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Wie steht es in unserer heutigen Zeit mit der Kollegialität?

gefragt von JustinJustin am 24.09.2007 um 16:30 Uhr

Eine Bekannte ist bei einer Baufirma im Büro beschäftigt, 3 Kollegen sind noch im Urlaub. Nun sind auf einmal sehr viele Aufträge hereingekommen, unsere Bekannte macht Überstunden und nimmt auch Arbeiten mit nach Hause - Statiken und Zeichnungen -. Sie meint, das wär alles nur Schadensbegrenzung! Die übrigen Kollegen wollen nicht helfen, sie hätten genug zu tun. Leider ist in dieser Firma Urlaubsvertretung etc. nicht exakt geregelt, der Chef setzt auf Freiwilligkeit. Ist das Verhalten der Kollegen ein Zeichen unserer heutigen Zeit? Wie steht es mit der Kollegialität?


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Knowledge
beantwortet von Knowledge am 24. September 2007 16:36
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Also, ich kann da nur für mein Unternehmen sprechen: Sowas würde bei uns nicht vorkommen. Aber ist meine Erfahrung repräsentativ? Ich habe wohl das Glück gehabt, immer in Unternehmen zu arbeiten, in denen die Kollegen sich gegenseitig unterstützten. Langfristig gleichen sich so ohnehin die "freiwilligen Einsätze" aus. Wie sieht es denn mit den Urlaubstätigkeiten der Anderen aus? Vielleicht sind sie weggefahren und können nicht so schnell einspringen; dafür sollte man auch (wie eure Bekannte) Verständnis haben.

Kommentar von Simple_avatar4smallJustin am 24. September 2007 17:49

Möchte mich hier bei allen Antworten bedanken und noch einmal kurz erläutern: Die Firma ist an sich topp, viel Erfahrung, der Chef sehr tolerant, also nicht unbedingt der typische Chef. Ich selbst glaubte nun, dass man sich doch normalerweise auch mit der Firma identifiziert und wenn die Arbeit es erforderich macht, mal etwas "ranklotzt". So war es jedenfalls früher in meiner Firma und so gut wie alle Kollegen sorgten dafür, dass alles reibungslos läuft. Deshalb war meine Frage nach der Kollegialität. Hinzu kommt doch auch, dass man doch heutzutage froh sein kann, einen krisenfesten bzw. einen Job in einer gesunden Firma zu haben.


Morris
beantwortet von Morris am 24. September 2007 16:48
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Ein berühmter Satz lautet: "Der Fisch fängt am Kopf an zu stinken."
Der Chef sollte Verantwortung für seinen Job als Chef übernehmen und dafür sorgen, dass die Arbeit gescheit verteilt wird. Schließlich profitiert er selbst ja proportional am meisten von neuen Aufträgen.
Das hört sich aber eher so an, als ob er froh wäre, eine "Dumme" gefunden zu haben, die sich freiwillig (und ohne Bezahlung?) die Arbeit macht. Diesen Schuh sollte sich Deine Bekannte nicht anziehen. Vielleicht haben die Kollegen ja schon entsprechende Erfahrungen mit dem Chef gemacht und wollen deshalb nicht mehr ihre Freizeit opfern...


Luise
beantwortet von Luise am 24. September 2007 16:41
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Ich glaube damit steht es nicht besser oder schlechter als früher, das hängt immer vom einzelnen Betrieb und vom Betriebsklima ab. Kann auch sein, dass Deine Bekannte erst kurz in der Firma ist und die betriebsälteren Mitarbeiter schon wissen, was sie tun. Gerade in Baufirmen geht es immer mal wieder drunter und drüber in einzelnen Phasen. Da ist vor allem der Chef gefragt, der muss delegieren. Und das wird er wohl machen, wenn es heiß wird. Ist jedenfalls sehr nett, dass sie das macht, aber nur phasenweise ist richtig, nicht dauerhaft, sonst wird sie ausgenutzt.


anonym
beantwortet von sternschnuppe am 24. September 2007 17:38
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Ich frage mich, warum ausgerechnet deine Bekannte sich einen Schuh anzieht, der keinem der anderen Kollegen zu passen scheint? Sie sollte mit dem verantwortlichen Chef sprechen und nochmal mit den Kollegen, um das Problem "Urlaubsvertretung" langfristig zu lösen. Wenn sich keiner zu einer Lösung bequemt und das nur abgetan wird unter ferner liefen, dann muss sie selbst wissen, ob sie sich den Stress antun möchte. Außerdem sollte sie ihre urlaubenden Kollegen ansprechen, wenn diese wieder da sind. Schließlich ist es auch an ihnen, dafür zu sorgen, dass die Arbeit ohne sie reibungslos weiterlaufen kann.


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