Frage von olsen, 56

Wie sollte Frankreich/ Europa jetzt handeln ?

Guten Abend,

Ich stelle mir die Frage, wie man mit dieser neuen Form der Kiegsführung in Europa und jetzt gerade wieder in Frankreich umgehen sollte ? Gleiches mit Gleichem vergelten, oder sich nicht provozieren lassen und es ausstehen und schweigen ? Nach dem Motto "Gewalt erzeugt nur wieder Gegengewalt ?"

Wie seht ihr das ?

Antwort
von uyduran, 27
Vergeltung ist auch keine Lösung....

Mich stört das Motiv der Vergeltung. Man kann gegen den IS militärisch vorgehen, aus dem Motiv des Schutzes, der Gerechtigkeit oder der Verteidigung der Menschenrechte. Aber doch nicht aus dem Motiv, Rache zu verüben. Dies würde einer archaischen und primitiven Moral entsprechen.

Generell plädiere ich aber dafür, sich von außenstehender Seite auf lange Sicht aus den ganzen Nahost-Konflikten rauszuhalten. Der Syrien-Konflikt ist am Ende leider nur wieder ein weiterer Stellvertreterkrieg der Großmächte, welche ihre geopolitischen und wirtschaftlichen Interessen durchsetzen möchten. Wozu das führt, welche unvorhersehbaren Ausmaße das nimmt, das sieht man am IS wunderbar. Es gibt ein Sprichwort das sagt, man soll kein Feuer anzünden, das man nicht wieder löschen kann. Klar, aktuell steckt "der Westen" schon so tief im Konflikt drin, dass er nicht einfach, jetzt wo es brenzlig wird, die Fliege machen kann. Aber wenn man sich vor Augen hält, dass die USA nach wie vor das primäre Ziel hat, Assad zu stürzen. Dass Deutschland nach wie vor Waffenlieferungen an Staaten wie Saudi-Arabien oder das Sultanat Oman vornimmt. Dass Angela Merkel aufgrund ihrer hilflosen Rolle in der Flüchtlingsproblematik einem Recep Tayyip Erdogan zig Millionen in den Hintern schieben will (obwohl Erdogan massiv die Kurdenstellungen in Syrien und im Irak bekämpft, ausgerechnet die Kurden, die bislang am effektivsten gegen den IS vorgegangen sind). Dann kann man nur den Kopf schütteln.

Also: Wie sollte Frankreich / Europa jetzt handeln?

Waffenlieferungen an die Golfstaaten stoppen, sich an den Luftangriffen gegen den IS beteiligen, denen sich vor Ort befindenen Kräften (irakisches Militär, Peschmerga) logistische Unterstützung leisten, im eigenen Land endlich konsequenter gegen islamistische Netzwerke vorgehen.

Antwort
von Fabian222, 16
Ich enthalte mich meiner Stimme....weil

What goes around, comes around. 

Wuerde Europa und die Ami's nicht so viele Waffen liefern, dann wuerde es keinen Krieg geben.

Tja das haben sie jetzt davon. 

Antwort
von hummel3, 48

Lass das mal die Politiker entscheiden. Die wissen manchmal mehr. - Du, oder wir, werden dazu nicht gefragt.

Kommentar von ChicagoBlues ,

Sehe ich ganz genauso, die Antwort wird schon kommen, ist wieder eine der KLASSISCHEN AUFMISCHFRAGEN, so mancher will es eben nicht KAPIEREN...LG

Antwort
von Mignon2, 53

Ich finde schon den Terminus "Krieg" völlig daneben und unzutreffend. Ich weiß, dass der französische Präsident Hollande und auch unser Bundespräsident diesen Ausdruck benutzt haben, ich halte ihn aber dennoch für mehr als unglücklich.

Kommentar von ChicagoBlues ,

Nee ich finde den sehr passend!

Antwort
von noname68, 56

diese frage stellen sich fast alle menschen und hoffe, dass die politiker aller staaten eine gute lösung finden.

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