Frage von Kitty113, 111

Wie soll man die Antwort:" Es geht" auf diese Frage (siehe unten) verstehen?

Hallo,

Neulich gab es ein Gespräch zwischen mir und einer Person, in welchem es um Gott und Glaube ging.

Am Ende des Gespräch fragte ich diese, ob sie an Gott glaubt oder nicht. Jedoch erhielt ich von ihr als Antwort nichts anderes als: "Es geht" auf die genannte Frage.

Ich persönlich finde, dass der Glaube an Gott (egal welcher Religion) entweder besteht oder eben nicht. Von daher denke ich, dass man diese Frage in einer solchen Art nicht beantworten kann.

Was meint ihr denn dazu? Und was ich noch gerne wissen würde ist, wie man das jetzt verstehen soll.

Antwort
von Eselspur, 24

In unserer Kultur gibt es durchaus das Phänomen, sich in religiösen Fragen nicht klar positionieren zu wollen. Neben Menschen, die bewusst an Gott in einer bestimmten Religion glauben, bzw nicht glauben gibt es viele, die es sich "offen" halten. 

Ich persönlich finde das nicht gerade sehr straight, llerne es aber, zu akzeptieren. Mit Sprüchen wie " ein halber Christ ist ein ganzer Unsinn" habe ich mir nicht nur Freunde gemacht. 

;-)

Antwort
von rolfmengert, 31

In unserer Kulturgemeinschaft verwenden wir die Aussage "es geht" in den Fällen, wo wir uns nicht sicher sind, ob wir mit einer definitiven Antwort uns nicht überfordern würden. 

Deine sehr direkte Frage bei einer so existentiellen Frage finde ich auch deplatziert, also unangemessen und indiskret. 

Zudem kannst Du aus der Antwort auch kaum schließen, ob der Befragte nun an Gott glaubt oder nicht. So könnte er z.B., wenn er das Gefühl hat, dass für Dich der Gottesglaube ganz wichtig ist, hier eine positive Antwort geben, weil er Dich schonen will, vielleicht auch Deine Freundschaft nicht verlieren will. Zudem wird in unserer Gesellschaft auch ein gläubiger Mensch meist mit mehr Zuwendung bedacht als ein ungläubiger. Ungläubige Menschen werden leicht als arrogant, selbstgerecht und unsensibel eingestuft, alles Attribute, die ihren Sympathiewert herabsetzen. So kann man immer wieder beobachten, dass auch ganz ungläubige Menschen im sozialen Umfeld auf Glaubensfragen sehr indifferent und vieldeutig antworten, um eben dieser Stigmatisierung zu entgehen.

Genau dies könnte auch bei Deinem Gesprächspartner der Fall gewesen sein. Aber sicher wissen kann man das natürlich nicht. Denn es kann auch der Fall sein, dass er zwar gläubig ist, aber sich in Bezug auf die Tiefe und Wahrhaftigkeit eines solchen Bekenntnisses noch unsicher fühlt und folglich lieber mit einem "es geht" antwortet.

Antwort
von Horus737, 11

Wie es halt im Leben mal so ist. Auf so eine direkte Frage will man nicht tiefgründig eingehen und den Frager lieber kurz behandeln. Es ist nun mal so im Leben dass es einerseits die Fanatiker gibt die sofort konsequent und bedingungslos das Schwert ergreifen und für die eine Seite kämpfen bis der Gegner besiegt ist oder man lässt es andererseits schleifen: Ja, ja ich glaube an Gott, aber ich will dir das jetzt nicht hier auf der Straße lang und breit  begründen, außerdem liegt mir Streiten nicht also sag ich einfach : Na ja es geht so.

Antwort
von pythonpups, 43

Offensichtlich kann man das. Hast Du ja gehört.

Es mag für andere Leute halt mehr Unsicherheiten in dieser Beziehung geben, als für Dich.

Möglicherweise war die Person auch einfach von der Frage genervt und wollte Dich mit irgendetwas unverbindlichem abspeisen.

Antwort
von VeryBestAnswers, 37

Die Antwort "Es geht" ergibt nicht den geringsten Sinn. Vielleicht hat die Person dir nicht richtig zugehört, als du die Frage gestellt hast.

Antwort
von DuddyYo, 43

Ich glaube damit war gemeint, das der Glaube zu Gott der Person nicht besonders wichtig ist.

"Es geht" also ... Eher weniger Glauben...

Antwort
von nowka20, 22

religion ist privatsache

Antwort
von nobytree2, 9

Das verstehe ich schon, wenn man hier dem christlich-theologischen Tugendbegriff folgt:

Der Glaube ist eine Tugend, kann also graduell sein. Wenn er sagt "Es geht", bedeutet das wohl, dass sein Glaube noch nicht gefestigt ist.

Eine Tugend ist eine innere Stärke, das Gute zu tun. Zum Guten-tun gehört in der Religion, auch der Glaube an Gott, sich für diesen Glauben zu entscheiden.

Nun hat er sich entschieden, er glaubt also. Allerdings ist dieser Glaube noch nicht gefestigt, noch nicht Ausdruck einer großen Tugend, sondern eines inneren Kampfes.

Vgl.

http://www.kathpedia.com/index.php?title=Tugend

Antwort
von Gronkor, 25

Naja, man kann sich ja auch unsicher sein, ob es einen Gott gibt (der Fachbegriff lautet Agnostizismus) - oder unsicher, was man überhaupt unter dem Begriff "Gott" verstehen soll (etwa im Sinne eines Ignostizismus, siehe ebenfalls in dem verlinkten Artikel).

https://de.wikipedia.org/wiki/Agnostizismus

Ich glaube, irgendwie so wird das gemeint sein.

Antwort
von Becca22, 27

Frag die Person!
Wir sollen jetzt aus zwei Worten spekulieren ob, wie und warum diese Person glaubt oder eben nicht.

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