Frage von hyyper3, 61

Wie war ein Schwertkampf im Mittelalter?

Ich meine die hatten doch eine komplette Rüstung mit Helm und Stahl überall, ich mein nicht diesen Quatsch bei Game Of Thrones wo die immer ohne Helm kämpfen. Also man hat ja ein Schwert und der andere auch und damit schlägt man sich auf die Rüstung?! Was soll den das bringen wenn man ne komplette Stahl Rüstung hat? Das müsste dann doch Stunden dauern bis einer an den zugefügten blauen Flecken krepiert oder nicht?

Antwort
von Failea, 24

Beim Harnischkampf (also Kampf in voller Rüstung) wurden viele spezielle Techniken eingesetzt. So eine Rüstung hatte Schwachstellen - Hals, Achsel, Augenschlitz - die aber natürlich nicht so leicht zu treffen waren. Deshalb war es z.b. ein Ziel den Gegner zu Fall zu bringen, wobei Wurf und Ringtechniken zum Einsatz kamen. Wenn er am Boden lag, konnte man gezielt mit Schwert oder Dolch zustechen. Auch gab es Halbschwerttechniken, bei denen man eine Hand an die Klinge legte, womit man gut Hebelwürfe machen konnte, oder auch gezielt zustechen. Wieder eine andere Technik war der "Mordhau". Man drehte das Schwert herum und schlug wie mit einer Axt zu - die Parierstange war quasi das Axtblatt. Die war auch im Regelfall Spitz zugeschliffen oder wie ein kleines Axtblatt geformt, damit kam man bei einem guten Treffer auch durch einen Helm durch. 

Es gibt historisch überlieferte Fechtbücher, die diese Techniken ausführlich erklären, Lehrbücher sozusagen. 

Antwort
von musso, 25

Es gab immer Lücken, z.B. Zwischen Rüstung und Helm. Diese Stahlpanzer gab es ja auch nicht immer, oft eher Kettenhemden, weil man darin beweglicher war. Und all das sowieso nur für die Reichen, diese Rüstungen kosteten ein Vermögen

Antwort
von Mojoi, 31

Mit den Vollharnischen wirden auch Schwerter entwickelt, die solche Rüstungen bei günstigem Auftreffwinkel durchstoßen konnten.

Zudem gab es Stellen, die technisch bedingt nicht so gut geschützt werden konnten: Achseln, Armbeugen, Schritt.

Antwort
von Infomercial, 22

Es gibt mittlerweile wirklich gute Schaukampfvideos auf youtube, die einen guten Eindruck vermitteln. Denke die kommen der Realität sehr nahe. Erstaunlich ist auch, wie beweglich man in einer Vollplatte sein kann. Darin stecken Jahrhunderte von Entwicklung und Technik.

Mit nem Schwert wirst du durch Vollplatte nicht durchkommen. Durch Kettenhemd und Wams auch eher nicht, wobei dort Prellungen, Quetschungen und Knochenbrüche Wahrscheinlich sind. Du mußt die die Schwachstellen suchen. Innenseite Oberschenkel, Achselhöhle, Hals, Visier,...

Oder du nimmst Wuchtwaffen wie eine Streitaxt oder Streitkolben. Damit kannst du die Rüstung so stark deformieren, daß der Gegner unbeweglich wird oder sogar gefährlich verletzt wird.

Mit Morgenstern, Kriegshämmern, Rabenschnäbeln,... kannst du auch Stahlplatten durchstoßen. Loch im Helm - Loch im Kopf.

Antwort
von Recki123, 23

Naja so war das halt nicht

In echt gab es kaum welche die Ritterrüstungen hatten

Die Leute konnten sich so etwas nicht leisten. Nur hochrangige wie Adelige oder sonst etwas konnten sich so etwas kaufen

Die meisten sind mit ganz normalen Äxten und einer speziellen Schicht Textil+Baumwolle in den Krieg gezogen :D

Aber ja in echt bringt das eigentlich nicht wirklich was - man ist in so einer Rüstung in 5 Minuten K.O

Antwort
von DorkasHDSV, 22

Die Schwerter waren vor allem dazu da in die Lücken der Rüstung zu stechen bzw. waren Kiregshämmer ebenfalls sehr populär, die durch die Rüstung Gehörschäden, Desorientierung und Knochenbrüche verursachten.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community