Eine Rürup-Rente wurde schon abgeschlossen. Trotzdem möchte man nicht nur auf ein Pferd setzen.
Welche Möglichkeiten wären sinnvoll?
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Für eine Altersvorsorge in 30 Jahren und eine Versorgung von brutto 3.000 mtl. werden ca. 600.000 € benötigt. Das wäre die Summe bei 0% Inflation, bei 2,5% Inflation werden ungefähr 1,3 Mio gebraucht um eine Versorgung im jetzigen Geldwert von 3.000 brutto zu bekommen.
Bei Deiner Verzinsung von 5% abzgl. Abgeltungssteuer 28% müsstest Du ca. 1.400 € mtl. sparen, und diese Sparrate jedes Jahr um 3% steigern.
Und diese Grunddaten ergeben die Aufgabenstellung:
Jedes Prozent mehr Nettoverzinsung (z.B. keine Abgeltungssteuer bei 5%) bringen Dich weiter (hier mtl. 1.100 statt 1.400 €) oder noch besser 7% ohne Abgeltungssteuer (mtl. 805€ statt 1.400 €).
Außerdem darf die Sparrate nicht alles in einen Topf gesteckt werden. Schließlich kann auch die beste Meinung über den weiteren Verlauf einer Investition durch äußere Einflüsse gestört werden.
Traditioneller Aufbau wäre:
Eigenheim (spart im Alter schon mal die Miete).
Rürop als Fondsparvertrag (keine Versicherung, zu teuer, Fondsparen hat in der Vergangenheit bei längeren Laufzeiten immer mehr als 8% gebracht, kann auch als Garantiefond abgeschlossen werden, hohe Steuerwirksamkeit, keine Abgeltungssteuer, schlechte Vererbbarkeit ist aber halt eine Altersvorsorgung für Dich und Deine Frau).
Geschlossene Fonds mit geringem Risiko (auch da gibt es deutliche Risikounterschiede) bringen gute Nettorenditen und bieten Risikoausgleich für Fondanlagen.
Und ein Teil in die Barreserve, gerade ein Freiberufler muß auch mal was haben um schlechte Zeiten durchzustehen.
Dann bekommst Du eine Mischrendite nach Steuern von vielleicht 7-8% und dann passt das Ganze.
Auf jeden Fall: Such Dir einen kompetenten Berater.
Und keinen Versicherungsvertreter der nur seine Gesellschaft und nix anderes kennt.
Hi guterwolf, im Thema Geldanlagen rate ich meinen Kunden, gerade in der jetzigen Situation, zu Anlagen in OFFENEN Immobilienfonds. Sollte der Härtefall eintreten und es in Deutschland zu einer neuen Währungsreform kommen bzw. das Geld nichts mehr wert sein, hast du immer noch den Sachwert der Gebäude - und der geht selbst in einem solchen Fall nicht kaputt. Und die Rendite beläuft sich auf ca. 4 - 5,5% und sollte der Inflationsanstieg kommen, wird sich die Rendite eventuell sogar verdoppeln. Mit der Rürup-Rente hast du als Freiberufler die einzige Möglichkeit genutzt, ein staatlich subventioniertes Produkt zu nutzen, da bist auf jeden Fall richtig und gut beraten worden - allerdings solltest du bedenken, dass sowohl die Riester (was du eh nicht nutzen kannst, voraussgesetzt du bist verheiratet und deine Frau geht arbeiten, dann kannst du einen sogenannten "Huckepack"-Vertrag machen, wo du zwar nichts einzahlen kannst, aber trotzdem die staatliche Zulage i.H.v. 154 € jährlich eingezahlt bekommst) als auch die Rürup-Rente "nur" ein Ersatz sind und KEIN Zusatz! Hoffe das hilft! :) Gruß René
Ich würde mit einem Berater abklären, was genau Du willst, welche Spielräume Dein Leben und Deine Firma steuerlich, organisatorisch und planerisch haben und daran misst sich der Weg der Altersvorsorge (BAV, Rürup, Fondssparen, fondsgebunden etc.). Hast Du eine Frau, die angestellt ist, kannst Du quasi zum Nulltarif die Riesterförderung mitnehmen. Ist nicht viel, aber 50 EUR Rente später für lau, why not ?
verheiratet ist man noch nicht und BU kommt nicht infrage, da die einzige "Krankheit" die Berufsunfähig machen kann, schon vorhanden ist.
Muss ich das mit der "Krankheit" jetzt verstehen ? Ist so schön vage. Ich war mir nicht bewusst, dass es nur EINE "Krankheit" gibt, die berufsunfähig machen kann. Da muss ich die umfangreichen Statistiken zu Gründen von BU falsch gedeutet haben ;-)
kannst du sicher verstehen, dass man hier nicht alles preisgeben möchte, ok?
Und in dem Beruf ist das die häufigste Krankheit, die zur BU führt, deshalb ist z.B. auch keine private KV möglich.
selbstverständlich ! allerdings sind umfassende Kenntnisse der Situation Basis einer vernünftigen beratung. Ich erlebe immer wieder: unvollständige Info = fehlerhafte Analyse = fehlerhafte Beratung = unpassendes Konzept = unfähiger Berater im Nachhinein.
logisch, mit offenen Karten muss man schon spielen, nur hier nicht...

geld gut anlegen, das es ertragreich ist.
Das ist klar -- es war nach dem "wie" gefragt...

Kapitallebensversicherung mit BU-Rente.
BU Rente kann man haken, nicht möglich
Als Alternative zur BU (wieso kann man die haken ?) gibts noch EU und schwere Krankheiten. Aber Kapitalleben mit oder ohne BU ist einer der in meinen Augen am wenigsten empfehlwürdigen Wege im Jahre 2009.
Von einer Kapitallebensversicherung würde ich abraten da das nur reine Geld-Vernichtung ist und und total unrentabel.
"Sicher und gewinnbringend" schließt sich weitgehend aus. Die Amis sagen "there is no free meal" und das trifft es. Gewinne entstehen z.B. durch Anlage in bestimmte Fonds, die jedoch unbedingt umgeschichtet werden, wenn die Zeit dafür reif ist. (Ich habe seit längerem Goldminen, China, Indien und Silber. Wie lange noch muß sich zeigen.) Das Umschichten muß man lernen, 90% der Anleger können das nie weil sie sich letztendlich nicht ernsthaft damit befassen und von ihren Emotionen überrollt und in die falschen Entschlüsse gedrängt werden.
Rürup wird ein Reinfall, doch das muß jeder mal selbst nachrechnen.
Jede Form einer Geldanlage in Versicherungen ist zu vermeiden, das bringt 2,25% Mindestverzinsung auf den Sparanteil, also effektiv vielleicht um die 2%. Da geht noch die Inflation ab... Versicherungen sind keine Geldanlagen - auch wenn die Versicherungen das Gegenteil behaupten. Denken!
Kannst du das mit Rürup näher erläutern?
Tja, von Geldanlagen hat man nicht viel Ahnung und müsste sich deswegen auf seine Berater verlassen und das macht mir etwas Sorge. Was für Fonds sind denn einigermaßen "sicher". Man ist ja nicht gierig, eine mittlere Verzinsung von 5% wäre schon ok, denke ich.
Hallo Hubert. Langfristig gesehen kann man mit einer fondsgebundenen Rente (ohne Risikoanteile) sehr wohl einen reinen Fondssparplan schlagen. Das ist mit den richtigen Konzepten und in Bezug auf Zwischengebühren und Abgeltungssteuer heute ohne Probleme möglich. Die Finanzwelt hat sich die letzten Jahre etwas verändert.