Frage von abd222, 66

Wie steht ihr eigentlich zur EU?

insbesondere jetzt während der flüchtlings und finanzkrise (in griechenland etc.). ich habe schon viele Meinungen gehört und würde mal gerne wissen was ihr dazu sagt. eure position zur eu.

Antwort
von Interesierter, 33
Die EU ist gut, aber es muss Reformen geben!

Wer mal etwas in den Geschichtsbüchern blättert, wird sehr schnell feststellen, dass in Europa ständig Krieg herrschte. 

Erst durch die Europäische Einigung, die Bildung der EU und nicht zuletzt durch die Einführung des EURO konnten Feindseeligkeiten abgebaut und die Völker versöhnt werden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Wir haben hier in Mittel- und Westeuropa seit über 70 Jahren einen stabilen Frieden, der uns allen zugute kommt. Eine so lange Zeit des Friedens gab es in Europa seit Hunderten von Jahren nicht. 

Die EU ist nicht perfekt und verschiedene Dinge gehören reformiert. Ganz oben auf der Agenda sollten die Themen Finanzen und Flüchtlinge stehen.

Eines sollten wir aber nicht vergessen: Als Gemeinschaft ist Europa die grösste Wirtschaftsmacht der Erde. Für sich alleine ist jedes Land unbedeutend. Wir sollten uns daher die Frage stellen, ob wir gemeinsam etwas zu sagen haben wollen, oder ob wir jeder für sich eben nichts zu melden haben wollen.

Antwort
von Serpiroyal, 26
Die EU ist gut, aber es muss Reformen geben!

Hi,

das anfängliche Konzept der EU, langfristig den Frieden in Europa zu sichern, wurde erreicht: Seit bestehen der Staatengemeinschaft gab es keine militärischen Auseinandersetzungen mehr innerhalb von Europa, und dafür wurde die EU meiner Meinung nach zurecht mit dem Friedensnobelpreis 2012 ausgezeichnet. Auch aus wirtschaftlicher Sicht profitiert Deutschland von der EU, insbesondere vom EU-Binnenmarkt. 

Aber es gibt auch einige Punkte zu bemängeln. Die EU hat sich in den letzten Jahren zu einer militaristischen, neoliberalen und undemokratischen Macht entwickelt, die immer mehr Einfluss auf Entscheidungen nimmt, die eigentlich in nationaler Kompetenz liegen sollten. Das größte Problem sehe ich darin, dass die Entscheidungen der EU-Kommission weder durch nationale Parlamente, noch durch das EU-Parlament demokratisch kontrolliert werden können.

Außerdem bemängele ich, dass die EU über ihre Liberalisierungspolitik für Kapital, Waren und Arbeitskräfte die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aushöhlt und eine militärische Interventionspolitik betreibt. Im Rahmen der EU lässt sich keine soziale und demokratische Politik gestalten, die diesen Bedürfnissen gerecht wird. 

Grundsätzlich befürworte ich die EU-Mitgliedschaft, allerdings muss es tiefgreifende Reformen geben – darunter auch die Annulierung des Vertrags von Lissabon. Ansonsten sehe ich in der EU keine Zukunft – der zunehmende Einfluss rechtsgerichteter Parteien in Europa zeigt, dass die überwiegende Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger diese Meinung teilt. 

Antwort
von StevenArmstrong, 12
Die EU ist gut, aber es muss Reformen geben!

Hallo,

die EU ist meiner Meinung nach nichts weiter, als ein Verein von Konzernen und geldgierigen Mitgliedsstaaten, die nur Geld verdienen wollen und nichts für die Gemeinschaft tun (s. Ungarn, GB, Polen,...).

Das die EU demokratisch ist, ist meiner Auffasung nach falsch:

In einer Demokartie macht das Volk, bzw. das Parlament, die Gesetze und nicht die Regierung.

In der EU nehmen die Komission und der Ministerreat die Position der Regierung ein und machen alleine Gesetze. Das Parlament darf keine Gesetze machen und kann Gesetzesvorschläge des Komission und des Ministerrates höchstens blockieren.

Einmal im Monat findet ein Wanderzirkus zwischen Straßbourg und Brüssel statt. Bei diesem wandert das ganze EU-Parlament für ein paar Tage nach Brüssel, wo der Sitz der Komission und des Ministereates ist. Meiner Meinung nach zeigt, dass das Parlament die Komission und den Ministerrat immer um Erlaubnis bitten muss, wenn es etwas machen will.

Weiterer Grund: TTIP. Nicht einmal im  og. parlament darf der TTIP-Vertrag eingesehen werden. Aber Komission und Ministerrat sind einstimmig dafür.

Außerdem erhalten manche Staaten Sonderrechte, allen voran Grobritannien mit dem neuen Veto gegen EU-Beschlüsse. Damit muss GB nicht die EU-Beschlüsse einhalten, während der Rest Europas sich der EU anpassen muss. Und dafür bekommt GB auch Subventionen für irgendwelche speziellen Dinge, wie Kultur, Landwirtschaft oder was auch immer.

Was ich persönlich am schlimmsten finde: Die Politikverdrossenheit der Jugend. Man liest in den Schulbüchern, wie die EU funktioniert, genauso, dass die Demokratie unerlässlich ist. Aber niemand merkt oder regt sich darüber auf, dass die EU eigentlich undemokratsich ist.

MfG

Steven Armstrong


Antwort
von implying, 28
Die EU ist gut, aber es muss Reformen geben!

die EU wurde von anfang an falsch angegangen. der Euro sollte als basis dienen, dabei war klar, dass eine gemeinsame währung nur das i-tüpfelchen einer bereits abgeschlossenen union sein kann. außerdem entfernt sich die EU immer weiter von einer demokratie... es ist schade was die politik draus macht. im endeffekt werden nur noch die banken das sagen haben.

mit nationaler souveränität und flüchtlingen und co hat das alles im prinzip wenig zu tun. die probleme liegen woanders.

Antwort
von doppelgemoppel, 4
EU ja, aber nur wenn die nationale Souveränität beibehalten wird!

Ich wäre eher für ein Europa der Vaterländer und nicht für ein Europa das zu einem Bundesstaat wird. Es gibt einfach zu viele kulturelle und wirtschaftliche Unterschiede. Zudem besteht somit immer eine Gefahr der Fremdbestimmung, wo Gesetze von der Mehrheit der Nationen durchgesetzt werden, die andere Länder vielleicht gar nicht wollen, aber dennoch umsetzen müssen. Und man sieht jetzt schon, dass viele Nationen einfach machen, was sie wollen. Sei es nun bei der Flüchtlings oder der Schuldenpolitik. 

Ich bin trotzdem für den Fortbestand der EU, da sie uns bis heute den Frieden in Europa gesichert hat und es durch sie Erleichterungen im Binnenhandel gibt. Aber ich finde auch, dass sie verkleinert werden sollte und sich nicht in Angelegenheiten einmischen sollte, die nur einzelne Nationen betreffen.

Antwort
von HelmutPloss, 34
Die EU ist das Beste, was uns je passieren konnte!

Die EU ist gut! Denn wer miteinander redet, schießt nicht aufeinander.

Kommentar von StevenArmstrong ,

In Europa wird genug geschossen. Siehe Ukraine.

Außerdem gibt es genug Leute, die schießen und reden gleichzeitig können.

Antwort
von KDidk, 30

Der Zusammenhalt zwischen den Mitgliedsstaaten ist wie ein Stück getrocknete Sc*eiße. Wer sich Vorteile schaffen will oder grade keine Lust mehr hat, der droht damit auszutreten und Länder wie Polen und Ungarn sind zwar in der EU, aber möchten sich nicht an konstruktiven Problemlösungen beteiligen.

Antwort
von Hoegaard, 32

Was hast du davon, wenn du noch mehr Meinungen hörst?

Kommentar von abd222 ,

um ein gesamtbild von der community zu haben :)

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