Frage von Robert4322, 75

Wie stehen die Rechte zur Konventionalstrafe?

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe ein Problem mit einer Arbeitsvermittlung. Bei dieser habe ich einen Vertrag unterschrieben, wo es eine Klausel mit dem Inhalt, dass ich mich verpflichte eine Vertragsstrafe bis zur Höhe eines Bruttomonatsgehalts zu zahlen, wenn das Arbeitsverhältnis durch außerordentliche Kündigung beendet wird. Geschieht dieses während der Probezeit, ist die Höhe der Vertragsstrafe anteilig nach der Dauer der einzuhaltenden Kündigungsfrist zu berechnen. (Unternehmen) bleibt es unbenommen, einen weitergehenden Schadensersatzanspruch geltend zu machen.
Nun zum eigentlichen Problem. Ich habe alles richtig gemacht. Ich habe 1 Tag für dieses Unternehmen gearbeitet und hatte am nächsten Tag, weil ich was falsches gegessen habe eine leichte Lebensmittelvergiftung. Damit bin ich natürlich zum Arzt gefahren und habe mich krank schreiben lassen. Ich habe außerdem, wie es sich gehört in dem Unternehmen, wo ich arbeite und bei der Arbeitsvermittlung angerufen und Bescheid gesagt. Am nächsten Tag hat meine Mutter dann die Krankschreibung zur Arbeitsvermittlung gebracht. Da ich einen befristeten Vertrag hatte. Der nach meiner Krankheit zu Ende gewesen wäre. Habe ich am selben Tag noch meine Kündigung fertig gemacht und diese der Arbeitsvermittlung zukommen lassen. Ich habe Sie gleichzeitig aufgefordert mir eine Bestätigung zukommen zu lassen, was bis jetzt nicht erfolgte. Nun habe ich aber Post bekommen mit der Abrechnung für den 1 Tag den ich gearbeitet habe. Darin steht beim Unterpunkt Netto-Bezüge/Netto-Abzüge, dass ich eine Konventionalstrafe von 229,60€ + die Bezahlung der Arbeitskleidung (20€) begleichen muss. Die Arbeitskleidung habe ich auch zurückgegeben. Nun weiß ich nicht, wie ich mich verhalten soll. Ich habe schließlich fristgerecht gekündigt und eine Krankschreibung für die Zeit des Fehlens abgeben lassen. Ich habe lediglich Zeugen die dies beweisen könnten. Nun habe ich Angst, dass Sie meine Bescheinigung und meine Kündigung haben verschwinden lassen.
Ich hoffe Sie können mir helfen.
Ich bedanke mich schon mal herzlichst für Ihre Hilfe.
Mit freundlichen Grüßen
Robert

Antwort
von DerHans, 16

Ich gehe mal davon aus, dass du volljährig bist. Dann gelten Verträge, die du unterschreibst, natürlich auch.

Wer hat dich denn gezwungen, einer solchen Bedingung zuzustimmen?

Natürlich kann die Konventionlastrafe nicht höher sein, als dein potentieller Verdienst für die 14 Tage.

Antwort
von Georg63, 41

Da ich einen befristeten Vertrag hatte. Der nach meiner Krankheit zu Ende gewesen wäre.

Wozu dann die Kündigung?

Kommentar von Robert4322 ,

Da ich den Platz freimachen wollte, damit jemand neues an meinen Platz im Unternehmen kommt. Jemand der krank ist bringt ihnen schließlich nicht viel.

Kommentar von Georg63 ,

Aber du hast doch fristgerecht gekündigt oder?

Kommentar von Robert4322 ,

Genau. Ich war krank geschrieben und meine Kündigungsfrist hat eine Dauer von 2 Tagen. Wie soll ich nun vorgehen ? Ich habe diese eingehalten. Wegen Krankheit die sogar entschuldigt ist, können Sie mir dann doch keine Konventionalstrafe geben oder ?

Kommentar von Georg63 ,

Du hattest einen Job der auf 3 Tage befristet war??? Und im Vertrag steht eine Kündigungsfrist von 2 Tagen? (sehr merkwürdig)

Wenn dem so ist, hast du nicht außerordentlich gekündigt und die Frage der Strafe stellt sich gar nicht. Widerspreche deren Forderung und fordere deinen Lohn für den gearbeiteten Tag ein.

Die Klausel mit der Strafe ist vermutlich sowieso ungültig.

Kommentar von Robert4322 ,

Er war auf 2 Wochen befristet. Diese wurde ich auch krank geschrieben. Danke für die Antwort. Ich werde es probieren. Halte dich auf dem laufenden.

Antwort
von Hope20, 16

Mein Gefühl sagt mir das du dich mal an den Zoll wenden solltest/könntest, da hier das Mindestlohngesetz umgangen wird. 

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