Frage von rotesand, 62

Wie sollte man bei Bewerbungen mit Krankheiten/Krankengeldphase umgehen?

Hallo :)

Ein Freund von mir (32) möchte sich um eine neue Arbeitsstelle bewerben. Von Haus aus ist er Buchhalter, allerdings erkrankte er vor sieben Jahren schwer. In diesen Jahren galt er als arbeitsunfähig und bezog Krankengeld. Er hatte Krebs und musste umfangreich therapiert werden, gilt seit Ende 2015 als geheilt.

Sollte er die Arztbefunde gleich seinen neuen Bewerbungen beilegen oder sollte er im Lebenslauf darauf verweisen, dass er schwer erkrankt war & dass es Befunde/Nachweise gibt und er die im Zweifelsfall vorzeigen kann?

Es gibt ja ansonsten eine Lücke in seinem Lebenslauf, was auch nicht sein muss bzw. negativ kommt.

Oder habt ihr andere Ideen?

Wäre euch echt dankbar.. schönes WE ansonsten :)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von kabbes69, 21

Arztbefunde beilegen, da gehen bei mir direkt die Alarmglocken an. Würde ich nicht machen. 7 Jahre einfach nicht erwähnen, geht auch nicht. Aus meinem ersten Impuls heraus tendiere ich zu einer Formulierung wie in der Zeit von ... Bis.. war ich schwer erkrankt und befand mich lange in klinischer Behandlung, bin jetzt wieder gesund und voll einsatzfähig. In einem persönlichen Gespräch bin ich gerne bereit Sie über meine  Erkrankung zu informieren. Evtl. noch  an einer Krebserkrankung, aber nicht welche Art, sonst googelt der AG vermutlich das Risiko eines Rückfalls, hart, aber wird wohl so sein. Das wird schwer werden die ganze Bewerbung so zu formulieren, dass sie nicht gleich aussortiert wird. Evtl. würde ich mir überlegen, die Bewerbung persönlich abzugeben, könnte von Vorteil sein, wenn er nicht mehr krank aussieht.  Viel Erfolg und Alles Gute für deinen Freund. 

Antwort
von derhandkuss, 29

Arztbefunde würde ich Bewerbungen grundsätzlich nie beifügen. Wichtig ist hingegen erstens, dass krankheitsbedingte Zeiten einer Nichtbeschäftigung plausibel erklärt werden können. Zweitens sollte der Bewerber in der Lage sein, eine realistische Einschätzung für die Zukunft vornehmen zu können. Gilt die Krankheit als geheilt, sollte dies auch unmissverständlich in den Bewerbungen erwähnt werden. (Dennoch hat es ein Bewerber mit einem solchen Lebenslauf recht schwer.)

Antwort
von herzilein35, 15

Arztbefunde gehören in keine Bewerbung. Die Lücke ist halt da fertig. Arbeitssuchend kommt genauso wenig gut an. Aber Wahrheit wehrt am längsten und rr kann ka nichts dafür.

Expertenantwort
von Setna, Community-Experte für Bewerbung, 7



Es gibt ja ansonsten eine Lücke in seinem Lebenslauf, was auch nicht sein muss bzw. negativ kommt.

Oder habt ihr andere Ideen?






Und jetzt bewirbt er sich wieder als Buchhalter?


Welche Maßnahmen wurden denn bisher zur beruflichen Rehabilitation und Integration in den Arbeitsmarkt durchgeführt? Darauf hat ein Freund ein Recht.


Außerdem ist es ggf. sinnvoll, sich einen Schwerbehindertenausweis ausstellen zu lassen, um die Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern, vor allem für Stellen im Öffentlichen Dienst.




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