Frage von peoplelife, 50

Wie soll man eigentlich für das Alter vorsorgen, wenn man keine Zinsen mehr bekommt, sondern welche Zahlen muss?

Hallo, ich frage mich seit geraumer Zeit, wie man für das Alter vorsorgen soll. Ich bin jetzt fast 18 und mir wird es nicht schlüssig. Die Banken werden uns wahrscheinlich bald für das Sparen Geld zahlen lassen anstatt uns dafür welche zu geben.

Ich weiß nicht was sich heute noch lohnt. Mein Vater hat mich zu einem Bausparvertrag gedrängt. Ich lege zwar jeden Monat 80 Euro zurück, allerdings sind die Zinsen sehr klein. Auf Sparbüchern ebenso.

Wie sollten man nun vorsorgen? Geld daheim in das gute alte Sparschwein legen um wenigstens keine Negativzinsen zu zahlen?

Antwort
von kevin1905, 18

Also zu allererst gilt es deine Arbeitskraft abzusichern, denn wenn du die verlierst kannst du kein Geld mehr erwirtschaften welches du irgendwie anlegen könntest. Dies geschieht am besten über eine eigenständige Berufsunfähigkeitsversicherung.

Danach geht es darum den Vorsorgebedarf zu ermitteln. Der ist bei jedem Menschen anders und von verschiedenen Faktoren abhängig und kann sich im Laufe des Lebens verändern. Beeinflusst wird er auch von verfügbarem Einkommen, Risikoprofil und vor allem den Zielen.

Bei langem Anlagehorizont (15+ Jahre) sollte der Fokus zu weit über 50% auf Aktien und Fonds/ETFs liegen, da diese über lange Laufzeiten eigentlich alles andere outperformen und man die Volatilität vernachlässigen kann. Aktien sind Sachwerte, dir gehört ein Anteil am Unternehmen. Ebenso Sachwerte wären Rohstoffe und Immobilien.

Immobilien sind sehr schön, wenn

  1. Jemand anders drin wohnt und dir Miete zahlt
  2. Man gewisse Dinge beachtet, die wichtig sind (z.B. Lage) damit aus der Anlage kein Geldvernichtung wird. Schrottimmobilien am Po der Welt wirst du schwerer wieder los als Hundekot am Schuh.

Wichtig ist meiner Meinung nach vor allem die ständige persönliche Weiterbildung um den eigenen Marktwert zu steigern, als auch um ein besseres generelles Verständnis für Geldanlagen zu bekommen.

Es empfiehlt sich auch mehr als eine Einkommensquelle zu haben (Mieteinnahmen hatte ich oben ja bereits angeführt), dazu könnten noch Zinsen, Dividenden oder Kursgewinne aus Wertpapierverkäufen kommen. Diese sollten nach Möglichkeit passiver Natur sein, so dass du Geld verdienst ohne dafür Arbeitskraft einsetzen zu müssen.

Es gibt keine eine pauschale Lösung für alle, aber ich denke der erste Schritt wäre mal der Gang zu einem versierten Finanz- und Versicherungsmakler.

Kommentar von Dickie59 ,

...genau...

Antwort
von Harald2000, 27

Wenn es so weitergehen würde, kann die Rechnung nicht aufgehen - muss man anders vorsorgen. Aber bis dahin ist Draghi, der sich das ausgedacht hat, schon im Grab.

Kommentar von peoplelife ,

Frage ist nur ob er eines natürilchen Todes stirbt, denn beliebt ist er nicht^^

Antwort
von JustNature, 34

Die Welt und vor allem Deutschland (Merkelwahn) läuft Richtung "ganz großes Chaos". Jetzt irgendwelchen Instituten Geld zu geben in der Hoffnung, in 50 Jahren was rauszukriegen wäre höchst illusionär. Wenn Du das Geld anderweitig sinnvoll einsetzen kannst, z.B. etwas Eigenkapital ansparen für die Finanzierung einer Eigentumswohnung oder für ein Auto, dann wäre das viel sinnvoller.

Kommentar von kevin1905 ,

Weder ein Auto noch eine selbstgenutzte Immobilie sind Wertanlagen.

Das Auto ist ggf. eine Notwendigkeit zur Einkünfteerzielung und ansonsten Luxus. Die eigene Immobilie auch. Diese sollte nur angeschafft werden, wenn sie nicht aus aktivem Einkommen finanziert wird, sonst begibt man sich auf 25-30 Jahren in Sklaverei der Bank.

Kommentar von JustNature ,

Ich bleibe beim Gesagten, aber ich befasse mich mit den Fragestellern und nicht den Befindlichkeiten von Kommentatoren. Ende.

Antwort
von webya, 13

Wohnungseigentum ist schon die richtige Richtung.

Antwort
von hauseltr, 14

Bis du in der Altersversorgung bist, vergehen noch gut 60 Jahre. Da fließt noch viel Wasser den Rhein runter. Na gut, wenn die vorbei sind, fragt man sich, wo sind die Jahre geblieben?

Kommentar von peoplelife ,

Das ist ja egal. Ich weiß ja nicht was in 20 Jahren mal ist und ich brauche ja irgendwann Geld, wenn ich nicht mehr arbeite.

Wäre leichtsinnig zu sagen "Ich warte was die Zukunft bringt". Wäre toll wenn es so ginge, aber das Leben ist kein Film.

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