Bei meinem Vater wurde Zucker festgestellt, der jetzt behandelt wird (spritzen muss er wohl nicht, wie es aussieht). Trotzdem macht er sich Sorgen, ob seine Fahrtüchtigkeit darunter leidet. Welche Erfahrungen habt Ihr da?
Auf dieser Seite (Asklepios Klinik Birkenwerder)steht ein sehr informativer Artikel "Fahrtauglichkeit bei Diabetes":
http://www.asklepios.com/birkenwerder/Klinikflyer/Diab_Fahrtauglichkeit.pdf
Wenn er richtig eingestellt ist, dürfte es kein Problem sein. Meine Mutter ist seit Jahrzehnten Diabetikerin und unfallfrei täglich mit dem Auto unterwegs.
Solange er noch mit Tabletten behandelt wird, ist eine Unterzuckerung selten möglich. Deshalb besteht auch keine Gefahr. Anders sieht das beim Spritzen aus. Dort passiert es schneller mal, dass man unterzuckert. Schon bei einem abfallenden Wert unter 4 lässt die Konzentration stark nach und man darf dann auf keinen Fall Auto fahren. Am besten nach einer guten Mahlzeit sich ins Auto setzen. Bei längeren Strecken unbedingt zwischenzeitlich den Zucker messen und gegebenenfalls Traubenzucker, Saft oder einen kleinen Snack zu sich nehmen. Ich habe Diabetes bereits seit 7 Jahren, fahre täglich zur Arbeit mit dem Auto und auch längere Strecken. Man muss sich halt an gewisse Regeln halten, dann gibts da auch keine Probleme. Das beste wird sein, wenn dein Vater an einer Diabetes-Schulung teilnimmt, da werden alle Probleme/Fakten genau erläutert und es gibt Infobroschüren. Vielleicht kann er sich auch ein Buch über Diabetes zulegen, da wird auch alles erklärt.
Angela2305 am 13. Mai 2008 11:41 Das hast Du super erklärt. Ich habe seit 2 Jahren Dia II.
danke
Perfekt erklärt!
man kennt sich halt aus nach 7 Jahren mit der krankheit lebend und diversen Schulungen.
Ja, seine Fahrtüchtigkeit kann unter dem Diabetes leiden oder sogar temporer ganz aussetzen. Diabetiker sollten ihr Gesichtsfeld regelmäßig untersichen, weil bei Ihnen oft ganze Netzhautbereiche unbemerkt absterben, was sie selbst nicht unbedingt merken, bis es kracht. Auch kann ein Diabetiker unter Stress einen Zuckerschock kriegen und ohnmächtig werden. Daher, wenn man sich anfängt aufzuregen, sollte man vorsichtshalber einen Traubenzuckerdrops in den Mund nehmen, um eben diese Gefahr zu bannen.

Er sollte es mit seinem Arzt besprechen, wenn es der Behörde bekannt ist oder wird oder bei der Ausführung im Straßenverkehr Fehler auftreten die auf seinen Diabetes herrühren, kann er Schwierigkeiten bekommen. Es ist eine Gradwanderung und man muss es selber einschätzen können. Wenn der Diabetiker z.B. unter häufiger Unterzuckerung leidet und die Symtome nicht frühzeitig erkennt ist es äußerst gefährlich einen PKW zu Fahren bzw. zu Führen. Grundsätzlich spricht aber von der gesetzlichen Seite nichts dagegen. Da ist es wie mit dem Brillentragen - weiß es die Behörde vorher ,verlangt sie einen Nachweis der bis zur MPU führen kann. Also richtig abwiegen mit wem man über dieses Problem spricht. Mir ging es mit der Einnahme vom BTM auch so und brauche jetzt einen Fahrer.(leider und manchmal auch Gott sei Dank)

ich denke mal wenn man Sorgsam mit seiner Diabetis umgeht dürfte es da keine Probleme geben....

Ich finde Diabetes Personen schon recht bedenklich am Lenkrad. Die meisten haben sich aber gut im Griff... Schlimmer finde ich Krampfer am Steuer ! Wie oft das hingenommen wird ...
Angela2305 am 13. Mai 2008 11:42 Wenn Du gut eingestellt bist, gibt es überhaupt keine Bedenklichkeit.
M. P. am 13. Mai 2008 11:47 Was den Diabetes betrifft oder den Iktus ?
Angela2305 am 13. Mai 2008 11:58 Natürlich den Diabetes ;-))
M. P. am 13. Mai 2008 12:02 DAS beschrieb ich ja ;oo))
Bei einem gut eingestellten Diabetes ist die Gefahr sehr gering, dass die Fahrtüchtigkeit leidet. Gefährlich sind Unterzuckerungen und man sollte sich dann so wie von Sammi beschrieben, verhalten. Die langfristigen Folgeerscheinungen durch einen schlecht eingestellten Diabetes, wie z.B. Netzhautablösungen, würde Dein Vater ja auch in anderen Lebensbereichen bemerken und entsprechend reagieren.
Die Behörden interessiert es erst einmal gar nicht, ob jemand an Diabetes erkrankt, wenn er den Führerschein bereits hat. Die werden erst aktiv, falls es aufgrund des Diabetes zu einem Unfall kommt. Anders verhält es sich, wenn man bereits Diabetiker ist und den Führerschein machen will. Dann bestehen erst einmal von Amts wegen Bedenken gegenüber der Fahrtauglichkeit und man muss ein Attest vorlegen.
Ich bin übrigens Typ 1-Diabetiker und fahre seit über 25 Jahren Auto und Motorrad. In der ganzen Zeit habe ich die Fahrt ein einziges Mal unterbrochen, weil ich das Gefühl hatte, dass mein Blutzucker sinkt. Wenn man seine Krankheit im Griff hat, ist das Autofahren überhaupt kein Problem.
Diese Seite ist sehr aufschlussreich, DH