Frage von nat10201,

wie soll man die gefühle beschreiben ?

ich schreib grad einen roman ,ich schreib ihn nicht in der ich form und ich wollte fragen wie soll ich dann beschreiben was die person grad fühlt ?

Hilfreichste Antwort von gh7401,

Habe gerade 1 halbe Stunde nach Ihrer Frage gesucht, weil der Server mich abgehängt hatte. Danach kommt man bei GuteFrage leider nicht mehr dahin zurück wo man vorher war. Das ist sehr ägrerlich und sicher verschwinden deshalb auch viele qualifizierte Antworten, weil es eben etwas dauert. Anwort kommt bald.

Kommentar von gh7401,

... anna bekam angst sie schaute den mann an und fühlte das was mit ihm nicht stimmt ...

Das liest sich wie ein Protokoll. Ich kannte einen begnadeten Redner namens Herbert Wehner, der niemals Adjektive und Adverbien benutzte. Für einen Roman müssen Sie unbedingt dem Leser jeweils sagen, was gemeint ist. Also Anna nehme ich mal so hin. Angst: was für eine Angst bekam sie? Höllische panische kribbelnde heisse? Was passierte ihr dabei? hat sie gezittert wurde ihr heiss blass fielen die Ohren zu? Was für ein Mann? sicher ist er vorher schon beschrieben, hier nochmal mit einem knappen Wort etwas zufügen: gross, stoppelbärtig, Hände in den Taschen. Fühlte, dass was nicht stimmt. Wie fühlte sie es? Im Bauch, Herz, Kopf, mit klarem Verstand.

Denken Sie an die 7 Sinne, die wir haben. Hören, sehen, schmecken, fühlen, Riechen, Kinästetischer Sinn (also Gleichgewicht und Raumorientierung, die der Körper fühlt) und den 6xten Sinn, Anziehung und Abstossung.

Kein Meister ist jemals aus dem Himmel gefallen. Vielleicht haben Sie das Glück, in Ihrer Umgebung einen "Schreibkreis" von gleichgeschlechtlichen Personen zu finden. Dort können Sie "Aufgaben" machen und erhalten aus dem Freundeskreis sicher kompetente Hilfe.

Schauen Sie sich einfach mal die Menschen an, die Ihnen auf der Strasse begegnen. Schauen Sie in deren Gehirn. Warm guckt der eine so gehetzt, der andere hat einen fröhlich verklärten Blick, der nächste quält sich mit seinem Rollator schleichend vorwärts und dennoch ist er mit der Welt zufrieden. Machen Sie sich dabei Ihre eigene Vorstellung klar und formulieren sie wörtlich im Kopf. Ihr eigenes Gefühl sprudelt nach wenigen Tagen die Sätze nur so hervor. Verlassen Sie sich auf ihren eigenen Stil und nehmen Sie bitte nicht alles so grimmig ernsthaft. Wie bekannt: Übung macht den Meister. Schreiben Sie auch hin und wieder mal einen besonderen Eindruck schriftlich auf.

Nach einem abenteuerlichen Zechen in "Der Spinne", die Sperrstunde. Auf der schlecht beleuchteten Strasse begegneten wir auf dem schmalen Bürgersteig Erwachsenen in dicken Wintermäntenl mit Hut und Schal. "Wääähhh" machte mein Freund Wäfi, dabei steckte er die gespreizten Finger in die Ohren und schnitt eine schauerliche Grimmasse. Unbeeindruckt gingen die eingemummelten Personen weiter. "Dem Spiesser habe ich es aber mal gezeigt". Wäfi war ganz beeindruckt von seiner peinlichen Leistung. Vierzig Jahre später gehe ich in die ehrwürdige Gaststätte "die Spinne". Ich wollte einen geliebten Freund besuchen, doch der war, wie mir der Vermieter erklärte, gerade in einer Entziehungsanstalt, nach einem völligen Zusammenbruch würde ich ihn einige Wochen nicht erreichen könnnen. Einige Stunden und einige Pils verharrte ich zäh in "Der Spinne". Vielleicht käme ja ein anderer Freund von damals gerade heute, wie ich hoffte vorbei. Sperrstunde. Fröstelnd gehe ich hinaus. Als eingefleischter Individualist setzte ich mir im Ruhrgebiet, trotz allgemeiner Ächtung von Kopfbedeckungen meine wollene, in Hamburg an den Landungsbrücken erstandene Zipfelmütze auf. Wohin wollte ich jetzt? Der Bürgersteig war jetzt breiter, das Pflaster modern. Die Läden an der Haupt-Einkaufsstrasse hatten andere Namen. Fremd fühlte ich mich hier nach vierzig Jahren. Der Wandel der Zeit war unübersehbar. Erwachsene in dicken Wintermänteln mit Hut und Schal kamen ins Helle näher. Einer sprang hervor. "Wääähhh", dabei steckte er die gespreizten Finger in die Ohren und schnitt eine schauerliche Grimmasse. Unbeeindruckt ging ich weiter. "Dem Spiesser habe ich es aber mal gezeigt". Hörte ich die Stimme von Wäfi.

Wie gesagt, man muss seinen eigenen Stil finden. Bitte tun Sie das auch!

Kommentar von gh7401,

Inzwischen habe ich bitter gelernt, jeden Eintrag vor dem Absenden erstmal über die Zwischenablage in eine Textdatei zu kopieren. Das ist jedenfalls eing rosses anwenderunfreundliches Problem. Die EIngabefenster geben nie ihren Text wieder her. Nichtmal auf der Festplatte sind sie. Nur auf dem virtuellen Speiher...

Kommentar von gh7401,

Lesen Sie mal Saramago. Da spürt man an jeder Stelle das Mitgefühl. Und dann direkt Coelho, eher ein Reporter der Gefühle. Jede Generation fühlt anders. So ist es auch richtig. Wir entwickeln uns!

Kommentar von gh7401,

Schon wieder bin ich rausgeschmissen worden. Jedesmal wird meine Darstellung kürzer und seelenloser. Es gibt drei Werke, die ich einem Schreiber vorstellen würde; Hermann Hesse, wo ein verzweifelter Weiser einen anderen Weisen aufsucht, um Rat zu bekommen. (Ich glaube es war im Glasperlenspiel, wielleicht aber auch in Narziss und Goldmund) - Günter Grass, "Der Butt" wie das Feuer zu den Menschen kam . Dann noch das kräftigste Werk, Jose Saramago, "Der Stuhl und andere Dinge" - "Vergeltung". Das sind nur drei Seiten und ganz hinten im Buch. Und weil ich das weiss, rate ich Ihnen, einen gleichgeschlechtlichen Kreis von Schreibern zu suchen. Über so was kann man sonst nicht diskutieren.

Antwort von Echo19283,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Kommt drauf an. Schreibst du auktorial, personal oder neutral ?(;

Kommentar von musso,

mal einweni g mit Fremdwörten angeben? Sie hat doch geschrieben, dass sie die "ich-Form" gewählt hat. Also ist dein Kommentar völlig unqualifiziert.

Kommentar von nat10201,

gibt es da einen unterschied ?

Kommentar von nat10201,

ich kenn mich da noch nicht so aus ich will nur eine lange geschichte schreiben und hab probleme die gefühle zu beschreiben soll ich dann so schrieben ? zB,, anna bekam angst sie schaute den mann an und fühlte das was mit ihm nicht stimmt " also das ist nur ein beispiel

Kommentar von mapmap96,

lesen ist schwer oder? sie will eben NICHT in der ich-Form schreiben

Antwort von mapmap96,

Naja zum Beispiel "Sie fühlte einen Schmerz in ihrem Herzen, wie Messerstiche, nein wie Stiche von einem brennenden Messer"

Antwort von olaaaaa,

"Es scheint, dass Hans Dieter Zuneigung für Albert zeigt"

"Udo scheint Würstchen wirklich zu lieben!"

"Es sieht so aus, als würde er gerade tiefe Traurigkeit empfinden"

Kommt aber auf die Erzählform an...

Kommentar von musso,

Ich-Form, überlesen? * Ich hasse Currywürste, aber ich wusste nicht, wie ich es ihr sagen sollte, als sie mich mit leuchtenden Augen zum Würstcenstand zog*

Antwort von musso,

Indem du dich in die Person hinein versetzt. Wenn du das nicht kannst: Vergiss das Schreiben, das wird langweilig.

Keine passende Antwort gefunden?

Verwandte Fragen

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten