Frage von BigBoo, 186

Wie soll man von Mindestlohn sein Leben finanzieren?

Ich mache zur Zeit eine Ausbildung, in unserem Betrieb wurde gerade eine ausgelernte Fachkraft in meinem Beruf eingestellt, er hat seine Ausbildung bereits vor 3 Jahren abgeschlossen und jetzt arbeitet er bei uns für Mindestlohn. Ich habe echt schiss wie das nach meiner Ausbildung sein soll und wie ich für 1300€ ohne Abzüge mein Leben finanzieren soll (angenommen ich arbeite auch nur für Mindestlohn)

Ich mache übrigens eine Ausbildung als Fachkraft für Lagerlogistik, dieser Beruf wird ja recht häufig als Ausbildungsberuf gewählt.

Grüße, Boo

Antwort
von flirtheaven, 88

Gibt es bei euch keinen Tarifvertrag? Dass ein Tarifvertrag Mindestlohn für ausgebildete Fachkräfte zulässt, wäre ein Skandal.

Antwort
von Kleckerfrau, 101

Dann fang rechtzeitig an dir einen besser bezahlten Job zu suchen. Niemand zwingt dich in der Ausbildungsfirma zu bleiben.

Antwort
von Maxipiwi, 101

Es gibt eine ganze Menge Leute, die davon leben müssen. 

Wie man das macht? Man schraubt seine Erwartungen zurück, sucht sich eine möglichst günstige Wohnung und achtet beim Einkaufen auf die Preise. Am besten man sucht sich noch einen Lebenspartner, der auch für Einkommen sorgt. 

Nein, Spaß beiseite. Man kann eine ganze Menge, wenn man muss. 

Im Fall der Fälle musst du dir später eine Firma suchen, die mehr zahlt. 

Antwort
von Kuestenflieger, 76

die lehre abgeschlossen .

hat er auch die prüfungen gemacht und bestanden ? bringt er fast nichts auf die reihe und wird nur anstandshalber beschäftigt ?  oder ist das nur sein anfangslohn in der probezeit ?

es fehlen details !

Kommentar von BigBoo ,

Es ist der Anfangslohn und er bekommt nicht wirklich was auf die reihe

Kommentar von Kuestenflieger ,

Sehen sie junger Mann , immer erst nachhaken  - dann fragen. 

Je nach Logistikbetrieb und eigenem Können ,geht es intern bis in die computergestütze Hochregal - Steuerung .

Oder es bleibt bei o8,50€ für den der ausfegt .

Antwort
von napoloni, 53

Ich hoffe mal, der Mindestlohnkollege ist trotz großer Schwächen eingestellt worden, um ihm die Chance zu geben, noch wirkliche Berufsreife zu erlangen. Dann wäre das ja noch irgendwie legitim. Und du hast mit ordentlichen Leistungen (?) hoffentlich eine sehr viel bessere Chance.

Strategien:

Die erste wäre, möglichst lange bei den Eltern zu wohnen. Ich hab mir in meiner Ausbildungszeit und in den ersten Berufsjahren ein ordentliches Polster verschafft. Dieses Geld, etwa in einen ausschüttenden Dax-ETF angelegt, könnte dir dann einen gewissen jährlichen Zuschuss bringen.

Und wenn es mit Eltern nicht mehr geht, ist günstig wohnen oberste Pflicht.

Ein Auto geht nicht. Haustiere gehen nicht. Zigaretten gehen nicht. Urlaub geht nicht.

Alles andere geht, und du kannst auch mit 1300 Brutto ein monatliches Plus von 100 - 150 erwirtschaften, wenn du in einer nicht zu teuren Wohngegend lebst. (München wäre wohl schlecht^^).

Aber besser ist natürlich, wenn du später mehr verdienst... :o)


Antwort
von emib5, 148

Ich vermute, dass da irgend etwas im Argen liegt.

Als gelernte Kraft mit Berufserfahrung sollte man in dem Beruf eigentlich immer über dem Mindestlohn liegen.

Antwort
von TreudoofeTomate, 41

Ja, dann ist das so. Besser Mindestlohn als Hartz IV. Du musst halt lernen, dass man nicht mehr Geld ausgibt, als man zur Verfügung hat.

Von den etwa 1.000 EUR kann eine einzelne Person sehr gut leben.

Antwort
von Turbomann, 80

@ BigBoo

Wer sagt dir denn, dass du nach deiner Lehre keine Arbeitsstelle findest, wo du mehr verdienst?

Ja man kann auch von 1.300 Euro seinen Lebensunterhalt bestreiten, das müssen viele tun.

Antwort
von Stadtreinigung, 107

Das geht schon probiere es einfach aus,es gibt viele die noch weniger haben,und müssen auch auskommen

Antwort
von captainhookKs, 39

Harz 4 back to the roots ... Ne Spaß es heißt ja nicht das du auch für Mindestlohn irgendwo eingestellt wirst.

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