Wie stehen die Evangelischen zum Rosenkranz?

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11 Antworten

Die Evangelisten sind die Autoren von vier Büchern der Bibeln, den Evangelien. Falls du die tatsächlich meinst: Die äußern sich gar nicht zum Rosenkranz, den gab es nämlich damals noch nicht.

Trotzdem könnte man den Rosenkranz mit Hilfe der von den Evangelisten geschriebenen Bücher bewerten: Zum Rosenkranz gehören grob gesagt drei Gebete: Vater unser, Ehre sei dem Vater und Ave Maria.

Das Vater Unser ist biblisch begründet, das hat Jesus seinen Jüngern beigebracht, kann man in den Evangelien nachlesen.

Das Ehre sei dem Vater (und dem Sohn und dem heiligen Geist) kann insofern biblisch gerechtfertigt werden, als z.b. Jesus bei der Aussendung der Jünger nach seinem Tod sagt, sie sollen auf im Namen des Vaters, des Sohnes und des hl. Geistes taufen, damit ist zumindestens diese Dreigliederung begründet)

Und das Ave Maria lässt sich zwar biblisch damit begründen, dass es mit den Worten des Engels Gabriel an Maria anfängt. Aber die Marienfrömmigkeit in der katholischen Kirche ist so ein Thema für sich: Die evangelischen Christen sagen z.B. dass es nicht in Ordnung ist, Maria im Gebet anzusprechen und so quasi zwischen sich und Jesus als Mittlerin zu stellen (biblische Begründung: Es ist den Menschen kein Name im Himmel und auf der Erde gegeben durch den sie selig werden können außer dem Namen Jesu Christi (oder so ähnlich)) und sagen auch, dass Maria für die ganze Geschichte jetzt nicht so wichtig war, weil Jesus z.B. mal gesagt hat, dass seine wahren Geschwister und seine wahre Mutter die sind, die den Willen seines Vaters im Himmel tun und nicht die, von denen er abstammt.

(Das gehört nicht zu deiner Hausaufgabe, aber der Katholizismus hält z.B.dagegen, dass eines von Jesu letzten Worten am Kreuz war, dass er zu seinem Jünger Johannes gesagt hat "Siehe, deine Mutter" und zu Maria "Siehe, dein Sohn" und dass Jesus damit Maria als Mutter seiner Jünger und daher als Mutter der Kirche eingesetzt hat und dass Maria deshalb als Fürsprecherin für die Christenheit eintreten kann, auch wenn natürlich Christus der alles entscheidende ist. Maria ist auch im Katholizismus einfach nur eine Möglichkeit, sich Jesus Christus zu nähern, sie ist quasi nur ein Weg, aber nicht das Ziel. )

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Manche evangelische Christen beten den Rosenkranz, die meisten nicht. Es gibt protestantische Abwandlungen des Rosenkranzes wie beispielsweise den Christusrosenkranz und die "Perlen des Glaubens".

Evangelisten gibt es nur vier - und das sind die, ein Evangelium geschrieben haben. 

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Hallo cx,

wenn du mal unter den beiden Begriffen googelst, kannst du feststellen, dass es zur Zeit der Evangelisten (Matthäus, Markus, Lukas, Johannes) noch keinen Rosenkranz gab.

Wenn du "Evangelische" meinst: Die evangelische Kirche hat keine Heiligen- oder Marienverehrung. Sie hat also auch keinen Rosenkranz.

Wie sie dazu steht? Warum sollte sie überhaupt zu etwas stehen, was nicht ihr Gebiet ist?

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Einen Rosenkranz haben Evangelisten ganz einfach nicht. Es wird ohnehin kein Ave Maria gebetet.

Es gibt aber seit einer Weile die "Perlen des Lebens". Die sind so ähnlich:

https://de.wikipedia.org/wiki/Perlen_des_Lebens

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Was ist über den Rosenkranz zu sagen?

Viele Menschen, die zu Maria beten, haben gelernt, es bringe ihnen Segen, wenn sie in ihren Gebeten festgelegte Texte wie das Ave-Maria oder das Vaterunser wiederholen.

In dem Buch Symbols of Catholicism (Symbole des Katholizismus) heißt es: „Die verbreitetste Form der Marienverehrung ist zweifellos der Rosenkranz.“

Der Rosenkranz ist eine Gebetsübung zu Ehren der Jungfrau Maria. Außerdem ist ein Rosenkranz eine Kette mit Perlen zum Abzählen von Gebeten.

In dem genannten Buch wird erklärt: „[Der Rosenkranz] besteht aus fünf Zehnergruppen von aufgereihten Perlen, die jeweils durch eine einzelne Perle voneinander getrennt sind und zum Gebet von 50 Ave-Maria, 5 Vaterunser und 5 ‚Ehre sei dem Vater‘ einladen.“

Hört Gott mit Wohlwollen zu, wenn jemand andächtig den Rosenkranz betet?

Auch auf diese Frage finden wir eine verbindliche Antwort in Jesu Anweisung an seine Jünger:

Wenn ihr aber betet, sagt nicht immer und immer wieder dasselbe wie die Leute von den Nationen, denn sie meinen, dass sie erhört werden, weil sie viele Worte machen“ (Matthäus 6:7).

Jesus sagte zu seinen Nachfolgern also ausdrücklich, sie sollten in ihren Gebeten keine festgelegten Gebetsformeln wiederholen.

Nun könnte jemand fragen: „Aber hat denn Jesus seine Jünger nicht das Vaterunser beten gelehrt, das auch im Rosenkranz gebetet wird?“

Es stimmt, dass Jesus ein Mustergebet hinterlassen hat, das heute als Vaterunser bekannt ist. Interessanterweise tat er dies aber kurz nachdem er seine Nachfolger, wie gerade erwähnt, davor gewarnt hatte, „immer und immer wieder dasselbe“ zu sagen.

Dass Jesu Mustergebet nicht zum Auswendiglernen gedacht war, lässt sich auch daran erkennen, dass es an den zwei Stellen in der Bibel, die von Jesu Unterweisung über das Beten handeln, nicht im gleichen Wortlaut steht (Matthäus 6:9-15; Lukas 11:2-4).

Jesus drückte bei diesen Gelegenheiten ähnliche Gedanken aus, aber nicht mit den gleichen Worten. Das führt uns zu dem Schluss, dass Jesus seinen Nachfolgern nur Muster oder Beispiele liefern wollte, um zu zeigen, wie und worum sie passenderweise beten können. Wichtiger ist noch, dass uns Jesu Worte zeigen, an wen wir unsere Gebete richten sollten.

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Quelle:
g05 8. 9. S. 27 Sollte man zur Jungfrau Maria beten?

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Kommentar von Nadelwald75
06.10.2016, 11:33

Hallo Sturmwolke,

da du engagiert und sehr informiert bist, lohnt sich auch eine Information:

Deine Übersetzung von Mt6,7 ist mit der folgenden Auslegung für battalogesete nicht korrekt. Das ist schon deine Interpretation.

Der griechische Text: (Umschrift) Proseuchomenoie de me battalogesete hosper hoi ethnikoi, dokousin gar hoti te polylogia auton eisakusthesontai.
In der Einheitsübersetzung lautet das dann: Mt 6,7 Wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden (die Völker), die meinen, sie werden nur erhört, wenn sie viele Worte machen.

Es geht hier also nicht um Wortwiederholungen, sondern um sinnloses Geplapper.

Zu deiner Information etwas zum Rosenkranz aus katholischer Sicht:
Du weißt, was eine Meditation ist und wie sie eventuell ablaufen kann: Nach einer Einführung hat man einen bestimmten Gedanken, über den man in Ruhe nachsinnt. Dabei kann dann leise Hintergrundmusik laufen. Wichtig kann auch die Raumgestaltung (Gegenstände, Gerüche) sein oder bestimmte Körperhaltungen. Das hilft und verhindert, dass die Gedanken abschweifen.

In jedem Ave Maria des Rosenkranzes ist ein Einschub, der das eigentliche Gebet ist, z.B. „….gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus, der für uns mit Dornen gekrönt worden ist.“ Und das ist der eigentliche Gedanke, über den man meditiert

Als selbstgemachte „Hintergrundmusik“ – man braucht also keine Technik, keinen Fachmann, keinen Geistlichen – „läuft“ dann das „Gegrüßet seist du, Maria“. Und das ist nun das, was der Nichtkenner als „Geplapper“ bezeichnen müsste. Nicht dieses Ave Maria ist aber das Gebet, sondern eben die Besinnung und Meditation zum Jesus-Satz.

Der Rosenkranz ist also kein „Geplapper“, sondern eine sehr anspruchsvolle Gebetsform, die einen intensiven Glauben voraussetzt.

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Gar nicht.

In "Gottes Wort" steht nichts von solchem, das ist eine Erfindung der "Weltkirche" (Offb.12,9), die sich mit heidnischen Bräuchen (Ostern, "Weihnachten") abgibt.

In naher Zeit wird diese gegen die "Heiligen" (Offb.20,6) vorgehen, welche unserem ewigen Gott die Ehre geben (Offb.17,1-6).

Der Initiator aller "Religionen" wird dann gefangen geführt werden (Offb.20,2).

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Kommentar von Nadelwald75
05.10.2016, 20:20

Hallo fricktorel,

da bin ich mal gespannt, was du mit "naher Zeit" meinst!

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Es gibt ja auch überhaupt keinen Zusammenhang zwischen den Evangelisten und dem Rosenkranz.

Die E. kannten ja einen Rosenkranz nicht; konnten auch nicht, da er zu ihrer Zeit noch gar nicht existierte.

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Die Evangelisten, das sind Markus, Matthäus, Lukas und Johannes. 

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Protestanten (also jene welche  ein evangelisches Glaubensbekenntnis haben) besitzten kein Rosenkranz. Soweit ich es von den Katholiken erfahren habe, ist er ja dazu da, Sünden vergeben zu lassen, indem man das Ave Marie aufsagt.

Wir glauben wohl an die Vergebung der Sünden, aber wir müssen nichts weiteres machen, als diese zu bereuen und versuchen uns zu verbessern.

Ich kann jedoch nur die allgemeine österreichische Meinung dazu sagen - in Deutschland und andere Länder, in welcher der Großteil evangelisch ist, sind sie in vielen Hinsichten schon sehr katholisch unterwegs.

PS Deshalb wird du auch keinen Beichtstuhl in einer evang. Kirche finden.

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Kommentar von Nadelwald75
05.10.2016, 20:23

Hallo JoiMM,

....Soweit ich es von den Katholiken erfahren habe, ist er ja dazu da, Sünden vergeben zu lassen, indem man das Ave Marie aufsagt....

Toll! Habe ich noch nie gehört. - Ich bin katholisch.

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In den Evangelien wirst du nichts über einen Rosenkranz finden. Der kam erst im 11. Jahrhundert auf.

Wenn du aber die evangelische Kirche meinst: Dort macht sowieso jeder, was er will.

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Ja, können wir.

Beschreibe einfach das in den 4 evangelien der Bibel, kein Bezug zum Rosenkranz besteht. Und fertig.

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