wie soll man die gefühle beschreiben?

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4 Antworten

Habe gerade 1 halbe Stunde nach Ihrer Frage gesucht, weil der Server mich abgehängt hatte. Danach kommt man bei GuteFrage leider nicht mehr dahin zurück wo man vorher war. Das ist sehr ägrerlich und sicher verschwinden deshalb auch viele qualifizierte Antworten, weil es eben etwas dauert. Anwort kommt bald.

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Kommentar von gh7401
30.09.2012, 00:25

... anna bekam angst sie schaute den mann an und fühlte das was mit ihm nicht stimmt ...

Das liest sich wie ein Protokoll. Ich kannte einen begnadeten Redner namens Herbert Wehner, der niemals Adjektive und Adverbien benutzte. Für einen Roman müssen Sie unbedingt dem Leser jeweils sagen, was gemeint ist. Also Anna nehme ich mal so hin. Angst: was für eine Angst bekam sie? Höllische panische kribbelnde heisse? Was passierte ihr dabei? hat sie gezittert wurde ihr heiss blass fielen die Ohren zu? Was für ein Mann? sicher ist er vorher schon beschrieben, hier nochmal mit einem knappen Wort etwas zufügen: gross, stoppelbärtig, Hände in den Taschen. Fühlte, dass was nicht stimmt. Wie fühlte sie es? Im Bauch, Herz, Kopf, mit klarem Verstand.

Denken Sie an die 7 Sinne, die wir haben. Hören, sehen, schmecken, fühlen, Riechen, Kinästetischer Sinn (also Gleichgewicht und Raumorientierung, die der Körper fühlt) und den 6xten Sinn, Anziehung und Abstossung.

Kein Meister ist jemals aus dem Himmel gefallen. Vielleicht haben Sie das Glück, in Ihrer Umgebung einen "Schreibkreis" von gleichgeschlechtlichen Personen zu finden. Dort können Sie "Aufgaben" machen und erhalten aus dem Freundeskreis sicher kompetente Hilfe.

Schauen Sie sich einfach mal die Menschen an, die Ihnen auf der Strasse begegnen. Schauen Sie in deren Gehirn. Warm guckt der eine so gehetzt, der andere hat einen fröhlich verklärten Blick, der nächste quält sich mit seinem Rollator schleichend vorwärts und dennoch ist er mit der Welt zufrieden. Machen Sie sich dabei Ihre eigene Vorstellung klar und formulieren sie wörtlich im Kopf. Ihr eigenes Gefühl sprudelt nach wenigen Tagen die Sätze nur so hervor. Verlassen Sie sich auf ihren eigenen Stil und nehmen Sie bitte nicht alles so grimmig ernsthaft. Wie bekannt: Übung macht den Meister. Schreiben Sie auch hin und wieder mal einen besonderen Eindruck schriftlich auf.

Nach einem abenteuerlichen Zechen in "Der Spinne", die Sperrstunde. Auf der schlecht beleuchteten Strasse begegneten wir auf dem schmalen Bürgersteig Erwachsenen in dicken Wintermäntenl mit Hut und Schal. "Wääähhh" machte mein Freund Wäfi, dabei steckte er die gespreizten Finger in die Ohren und schnitt eine schauerliche Grimmasse. Unbeeindruckt gingen die eingemummelten Personen weiter. "Dem Spiesser habe ich es aber mal gezeigt". Wäfi war ganz beeindruckt von seiner peinlichen Leistung. Vierzig Jahre später gehe ich in die ehrwürdige Gaststätte "die Spinne". Ich wollte einen geliebten Freund besuchen, doch der war, wie mir der Vermieter erklärte, gerade in einer Entziehungsanstalt, nach einem völligen Zusammenbruch würde ich ihn einige Wochen nicht erreichen könnnen. Einige Stunden und einige Pils verharrte ich zäh in "Der Spinne". Vielleicht käme ja ein anderer Freund von damals gerade heute, wie ich hoffte vorbei. Sperrstunde. Fröstelnd gehe ich hinaus. Als eingefleischter Individualist setzte ich mir im Ruhrgebiet, trotz allgemeiner Ächtung von Kopfbedeckungen meine wollene, in Hamburg an den Landungsbrücken erstandene Zipfelmütze auf. Wohin wollte ich jetzt? Der Bürgersteig war jetzt breiter, das Pflaster modern. Die Läden an der Haupt-Einkaufsstrasse hatten andere Namen. Fremd fühlte ich mich hier nach vierzig Jahren. Der Wandel der Zeit war unübersehbar. Erwachsene in dicken Wintermänteln mit Hut und Schal kamen ins Helle näher. Einer sprang hervor. "Wääähhh", dabei steckte er die gespreizten Finger in die Ohren und schnitt eine schauerliche Grimmasse. Unbeeindruckt ging ich weiter. "Dem Spiesser habe ich es aber mal gezeigt". Hörte ich die Stimme von Wäfi.

Wie gesagt, man muss seinen eigenen Stil finden. Bitte tun Sie das auch!

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Indem du dich in die Person hinein versetzt. Wenn du das nicht kannst: Vergiss das Schreiben, das wird langweilig.

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Naja zum Beispiel "Sie fühlte einen Schmerz in ihrem Herzen, wie Messerstiche, nein wie Stiche von einem brennenden Messer"

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"Es scheint, dass Hans Dieter Zuneigung für Albert zeigt"

"Udo scheint Würstchen wirklich zu lieben!"

"Es sieht so aus, als würde er gerade tiefe Traurigkeit empfinden"

Kommt aber auf die Erzählform an...

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Kommentar von musso
29.09.2012, 22:21

Ich-Form, überlesen? * Ich hasse Currywürste, aber ich wusste nicht, wie ich es ihr sagen sollte, als sie mich mit leuchtenden Augen zum Würstcenstand zog*

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