Frage von Gelotologie, 72

Wie spürt man die Deutsche Einheit und ihre Folgen heute noch im Alltag?

Guten Abend. Könnte mir bitte jemand bei einer Aufgabe helfen? Ich komme nicht weiter. Die Aufgabe lautet: "Nennen Sie drei Punkte, inwieweit Sie die Deutsche Einheit und ihre Folgen heute noch (im Alltag) spüren können und begründen Sie diese."   Mir fällt dazu wirklich nichts ein, also ich spüre da nicht viel.. haha. 

Vielen Dank im Voraus!

Antwort
von abibremer, 16

Einer der zur Zeit besten deutschen Comedians ist der u.a. durch die HEUTE SHOW bekannte OLAF SCHUBERT, der sich selbst in unverkennbar sächsischem Dialekt als "Bundesolaf" bezeichnet.  Das weibliche komik-Pendant ist Simone Solga. Wer sich mit Getränken auskennt, der weiß, dass heute der Rotkäppchen-Konzern der bundesweit größte Hersteller nicht nur des gleichnamigen Sektes ist. Auch die Halloren-Kugeln gab es zu Zeiten der alten BRD in keinem Supermarkt zu kaufen.

Antwort
von zippo1970, 63

Für mich die größte Auswirkung der deutschen Einheit:

Raider heißt jetzt Twix

Irgendwie schmeckte es dann anders....

Kommentar von Gelotologie ,

Hahaha, super (':

Antwort
von Modem1, 13

Besonders spüren das die Arbeitnehmer in den neuen Bundesländern an den Löhnen welche niedriger sind.

Antwort
von wfwbinder, 64

Ich denke nicht, dass wir die Aufnahme der DDR in die Bundesrepublik separat sehen dürfen (Soli, 108.000 qkm und 16 Millionen Menschen mehr), sondern müssen es als Paket, "zusammenbruch des Ostblocks" sehen.

Ohne diese Vorgänge gäbe es:

kein Theater um die Ukraine

keine Osterweiterung der EU

keine Rumänischen Bettlerbanden auf der Straße

Weniger Defizit in der Rentenkasse 

usw. usw.

Aber wir brauchen darüber nicht nachzudenken, denn es ist wie es ist und wir sollten uns lieber darauf konzentrieren die noch vorhandenen Probleme zu lösen.

Kommentar von cherskiy ,

Es gäbe vor Allem kein Lohndumping, keine systematische Deindustrialisierung und Ausschlachtung der osteuropäischen Länder, keine Sanktionenkeulen wie gegenwärtig von den USA und ihren abhängigen Vasallen weltweit angewendet, keine NATO-Osterweiterung, keine Kappung der tradtionellen Handelsbeziehungen und möglicherweise kein IS.

Kommentar von wfwbinder ,
     keine systematische Deindustrialisierung und Ausschlachtung der osteuropäischen Länder, 

Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn haben doch gerade gute Wachstumsraten, Polen die höchsten in der EU. Nicht zuletzt durch die Hilfe aus Brüssel. Das Baltikum hat seine Krise auch überwunden.

Kommentar von cherskiy ,

Polen erlebt gerade die zweitgrößte Auswanderungswelle seiner Geschichte und das trotz der angeblich blühenden Wirtschaft. Die Süddeutsche Zeitung schrieb am 26.09.2014: “Der Arbeitsplatz ist aber nur einer unter mehreren Gründen für die Emigration. Professor Maciej Duszczyk, Experte am Zentrum für Migrationsforschung der Universität Warschau, erklärte der Zeitung Rzeczpospolita, weitere wichtige Faktoren seien die Bürokratie und das dadurch bedingte mangelnde Vertrauen in die staatlichen Institutionen, etwa das Gesundheitswesen oder die Justiz." (...) “Ein solches demografisches Problem beschäftigt auch die Politiker in anderen Ländern Mittel- und Südosteuropas, die ebenfalls in starkem Maße von Auswanderung betroffen sind. Der Nachbar Litauen zum Beispiel bilanzierte für 2013 einen Verlust durch Auswanderung allein von 8800 jungen Leuten im Alter von 14 bis 29 Jahren. Insgesamt ging die Bevölkerung nach Angaben des Statistischen Amtes in Vilnius 2013 um 28 100 oder ein Prozent auf 2,94 Millionen Einwohner zurück; gegenüber 2005 beträgt der Verlust sogar 12,3 Prozent. Ähnlich hohe Raten haben aufgrund einer starken Abwanderung vor allem jüngerer, gut ausgebildeter Menschen auch die beiden anderen Baltenstaaten Estland und Lettland sowie Bulgarien und Rumänien zu beklagen.“

http://www.sueddeutsche.de/politik/auswanderung-in-osteuropa-lieber-wie-die-deut...

Kommentar von wfwbinder ,

Ein britisches Sprichwort sagt: "Das Gras im Garten des Nachbarn ist immer grüner."

Es wird immer Leute geben, die es woanders hinzieht. Auch aus Deutschland gehen Leute in andere Länder. Es ist an den Politikern eines jeden Landes sich um ihre Bürger zu kümmern. Polen hat gerade die Alte Regierung abgewählt. Warten wir ab, was die neue bringen wird.

Aber die EU und Nato Osterweiterungen  waren nicht der Weisheit letzter Schluss.

Kommentar von cherskiy ,
Auch aus Deutschland gehen Leute in andere Länder.

Richtig. Was Du unterschlägst, bzw. was bei der Berichterstattung in den Medien manchmal unterschlagen wird, ist die Tatsache, dass im gleichen Zeitraum zigtausend Deutsche vom Ausland nach Deutschland zurückziehen. Insgesamt betrug die Zahl der Netto-Auswanderung 2005 beispielsweise also nur ca. 17.000, was ungefähr 0,02 % der Bevölkerung entspricht. Kein Vergleich zu der Auswanderung aus dem angeblich florierenden Wirtschaftsraum  der Neophyten der EU.

Polen hat gerade die Alte Regierung abgewählt.

Die haben gerade wieder mal erzkonservative US-amerikanische Marionetten à la "Lech Kaci´nski" gewählt.

Kommentar von 666Phoenix ,

wfw - "cherskiy" hat dir schon geantwortet. Mein kleiner Zusatz: der Soli kommt auch westlichen armen "Brüdern und Schwestern" zugute! Und ob nun die rumänischen "Bettlerbanden" das schlimmere Übel im Vgl. zu den deutschen Taschendieben sind, stelle ich auch unter Zweifel!

Kommentar von wfwbinder ,

Ich habe kein Problem mit dem Soli und eine Steuer die einmal beschlossen ist und erhoben wird, geht bekanntlich in den Haushalt ohne Zweckbestimmung.

Die Deutschen Taschendiebe sind uns ja zusätzlich erhalten geblieben.

Ausserdem hatte ich ja auch geschrieben, es ist so, wie es ist. Ein "könnte vielleicht anders sein, für den Fall, dass" ist kontraproduktiv, wir sollten unsere Energie darauf verwenden, Lösungen für die Probleme zu finden.

Nur die Bemerkungen von Chersky, dass die Einheit und die Auflösung des Ostblocks ja den Ländern mehr geschadet hat, ist eben als Vorwurf nicht hinzunehmen. Die Bürger der DDR sind auf die Straße gegangen und wollten, das die Grenze aufgeht. Schon Jahre davon hat Solidarnozs in Polen was ändern wollen.

Die östlichen Länder haben die Aufnahme in die EU beantragt und sind alles Empfängerländer. Ich finde es nicht angemessen, dass sich die "Wessis" dafür entschuldigen müssen, Ungarn, Polen, Bulgarien, Rumänien usw. zu subventionieren.

Denn obwohl man gerne aus den Brüsseler Kassen kassiert, will man sich z. B. am Flüchtlingsproblem nicht mal zu einem kleinen Teil beteiligen.

Antwort
von herakles3000, 72

Versuche es mal mit dem begriff solie (steuern) Wird heute noch bezahlt.!Lohngefäle ost und west usw. Frage mal deine eltern nach dem solie.!(mehr steuern weniger netto Geld vom lohn)

Antwort
von cherskiy, 25

Hier hast Du einen Artikel über die kulturellen und wirtschaftlichen Unterschiede.

http://www.zeit.de/feature/mauerfall-das-geteilte-land

Antwort
von Finda, 61

1. Um Berlin ist die Mauer weg
2. Merkel ist unsere Bundeskanzlerin (Ossi)
3. Das grüne Band ist ein sehr schöner Radweg geworden

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