also ich will wirklich nicht unmenschlich rüberkommen, ich kann es verstehen das man trauert und es im Herz weh tut habe leider oft genug die erfahrung machen müssen aber die zeit heilt finde ich die Wunden und die schönen erinnerungen überwiegen. Nur ein Fall aus der Familie von Frau B ist die Mutter im alter von 81 Jahren angeblich plötzlich verstorben (war aber stark Herzkrank, Schlaganfall und Altersdemenz) naja sei ja dahingestellt dieser Tod liegt nun 4 Jahre her und Frau B hatte gestern geburstag da wurde für die verstorbene ein platz mit eingedeckt und auch kuchen auf den Teller vor das Bild gestellt und die Tochter war psychisch so labil als hätte sie gerade erfahren das ihre Mutter verstorben sei. Und so geht es auch das ganze jahr über was wäre wenn und überall wird das foto mitgetragen und ein platz frei gehalten und finde es sehr komisch nur wie mache ich solchen leuten klar das ich mit ihrer art von Trauer nicht zurecht komme und es mehr als übertrieben finde. Ich möchte diese Personen ja nicht unnötig verletzen wenn sie um eine geliebte person trauern. Nur das ist echt schon übertrieben und ich die diese Person nicht kennt muss mittrauern und auf Gottesdienste für die Person und das finde ich falsch. Wenn ich jemand nicht kenne kann ich nicht trauern Danke für euren guten hilfreichen Ratschläge

Ich habe auch schon einige Freunde, Bekannte, Verwandte und meine Eltern verloren. Zuletzt vor einem halben Jahr ganz unerwartet meine Ex-Frau. Nach 1 bis 1 1/2 Jahren hatte ich das aber verarbeitet. Meine Devise lautet:Man muss auch loslassen können sonst blockiert man sich selbst.
Bild/er:

nun nach 4 Jahren sollte die ganze Situation nicht mehr so extrem sein das ist nicht gut für alle Beteiligten.Wobei natürlich bei solchen Anlässen wie Geburtstag und Todestag die Gefühle immer extremer sind als sonst. Aber für dich ist es am schwersten,denn die richtigen Worte zu finden ist sehr schwer. Du kannst es nur liebevoll versuchen oder falls die Angehörigen sehr gläubig sind könntest du versuchen ihnen zu erklären dass die Seele der Toten nicht in den Himmel kommt wenn sie sie mit ihrer Trauer auf der Erde festhalten. Es gibt Menschen die Trauerhilfe machen vielleicht solltest du dich mal an die wenden.
"ihnen zu erklären dass die Seele der Toten nicht in den Himmel kommt wenn sie sie mit ihrer Trauer auf der Erde festhalten" - das kannst Du keinem gläubigen Menschen, allenfalls einem abergläubischen "erklären"...
Mysticdevil am 30. April 2009 11:36 hmm kommmt drauf an an was man glaubt findest du nicht? das ist bei allem irgendwie so,einerseits glaubt man an Wiedergeburt andererseits an Geister nicht oder umgekehrt. Und wenn es Geister gibt warum sind die nicht im Himmel oder wiedergeboren? Weil sie durch irgendwas hier festgehalten werden meistens.Aber das geht jetzt zu weit. Fakt ist manchen Menschen hilft es zu wissen der um den sie trauern kommt in den Himmel und manchmal hilft es ihnen das Gefühl zu geben demjenigen dabei zu helfen wenn sie ihn loslassen.
Menschen sind nicht perfekt... Sie ertragen deine Macken, und du ihre... Jeder hat halt eine andere Art mit sowas umzugehen. Eine Mutter begleitet dich dein ganzes Leben lang, sie zu verlieren ist hart.
ich habe meine auch im alter von 16 jahren verloren ich weiß wie es ist
Respektiere einfach die Trauer der anderen - so wie Du ja gerne möchtest, daß sie Deine Haltung respektieren. Dann kommen alle Seiten am besten klar.
Es gibt eben Tage, an denen einem der Verlust besonders deutlich ist.
Ich denke auch immer noch am Geburtstag meiner Mutter besonders an sie - obwohl sie schon seit mehr als 25 Jahren tot ist.

hallo chmoti88, wenn Du etwas von mir dazu hören willst? Aus Erfahrung in meiner Praxis ( psychosoziale Lebensberatung-Trauerbegleitung)kenne ich solche Situationen (leider) auch. Mit solchen Menschen kann es für wahr sehr schwierig werden. Toleranz und Gleichmut werden da auf eine harte Probe gestellt.Doch Worte eines Außenstehenden ( in diesem Falle Du)sollten auch ehrlich sein dürfen. Klare Ansage an den trauernden Menschen wie, ICH SEHE, ES GEHT DIR AUCH NOCH NACH VIELEN JAHREN NICHT WIEDER RICHTIG GUT, DOCH ICH KANN DEIN/IHR VERHALTEN SCHWER NACHVOLLZIEHEN, muss auch ein Mensch in (alter) Trauer aushalten. Schließlich ist er nicht der einzigste Mensch in Trauer. Diese Art von Trauer stufen Fachleute als krankhafte Trauer ein, ich stimme dem zu. Selbstmitleid ist bis zu einem gewissen Grad / Zeitraum in der Trauer angebracht, doch sich darin zurückziehen bis ans Lebensende ist krank. Trauer ist etwas normales, doch Ziel und Sinn jeder Trauer ist, wieder die Kurve ins leben zu bekommen. Deshalb ist gute Trauer LEBENDIG und nicht STARR, wie bei dieser Dame! Ich habe hier einen schönen Satz, vielleicht magst Du ihn dieser Dame überlassen. "Schenk Deiner dunklen Seite im Leben Licht, verwandle Deinen Schmerz in Kraft, Deine Narben in Sterne,nimm Deiner Trauer die Katastrophe und Du hast Energie für Dein Leben" (LeBri ) Ein Tipp am Rande, reibe Dich nicht auf an Menschen, die sich nicht helfen lassen wollen, wenn Du sie nicht aushalten kannst, meide sie, so gut Du kannst, ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen. Du kannst ihr nicht helfen. Pass gut auf Dich auf und spüre in Dich hinein wie es Dir geht in Ihrer Gegenwart. Gruß Aqui01

Manche Menschen trauern still vor sich hin, manche tragen ihre Trauer öffentlich, vielfach auch um Unterstützung zu bekommen, fast würde ich sagen als Hilfeschrei...
Die Stärke der Trauer hängt aber nicht davon ab ob die verstorbene Person ohnehin hinfällig zum sterben war, oder nicht, es hängt nur damit zusammen WIE man zu dem Verstorbenen gestanden hat, und wie sehr man mit der Person verbunden war. Oft sind es auch ungelöste Konflikte, die die Trauer verstärken. Da sie übrig blieben und nun keinerlei Möglichkeit mehr gibt, diese zu lösen, ist die trauernde Person schier verzweifelt und versucht z.B. mit gedeckten Tisch und Platz am Tafel nachträglich Vergebung, Trost usw. zu bekommen.
Bei offen Trauernden ist die Umgebung oft überfordert, man ist nicht gewohnt Gefühle der anderen so nackt vor sich ausgebreitet zu sehen, das ist fast wie ohne Klamotten rum zu laufen - man ist peinlich berührt.
Wenn du der Frau nah stehst, rede mit ihr und schlage ihr vor einen Therapeuten oder eine Trauergruppe zu besuchen. Nicht weil sie kein recht hat zu trauern, sondern weil sie offensichtlich immer noch stark darunter leidet.

Zunächst einmal geht jeder mit Trauer anders um, das sollte man auch so Akzeptieren.
Aber die tiefe Trauer sollte nach einem Jahr spätestens vorbei sein, sonst stimmt was nicht.
Vergessen sollte man die Person natürlich nicht.

...du musst in dem Fall uferlos tolerant sein, wenn dir an diesen Menschen etwas liegt. Du wirst ihre Geschichte nicht kennen, vielleicht sind sie der Person besonders dankbar für zu Lebzeiten gezeigter Leistung?? Toleranz deinerseits ist wichtig, es gibt noch viel größere Verehrungen, die fast zum Kult gewachsen sind...
ich denke, sie kann nicht begreifen, dass ihre Mutter nicht mehr kommt, nicht mehr mit ihr am Tisch sitzt etc. Sie hat halt immer noch die Hoffnung, dass sie wieder mit ihr am Tisch sitzt. Manchen Menschen brauchen Jahre um mit dem Tod fertig zu werden, andere schaffen es nie und bei anderen geht das viel schneller.
Wie Kevin schrieb, eine Mutter begleitet Dich Dein ganzes Leben lang..............
Da musste ich leider auch schon durch.
ja die Zeit kann alle Wunden heilen... aber die Narben können genauso schmerzhaft sein... da gibt es keine Regeln denke ich

Du hast recht ich kenne das auch nur man will halt wirklich nicht dreist rüberkommen. Ich denke das man das irgentwie Therapieren kann. Wenn Menschen so große Probleme mit verlusten haben ist es meistens besser sich Helfen zu lassen auch wenn es im ersten Moment hart erscheint
jeder bewältigt seine trauer anders, beim einen dauerts kürzer, beim anderen länger