Frage von Puschel2408, 35

Wie spreche ich jemandem auf Diabetes an?

Also ich habe jemanden mit Diabetes in meiner Klasse. Ich weiß das weil ich die insulinpumpe bemerkt habe und sie sehr viel darüber weiß. Ich verstehe einfach nicht warum sie es mir nicht sagt, ich würde sie deswegen nicht anders behandeln und das weiß sie auch. Eigl wäre mir das auch nicht so wichtig aber ich mache mir wenn sie sagt das sie müde oder ihr Schwindelig ist einfach nur Sorgen. Ich möchte, sollte es mal zu einem Notfall kommen ihr einfach schnell und gut helfen können. Sie geht mit ihrer Krankheit einfach so wahnsinnig gut um das beeindruckt mich jeden Tag aufs neue. So mein Problem ist jetzt das ich nicht weiß wie ich sie darauf ansprechen soll weil ich vermute das sich unser gutes Verhältnis ( wir verstehen uns sehr gut ) dadurch schlechter wird. Ich nehme es mir seit Wochen vor ihr es zu sagen das ich es weiß aber ich Trau mich einfach nicht bzw weiß nicht wie ich es ihr sagen soll. Habt ihr Ideen ?

Antwort
von WENDELINGUNDOLF, 19

Sag es einfach Mahl ganz direkt und frage warum sie es niemand sagt ( aber behutsam) und das du ihr gern im Notfall richtig gut helfen können würdest

Antwort
von lamarle, 35

Es ist ihre Erkrankung und ihr Vorrecht, darüber zu sprechen  - oder eben auch nicht. Wenn sie gut eingestellt ist und sich mit ihrer Erkrankung gut auskennt, sind Notfälle, wo Du helfen musst, eher unwahrscheinlich. Sie wird die Anzeichen für eine gefährliche Unterzuckerung gut kennen, es rechtzeitig bemerken und entsprechend gegensteuern können.

Wenn Du sie wirklich mal bewusstlos auffinden solltest, steck ihr einen Zuckerwürfel oder eine Traubenzuckertablette in den Mund, damit kannst Du eigentlich nichts falsch machen, bis der Notarzt kommt.

Kommentar von DanaBerlin ,

@ lamarle

Hey

Du hast es sicher nur gut gemeint, aber der Rat einem bewusstlosen Diabetiker etwas in den Mund zu schieben ist sehr gefährlich. Denn der Diabetiker kann daran ersticken.

Traubenzucker sollte man nur „verabreichen“ solange der Patient noch in der Lage ist zu kauen und zu schlucken! Wenn der Diabetiker ohnmächtig ist, hilft nur noch eine Glucagon-Spritze, die aber nur Fachpersonal, bzw. Menschen die sich sehr gut damit auskennen verabreichen sollten.

Gruß, Dana (Seit über 25 Jahren Typ 1 Diabetikerin).

Kommentar von lamarle ,

Okay, Dana, die Gefahr der Aspiration ist bei Bewusstlosen natürlich gegeben. Ich bin aber davon ausgegangen ( und habe  es nicht geschrieben, weil ich es für selbstverständlich hielt - mein Versäumnis), dass man einen Bewusstlosen erst mal in stabile Seitanlage bringt. Ich war davon ausgegangen, dass Glukose in Tablettenform, in die Wangentasche geschoben, sich auflöst und über die Mundschleimhaut auch aufgenommen wird.

Kommentar von Mouji ,

eine Moment. ich bi. sicher ihr meint es beide gut. Aber nur weil derjenige Diabetiker ist heißt das nicvt automatisch Zucker in den Mund (oder spritzen) was ist wenn der Diabetiker eh schon überzuckert ist? dann macht ihr alles nur schlimmer. am besten ist - wenn ihr das Testgerät findet- nachdem ihr den Notruf gewählt habt den Blutzuvker zu messen und dann wenn er Hoch ist in ruhe lassen ( die Info natüröich den Notärzten sagen) oder wenn er niedrig ist dafür zu sorgen das er hoch geht (das etwas verabreicht wurde muss aber auch den Ärzten mitgeteilt werden) LG Mouji

Expertenantwort
von Lirin, Community-Experte für Diabetes, 35

Hallo!

Da du dich ja sehr gut mit ihr verstehst, solltest du einen ruhigen Moment abwarten und sie vorsichtig darauf ansprechen. Mach sie darauf aufmerksam, dass du nicht böse bist, wenn sie nicht darüber reden will. Sag ihr, dass du bewunderst, wie sie damit umgeht.

Du merkst ganz schnell, ob sie darüber sprechen will. Ist ihr das Gespräch unangenehm, dann musst du akzeptieren, dass sie nicht darüber sprechen will.

Ich denke, es ist schön, wenn man Freunde hat, die sich Sorgen machen und wissen wollen, wie sie im Notfall helfen können!

Nur Mut, eure Freundschaft wird nicht daran zerbrechen!

Gruß Lirin

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