Frage von HamiltonJR, 67

Wie sollte man seine private Altersvorsorge am besten anlegen?

womöglich in bar?

Antwort
von kevin1905, 29

Diversifikation ist das Zauberwort.

Heißt man sollte sein Einkommen auf möglichst viele Füße stellen. Bedeutet nicht du sollst einen Hauptjob und 7 Nebenjobs machen, sondern schauen, dass du deine Anlagen streust.

Altersvorsorge ist ein sehr invidiuelles Thema. Das hängt sehr von der Person, dem Einkommen, dem Familienstatus, der Ziele, dem Alter, dem verfügbaren Vermögen und der Risikotoleranz ab.

Schwepunktmäßig sollten es Sachwerte sein und nicht Geldwerte.

Sachwerte sind:

  • Rohstoffe
  • Immobilien
  • Aktien
Antwort
von Niklaus, 21

Die wirklich wichtige Frage zur Altersvorsorge sollte lauten: „Welche Altersvorsorge ist für mich optimal“?

In Deutschland ist die Altersvorsorge in drei Schichten aufgebaut. Aber Achtung: Weder die optimale Schicht noch die Art der Altersvorsorge kann man pauschal festlegen. Es ist ein großer Unterschied, ob jemand eine Rürup-Rente, eine Riester-Rente, eine betriebliche Altersvorsorge eine privat Rentenversicherung oder einen Fonds-Auszahlungsplan abschließt. Jede der Versorgungsarten hat unterschiedlich hohe Aufwendungen um die gleiche Nettorente zu erzielen. Dies ist abhängig von der Art der Arbeit, selbständig oder angestellt, ob er über oder unter der Beitragsbemessungsgrenze liegt, welchen Familienstand er hat, der Anzahl der Kinder, der Höhe des Einkommensteuersatzes und der Form der Krankenversicherung, gesetzlich freiwillig gesetzlich oder privat.

 
Alle Versorgungsformen sind sowohl in der Einzahlungsphase wie in der Rentenphase unterschiedlich besteuert. Die größten Auswirkungen entstehen aber ab Beginn der Rentenphase. Die Besteuerung und die Krankenversicherung wirken sich hier enorm aus. Um eine gleiche Nettorente nach Steuern und Krankenversicherung in allen Vorsorgearten zu erzielen, hat man unterschiedlich hohe Aufwendungen für seine Rente. Denn es ist schon ein großer Unterschied, ob ich von dem im Angebot errechneten Betrag noch Steuern und ggf. Krankenversicherung bezahlen muss oder nicht. Deshalb ist es wichtig, dass vor Abschluss jeglicher Altersvorsorge ein qualitativer und quantitativer Schichtenvergleich durchgeführt wird. Erst dann kann man sagen welche Schicht, welche Art der Altersvorsorge optimal ist. Auch Kombinationen können in Betracht kommen.
Seit 1.1.2005 gilt das Alterseinkünftegesetz, 

  • Schicht 1 Basisversorgung: gesetzliche Rentenversicherung und Basisrente (Rürup-Rente) 
  • Schicht 2 Zusatzversorgung: betriebliche Altersvorsorge und Riester-Rente 
  • Schicht 3 Kapitalanlagen: Private Renten- bzw.–Kapitallebensversicherungen, Investmentfonds
Antwort
von jsch1964, 11

Im wesentlichen stimme ich Kevin zu, möchte aber noch ergänzen, dass "in bar" eine ziemlich ungünstige Sparform ist. Das Geld vermehrt sich nicht, kann gestohlen werden oder verbrennen und falls während der Sparphase die Euro-Zone auseinanderfällt, ist es am Ende möglicherweise wertlos.

Spare also, wie ebenfalls von Kevin schon genannt, in Sachwerte. Sachwerte sind Fonds, Aktien, vermietete Immobilien usw. - also Dinge, die man anfassen kann, die im Idealfall "für Dich arbeiten" und Dein Geld vermehren, und die auch in einer neuen Währung einen echten Wert haben.

Antwort
von Nightlover70, 27

Es ist derzeit finanzmarkttechnisch nicht viel zu holen. Um zumindest ein bisschen Rendite zu erzielen muss man derzeit wohl auf Fonds setzen. Wobei da ein breite Streuung und nicht zu chancenorientiert gewählt werden sollte.
Ansonsten bieten sich in der Tat derzeit Immobilien an.

Kommentar von jsch1964 ,

Es gibt immer Anlagen im Markt, die gute Renditen abwerfen, auch wenn Du sie vielleicht gerade nicht kennst. Gestreute Fonds passen tatsächlich fast immer, außer, man kann die Schwankungen im Markt nicht aushalten. Von solchen Leuten, die das nicht aushalten können, gibt es mehr, als man glauben mag. Die sind oft mit einer Vermögensverwaltung am besten bedient.

Und es ist immer ein sehr guter Indikator, was man besser nicht machen sollte, wenn es einem von überall erzählt wird. Also: Im Moment kaufen alle Immobilien wie doof, darum muss es eine gute Idee sein? Falsch. Eine Immobilie kann immer eine gute Idee sein, wenn es zum Anleger passt. Das ist aber nicht von "derzeit" abhängig, sondern von einigen anderen Faktoren.

Es wäre "derzeit" eine gute Idee, wenn "derzeit" bedeuten würde, dass endlich die Bankenkrise kommt, sich viele Leute ihre Immobilien nicht mehr leisten können und es viele Notverkäufe gibt. Wer dann Geld zum Kaufen hat, macht gute Geschäfte.

Dasselbe gilt für alle anderen Anlageformen sinngemäß genauso. Es bleibt individuell.

Kommentar von Nightlover70 ,

Da hast Du natürlich im wesentlichen Recht.

Allerdings würde ich hochspekulative Anlagen nicht als geeignet für eine Altersvorsorge ansehen.

Kommentar von jsch1964 ,

Es gibt ja auch nicht nur die zwei Kategorien "sicher" und "hochspekulativ". Dazwischen ist viel Luft zum Arbeiten mit dem Geld.

Antwort
von Reanne, 27

Betongold = Immobilien, Mietshaus.

Antwort
von magnetism24340, 29

Betongold oder in Gold, Platin als Barren. In bar zuhause unter der Matratze? Da freuen sich die Osteuropäer.

Kommentar von Nightlover70 ,

Edelmetalle bringen ja keine Rendite an sich sondern nur ggf. Kursgewinne - dieses sollte man eine Portfolio beimischen.

Antwort
von Jahreskalender, 32

Immobilien Mieteinnahmen.

Hier wird dir jeder was anderes schreiben...wenn es um so etwas geht sind auf einmal alle speziellsten...aber keiner hat was auf der hohen Kante.

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