieht eine Strafe von mindestens 3 Monaten vor.

(Schwerer) Sexueller Missbrauch von Kindern, welche mit dem Eindringen in den Körper (Vergewaltung) verbunden ist, wird NICHT unter 2 Jahren bestraft. 2 Jahre auf Bewährung KANN da NUR stattfinden, wenn das Kind den Geschlechtsverkehr selbst bejaht hat. Strafbar ist es dennoch. Und hier liegen die Höchststrafen bei 15 Jahren. Bei gleichzeitiger Misshandlung sieht das Gesetz sogar eine Mindeststrafe von 5 Jahre vor.

Juristische Pauschalisierungen - wie deine - sind Unsinn und nicht zielführend!

Und das was du geschrieben hast IST Unsinn!

Antwort
von Artus01, 416
Ich bin gegen die Todesstrafe

Einfache Erklärung.

Niemandem, auch nicht dem Staat, steht es zu über Leben und Tod eines Menschen zu entscheiden. Man stellt sich zudem damit auf die gleiche Stufe wie der Täter.

Antwort
von Torrnado, 240
Unter gewissen Umständen bin ich dafür

eigentlich bin ich ja absoluter Gegner der Todestrafe, aber :

wenn definitiv zu 100% bewiesen ist, daß es sich bei dem Täter wirklich um den Täter handelt

( es sitzen ja leider immer noch sehr viele Menschen zu Unrecht in der Todeszelle aufgrund falscher Verdächtigungen, Verfahrensfehlern, Rassismus oder weil sich der Täter keinen guten Anwalt leisten kann oder was auch immer und oft stellt sich dann erst viele Jahre später heraus, daß es sich um einen Unschuldigen handelt ) -

dann, aber nur dann wäre ich unter bestimmten Voraussetzungen bei besonders grausamen Taten für die Todesstrafe !

( insbesondere für Mörder, die ihre Opfer z.B. gefoltert haben und diese lange qualvoll leiden mussten )

dafür habe ich ebenso wenig Verständnis für Kinderschänder und/oder Kindermörder

Antwort
von gihzemck, 478
Ich bin gegen die Todesstrafe

Ich bin gegen die Todesstrafe. die Todesstrafe hat keine abschreckende Wirkung und beugt daher auch nichts vor. Natürlich gibt es Straftaten die einem nachzudenken geben aber meist bekommen diese Straftäter sowieso lebenslängliche Haft. 

Ich meine es wird nach Statistiken, soweit ich weiss, in Amerika immer noch am meisten gemordet etc. obwohl es dort die Todesstrafe gibt. Meiner Meinung nach ist die Todesstrafe sowieso total überflüssig und überbewertet. Man kann total über dieses Thema Diskutieren. 

Wir haben letztens erst darüber Diskutiert, in der Schule. Dabei haben sich am Anfang viele für die Todesstrafe entschieden aber nachdem wir über die vor und ebenfalls Nachteile der Todesstrafe geredet haben, haben sich viele bei der 2. abschtimmung gegen die Todesstrafe entschieden.

Dieses Thema ist sehr ausgeprägt und die Meinungen gehen total auseinander. Ich wünsche dir viel erfolg bei deiner Hausarbeit.

Kommentar von KYGO1 ,

Vielen Dank für deine Antwort und deine Beteiligung ;-) 

Antwort
von randomhuman, 312
Ich bin gegen die Todesstrafe

Wenn jemand ein schweres Verbrechen begangen hat, dann ist es für manche nachvollziehbar diesen Menschen umzubringen. Aber zu einer zivilisierten Gesellschaft gehört das meiner Meinung nach nicht. Man möchte doch nicht auf das gleiche Niveau gelangen, wie der Täter, weil man sich doch dann selbst zum Täter macht. Man will doch besser als der andere sein, weil man weiß, dass das Verhalten des Töters falsch war. Also sollte man nicht den gleichen Fehler begehen.

Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu.

Die goldene Regel. ;)

Antwort
von PinguinPingi007, 243
Ich bin gegen die Todesstrafe
  1. Justizirrtürmer
  2. Auge, Auge, Zahn um Zahn ist veraltet und passt daher nicht in unserer modernen Zeit.
  3. Die Hinrichtung wird aus Steuergeldern bezahlt & kostet so viel wie eine normale Gefängnisstrafe.
  4. Abschreckung ist schon lange nicht mehr gegeben.
  5. Menschenrechte werden verletzt
  6. Staat ist dann kein Rechtsstaat mehr
  7. Der Staat soll Vorbild sein

Ich bin teilweise schon dafür, aber es sprechen sehr viele Gründe dagegen. 

Bei Serienmördern ja, bei kleinen Sachen wie Steuerhinterziehung nein.

Antwort
von Rocker73, 216
Ich bin gegen die Todesstrafe

Ich lehne sie in jeder Form ab, das ist nichts weiter als legitimer Mord!

Inwiefern macht es mich besser wenn ich Mord an einer Person begehe die einen Mord begangen hat? Das ist ein ethnisches Paradoxon.

Jeder Mensch hat das Recht zu leben, wir Menschen können es nicht uns anmaßen über ein Leben entscheiden zu können, ob es weiter bestehen darf oder nicht.

LG

Antwort
von DonnyPunk, 429
Ich bin gegen die Todesstrafe

Unser Staat bring, mit seiner Außen- und Wirtschaftspolitik  genug Menschen um. Da muss es nicht auch noch die Todesstrafe geben.

So mal diese auch Unschuldige treffen kann. Eine Welt die sich so offen gibt darf keinen Menschen töten. Des weiteren bin ich der Meinung, dass eine Haftstrafe weit schlimmer sein kann als die Todestrafe.

Antwort
von hguzregtfc, 24

Ich bin gegen die Todesstrafe. Ein Mensch sollte IMMER eine 2. Chance im Leben bekommen. Bei manchen die im Trakt sitzen, war es eine Kurzschlussreaktion die sie zu einem Mord verleitet hat. Manchmal haben wir alle diese Gefühle bei manchen Mensch doch auch... Deshalb sollten alle eine 2. Chance verdienen. Und nachdem man die Todesstrafe vollzogenen hat, kann man dem Menschen schlecht eine neue Chance im Leben geben.

Antwort
von Sonnwin, 163
Ich bin gegen die Todesstrafe

Schreckt nicht ab.

Menschen entwickeln sich.

Manchmal werden Menschen fälschlicherweise veruteilt (Irrtümer der Polizei/ der Justiz)

Antwort
von KYGO1, 233
Ich bin gegen die Todesstrafe

Hallo, die Umfrage/Stichprobe läuft noch bis Sonntag 20 Uhr. Denn da muss ich das hier auswerten. Also könnt ihr ruhig bis dahin noch eure Meinung abgeben. :-) Ich selber würde auch für Gegen die Todestage stimmen, da ich der Meinung bin das viele Menschen eine 2. Chance verdienen würden oder ihre Zeit absitzen sollen aber einige wirklich so krank und kaputt sind (siehe Beispiel, Peter Scully) dass es wirklich schon hart an die Grenze fällt. 

Kommentar von KYGO1 ,

*Todesstrafe

Antwort
von abibremer, 268
Ich bin gegen die Todesstrafe

Bin grundsätzlich dagegen, weshalb ich auch den Jubel westlicher Politiker und Medien über die Ermordung angeblicher Terroristen (Bin Laden u.a.) nicht teilen kann.Selbst bei "rechtsstaatlichem Verfahren" mit Verteidigungsmöglichkeit, halte ich es für verwerflich andere Menschen zu töten.Letztlich macht sich die jeweilige Rechtsordnung ihrerseits zum Mörder.

Antwort
von grellesLicht, 240
Ich bin für die Todesstrafe

Ich bin für die Todesstrafe für Sexualstraftäter jeglicher Art ohne Ausnahme.

Antwort
von daCypher, 137
Unter gewissen Umständen bin ich dafür

Ich bin für die Todesstrafe bei Straftaten, für die der Verurteilte sonst lebenslang mit anschließender Sicherheitsverwahrung kriegen würde. Allerdings nur, wenn die Beweise so gut sind, dass es keine Chance auf eine falsche Verurteilung gibt und wenn der Tod dann so schmerzlos wie möglich erfolgt (z.B. Narkosespritze und anschließend per Kehlenschnitt ausbluten lassen oder ein Kopfschuss aus naher Distanz)

Allerdings, wie hier schon gesagt, ist die Todesstrafe nicht wirklich abschreckend. Die Täter denken sich "Wenn ich was schlimmes mache, werde ich umgebracht und muss nicht jahrelang im Gefängnis schmoren". 

Eine andere Möglichkeit, um Straftäter möglichst kostengünstig loszuwerden ist z.B. sie auf einer einsamen Insel auszusetzen, wo weit und breit kein Land ist, wo sie hinsegeln könnten.

Antwort
von Holynoiz, 255
Ich bin gegen die Todesstrafe

Ich bin generell gegen das töten, auch wenn der Grund noch so berechtigt scheint. 

Zudem scheint ein Tod für viele "Verbrecher" erlösender zu sein, als eine lange Haftstrafe.

Antwort
von Gingerale3, 260
Ich bin gegen die Todesstrafe

ich bin dagegen, da sich irrtümer nicht korrigieren lassen. außerdem leidet in dem fall auch die familie des mörders unter dem verlust, und das warten auf die hinrichtung ist in meinen augen folter.

Antwort
von Chronozis, 78
Unter gewissen Umständen bin ich dafür

Also ich werd mal ein wenig darüber labern, und ein paar Beispiele nennen

BITTE BEACHTEN! NUR WENN ALL DIE GENANNTEN BEDINGUNGEN ERFÜLLT SIND, BIN ICH FÜR DIE HINRICHTING ALS STRAFE!

1.Wenn ich die Hinrichtung von einem Täter fordere, dann muss in erster Linie die Tat eindeutig bewiesen sein.

-> Beispiel: die Tat wurde in der Öffentlichkeit vollzogen, z.b. ein Attentäter der in der Öffentlichkeit herumballert oder Geiseln gefangen hält.

2.Dann muss zunächst auch der schweregrad der Straftat angemessen sein, denn z.b. jemand, der aus dem Supermarkt ne Packung Chips gestohlen hat, weil er cool sein wollte o.ä., dem ist kein Tod angemessen. Eher eine Geldstrafe, sodass die Chipstüte "ein wenig"😂 teuerer wird.

->Alle Straftaten, die Angemessen wären, aus meiner Sicht (ich hoff ich vergesse nichts): Kinderschändung, Massenmord, Mord, Misshandlung (v.a. von Kindern), Folter, Vergewaltigung, Organisierter Menschenhandel... mir fällt gerade sonst nichts ein.

3. Allerdings gibt es Fälle, auch bei Vergewaltigung oder Mord, wo ich deutlich gegen eine Todesstrafe bin. Zum einen MUSS sich der Täter während der Tat, vollkommen bewusst gewesen sein was er da tut, denn jemand der im Alk Rausch einen anderen zu Tode geprügelt hat, dem ist keine Hinrichtung würdig. Weitere Beispiele: Wenn der Mord aus Liebe zu einem anderen erfolgte, bzw. Selbstjustiz oder Notwehr oder Verzweiflung oder oder..., dann kann und will ich diesem jemand einfach den Tod nicht wünschen.

4. Geistig behinderte Menschen, Kinder/ Jugendliche, Emotional komprimomittirte (ähh wie schreibt man das?) Menschen sind von einer Todesstrafe ausgeschloßen.

5. Die Hinrichtung darf auf keinen Fall qualvoll oder zeitwährend bzw. barbarisch erfolgen. Und der Henker darf keinen großen psychischen Schaden davontragen.

-> meines Erachtens sinnvolle Methoden zur Hinrichtung: Kopfschuss ohne Blickkontakt zum Henker oder der Mordwaffe, menschenwürdige Entnahme des Bewusstseins, z.b. Lachgas  AUF KEINEN FALL DURCH ERSTICKEN! und dann Kopfschuss. UND AUF KEINEN FALL IN DER ÖFFENTLICHKEIT, da es für Zuschauer psychische Nachwirkungen haben kann, NUR UNTER AUFSICHT DER POLIZEI BZW. DES GERICHTS.

Dies sind mal so die 5 Umstände die mir einfallen, wenn ich etwas vergessen habe, kommentierts unten, Danke!

Jetzt aber noch eine kleine Argumentation in die Gegenrichtung, 

1. Die Abschreckungswirkung ist praktisch gleich null

2. In Ländern in denen die Todesstrafe existiert, werden viel mehr (Schwer- und Normal-) Verbrechen begangen, woran liegt es???

3. Einem Lebewesen das Leben zu nehmen, ist für mich immer eine heiße Angelegenheit...

4. Was wenn trotz aller Sicherheit, etwas schief geht? Wenn der Verurteilte den Kopfschuss überlebt? Und leidet? Das solles alles geben!

...ein umstrittenes Thema. Ich tendiere einen Tick, aber auch nur ein klitze kleines bisschen mehr zur Todesstrafe, einfach um Gerechtigkeit und Sicherheit zu schaffen. Aber es gibt genügend Argumente die dagegen sprechen. Allein die menschliche Moral, über niemandens leben zu richten, ist ein nahezu unantastbarer Punkt.

Ich hoffe meine Antwort war hilfreich, ich nehme auch Diskussionspunkte entgegen, einfach kommentieren!

Antwort
von Etter, 236
Ich bin gegen die Todesstrafe

Bin absolut dagegen.

Nichts ist so endgültig, wie der Tod. Fehlentscheidungen können also nicht rückgängig gemacht werden.

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