Frage von Heklamari, 47

wie soll ich mitmeiner älteren sturen Stute arbeiten - wenn sie Aufgaben sauber löst, sofort loben oder nur 3-4 Atemzüge Pause machen und dann weiter arbeiten?

ich liebe sie und das könnte mein Problem sein... ;-)) Bin ich zu nachsichtig? Meine RB kommt super mit ihr klar, ist etwas temperamentvoller als ich. (Bin etwas gehandicapt) Mein Trainer gab mir den Tipp: sei unvorhersehbar, damit sie sich auf Dich konzentreiren muß. als "Lob" gib ihr 3-4 Atemzüge Ruhe. Ich habe bisher versucht, ihr die Aufgaben eher zu verkleinern/zerstückeln, damit sie sie leichter lösen kann und sie bei jeder richtigen Lösung sofort zu loben + Päuschen. Rüpeleien werden jedoch auch sofort geahndet, um dann gleich weiter zu arbeiten. Was raten die Fachleute hier?

Antwort
von hupsipu, 19

Unvorhersehbar zu sein ist so ziemlich das blödeste, was man einem Pferd antun kann. Wie konkret Du belohnst ist gar nciht so wichtig. Wichtig ist, dass Du es tust, und zwar so dass Dein Pferd es merkt, und dass Du es für die gleichen Dinge immer auf die gleiche Weise tust. Was heute ein Lob wert ist, muss es auch morgen noch sein (ebenso wie Strafe). Das gilt so lange, bis eine Übung dem Pferd wirklich zur Routine wird (etwas, das man bei einem Jähling belohnt, kann man später irgendwann als selbstverständlich voraussetzen - aber das dauert wirklich). Pferde sind übrigens locker in der Lage, zwischen verschiedenen Menschen zu unterscheiden. Wenn Deine RB eine bestimmte Art hat, zu loben, musst Du die deshalb nicht übernehmen.

Expertenantwort
von Dahika, Community-Experte für Pferde, 17

Ich lobe auch und sehe da nichts Verkehrtes drin. Du machst das schon ganz richtig.

Kann es sein, dass der Trainer so ein NHS Typ ist mit der Haltung: "Ich Cheffe, du nix." ? Diese Typen "liebe" ich.

Antwort
von Isildur, 11

Hallo,

das Pause als Lob ist momentan sehr "in". Ich persönlich finde das etwas unglücklich. denn eigentlich möchte ich ja, dass das Pferd arbeiten will und die Aufgaben lösen möchte! Es soll Spaß an der Abreit haben, sprich eine Pause sollte nicht als Lob aufgefasst werden, sondern als notwendiges Ausruhen mit dem Hintergedanken "Wann gehts denn endlich weiter?"

Wenn ich mit meinem Isi im Vielseitigkeitsparcour unterwegs war, gab es logischerweise auch Pausen dazwischen, er hat immer darauf gewartet, dass ich das Signal zum weiterarbeiten gebe, er hat es wirklich geliebt und ist genau aus diesem Grund über sich hinausgewachsen. Weil er wollte und nicht nur sollte ;-)

Was ist denn dein Lob, bzw. bei welche Lektionen splittest du das auf? Wenn eine Lektion zu Ende ist, oder ein weiter machen mein Pferd überfordern würde, mache ich auch eine Pause, aber nicht als Lob sondern weil zu dem Zeitpunkt einfach eine Pause angesagt ist.

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