Frage von minahenry, 86

Wie sollte man vorgehen, sich einen Anwalt nehmen?

Ich habe 2 Hunde in Pflege genommen weil die Besitzerin in einer Notlage war. Vermietung droht mit fristloser Kündigung wenn ihre Hunde das Wohnhaus nochmals betreten. (Sie will sich eine neue Wohnung suchen) Vereinbart war das Futterkosten, Tierarzt und anfallende Kosten übernommen werden. Ich hab die beiden schon 6 wochen und nun behauptet sie das sie die Futterkosten nicht zahlen kann, machte auch keine anstalten die Hunde abzuholen, bzw will sie danach unbedingt wieder haben.

Wie sieht es rechtlich aus? Sollte ich mich schonmal von einem Anwalt beraten lassen? Wie könnte es ausgehen?

Antwort
von Tasha, 37

Ich würde versuchen, einen Vertrag mit ihr auszuhandeln, in dem genau Rechte und Pflichten von beiden genannt werden. Wenn sie sich daran dann nicht hält, kann man vermutlich klagen. Das könnte halt so aussehen, dass sie die Hunde jederzeit nach Vorankündigung besuchen kann (du musst ja zu Hause sein, also muss sie vorher sagen, wann sie zu Besuch kommt), die Kosten übernimmt oder nach einer bestimmten Zeit erstattet, falls ein Notfall (Tierarztbesuch) eintritt, dass genau gesagt wird, was du alleine entscheiden darfst (Routine Tieratztbesuche) und was nicht (OPs mit langfristigen Folgen und höheren Kosten) und wie dein Status ist (was du mit den Hunden machen darfst und was nicht).

Wenn sie sich dann nicht daran hält, kann man vermutlich klagen und hat auch etwas in der Hand, nicht nur eine mündliche Absprache. Ich würde dann Listen mit Kosten und Erstattungen führen, also Kassenbons oder Versandbestätigungen (beim Onlinekauf) von Futter, Pflegeutensilien, Medikamenten etc. führen und diese regelmäßig, bei Erstattung, gegenzeichnen lassen. So könntest du auch beweisen, dass sie ab einem bestimmten Punkt nichts mehr erstattet hat und sie kann eben beweisen, dass dies der Fall war, wenn dem so ist.

Wenn du nichts in der Hand hat, kann sie ja jederzeit behaupten, dass der Hund erst seit gestern bei dir ist...

Antwort
von Goodnight, 2

Natürlich schuldet dir der Besitzer die Unterhaltskosten für den Hund.

Wenn ihr keinen Vertrag abgeschlossen habt, der eindeutig belegt, dass der Hund wieder zurück gegeben werden muss, wechselt der Hund nach 2 Monaten so oder so automatisch in deinen Besitz. (Das gilt für die Schweiz, in Deutschland kann die Frist anders sein.)

Antwort
von Goodnight, 21

Rechtlich gehen die Hunde sehr schnell in deinen Besitz über, wenn es keine schriftliche Vereinbarung gibt, die klar aussagt, dass die Hunde nur bei dir in Obhut sind, bis deine Kollegin wieder gesund ist.

In diesem Fall würde ich allerdings die Hunde im Tierheim abgeben. Deine Kollegin verhält sich miserabel. Du bleibst auf den Unkosten und  auch auf den Hunden sitzen.

  

Kommentar von minahenry ,

Das hab ich mir gedacht weil es bei Pferden auch sowas gibt wenn man die Stallkosten nicht zahlt.

Wo kann ich eine Handfeste Rechtslage dazu finden?

Antwort
von TheAllisons, 48

Setze ihr eine Frist, sie soll sich die Hunde abholen, sonst gibst du sie im Tierheim ab. Das geht auch ohne Anwalt

Antwort
von Wuestenamazone, 16

Ich denke auch sie will die Hunde nicht mehr. Es ist zwar traurig aber bring sie ins Tierheim. Denn auf dauer wolltest du sie ja nicht

Antwort
von Ttanjja, 29

Hast du denn mit der Besitzerin einen "Vertrag" geschlossen; hast du irgendetwas schriftliches in der Hand, daß sie die Kosten übernehmen sollte?
Wenn nicht, dann glaube ich, daß du kaum Chancen haben wirst.... Aussage gegen Aussage....
Ich würde ihr drohen, die Tiere ins Tierheim zu geben, wenn sie nicht zahlt.... dann mal sehen, wie sie reagiert....

Antwort
von Hanso112, 39

Der Vermieter darf alles wenn er sagt nein keine Hunde dann hast du dich daran zu halten

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