Frage von chrimaier, 24

Wie sollen die Maße eines Strickstücks der Schnittvorlage entsprechen: leicht gedehnt oder "nomal" aufliegend?

Gestrickte Stücke sind grundsätzlich dehnbar. Ich stehe daher immer wieder vor der Frage, wie genau ein Teil mit den Maßen der Strickvorlage übereinstimmen muss. Beispiel: Ungedehnt, wie es von der Nadel kommt, ist mein Strickstück 35 cm breit. Wenn ich es dehne, kann es leicht 45 cm haben. Mir ist schon klar, dass ich nicht das stark gedehnte Maß annehmen kann, habe aber den Eindruck, dass genau der Vorlage entsprechende Teile immer etwas zu weit sind. Gibt es da eine Grundregel?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von ponyfliege, 6

es steht entweder bei der angabe für die maschenprobe in der anleitung, ob gedehnt oder ungedehnt gemessen wird - und welches muster der berechnung zugrunde liegt.

oder es gilt folgendes:

hanschuhe, socken: leicht gedehnt gemessen.

mütze ohne futter: gedehnt gemessen. mütze mit futter: leicht gedehnt gemessen.

bei mützen ohne futter sind fast immer 20% zuviel maschen angegeben. nur bei dicken garnen stimmen die angaben meist.

beim pullover misst du ungedehnt. in der regel sind je teil die ersten und letzten beiden maschen als "nahtzugabe" gedacht. damit der rand fester wird und nicht so ungleichmässig, strickst du in der regel einen knötchenrand. die letzte masche wird immer rechts gestrickt. dann wird die arbeit gewendet und die erste masche abgehoben (faden liegt hinter der nadel) dann erhältst du einen gleichmässigen recht festen rand, der hinterher gut auszumessen und auch gut weiterzuverarbeiten ist.

bestimmte garne erhalten erst beim ausarbeiten des strickstücks ihre endgültige form.

bei garnen mit viel seide rechnest du die breite ganz normal und in der länge kannst du 3-4 cam kürzer als angegeben arbeiten.

eigentlich hilft nur geduld und übung. ein bisschen kaschieren beim pullover kannst du bei der naht.

Kommentar von chrimaier ,

Hallo Ponyfliege, du hast mir grad wirklich weitergeholfen. Der Tipp für die Randmaschen ist auch gut - bisher hab ichs noch immer so wie in der Schule gelernt gemacht (am Ende abheben und am Anfang abstricken) und das war tatsächlich tendenziell zu locker. Danke also!

Kommentar von ponyfliege ,

gern doch!

wünsche dir viel vergnügen beim stricken - und viel freude am fertigen pulli.

und ganz herzlichen dank für die auszeichnung und für deinen schönen kommentar.

wenn du auf mein profil klickst, dann siehst du im panoramabild zur zeit einen kleinen teil meiner eigenen mützenkollektion von diesem winter. wenn du magst, komm schauen ;-))

Antwort
von kabbes69, 14

http://www.strickenlernen.info/wir-machen-eine-maschenprobe/

Stricken ist schon länger her, aber an die Maschenprobe kann ich mich noch erinnern, falls das deine Frage beantwortet.?

Kommentar von chrimaier ,

Danke für die schnelle Antwort! Das mit der Maschenprobe wusste ich schon. Das Problem bleibt aber: Wenn ich die Maschenprobe, so wie auf der von dir empfohlenen Seite gezeigt - richtig - umgerechnet und mein Teil gestrickt habe, dann werden sich Schnitt und Strickstück exakt decken. Ich habe aber dann immer den Eindruck, dass der Pulli z.B. zu locker sitzt,.Sollte ich also die Maschenprobe etwas dehnen, wenn ich sie ausmessen?

Kommentar von kabbes69 ,

Hmm komme mir gerade vor wie bei meiner Mama wenn ich sie nach einem Rezept frage und die Antwort bekomme, das sieht man ;-). Soweit dehnen wie du das Gefühl hast, dass sie sich am Körper später auch verteilen, also erst mal auseinander ziehen und dann los lassen und messen. Und schau mal auf den Schnitt, wenn du die Maße um dich herum nimmst, ob das dann passt. Auf die angegebenen Größen kann man sich nicht unbedingt verlassen. Besser kann ich's leider nicht erklären.

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