Frage von weekndxo, 142

Wie steht ihr eigentlich zu den Medien und zu der Politik? Gibt es Leute die den Medien wirklich vollkommen Vertrauen? Wenn ja, was gibt euch die Sicherheit?

die Sicherheit den Medien zu vertrauen*

Antwort
von Pudelcolada, 14

Seltsame Frageformulierung: Wie ich wohl zu "den" Medien und zu "der" Politik stehe?

Weiter unten schreibst Du ja dann, Du beziehst die Frage auf Nachrichtenmedien und Berichterstattung. In diesem Bereich existiert eine große Bandbreite von klar weltanschaulich wertenden Medien über Trivial- und Boulevardjournalismus bis zu möglichst sachlich und neutral gehaltener Berichterstattung.

Um mich umfassend informiert zu fühlen, halte ich für nötig, möglichst viele Quellen zu nutzen, wofür ich im Alltag einfach nicht die Zeit aufbringe.
Letztendlich macht die Mischung den Unterschied.
Aber im Alltag halte ich die öffentlich-rechtlichen Nachrichtensendungen in Verbindung mit Hintergrundreportagen und ab und zu einer Tageszeitung für ausreichend.

Bei der Information ist mir wichtig, dass Kommentare und Meinungsäußerungen klar gekennzeichnet sind, was leider nicht immer der Fall ist.

Unter dem Strich vertraue ich der Berichterstattung soweit, dass ich meine, mich bei entsprechendem Zeitaufwand durchaus gut und sachlich informieren zu können.

Antwort
von hutten52, 25

Ich vertraue den Mainstreammedien seit der Einwanderungskrise überhaupt nicht mehr. 

Antwort
von Minabella, 95

Es gibt viele Medien, Bücher Zeitungen was genau?

Kommentar von weekndxo ,

Geht eigentlich alles . Aber ich meine jetzt spezifisch Nachrichten , sei es in Internet ,Fernseher oder Zeitung .

Kommentar von weekndxo ,

Im

Kommentar von Minabella ,

Ich glaube nicht alles, da die Informationen immer anders dargestellt werden können oder Infos weggelassen werden können. Man kann sich zwar informieren aber ich vertraue nie blind.

Antwort
von LordFantleroy, 51

Ich vertraue unseren Medien, weil sie frei sind in der Berichterstattung und weil in unserem politischen System Medien unterschiedliche Standpunkte vertreten können und ein breites Meinungsspektrum unserer Gesellschaft widerspiegeln. 

Eine falsche Berichterstattung einzelner Medien kann und wird von anderen Medien aufgegriffen und entsprechend korrigiert, da sich Journalisten in ihrer Arbeit gegenseitig überwachen und kontrollieren.

Wenn es doch mal zu Versäumnissen kommen sollte, werden diese auch thematisiert und öffentlich diskutiert.

Wer aber in Bezug auf unser Mediensystem von einer "Gleichschaltung" spricht, der hat es offenbar weder verstanden, was eine "Gleichschaltung" eigentlich bedeutet, noch ist er bereit sich etwas differenzierter mit unserem Mediensystem auseinanderzusetzen und zu reflektieren, denn schließlich dürfen sowohl rechtsextreme als auch linksextreme Verlage ungestört publizieren, solange sie nicht gegen bestehende Gesetze verstoßen. Wer hier mit solchen Begriffen operiert, hat offenbar jedes Maß verloren.

Aktuell vergibt Freedom House die BRD in seinem "Freedom of the Press"-Index der BRD 20 von 100 möglichen Punkten, was dem Status "Free" entspricht (wobei 0 Punkte dem besten Wert und 100 Punkte dem schlechtesten Wert entsprechen).

https://freedomhouse.org/report/freedom-press/freedom-press-2016

Reporter ohne Grenzen hat die BRD dieses Jahr auf Rang 16 verwiesen, eine Verschlechterung um vier Ränge im Vergleich zum Vorjahr, die sich durch die zunehmenden Angriffe und Drohungen gegen Journalisten ergeben, wer sich fragt, woran das liegen könnte, kann ja mal bei den "Lügenpresse"-Krakelern anfragen.

https://www.reporter-ohne-grenzen.de/rangliste/2016/

Wir liegen also immer im internationalen Vergleich noch immer gut im Rennen und können uns, im Vergleich zu vielen anderen Staaten der Welt, wo Journalisten verfolgt, verhaftet, eingesperrt oder sogar umgebracht werden, nicht beklagen, aber es ist eben eine typisch deutsche Eigenschaft ständig auf allerhöchstem Niveau zu jammern.

Kommentar von Unsinkable2 ,

Reporter ohne Grenzen hat die BRD dieses Jahr auf Rang 16 verwiesen, eine Verschlechterung um vier Ränge im Vergleich zum Vorjahr, die sich durch die zunehmenden Angriffe und Drohungen gegen Journalisten ergeben, wer sich fragt, woran das liegen könnte, kann ja mal bei den "Lügenpresse"-Krakelern anfragen.

Lügenpresse! ;) Das ist nur die halbe Wahrheit. 

Die RoG kritisieren auch die zunehmende "staatliche Verfolgung" von Journalisten in Deutschland. Und auch der angesägte Quellenschutz, den einige Parteien, vor allem aber CDU, CSU und SPD, gern noch weiter eingeschränkt sehen würden, ruft bei den RoG erhebliches Stirnrunzeln - und die Ankündigung weiterer Herabstufungen - hervor.

Wir liegen also immer im internationalen Vergleich noch immer gut im Rennen

Euphemismen! Für eines der "freiesten und demokratischsten Länder der Welt" ist der Platz 16 (und die Herabstufung um vier Plätze innerhalb eines Jahres) eine Katastrophe.

Wer aber in Bezug auf unser Mediensystem von einer "Gleichschaltung" spricht, der hat es offenbar weder verstanden, was eine "Gleichschaltung" eigentlich bedeutet, noch ist er bereit sich etwas differenzierter mit unserem Mediensystem auseinanderzusetzen und zu reflektieren ... 



... oder der hat genau das gründlicher als du getan.

Die "unabhängigen/freien" deutschen Medien werden zu 97% von 10 Medienhäusern kontrolliert. Von der einfachen Klatsch-Zeitung bis zur Tages- und Wochenzeitung. Über 60% der Medien liegen sogar in der Hand von drei Familien.

Wer hier noch ernsthaft glaubt, es gäbe keine direkte und indirekte Steuerung, der hat offenbar nicht verstanden, was der Begriff "(konkurrierende) Vielfalt" eigentlich bedeutet, noch ist er bereit, sich etwas differenzierter mit dem Begriff "Diskussion" auseinanderzusetzen.

Eine falsche Berichterstattung einzelner Medien kann und wird von anderen Medien aufgegriffen und entsprechend korrigiert, da sich Journalisten in ihrer Arbeit gegenseitig überwachen und kontrollieren.

Soweit zum Ideal-Bild des (deutschen) Journalismus.

In der Realität sieht es etwas anders aus, wie beispielsweise der ehemalige Chef-Redakteur des ZDF zu berichten weiß: Weil er gar zu kritisch war, wurde er der Politik unbequem und dann einfach abgesetzt...

Die von dir behauptete Rezeption in den Medien sehe ich, abgesehen von ein paar Essays und Kommentaren hier und da, bis heute nicht. Aber es ist ja auch erst fünf Jahre her. Vielleicht bin ich nur zu ungeduldig?

Und ein letzter Punkt sei ebenfalls genannt: Journalisten werden immer häufiger in die "Freiberuflichkeit" gezwungen. Sie können also notgedrungen immer weniger recherchieren und müssen sich immer mehr dem Absatzmarkt, der nach reißerischen Headlines giert, beugen. 

Diese sinkende Qualität, und da sind wir dann wieder bei den RoG, wird ebenfalls weltweit mit Sorge beobachtet...

Kommentar von atzef ,

@ unsinkable

Langatmiges Geschwafel, das den Faktencheck nicht besteht.

Deutschland würde locker auf Platz 5 rangieren - gerade mal 0,62 Punkte hinter dem ersten. Wenn es keine rechtsextremistisch motivierten Übergriffe von NPDlern, AfDlern und Pegidisten auf Journalisten gäbe!

Insofern ist das Abrutschen Deutschlands auf Plat16 ausschließlich eine Totalbankrotterklärung der politischen Rechten in Deutschland und ihrer Hetze gegen die sogenannte "Lügenpresse"!

Statt irgendeines hauchs von Beleg für eine tatsächliche zentrale Steuerung der freien journalistischen berichterstattung zu erbringen, schwadronierst du lieber über Kapitalverflechtungen (ohne die zu belegen).

Wo sind die Heerscharen von "gesteuerten" Journalisten? Die musst du unausgesprochen klammheimlich alle für blöd, eingeschüchtert oder fügsam in ehrabschneiderischer Weise beleidigen, um das sagenhafte Phänomen zu erklären, warum nicht ständig einer über diese "Steuerung" auspackt.

Der ehemalige Chefredakteur wurde nicht abgesetzt. Das ist schlicht die Unwahrheit. Sein vertrag wurde nicht verlängert. Das wiederum auf Betreiben von mittlerweile abgehalfterten Gallionsfiguren der deutschen Rechten, Edmund Stoiber und Roland Koch - ein kleiner Vorgeschmack auf das, was uns blühte, wenn jemals die AfD mehr Einfluss bekäme...

Freiberufliche Journalisten repräsentieren keinesfalls automatisch geringere Qualität. In diese werden sie auch nicht von "bösen" Verlegern gezwungen, sondern vom Markt, der seit jahren von rückläufigen Abozahlen der Printmedien beherrscht wird.

Kommentar von LordFantleroy ,

Lügenpresse! ;) Das ist nur die halbe Wahrheit. 

Die RoG kritisieren auch die zunehmende "staatliche Verfolgung" von Journalisten in Deutschland. Und auch der angesägte Quellenschutz, den einige Parteien, vor allem aber CDU, CSU und SPD, gern noch weiter eingeschränkt sehen würden, ruft bei den RoG erhebliches Stirnrunzeln - und die Ankündigung weiterer Herabstufungen - hervor.

Genau, und als einziger Beleg wird der Fall "Netzpolitik" genannt, dessen "staatliche Verfolgung" auf Betreiben des Nachfolgers von Generalbundesanwalts Harald Range eingestellt wurde. Von einem Trend kann also keine Rede sein und was Parteien gerne würden wollen, darüber unterhalten wir uns gerne noch mal, wenn wir es als Gesetz vorliegen haben.

Euphemismen! Für eines der "freiesten und demokratischsten Länder der Welt" ist der Platz 16 (und die Herabstufung um vier Plätze innerhalb eines Jahres) eine Katastrophe.

Nicht wenn Leute von "Gleichschaltung" faseln und Zustände wie im "Dritten Reich" herbeiphantasieren, Du solltest meine Kommentare schon in ihrem Gesamtzusammenhang lesen.

... oder der hat genau das gründlicher als du getan.

Die "unabhängigen/freien" deutschen Medien werden zu 97% von 10 Medienhäusern kontrolliert. Von der einfachen Klatsch-Zeitung bis zur Tages- und Wochenzeitung. Über 60% der Medien liegen sogar in der Hand von drei Familien.

Wer hier noch ernsthaft glaubt, es gäbe keine direkte und indirekte Steuerung, der hat offenbar nicht verstanden, was der Begriff "(konkurrierende) Vielfalt" eigentlich bedeutet, noch ist er bereit, sich etwas differenzierter mit dem Begriff "Diskussion" auseinanderzusetzen.

Jetzt argumentierst Du hier gegen Strohmänner, es ging um eine herbeiphantasierte GLEICHSCHALTUNG und das bedeutet eine staatliche Vereinheitlichung und die findet hier nicht statt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Gleichschaltung

Soweit zum Ideal-Bild des (deutschen) Journalismus.

In der Realität sieht es etwas anders aus, wie beispielsweise der ehemalige Chef-Redakteur des ZDF zu berichten weiß: Weil er gar zu kritisch war, wurde er der Politik unbequem und dann einfach abgesetzt...

Vom Bildblog und Co also auch noch nie was gehört, naja, kann ja vorkommen. Man muss ja nicht alles kennen.

Was das Beispiel mit dem ZDF-Chefredakteur nun in diesem Zusammenhang damit zu tun hat, weißt Du offenbar selbst nicht so genau.

Die von dir behauptete Rezeption in den Medien sehe ich, abgesehen von ein paar Essays und Kommentaren hier und da, bis heute nicht. Aber es ist ja auch erst fünf Jahre her. Vielleicht bin ich nur zu ungeduldig?

Kann auch damit zu tun haben, dass Du dazu nur in der Gegenwart die Medien studieren musst.

Und ein letzter Punkt sei ebenfalls genannt: Journalisten werden immer häufiger in die "Freiberuflichkeit" gezwungen. Sie können also notgedrungen immer weniger recherchieren und müssen sich immer mehr dem Absatzmarkt, der nach reißerischen Headlines giert, beugen. 

Diese sinkende Qualität, und da sind wir dann wieder bei den RoG, wird ebenfalls weltweit mit Sorge beobachtet...

Deswegen empfehle ich eigentlich immer wieder meine Kommentare zu lesen und ihren Zusammenhang zu erschließen, ich habe nicht behauptet, dass alles perfekt sei und das es keinerlei Probleme gibt.

Wer mir allerdings ernsthaft erzählen will, eine Platzierung auf Rang 16 von 180 rechtfertige die Anwendung des NS-Begriffes "Gleichschaltung" um damit eine nähe der BRD zum "Dritten Reich" herzustellen um damit den Leuten in die Hände zu spielen, die meinten, wir leben in einer faschistischen Diktatur, die zu stürzen die Pflicht "aller anständigen Deutschen" wäre, während in anderen Ländern Journalisten von Staats wegen mit Verhaftung, Folter oder gar mit ihrer Ermordung gedroht wird, dem unterstelle ich allerdings jeden Realitätssinn verloren zu haben.

Kommentar von Unsinkable2 ,

Naive Rabulistik als Fundament einer Argumentation? 

Jetzt argumentierst Du hier gegen Strohmänner, es ging um eine herbeiphantasierte GLEICHSCHALTUNG und das bedeutet eine staatliche Vereinheitlichung

Erstens: Kann es sein, dass du den Begriff "Strohmann" ein bisschen willkürlich benutzt, weil du ihn noch nicht verstanden hast? 

Wäre es also nicht sinnvoll, wenn du dich zuerst informierst, bevor du einen derart naiven Offenbarungseid leistest? Zumal die Erklärung dazu wirklich kurz und selbst für schlichte Gemüter einfach zu verstehen ist: 

https://de.wikipedia.org/wiki/Strohmann

Zweitens: Wenn du schon dabei bist, solltest du dich auch noch einmal über "Gleichschaltung" informieren. Dabei geht es keineswegs, wie du naiverweise glaubst, um "staatliche Vereinheitlichung", sondern um die "Vereinheitlichung durch die Mächtigen".

Vom Bildblog und Co also auch noch nie was gehört

Nun, ich nahm - und das ist wohl mein Fehler - an, dass wir die Diskussion auf etwas höherem Niveau führen würden. 

Die Tatsache, dass es einige kritische Tertiär-Medien gibt, bedeutet für dich also "fehlende Gleichschaltung"? Nun, in der DDR gab es den "Sputnik". Deiner Argumentation folgend, waren die Medien in der DDR also "frei & unabhängig". ... So kann man auch argumentieren. Doch wohin, außer zu "infantiler Rechthaberei" soll das führen?

(Hilf mir: Muss ich neben dem Fehler, das Niveau der Argumentation zu hoch angesetzt zu haben, noch einen weiteren Fehler, namentlich den, dich für etwas älter und pubertärer Rechthaberei entwachsen zu sein gehalten zu haben, zugestehen?)

Was das Beispiel mit dem ZDF-Chefredakteur nun in diesem Zusammenhang damit zu tun hat, weißt Du offenbar selbst nicht so genau.

Die Frage, die ich dir stellen soll, wird immer offensichtlicher: Weißt du es denn? (Das stand allerdings in einigen Leitmedien. Im Gegensatz zu so manch anderer Information. Wenn du es also verpasst haben solltest, wird es doppelt bemerkenswert; zumal es eine heftige Zäsur in den deutschen Medien war.)

Aber zurück zum eigentlichen Thema: Wenn du die Medien nutzt, wenn du das Radio einschaltest, wenn du den Fernseher einschaltest, wenn du eine beliebige Zeitung der Leitmedien liest: Welcher Eindruck wird dir von Russland vermittelt? 

  1. Es wird ausgewogen über Russland berichtet. Beispielsweise weiß ich aus den Leitmedien nicht nur, dass die russische Armee in der Ukraine eingefallen ist; ich weiß auch die Details des militärischen und finanziellen Engagements der USA  in der Ukraine. Und ich weiß auch, dass die USA den ukrainischen Ministerpräsidenten und den ukrainischen Präsidenten bereits namentlich festlegten, noch bevor überhaupt klar war, dass es in dem Land "Neuwahlen" geben würde.
  2. Es wird einseitig und plakativ-demagogisch über Russland berichtet. Viele Dinge, die auf der zweiten Waagschale liegen, kommen erst tröpfchenweise ans Licht. Manches von dem, was auf der ersten Waagschale liegt, stellt sich später als "Ente" heraus, hat aber bis dahin propagandistische Aufgaben erfüllt. Und überhaupt: ein Gesamtüberblick fehlt völlig.

Hinweis: Ich werde dich beim Wort nehmen, LordFantleroy. Dein Wissen wird auf den Prüfstand kommen. Beispielsweise auch jenes über das Assoziierungsabkommen. Es wird also sehr lustig werden, wenn du versuchst, dich über die "nicht gleichgeschalteten" Leitmedien zu informieren und dort Wissenslücken zu schließen...

Könnte es also nahe liegen, dass eines von zwei Dingen eingetreten ist:

  1. Gleichschaltung existiert.
  2. Gleichschaltung existiert nicht. Stattdessen sind Journalisten reihenweise und urplötzlich an plakativ-propagandistischer Sprachhemmung erkrankt.

Wer mir allerdings ernsthaft erzählen will

Jetzt nähern wir uns so ganz allmählich des Pudels Kern, nicht wahr?!

Naive absolute Ablehnung als Fundament einer Negation der absoluten Pegida-Lügenpresse-Postulate.

Kannst du dir vorstellen, dass du damit auf dem gleichen Niveau, das du in deinem grammatikalisch bemerkenswerten Satz so vehement ablehnst, angekommen bist, LordFantleroy? 

Oder einfacher ausgedrückt: Kannst du dir vorstellen, dass die Wahrheit dazwischen liegt; und dass es, wenn du wirklich ablehnst, was abzulehnen du behauptest, deine Aufgabe wäre, genau das, was du nun dagegen unternimmst, zu vermeiden?

Oder, für atzef noch schlichter ausgedrückt: Die von dir angestrebte absolute Negation spielt Pegida und AfD in die Hände. Denn schon der erste Gegenbeweis ist ein Beweis für die "Lügenpresse"-Argumentation und wird selbige verstärken. Mit dem Zugeben vergibt man sich nichts. Problematisch wäre es nur dann, wenn es sich nicht ändern ließe, wenn man also WEISS, dass es "Lügenpresse" gibt; man aber nichts dagegen unternehmen kann...

Kommentar von LordFantleroy ,

Erstens: Kann es sein, dass du den Begriff "Strohmann" ein bisschen willkürlich benutzt, weil du ihn noch nicht verstanden hast? 

Wäre es also nicht sinnvoll, wenn du dich zuerst informierst, bevor du einen derart naiven Offenbarungseid leistest? Zumal die Erklärung dazu wirklich kurz und selbst für schlichte Gemüter einfach zu verstehen ist: 

Kann es sein, dass Du nicht mal weißt, was ein Strohmann-Argument ist?

"Ein Strohmann-Argument (auch Strohmann-Trugschluss, von englisch straw man fallacy oder straw man argument) ist eine rhetorische Technik. Dabei wird ein Streitgespräch fingiert, in dem den eigenen Argumenten angebliche Argumente der Gegenseite gegenübergestellt werden. Statt auf die tatsächliche Position des Gegners und seine Argumente einzugehen, wird gegen einen nicht anwesenden, fiktiven Gegner – den „Strohmann“ – argumentiert, dabei werden diesem oft verzerrte und undifferenzierte Versionen der gegnerischen Argumentation in den Mund gelegt. Es wird dann behauptet, die Widerlegung der Strohmann-Position wäre eine Widerlegung der tatsächlichen Position des Diskussionsgegners."

https://de.wikipedia.org/wiki/Strohmann-Argument

Zweitens: Wenn du schon dabei bist, solltest du dich auch noch einmal über "Gleichschaltung" informieren. Dabei geht es keineswegs, wie du naiverweise glaubst, um "staatliche Vereinheitlichung", sondern um die "Vereinheitlichung durch die Mächtigen".

Ach so, und die Regierung hat natürlich keine Macht, schon klar. Du hättest besser daran getan, den Link zu lesen, wenn Du schon vergisst eine Quelle für Deine Behauptung anzugeben, weil Du Dir den Begriff offenbar so zurechtlegst, wie es Dir gerade passt.

Wer sind denn diese ominösen "Mächtigen", wenn es der Staat und die Regierung nicht sein kann? 

Nun, ich nahm - und das ist wohl mein Fehler - an, dass wir die Diskussion auf etwas höherem Niveau führen würden. 

Die Tatsache, dass es einige kritische Tertiär-Medien gibt, bedeutet für dich also "fehlende Gleichschaltung"? Nun, in der DDR gab es den "Sputnik". Deiner Argumentation folgend, waren die Medien in der DDR also "frei & unabhängig". ... So kann man auch argumentieren. Doch wohin, außer zu "infantiler Rechthaberei" soll das führen?

Es hat wohl kaum etwas mit mangelndem Niveau meinerseits zu tun, den Bildblog lediglich als ein Beispiel von vielen zu erwähnen. Dass Dir eine Quelle nicht passt, kann ich mir lebhaft vorstellen aber was den Medienbetrieb der DDR angeht, darüber solltest Du Dich mal genauer informieren, denn die unterlagen allerdings einer staatlichen Kontrolle.

Die Frage, die ich dir stellen soll, wird immer offensichtlicher: Weißt du es denn? (Das stand allerdings in einigen Leitmedien. Im Gegensatz zu so manch anderer Information. Wenn du es also verpasst haben solltest, wird es doppelt bemerkenswert; zumal es eine heftige Zäsur in den deutschen Medien war.)

Es stand also in unseren Leitmedien? Alles klar, so sieht natürlich totale Gleichschaltung durch die Regie... äähhh, die "Mächtigen" aus. 

Aber zurück zum eigentlichen Thema: Wenn du die Medien nutzt, wenn du das Radio einschaltest, wenn du den Fernseher einschaltest, wenn du eine beliebige Zeitung der Leitmedien liest: Welcher Eindruck wird dir von Russland vermittelt? 

    1.) Es wird ausgewogen über Russland berichtet. Beispielsweise weiß ich aus den Leitmedien nicht nur, dass die russische Armee in der Ukraine eingefallen ist; ich weiß auch die Details des militärischen und finanziellen Engagements der USA  in der Ukraine. Und ich weiß auch, dass die USA den ukrainischen Ministerpräsidenten und den ukrainischen Präsidenten bereits namentlich festlegten, noch bevor überhaupt klar war, dass es in dem Land "Neuwahlen" geben würde.
    2.) Es wird einseitig und plakativ-demagogisch über Russland berichtet. Viele Dinge, die auf der zweiten Waagschale liegen, kommen erst tröpfchenweise ans Licht. Manches von dem, was auf der ersten Waagschale liegt, stellt sich später als "Ente" heraus, hat aber bis dahin propagandistische Aufgaben erfüllt. Und überhaupt: ein Gesamtüberblick fehlt völlig.

1.) Über diese "Details", die Du ja unserer angeblich gleichgeschalteten Presse entnommen haben willst, kannst Du nur wieder keine einzige Quelle angeben.

2.) Von welchen "Enten" Du jetzt genau sprichst, müsstest Du schon genauer erläutern, wenn ich den Fernseher einschalte und ich unsere Zeitungen lese, kommen auch Putin-Versteher wie Gabriele Krone-Schmalz, Helmut Schmidt, Sarah Wagenknecht, Matthias Platzeck und auch der Hamburger Rechtsphilosoph Reinhard Merkel durfte in einem Artikel der FAZ schon die Krim Annexion als legal rechtfertigen.

Von einer "Gleichschaltung" wie zu Zeiten des Nationalsozialismus sind wie also noch weit entfernt.

Kommentar von LordFantleroy ,

Hinweis: Ich werde dich beim Wort nehmen, LordFantleroy. Dein Wissen wird auf den Prüfstand kommen. Beispielsweise auch jenes über das Assoziierungsabkommen. Es wird also sehr lustig werden, wenn du versuchst, dich über die "nicht gleichgeschalteten" Leitmedien zu informieren und dort Wissenslücken zu schließen...

Und Du meinst ernsthaft, wenn Du mir Wissenslücken zu einem ganz bestimmten Thema nachweisen kannst, hast Du dann den absoluten Beweis dafür angetreten, dass unsere Medien gleichgeschaltet sind?

Nicht Dein Ernst, oder? Jetzt näherst Du Dich der Logik eines Aluhutes an.

Könnte es also nahe liegen, dass eines von zwei Dingen eingetreten ist:

    1.)Gleichschaltung existiert.
    2.) Gleichschaltung existiert nicht. Stattdessen sind Journalisten reihenweise und urplötzlich an plakativ-propagandistischer Sprachhemmung erkrankt.

Sie existiert nicht, den Nachweis des Gegenteils konntest Du bislang ebenso wenig erbringen, wie Du bislang eine "plakativ-propagandistische Sprachhemmung" nachweisen konntest. Alles, was Du bislang zustande gebracht hast, sind Nebelkerzen zu werfen. Meine übrigen Argumente hast Du offenbar aus gutem Grund vollkommen ignoriert und wolltest nicht drauf eingehen.

Jetzt nähern wir uns so ganz allmählich des Pudels Kern, nicht wahr?!

Naive absolute Ablehnung als Fundament einer Negation der absoluten Pegida-Lügenpresse-Postulate. [...]

Ich werde Deine Standpunkte auch weiterhin ablehnen, wenn Du den Beweis der Richtigkeit Deiner Argumente schuldig bleibst und Dich auch weiterhin nur in plumper Selbstbeweihräucherung übst aber weder Fakten bieten kannst, die Deine Argumentation stützen noch argumentativ irgendetwas anderes aufbieten kannst als hohle Phrasendrescherei.

Kommentar von atzef ,

Danke Lord! Sehr sachliche, nüchterne und daher wohltuende Beschreibung des Ist-Zustands.

Antwort
von Juli277di, 74

Deutschlands Massenmedien lenken. Unsere Leitmedien im deutschsprachigen Raum sind jetzt wie gleichgeschaltet. Sie berichten nur noch nach den Regeln der Politischen Korrektheit, betreiben im Interesse der USA Kriegshetze gegen Russland und unterdrücken den freien Informationsfluss. Es gilt als »Verschwörungstheorie«, dass Leitmedien uns Bürger mit Propagandatechniken gezielt manipulieren.

Ganz leicht zum ergoogeln: Atlantik-Brücke, Trilaterale Kommission, German Marshall Fund, American Council on Germany, American Academy, Aspen Institute und Institut für Europäische Politik.

LG Julian

Kommentar von 486teraccount ,

dito

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