Es würde mich mal interessieren, da ich selbst eins habe, und immer wieder feststellen muss, das viele Menschen im Umgang mit ihm total verunsichert sind.

verunsichert sein heisst sícher nicht Ablehung, eher Angst was falsch zu machen

Wenn ich welche sehe bin ich auch verunsichert, nicht weil ich etwas gegen sie habe, nur weil ich nicht weiß, wie ich mich verhalten soll
naja das ist sicher die unsicherheit...weil viele eben nix falsch machen wollen.
Wenn man nicht tagtäglich Kontakt zu Ihnen hat ist man natürlich unsicher.
Ich finde Mitleid ist nicht angebracht, sondern einfach am normalen Leben teilhaben lassen.

ich kann sehr gut mit ihnen umgehen. Mein Cousin ist leider selbst körperlich und geistig behindert. Das tut mir sehr leid. Aber ich gebe ihm sehr viel Liebe und Aufmerksamkeit.

Natürlich ist man verunsichert, immer befürchtet man etwas falsch zu machen. Aber je mehr Umgang man hat, umso weniger Berührungsängste. Bei mir war das so.

Ich bin in einen intigrationskindergarten gegangen, dort waren auch ein paar behinderte, ausserdem bin ich quasi mit behinderten aufgewachsen, weil neben unserem dorf, ist ein dorf wo nur behinderte leben & arbeiten. ich habe also kein problem mit ihnen! es sind auch nur menschen!

Ich habe über Jahre eine Behindertenbeförderung ehrenamtlich begleitet. Die Kleinen sind mir alle ans Herz gewachsen... Behandelt hatte ich sie, wie kleine Erwachsene...
Da ich ne regelrechte Sozialmacke habe, gehe ich heute noch gerne auf Behinderte zu... Nicht nur auf Kinder... Hilfe biete ich nicht mehr an... Wurde zu oft angegnarrt... Ich warte auf ne Hilfefrage... Behandele sie mit Respekt.
Ich bin da auch verunsichert. Vor allem,weil ich bei jeder nicht erwarteten Situatin denken würde, dass man das auf die Krankheit des Kindes schiebt

ich denke das geht den meisten so mit der unsicherheit, ich bin genauso:-(
ich bin auch verunsichert, obwohl ich ihnen gerne Helfe

Die Frage stellt sich mir erst gar nicht!Es sind Kleine Menschen wie Du und Ich Waren und unsere Kinder auch!

Meine Verunsicherung zeigt sich im Umgang mit den (unbekannten) Eltern nicht im Umgang mit dem jeweiligen Kind.

ich gehe mit den nett und fürsorglich um ps: keiner sollte wegen seiner hautfarbe, religion , behinderung bevorzugt oder benachteiligt werden

ich finde Behinderte Kinder sind genauso wie wir selbst also ich Akzeptiere sie und habe auch den gleichen Umgang wie mit meinen Freunden. Ich helfe sogar manchmal bei meinem Vater aus der Betreut Behinderte Menschen und ich habe eine Behinderte Schwester.

Ich bewundere die Eltern, denn es ist keine leichte Aufgabe es kommt natürlich auch auf die Behinderung an aber gehe ganz normal mit den Menschen um.

Ich habe einen behinderten Bruder und bin wahnsinnig froh, dass ich ihn habe. Würde ihn um kein Geld der Welt hergeben wollen. Aber ich bekomme auch immer wieder mit wie untollerant (und manchmal auch unglaublich fies und gemein) manche Leute auf behinderte Menschen reagieren = zum Kopfschütteln und....!
super, das du ihn akzeptierst. meine tochter hatte als kleines kind probleme, sie wurde oft ausgegrenzt, weil sie einen behinderten bruder hat. mittlerweile ist sie zehn, sie liebt ihn abgöttisch, und lässt sich auch von niemandem mehr was sagen, wenn einer was gegen ihren bruder sagt, dann sagt sie dem ordentlich und laut ihre meinung, das wirkt super!
sehr positiv
allerdings bin ich auch manchmal verunsichert,wenn ich z.B. frage um welche Erkrankung es sich handelt, reagieren die Mütter manchmal unwirsch, als sei ich nur neugierig.....Väter reagieren anders---entgegenkommender
Das stimmt! Liegt aber meistens daran, das die Mutter das Kind geboren hat und deshalb emotionaler reagiert, viele Mütter denken ein Leben lang, sie sind schuld an der Behinderung ihres Kindes, Väter leiden auch, aber sie sehen das ganze oft realistischer!

Das man unsicher ist , ist doch klar weil man erst mal nicht weiss wie das Kind auf einen reagiert.Erst wenn mann das Kind näher kennt dann weisst du auch wie du mit ihm umgehen musst.

Man muss nicht verunsichert sein. Vielmehr ist es wichtig, sie als gleichwertige mitbürger zu betrachten.
Toleranz und Anerkennung menschlichen Lebens - egal wie es vom eigenen abweicht - ist das Beste, was den Kindern entgegengebracht werden kann

Ich verhalte mich ihnen gegenüber möglichst so, als wären sie nicht behindert. Meinst du übrigens geistig oder körperbehindert - oder beides? Ich finde sogar, daß gerade geistig behinderte Kinder manchmal pfiffiger und geschickter sind, als "gesunde" Kinder. Wie ich darauf komme? Ich habe mal 1 Jahr als Praktikantin in einer Tagesbildungsstätte der Lebenshilfe gearbeitet. Und ich war ehrlich erstaunt darüber, was die Kids so alles zustande brachten. Im positiven Sinne wohlgemerkt. Viele von ihnen können nämlich z.B. ganz toll basteln. Mein traurigstes Erlebnis dort war, als eines der Kinder gestorben ist (mit 9 Jahren).
Mein Junge ist geistig behindert, kann aber sprechen, Fahrrad fahren usw... ER ist jetzt Teenager, aber in der Art wie ein Vierjähriger. Aussehen tut er so ungefähr wie ein süsser Achtjähriger. Ich hab selbst einen Schulbus für GB gefahren und hatte die alle lieb, die sind so ehrlich...
werderbraut am 3. Februar 2009 21:03 Da hast du Recht, das sind sie wirklich. Manche sind auch ganz schön anhänglich. Aber das finde ich irgendwie total rührend. Die kommen ganz ungezwungen an und nehmen einen in die Arme oder so. Echt süß!

Ich gehe damit ganz normal um! Aber ich gebe auch zu, dass ich selbst mit einem behinderten Kind überfordert wäre. Ich habe schon zwei spezielle Kinder, die sehr viel Kraft fordern, mehr kann ich nicht leisten. Meine Hochachtung und viel Kraft für Dich!

Unsicherheit an sich kann man einem Menschen ja erst einmal gar nicht verdenken (mir ging es zunächst ähnlich, bis es sich aus beruflichem Zusammenhängen einfach ergab, dass sich dies legte - auf Grund verschiedener und auch sehr intensiver und Begegnungen); bedenklich finde ich lediglich, wenn man auf dieser Stufe (welche ggf. gekoppelt ist mit Vorurteilen) verbleibt.
werderbraut am 30. Januar 2009 22:26 Das ist richtig. Und was ich unfair finde, wenn andere sich bewußt über die Behinderung eines anderen lustig machen. Da könnte ich "die Wände hochgehen", wenn ich sowas mitkriege. Leider bin ich in solchen Momenten zu perplex, um entsprechend einzuschreiten. Da ärgere ich mich selbst drüber!
mia68 am 30. Januar 2009 22:35 ...das ist dann leider schon keine Unsicher- oder Unwissenheit mehr, sondern schlicht und einfach Dummheit. Gegen die lässt sich in der Regel leider auch nur wenig machen - und wenn die Reaktion in dem Moment noch so gut ist: Diese Menschen sind meist "immun" gegen jegliche "Belehrung" oder Aufklärung.
Ich habe selber eine Behinderung und kenne aus meiner Kindheit diese Verhalten. Das andere Menschen verunsichert reagieren ist normal, die Wissen halt nicht damit um zu gehen.
werderbraut am 30. Januar 2009 22:30 Ich übrigens auch. Was vom Gesundheitsamt leider nicht als Behinderung angesehen wird (ich wollte mir 'nen Behinderten-Ausweis besorgen). Ich habe einen sog. "Tremor" in den Händen. Das heißt, sie zittern, und das teilweise recht stark, besonders bei Aufregung o.ä. Bekomme Beta-Blocker dagegen, aber ganz weggehen tut das trotzdem nicht. Der Doc meinte, Parkinson-Medikamente wären zu heftig dafür. Das Zittern beeinträchtigt einen teilweise schon ganz schön. Vor allem, wenn man mal 2 Tassen oder Becher Kaffee gleichzeitig tragen will. Das plörrt dann alles drüber weg.

in meinem persönlichen Fall käme es immer auf die Art der Behinderung an. Ich würde behaupten, dass ein Großteil der Leute eher verunsichert ist, weil er nicht weiß, wie er sich verhalten soll. Spricht man die Eltern direkt an - wird man vielleicht komisch angemacht. Spricht man sie nicht drauf an und tut so, als wäre alles völlig in Ordnung (was es selten ist) dann wird einem Unsicherheit vorgeworfen. Ich denke, ich hätte ein viel größeres Problem mit einem Kind umzugehen, was z.b. eine körperliche Behinderung hat (Arm oder Bein fehlt o.ä.) weil ich Bedenken hätte, dem Kind vielleicht weh zu tun. Oder es zu überfordern. Im Urlaub hatten wir einen Jungen mit Down-Syndrom, den fand ich normaler als andere "normale" Kinder, die in der Anlage waren - und damit habe ich auch kein Problem. Fakt ist aber, dass man immer eine ARt Randgruppe darstellt, immer angeglotzt wird, wenn man mit einem behinderten Kind auftaucht. Aber inzwischen passiert einem das auch, wenn man mit einem hyperaktiven Kind irgendwo auftritt und sich dieses nicht benehmen kann.. weils nicht anders KANN. Nicht das Kind ist behindert - WIR sind es...
Ich schwanke zwischen schaue ich bei offensichtlicher Behinderung hin (und denke mir in dem Moment aber Du hast es nicht leicht im Leben)- bin ich dann ein Gaffer? Oder schaue ich nicht hin- also weg- meint man dann ich habe Berührungsängste oder will Menschen mit Behinderung nicht ansehen? Meine Tochter (5) fragte mich, weshalb der Junge direkt vor uns nicht "ordentlich" läuft, wie man das halt macht. Ich habe ihr dann ganz normal erklärt, dass er eine Behinderung in den Beinen hat und er das versucht so gut er kann. An der nächsten Ampel sagte der Junge (ca. 16 J.) dann zu seinem Kumpel: Ich kann nirgendwo langgehen, alle glotzen blöd und reden dumm über mich. Hätte ich zu meiner Tochter sagen sollen "pssst, das sag ich daheim, oder "sowas fragt man nicht"? Ich denke es kommt sehr auf den behinderten Menschen und seine Offenheit an und vor allem wie offen auch der Mensch ist, dem er/sie begegnet.
Man kann es nicht verallgemeinern.Viele sind wirklich unsicher und haben Angst,was falsch zu machen.Das hat mit Ablehnung gar nichts zu tun, eher mit Vorsichtsmaßnahmen. Ich wiederum gehe damit ganz normal um und habe auch Kenntnisse.Ich habe eine behinderte Schwester von Geburt an.Hab häufig mit Behinderten dadurch zu tun.Zusätzlich arbeite ich auch in der Pflege.
Von Ablehnung hatte ich auch nichts erwähnt, aber es ist sehr interessant, das ganze mal aus einer anderern Perspektive zu sehen.

Hallo, in unserer Familie gibt es 2 behinderte Kinder. Aufgenommen werden sie wie jedes andere Mitglied der Familie auch. Verunsichert ist man erst immer, das legt sich. Am Anfang hat man auch Angst etwas falsch zu machen. Meine Erfahrung ist, sie werden behandelt wie jedes andere Kind innerhalb der Familie auch. Zu bewundern sind die Eltern, denn es sind oft schwere Zeiten die auf die Eltern zukommen. Wir versuchen gemeinsam so gut zu helfen wie es geht. Gucken werden die Leute, wenn die Behinderung äußerlich sichtbar ist immer. Das ist meist aber nicht böse gemeint, auch das hat mit Verunsicherung zu tun. So wie das Kind wächst, wachsen auch Sie mit den täglichen Aufgaben. Diese Möglichkeit haben Außenstehende nicht. Daher kommt auch die Verunsicherung. MfG

Ich persönlich habe mit behinderten Kindern sicher kein Problem. Aber sicherlich wäre auch ich erstmal verunsichert. Einfach weil es eine ungewohnte Situation ist und man versucht nichts falsch zu machen.
Ich bin mir sicher für jemanden, der oft mit behinderten Kindern zu tun hat bzw. selbst eines hat kann damit weit besser umgehen als jemand, der im Grunde nie Kontakt mit behinderten hat. Aber ich bin mir auch sicher, dass diese anfängliche Unsicherheit sogut wie nie böse/negativ. Es besteht sicherlich einfach eine gewisse Angst etwas falsch zu machen.
Ich persönlich hab da gar keien Berührungsängste weil ich selber in der Familie ständig mit einem behinderten Jungen in Kontakt stehe und auch schon in einer Einrichtung für Behinderte Menschen gearbeitet habe aber ich denke viele Menschen sind unsicher! So ist der Mensch wohl: Unbekanntes wird möglichst umgangen! LEIDER!!! Ich habe mit Behinderten Menschen sehr viele schöne Momente erlebt!
dh :-))
Ich hatte von Ablehnung kein Wort erwähnt! Es tut mir aber total gut, mal die andere Seite zu sehen, nicht nur die Sicht der Mutter eines behinderten Kindes!
das Wort "Ablehnung" hab ich nicht auf Dich bezogen;
Ach so, sorry!