Wie sollte ich Kosten fürs Arbeitsgericht beim Lohnsteuerjahresausgleich angeben - Und ist es OK, wenn das letzte Gehalt und die Abfindung zus. gezahlt werden?

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4 Antworten

Kosten für Anwalt und Arbeitsgericht würde ich zu 100 % bei den Werbungskosten eintragen. War die Abfindung nicht für mehrere Jahre? Die Beträge stehen auf jeden Fall in der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung. Ich würde wegen der letzten Abrechnung mal in der Abteilung (Lohn) nachfragen, kenne Abfindung nur für mehrere Jahre und dann wird diese anders abgerechnet als du es schilderst. Hier also auf jeden Fall nachhaken!

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Die Abfindung wird selten richtig vom "Arbeitgeber" versteuert, weil er nur nach den ELStAM-Merkmalen + Gehalt und Abfindung zum Zeitpunkt der Entlassung rechnen kann und da oft auch noch falsch rechnet.

Die Abfindung wird gegebenenfalls ermäßigt versteuert. Wieviel das bei Dir ausmacht und ob die Steuerermäßigung greift, kannst Du mit dem Abfindungsrechner von http://www.abfindunginfo.de/abfindungsrechner-2016-abfindung-berechnen-mit-fuenftelregelung.html kalkulieren.

Gehalt und Abfindung sollten in der Jahreslohnsteuermeldung getrennt ausgewiesen sein. Die Abfindung und die einbehaltene Steuer darauf wird in Anlage N Zeile 17 bis 19 ausgewiesen.

Die Kosten für Anwalt und Arbeitsgericht sind Werbungskosten bei Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit und können unbeschränkt abgezogen werden. Nur wenn die Werbungskosten nicht einzeln nachgewiesen werden gilt die Beschränkung auf den Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro.

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Die Gerichts- und Anwaltskosten haben eine direkten Zusammenhang mit dem Arbeitslohn und sind daher bei den Werbungskosten einzutragen.

Mit dem 1.000,- Euro Arbeitnehmerpauschbetrag hast Du recht, aber wenn Du erst einmal über die 1.000,- bist, zählt jeder Betrag, daher nochmal überlegen.

36,- Euro Pauschal für Kontoführungsgebühren, und im Gebäude der Arbeit wirst Du auch nicht wohnen. Schon 3 Kilometer an 230 Tagen bringen 207,- Euro. Eventuell Arbeitskleidung und Reinigung der Arbeitskleidung. Jeder Euro zählt.

Die Abfindung ist natürlich auch steuerpflichtig.

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Wenn ich bei einer Steuererklärung nicht wußte, wo etwas einzutragen war, habe ich einfach ein Anschreiben mit den entsprechenden Aussagen beigefügt und es hat immer funktioniert.

Motto - Du weißt nicht, wo die Anwaltskosten einzutragen sind.

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