Frage von derPummler2, 26

Wie soll ich mit diesen Umständen weiter machen?

Hallo zusammen. Ich fang mal von vorne an. Ich bin jetzt 16 und ein Junge. Bis jetzt war mein ganzes Leben ziemlich anstrengend. In der Grundschule haben die Lehrer uns gemobbt und nur Stress gemacht. In der 5.-7. Klasse hat mein Opa (der manisch depressiv war) nur kriminelles Zeug gemacht und uns auch bedroht. Als er endlich behandelt wurde und er wieder wie früher war, fing mein Vater an depressiv zu werden. Dann kam 2015 und alles überschlug sich. Ich zog das erstmal um, was für mich Stress pur war, da ich Veränderungen hasse. Meine Eltern trennten sich. Meine Mutter hatte einen neuen. Ich fuhr mit meiner Mum und ihrem Freund in den Urlaub. Mein Vater war alleine und begann dadurch Selbstmord. Seine Familie beschimpfte mich und meine Mutter als schuldigen. Jetzt bin ich hier und das alles ist schon schwer genug für mich. Ich habe seit 3 Jahren mit Magenentzündungen zu tun wegen dem Stress aber meine Mutter leg immer wieder Holz ins Feuer, wenn ihr versteht was ich meine. Sie meckert nur und macht mur immer mehr Stress. Ich steh kurz vor einem Magengeschwür. Was soll ich machen? Danke im voraus. LG

Antwort
von JTKirk2000, 14

Ich bin jetzt 16 und ein Junge. Bis jetzt war mein ganzes Leben ziemlich anstrengend.

Zunächst einmal bist Du 16 Jahre alt, also mitten in der Pubertät. Hormone können in dieser Zeit vieles als wesentlich schwerer darstellen, als es eigentlich ist. Wenn Du es als hilfreich ansiehst, sprich mit Deiner Mutter darüber oder mit einer anderen Vertrauensperson.

In der Grundschule haben die Lehrer uns gemobbt und nur Stress gemacht.

Wenn dem wirklich so sein sollte, haben die Lehrer einen falschen Job gehabt - eher wahrscheinlich ist, dass Du Lernen, Hausaufgaben und Co. als Zwang angesehen hast, was nicht unüblich ist, aber bei weitem nicht der Sinn, der eigentlich dahinter steckt. Das Problem ist, dass ein Kind nur die Schwierigkeit des Lernens sieht, aber nicht die Perspektive hat, wie sehr dieses Wissen im späteren Leben wichtig ist oder zumindest sein kann, während ein Erwachsener diese Perspektive hat, aber eher Probleme hat, als ein Kind, neues zu lernen, insbesondere, wenn man auch als Erwachsener schon etwas älter ist.

Wenn man als Kind von anderen Kindern gemobbt wird, ist das schon schlimm genug, aber Mobbing von Lehrern darf einfach nicht sein - vorausgesetzt, dass man mit dem Wort Mobbing nicht zu sorglos umgeht. Ich hatte in meiner Schulzeit als ein Außenseiter, der hin und wieder auch von Klassenkameraden verprügelt wurde, auch keine leichte Zeit, aber der Begriff Mobbing war damals noch nicht in Mode. Dahingehend beschwert man sich wegen Mobbing bzw. vergleichbarem verglichen mit damals heutzutage alle Nase lang. Sorry, wenn das hart klingt, aber das ist so.

In der 5.-7. Klasse hat mein Opa (der manisch depressiv war) nur kriminelles Zeug gemacht und uns auch bedroht. Als er endlich behandelt wurde und er wieder wie früher war, fing mein Vater an depressiv zu werden.

Okay, das ist schon ein ziemlicher Hammer. Leider ist eine entsprechende Hilfe bei Deinem Vater ja schon zu spät.

Ich zog das erstmal um, was für mich Stress pur war, da ich Veränderungen hasse.

Was soll das erst einmal werden, wenn Du erwachsen wirst und eine eigene Wohnung suchst? Oder gar wenn Du eine Freundin hast und ihr in eine gemeinsame Wohnung zieht?

Meine Eltern trennten sich. Meine Mutter hatte einen neuen. Ich fuhr mit meiner Mum und ihrem Freund in den Urlaub.

Hatte sie den Freund bereits vor der offiziellen Trennung oder danach? Im ersteren Fall haben sich Deine Eltern schon zumindest emotional vorher auseinander gelebt - zumindest was Deine Mutter angeht. Im letzteren Fall sehe ich nicht, was Deine Mutter für eine Schuld am Tod Deines Vaters tragen sollte - abgesehen davon...

Mein Vater war alleine und begann dadurch Selbstmord.

... vielleicht hatte Dein Vater wegen der veränderten Situation, also der Trennung und dem Alleinsein nach dem Auszug und Eurem Urlaub Depressionen, aber der Selbstmord ist keine Konsequenz des Alleinseins, sondern eine Konsequenz seiner Entscheidung entsprechend sein Leben aufzugeben. Egal wie schwer Depressionen sind oder eine Hoffnungslosigkeit, so hat man dennoch immer die Wahl, ob man sich den Herausforderungen stellen und sie überwinden will, oder ob man aufgeben will. Was Dein Vater offenbar gewählt hat, hast Du ja geschrieben. 

Mit Sicherheit ist niemand außer Deinem Vater selbst an seinem Selbstmord Schuld. Vielleicht hat Deine Mutter Schuld an seinen Depressionen in der letzten Zeit seines Lebens, aber wenn diese Trennung vor dem Kennenlernen ihres neuen Freundes geschah, war Dein Vater an der Trennung und diesen Depressionen auch nicht unschuldig. Für den Selbstmord ist er aber ganz allein verantwortlich und niemand außer Deinem Vater selbst trägt dafür die Schuld.

Seine Familie beschimpfte mich und meine Mutter als schuldigen. 

Diese Familie weiß wohl erstens nicht, was Entscheidungsfreiheit ist, zweitens, dass eine Ehe aus zwei Ehepartnern besteht und daher durch beide gepflegt werden sollte und drittens, dass Eltern für ihre Kinder zu sorgen haben und daher die Kinder keineswegs für die Entscheidungen ihrer Eltern verantwortlich sind, vor allem wenn die Kinder nichts an der Situation der Eltern nachteilig bewirkt haben - soweit es dem Verständnis der Kinder zur jeweiligen Zeit entspricht, zwischen richtig und falsch zu wählen. Ob Deine Mutter an den Depressionen Deines Vaters eine Mitschuld trägt, liegt allein daran, ob sie bereits den neuen Freund als einen festen Freund hatte, bevor sich Deine Eltern getrennt hatten. Wenn die Familie Deines Vaters dies anders sieht, haben die einfach keine Ahnung. Sorry, aber das ist so.

...

Kommentar von JTKirk2000 ,

...

Was soll ich machen?

Dahingehend empfehle ich wieder den ersten Absatz meiner Antwort. Denke über die Gründe Deines Handelns nach, und über die Konsequenzen. Alles was über diese direkten Konsequenzen hinaus geht, also beispielsweise Handlungen, die von Anderen durchgeführt werden, wie der Selbstmord Deines Vaters, ist nur derjenige verantwortlich, der diese Tat selbst begeht. Sich wegen der Entscheidungen und Handlungen anderer Gewissensbisse einzureden oder einreden zu lassen, ist vollkommen unnötig.

Kommentar von derPummler2 ,

Du bist offensichtlich der Meister der Verharmlosung

Kommentar von JTKirk2000 ,

In welcher Hinsicht?

Antwort
von conelke, 24

Das ist eine ganze Menge an seelischen Belastungen, die Du im wahrsten Sinne des Wortes zu verdauen hast. Das Du Probleme mit dem Magen hast, ist eine Folge aus Deinen Problemen, die Dich sehr belasten. Verständlicherweise! Das Dich Deine Mutter nicht unterstützt ist schlimm genug, aber vermutlich hat sie mit ihren eigenen Sorgen genug zu tun - trotzdem sollte sie für Dich da sein. Du bist jedoch in einem Alter, in dem Du selbst die Initiative ergreifen könntest. Das erste, was Du machen solltest, mit einem Arzt Deines Vertrauens sprechen, vielleicht sogar mit dem, der die Magenprobleme diagnostiziert hat. Vermutlich hast Du mit ihm noch nicht über Deine seelischen Probleme gesprochen, denn dann wüßte er sofort, dass Deine Magenprobleme nichts mit einer organischen Fehlfunktion zu tun haben. Du brauchst psychologische Unterstützung, um aus diesem ganzen Schlamassel einen Ausweg zu finden. Dafür braucht man sich auch nicht zu schämen...es tut einfach gut, wenn man jemandem sein Herz ausschütten kann, der nicht direkt beteiligt ist und der einem Hilfestellung geben kann, einen Ausweg zu finden. Vielleicht solltest Du das mal in Angriff nehmen. Alles Gute.

Antwort
von DODOsBACK, 21

Geh zum Hausarzt und lass dich zum Psychologen überweisen.

Und denk mal darüber nach, ob du nicht ein bisschen zu "gerne" Opfer bist... Anscheinend hat dich dein ganzes Leben lang nicht ein einziger Mensch fair behandelt - das ist dann doch irgendwie schwer zu glauben.

Kommentar von derPummler2 ,

Was redest du??? Ich hab ne Menge Freunde, aber ich habe keine Lust mit denen über so ein schweres Thema zu reden.

Kommentar von 272011 ,

Außerdem kennst du die Person gar nicht, man kann nicht anhand von einer Frage über jemanden urteilen. Du hast nicht das Leben gelebt du weißt doch sicher nicht wie schwer oder wie leicht es gewesen ist.

Antwort
von questionAntwort, 21

Wahrscheinlich wäre es ratsam, wenn du versuchst, der Stressmache aus dem Weg zu gehen. Triff dich oft mit Freunden, aber lass die Schule nicht hängen. Deinen Opa und deine Mutter kannst du sowieso nicht ändern, die werden Stress machen so lange sie können, also geh ihnen ein bisschen aus dem Weg. Bring Routine in dein Leben, es gibt halt, wenn man einen geregelten immer relativ gleichen Tagesablauf hat.

Antwort
von Killersbunny, 26

Sofern du das noch nicht getan hast solltest du vielleicht als erstes
mal mit deiner Mutter darüber reden. Ansonsten kann ich dir nur ans Herz legen einen Psychologen aufzusuchen, der kann dir nicht nur helfen den Stress zu verringern, damit es deinem Magen bald besser geht, sondern dir auch helfen, dass alles mal richtig zu verarbeiten.

Kommentar von derPummler2 ,

Sie wurde mega angepisst, als ich mit ihr gesprochen hab.

Kommentar von Killersbunny ,

Okay, das ist also keine Option. Wenn dir die Psychologin, wie du unter geschrieben hast, nicht hilft, solltest du vielleicht zu einer anderen gehen. Oder, wenn gar nichts mehr geht in die Klinik, da wird dir auch geholfen.

Antwort
von Cerealie, 21

Geh zum Arzt - Magengeschwüre sind behandlungsbedürftig.

Ansonsten kann ein Psychologe ein guter Ansprechpartner sein. Gegebenenfalls hilft eine Mediation zwischen deiner Mutter und dir.

Antwort
von LonelyBrain, 23

Bitte geh zum Psychologen. Dieser Schritt wäre schon längt fällig gewesen.

Du musst die Geschehnisse verarbeiten - aber nicht hier.

Kommentar von derPummler2 ,

Ich bin da schon, aber die macht nicht wirklich was

Kommentar von LonelyBrain ,

Die muss aber was machen. Dann bitte wechsle den Arzt.

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