Wie steckt man in einem Pflegeberuf - gerne Logopädie - die schweren Krankheiten der Menschen weg?

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4 Antworten

Nach dem ersten Schock wie schlecht es Menschen gehen kann gewöhnt man sich recht schnell daran. Das heißt nicht dass man abstumpft, man wird nur professioneller. Was mich dabei immer angetrieben hat und immernoch antreibt ist die Dankbarkeit meiner Patienten. Eine gesunde Portion schwarzer Humor und natürlich gute Kollegen können auch nie schaden :)

Ich bin Rettungsdienstler mit Intensivstationerfahrung.

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Kommentar von LaToulousaine
15.06.2016, 04:08

Als Rettungsdienstler mit Intensivstationserfahrung siehst Du extremste Sachen. Puh - Wie lange machst Du das schon? Und was meinst Du mit professionnell? Was geht da in Dir vor? Was ist das?

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Nicht jeder Logopäde hat schwer erkrankte Patienten. In der Neuro-Reha natürlich schon - auf ner Stroke-Unit auch.

Aber wenn du in einer "ganz normalen" logopädischen Praxis arbeitest, dann hast du mit ca. 80% Kindern zu tun. Kinderlachen, Patienten, die irgendwann auch "fertig" sind... da ist die Arbeit ganz anders als in Pflegeeinrichtungen etc...

Wenn dir also schwere Schicksale zu nah gehen (und es super, wenn man das vorher weiß!), dann gibt es andere Möglichkeiten, deinen Traumberuf zu ergreifen :-)

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Hallo LaToulousaine.

Ich bin Logopädin in einer Praxis. Wir behandeln alle Altersgruppen. Ich persönlich habe Kindern und Erwachsene in Behandlung. Ein "abstumpfen" kann ich mir nicht vorstellen, wegen meiner bunten Mischung. Aber auch in einer neurologischen Rehabilitationsklinik sind viele verschiedene Fälle vorzufinden. Oftmals ist bei den degenerativen Erkrankungen gar nicht das Ziel die Klienten zu "heilen", sondern eher der Erhalt bzw. kompensatorische Muster zu erarbeiten.
Gerne kannst du uns bei weiteren Fragen kontaktieren: 

www.logopaedie-in-waltrop.de

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Ich hab mal einen Krankenpfleger danach gefragt, wie er mit dem Umgang mit Kranken zurechtkommt, und der meinte, dass man sich daran gewöhnt. Sicher ist das für die meisten am Anfang ein Schock, aber die meisten kommen mit der Zeit damit klar.

Ob der Umgang mit kranken Menschen etwas für dich ist, kannst nur du selbst entscheiden. Statistisch gesehen sind Ärzte öfters von Burnout betroffen als andere Leute, aber das heißt nicht, dass du auf jeden Fall ein Burnout kriegst :)

Vielleicht bekommst du ja einen Praktikumsplatz in einer Praxis, dann kannst du mehr persönliche Erfahrung sammeln. Ich wünsche dir, dass du eine gute Entscheidung triffst!

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