Frage von tanjaknuddel, 9

Wie sollen wir nur weiterleben?

Ich bin jetzt 58 und seit 4 Jahren arbeitslos. Arbeit habe ich leider trotz zahlreicher Bewerbungen nicht mehr gefunden. Wie schon öfter erwähnt, liegt das wohl an meinem Alter. Mein Mann ist chronisch krank und kann höchstens stundenweise arbeiten. Vor einer Woche bin ich aus der Reha zurückgekehrt. Ich war dort 4 Wochen aufgrund einer Hüft-OP. Bei dieser Gelegenheit habe ich auch erfahren, dass in absehbarer Zeit auch mein Knie operiert werden muss. Darüber hinaus habe ich massive psychische Probleme, die ich trotz Therapie bis jetzt nicht in den Griff bekommen habe. Vor allem plagen mich Zukunftsängste. Ich habe keine Ahnung, wie es mit uns weitergehen soll. Als Arbeitslose finden wir keine Wohnung und dem Jobcenter wird unsere jetzige zu teuer sein. Eine Bekannte von mir ist auf diese Weise obdachlos geworden. Kann ich meinen lädierten Bewegungsapparat als Grund für eine eingeschränkte Arbeitsfähigkeit angeben? Psychische Erkrankungen werden doch auch manchmal anerkannt. Wo kann man sich diesbezüglich beraten lassen?

Antwort
von Samika68, 7

Wie wurde denn Deine Arbeitsfähigkeit nach der Reha von den Ärzten eingeschätzt? Wurdest Du als arbeitsfähig entlassen?

Dir steht es jederzeit frei, einen Antrag auf Rente wegen Erwerbsminderung zu stellen.

Die Deutsche Rentenversicherung hat Beratungsstellen.

Ihr könnt Euch aber auch an einen Sozialverband (z. B. VDK) wenden und beraten lassen.

Alles Gute!

Antwort
von Kuno33, 6

Deine bzw. Eure Situation ist sicher nicht ganz einfach. Aber man kann Euch auch nicht einfach in die Obdachlosigkeit schicken. Eigentlich hätte während Deiner Reha eine Sozialberatung stattfinden müssen. Oft geht das aber unter. Spätestens wenn Du wegen der Knie eine Reha bekommst, solltest Du diese Beratung in Anspruch nehmen.

Zu prüfen wäre auch, welcher Grad der Behinderung bei Dir (erhebliche Belastungen bei Zustand nach Hüftoperation, Einschränkungen im Bereich der Knie infolge von Gelenkveränderungen mit Mobilitätseinschränkungen und Beeinträchtigungen durch psychische Belastung - z. B. Depression) vorliegt. So könntest Du ggf. einen Schwerbehindertenausweis beantragen. Vielleicht gilt Ähnliches bei Deinem Mann, der ja wohl ebenfalls deutliche Einschränkungen hat. Auch zu diesem Thema sollte es in der Reha eine Beratung geben. Oft sind die vorhandenen Sozialarbeiter aber überfordert oder deren Stellen gerade unterbesetzt. Daher gibt es dann keine Hinweise auf solche Beratungsmöglichkeiten. Man muss da schon etwas drängen, dass sie stattfindet.

Wahrscheinlich benötigt Ihr ja auch eine barrierefreie Wohnung, damit Ihr am normalen Leben teilhaben könnt. Das sollte dem JobCenter auch klar gemacht werden.

Erfahrungsgemäß sind viele JobCenter bei der Stellenvermittlung nicht sehr erfolgreich, so dass immer auch die eigene Suche wichtig ist.

Es ist ganz klar, dass Eure Situation nicht einfach ist, aber vermutlich doch nicht ganz so hoffnungslos. Vielleicht wäre es gut, sich Hilfe zu suchen. Außer den genannten Möglichkeiten  ist der Sozialverband auch hilfreich. Du müsstest sehen, wo der in Eurer Nähe ist. Da wünsche ich Euch viel Erfolg.

Antwort
von toomuchtrouble, 3

Sozialverbände wir der Sozialverband Deutschland ( https://www.sovd.de/) oder der VDK (http://www.vdk.de/deutschland/) bieten gegen einen kleinen Monatsbeitrag von 5 Euro kostenlose Sozial- und Rechtsberatungen an. Sonst gibt es neben den Erwerbslosenzentren auch noch regionale Sozialberatungen für Behinderte (hier als Beispiel für Hannover: http://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Soziales/Sozialleistungen-weitere-Hilfen/Behindertenberatung-und-Sozialmedizin)


Warum gab es in der Reha keine Sozialberatung? Üblicherweise sind die Sozialarbeiter in den Kliniken behilflich.

Wichtig wäre natürlich, dass zumindest einer von Euch einen Schwerbehindertenstatus erhält. Hast Du schon einen Antrag gestellt? Was sagt der Hausarzt zu den Aussichten auf einen Grad der Behinderung?

Was die Wohnung angeht, gelten bei 2 Personen 60 m² als angemessen. Allerdings werden hier in Hannover mittlerweile bis zu 75m² toleriert, wenn die Miete im Rahmen bleibt.

http://www.jobcenter-region-hannover.de/site/unterkunft_heizung/

Bei einer 60m² Wohnung in Hannover wird aktuell eine Nettokaltmiete von €430,-- + Hausnebenkosten (Wasser, Gebäudeversicherung, Grundsteuer, Müllabfuhr etc.) und Heizung bezahlt.

Zuerst: Struktur! Mach Dir eine Checkliste, stelle erst einmal einen formlosen Schwerbehindertenantrag und reiche die Unterlagen nach. Alle weiteren Termine bekommen psychisch Kranke in der Regel eh' nicht hin, also such Dir eine psychosoziale Anlaufstelle oder ein Freiwilligenzentrum in Deinem Ort. Hier gibt es of Begleitung für Behördengänge....

Nenne Deine Region und ich suche Dir Adressen!


Antwort
von SotisK1, 3

Beim sozialamt, oder einer sozialen Beratungsstelle.

Das ist wieder mal das beste Beispiel dafür, dass Menschen 30-50 Jahre lang ausgesaugt werden, ihnen die Hälfte ihres gehaltes einbezohen wird und wenn es dann nicht mehr geht, oder sie ein bestimmtes Alter erreicht haben, fallen gelassen werden wie Fallobst.


Antwort
von xXPatte92Xx, 2

Auf die Straße setzen geht nicht so einfach und wenn die euch einfach nicht helfen wollen gibt es da eine Notlösung ihr braucht aber einen Anwalt der sich für eure Notlage Interessiert. Dazu musst du auf die Stadt und dort einen Antrag auf Gerichtskostenübername holen. Genau weiß ich das auch nicht weil ich einen Rechtsschutz habe. In Deutschland ist das Gesetz ein Recht auf einen Anwalt. Durch den Antrag holt sich der Anwalt das Geld bei Vater Staat. Am besten mal Rumtelefonieren. Naja die ARGE war aber schon immer sehr Hilfsbereit, immer schön erst die Zeitarbeit vermitteln und kranke und Schwache wegschicken. 

Antwort
von AmarenaBelly, 3

Das kenn ich meine Mutter hat früher immer gearbeitet irgendwann konnte sie wegen Krankheit nicht mehr.Und danach als sie in so einem Alter kam und immer sich beworben hat oder auch telefonisch kam immer nur als antwort nur junge leute mit erfahrung sobald sie ihr alter gesagt hat war ende. Dabei haben die Älteren mehr erfahrung wie die Jüngeren. Nun ist sie in Rente

Antwort
von ratatoesk, 2

Die Frage solltest mal an der jetzigen Bundesregierung stellen!

Ich würde alle Operationen erledigen lassen, ein schönes Häuschen am Ballaton suchen (gibts schon für wenig Geld)und mir einen schönen Lebensabend genehmigen.Alternativ natürlich überall sonst wo es billig ist.

Hüft und Knie OP.Da kannst Du Dich nach dem Invalidenstatus erkundigen.

Psychologische Beratung gibts zB. bei der Caritas oder Telefonseelsorge.

Antwort
von Bambi201264, 2

Schön, dass Dir schon nach nur vier Jahren einfällt, Dir mal Rat zu suchen.

Ich denke eigentlich, dass die ARGE Dich beraten sollte und da müsstest Du ja schon öfter gewesen sein.

Verstehe mich nicht falsch, es tut mir leid, dass Ihr beide so gehandicapt seid, aber eine Stelle als Aushilfe (€ 450-Job) wirst Du wohl noch finden können?

Vielleicht hast Du aber auch nur nicht genügend Informationen in Deine Frage reingeschrieben...

Kommentar von ratatoesk ,

Ich weiss ja nicht wie alt Du bist und aus welchem Bundesland Du kommst,aber sie schreibt das sie 58 ist und da kannste heute alles knicken. Für Deine 450 euro Jobs werden 20jährige gesucht die dann 45 h die woche schuften dürfen.

Kommentar von tanjaknuddel ,

Genauso sieht`s aus!!

Kommentar von Bambi201264 ,

Wie alt ich bin, weisst Du schon, mein Geburtsdatum steht in meinem Nick, und ich wohne in Hamburg.

Und für einen 450-Euro-Job arbeitet man ca. 12 Stunden pro Woche, zum Beispiel an der Supermarktkasse, das kann sie auch mit ihrer Hüfte.

Antwort
von Kleckerfrau, 3

Erkundige dich doch mal ob du in Frührente gehen kannst .

Kommentar von tanjaknuddel ,

Das kann ich leider nicht! Meine Regelaltersrente beginnt 2024. Außerdem fehlen mir 15 Jahre, die ich wegen 3 Kindern daheim geblieben bin.

Kommentar von Kleckerfrau ,

Frührente hat nichts mit normaler Rente zu tun.

Antwort
von Glueckskeks01, 3

Eure Sitation ist nicht schön, aber es gibt immer noch genug Vermieter, die auch Arbeitslosen eine Wohnung geben. Hört euch mal ernsthaft um, es klappt bestimmt. Ich wünsche Euch alles Gute.

Antwort
von KBB0815, 3

es gibt in jeder stadt beratungsstellen und vereine die helfen. google kennt sie. du kannst übrigens auch bei der arge nachfragen dort kannst du auf jeden fall die wohnungsfrage klären.

jede körperliche einschränkung solltest du dir vom arzt attestieren lassen.

Antwort
von MorthDev, 2

Ihr könnt bei den Ämtern Wohngeld, ..., usw. beantragen.

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