Frage von Gwendolin17, 68

Wie soll ich mit meiner Mutter reden, ohne dass sie wütend wird?

Meine Mutter ist ein Messi und nebenbei wahnsinnig stur und anstrengend. Ich fühle mich nicht wohl daheim, es ist alles vollgeräumt und sie hebt alles auf. Ich habe schon oft versucht mit ihr zu reden. Sie ändert hinter meinem Rücken ständig etwas in der Wohnung und sogar in meinem Zimmer ( die ganze Familie ist genervt ) Aber sie lässt die Kritik nicht an sich ran und ignoriert mich sogar, wenn das Thema ihr unangenehm wird. Ich will mir das nicht gefallen lassen. Aber ich bin abhängig von ihr. Ich bin so wütend und verzweifelt..

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von bienenshine, 42

Setz dich mit den anderen Familienmitgliedern zusammen und sucht gemeinsam eine Lösung, du bist ja nicht alleine davon betroffen. Daher musst du die Last auch nicht alleine tragen. Sollte sie wirklich ein Messie sein, braucht sie Hilfe, eher psychologische Hilfe. Du alleine kannst dabei gar nichts ausrichten, sondern nur alle zusammen.

LG

Kommentar von Gwendolin17 ,

Dankeschön, daran hab ich auch gedacht und mit meiner Schwester geredet.. Die will sich da raus halten und wohnt nicht bei uns.. lästern kann sie aber trotzdem. Gabs auch schon Probleme.

Und das 2. Mitglied ist mein Opa, der auch nicht hier wohnt, es ihr aber manchmal sagt, leider schon alt ist und deshalb nicht diskutieren kann.. 

Antwort
von Tasha, 8

Schließe dein Zimmer ab!

Erkläre es zu deiner Privatsphäre und zum Ort, an dem  nichts abgestellt werden darf.

Schau mal bei Miss Minimalist (Blog) vorbei, da gibt es Regeln für Familienmitglieder, die nicht mitziehen:

Dealing with other people's clutter:


http://www.missminimalist.com/2011/05/dealing-with-opc-other-peoples-clutter/

Führt in der Familie nach und nach Ordnungszonen mit Regeln ein. Hängt die Regeln auf. Z.B. "DieseTischplatte/ der Boden muss beim Verlassen des Raumes immer leer sein." oder "Geschirr kommt nach dem Essen in die Spülmaschine/ Spüle; vor dem Essen wird die Spülmaschine ausgeräumt/ das Geschirr gespült (spätestens)".

Minimiert selbst - sortiert euren Kram aus, gebt ihn weg (wohltätige Organisationen, Bücherein, Altkleidersammlung, verkaufen etc.), "feiert" den leeren Platz.

Bringt mal ein Buch über Minimalismus mit oder schaut euch oft solche Videos an, so dass sie es mitbekommt, aber ohne sie dazu zu überreden. Ein Buch wäre z.B. Terence Conran: Storage - get organized (viele Fotos für Ideen zur Umsetzung; Einleitungssatz: "Space is the most valuable thing you have!"

Macht mal in der Familie einen Entrümpelungstag: Jeder entrümpelt eine Einheit SEINER Sachen - sein Schuhregal, seine Hobbysammlung, seinen Kleiderschrank, seinen Bücherschrank etc. Schaut, was ihr verkaufen könnt. Macht Fotos von den leeren Einheiten (nicht ganz leer, aber leerer) und hängt sie so auf, dass sie jeder sehen kann (notfalls an den Zimmertüren).

Bücher für den Reader:

Inge Dinge: "Die Dinge Diät" und

"Die Dinge-Diät im Einkaufswagen" -> Ein paar Freundinnen entrümpeln ihre Wohnungen und lernen, bewusster einzukaufen/ Kauf-Fallen zu umgehen. Die Bücher sind Ratgeber, keine Romane, und bieten für wenig Geld (ca. 4 € pro E-Book) viele Tipps, die man auch im Alltag umsetzen kann (nicht das zugehörige Tagebuch etc. kaufen, das ist wieder Abzocke...). Schreibt die wichtigsten Tipps auf und hängt sie irgendwo aus, setzt selbst das eine oder andere um.

Räume mal mit ihr um, wenn sie das zulässt: Wie kann man den Kram so verteilen, dass man ihn besser überblicken kann und mehr Platz hat: Der erste Schritt zum evtl. Entrümpeln.

Schaue Videos über die Konmarie-Methode oder kaufe oder leihe  das Buch "Magic Cleainng" von Marie Kondo und lasse es im Bad etc. liegen, wo sie es auch mal sehen kann. Regel des Buches: Nur das behalten, was einen wirklich glücklich macht; dazu gibt es ein paar Beispielvideos auf youtube von ihr und von Leuten, die das für sich umgesetzt haben.

Fragt sie öfter, ob sie etwas bestimmtes machen möchte, für das sie Platz braucht (Sport im Wohnzimmer, anderes Hobby, Leute einladen, die Platz zum Sitzen und Essen brauchen etc.).


PS

Ein inzwischen privater Blog, "Die Ordnungshüterin", hatte eine tolle Methode: Eine kleine Aufgabe pro Tag, Küchenuhr stellen und nur so lange das Geplante machen, wie sie Uhr nicht klingelt. Die Aufgaben sind immer klein, z.B. alles außer Besteck aus der Besteckschublade entfernen, Müll in Zimmer X sammeln, Schublade auf, Wintersachen aussortieren, Schublade zu, Platz unter Bett leerräumen etc. Zeiten waren zwischen 5 und 20 min. Aufgaben waren auch: Küchenarbeitsplatte sauberwischen, Schrankfach von innen reinigen etc. Immer nur eine kleine Aufgabe in einer definierten, kurzen Zeit schaffen, so fühlt man sich nicht überfordert.

Antwort
von Hooks, 33

Es gibt ganz tolle Messie-Bücher von Sandra Felton. Vor allem decken die die Hintergründe auf, warum jemand so ist und so handelt.

Was bei Deiner Schilderung aber gar nicht paßt, ist, daß sie hinter Deinem Rücken Sachen ändert. Messies sind eigentlich eher "stur" und wollen gerade keine Veränderung haben.

Oder bist Du womöglich auch ein Messie? Der keine Veränderung haben will?

Kommentar von Gwendolin17 ,

Ich will nur meine Privatsphäre, ich will Veränderungen in Meinem Zimmer selbst unternehmen

Kommentar von Hooks ,

Welche Veränderungen betrifft das?

Es gibt doch bestimmt eine einfache Situation beim Abwaschen, Putzen, Unkrautjäten usw., wo Du mit Deiner Mutter alleine bist und mit ihr zusammen etwas arbeitest, dann ist doch die beste Gelegenheit, mit ihr einmal über solche Dinge zu reden.

Bloß greif sie nicht an, sondern rede ruhig und vernünftig mit ihr, pirsche Dich an  das Thema heran, und dann bringe Deine Bedürfnisse vor. Keine Anklagen!

Antwort
von Giustolisi, 34

Das klingt, als ob sich die ganze Familie mal für eine Intervention zusammen tun müsste. Mit Samthandschuhen kommt man da leider nicht weit, Klartext ist angesagt.

Antwort
von andreasschuhman, 25

Hm Messi sein ist eine Krankheit. Ich würde ihr mal nahelegen, dass sie in Psychologische Betreuung gehen sollte. Und vor allem soll sie dein Zimmer in ruhe lassen. Irgendwie.

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