Frage von xsallythepawx, 97

Wie soll ich mit 18 als Schülerin ausziehen - in eine WG - und mir das Ganze finanzieren?

So, wahrscheinlich wurde dieses Thema immer und immer weider erneut durchgekaut, aber ich selber bin leider immer noch nicht wirklich schlau daraus geworden, also hier der Fall:

Ich bin 18, Schülerin der elften Klasse der Fachoberschule. Meine Eltern sind geschieden und ich lebe bei meiner Mutter. Nun ist es so, dass ich beide Wohnsituationen - die bei meiner Mutter und die bei meinem Vater - auskosten durfte und ich jedes Mal die Erfahrung gemacht habe mit dem Kopf gegen die Wand zu laufen. Nach langem Überlegen habe ich dann letztendlich die Initiative ergriffen und mich auf die Suche nach einem WG-Zimmer gemacht. Sofort sprangen mir ein paar nette Inserate entgegen und ich habe einige sofort zu meinen Favoriten hinzugefügt.

Jetzt gibt es ein Problem: Die Finanzierung! Als Schülerin erhalte ich kein Einkommen. Da es von den Schulzeiten nicht geht, arbeite ich auch nicht als Aushilfe. Also wie soll ich dieses WG-Zimmer finanzieren? Meine Schule ist in München und München ist gerade für hohe Preise bekannt. Das WG-Zimmer kostet monatlich 500€ zzgl 110€ Nebenkosten.

Momentan ist mein Vater dazu verpflichtet einen Unterhalt von 334€ zu zahlen und meine Mutter bezieht das Kindergeld in Höhe von 184€. Inwiefern tragen diese Beträge bei? Was hat es mit dem "Barunterhalt" auf sich?

Ausziehen kann ich erst, wenn ich eine feste Unterstützung bekomme und somit eine gewisse Sicherheit habe dieses WG-Zimmer finanzieren zu können. Doch sofern meine Recherchen richtig lagen erhalte ich eine "Unterstützung" erst nachdem ich ausgezogen bin und dieses Zimmer schon finanziere. Das ergibt jedoch keinen großen Sinn für mich...Schließlich würde ich ja keine Unterstützung fordern, wenn ich mir alles finanzieren könnte? Denn weshalb sollte man erst ausziehen und sich dann die Wohnung bzw in meinem Fall das WG-Zimmer nicht finanzieren können?

Ich stecke in einer Zwickmühle ohne Aussicht auf eine plausible Möglichkeit im Moment. Möglicherweise kennt sich jemand mit dem Thema aus und kann mir weiterhelfen? Über jede kleine Hilfe die mir ein Stückchen weiterhilft bin ich überaus dankbar!

Falls etwas unklar ist, dann bin ich selbstverständlich für alle Fragen offen und beantworte diese auch so schnell es geht.

Liebe Grüße und noch einen schönen Sonntag euch allen!

Expertenantwort
von Fortuna1234, Community-Experte für Bafög, 68

Hi,

welche Unterstützung solltest du denn bekommen? Unterhalt geht ja von deinem Vater an deiner Mutter und deine Mutter muss dir davon keine Unterkunft zahlen.

Dir steht das Kindergeld zu und du kannst nebenher jobben. 450€ sind IMMER drin, aber davon kannst du dir ja leider nichts leisten in München bei den Mietpreisen.

Die Finanzierung solltest du also mit deinemn Eltern klären und schauen, wieviel sie bezahlen wollen und können. Du machst noch einen Nebenjob und dann schaust du was du dir davon leisten kannst.

Wie stehen sie denn zu deinem Auszug? In welcher Höhe würden sie dich unterstützen?

Kommentar von xsallythepawx ,

Hi, 

beim Stöbern im Internet sind mir Begriffe wie BAFÖG und Wohngeld gegen den Kopf geflogen. Über diese habe ich mich dann speziell noch schlau gemacht, aber anscheinend kann ich keins der beiden beziehen?

Ja, dass ist leider ein großes Problem in München.

Meine Mutter befürwortet meinen Auszug im positiven, jedoch ist sie gegen eine Mitfinanzierung ihrerseits. Mein Vater ist offen für alles und ist sehr dafür, dass ich auf eigenen Beinen stehe und würde weiterhin den Unterhalt von 334€ zahlen.

Wahrscheinlich wird es darauf hinauslaufen, dass ich mir einen Nebenjob suche und so mir selber eine kleine finanzielle Unterstützung bin.

Und danke schon mal für die Hilfe!

Kommentar von Fortuna1234 ,

Bafög nein, nicht bei deiner Schulform Wohngeld brauchst du ein mindesteinkommen, aber da reichen eben nicht 450€. Das ist ein minimaler Zuschuss zur Miete und du musst beweisen, wie du sonst dein Leben finanzierst.

Es ist schade, dass deine Mutter zwar dafür ist aber nichts bezahlen will. Wie stellt sie sich denn vor, wie du das ausziehen sollst?

Dann halt dich an deinen Vater. Mit Kindergeld, Unterhalt von ihm und Nebenjob könntest du es je nach Lage sogar schaffen, auch in München.

Antwort
von turnmami, 32

Bis zum Ende der Erstausbildung sind alleine die Eltern unterhaltspflichtig. Dein Vater bezahlt eh, bei deiner Mutter reicht es, dass sie dir eine Wohnmöglichkeit gibt. Dass ihr Streitigkeiten habt, ist hier unerheblich, da fast jeder in diesem Alter Streit daheim hat. Staatliche Leistungen gibt es hier- außer Kindergeld- nicht. Bafög geht nicht, Wohngeld setzt ein Mindesteinkommen voraus. Entweder du finanzierst dir deine WG selber mit deinem Unterhalt und Kindergeld, oder du musst zuhause bleiben.

Antwort
von herakles3000, 32

Ziehst du aus steht dir von beiden gestzlich unterhalt zu wen sie ihn  Leisten können auch steht dir mit deinem Auszug dein Eigens Kindergeld in bar zu und (oder auch mit 18) nicht mehr deiner Mutter du must dich nur an die Kindergeldkasse wenden, Dein unterhalt + Dein kindergeld reichen grade für die miete aber wen deine mutter auch will das du ausziehst mus sie die Extrakosten mittragen.Rede mal mit deinem Vater den es kann auch sein das er dan zb etwas mehr bezhalen mus  wen er Seehr gut verdint und sich das leisten kann.Aber wohngeld ist im Allgemeinen blos 30-50 € Ca .Fals es so ist dase s bei beiden unmöglich ist zu wohnen dan wende dich zb mal ans jugendamt(da noch schühlerin bist und keine 21) und frage da mal nach notfals auch nach einem betreuten wohnen das müsten dan auch deine Eltern bezahlen.

Antwort
von mauskub, 54

Hast du schon versucht dich ans jugendamt zu wenden ?
Die werden dir bestimmt weiterhelfen können..
Aber ich denke das wenn du das alles selbst regeln möchtest musst du eine aushilfsstelle haben das ist zwar schlecht wegen der schule aber das hatte ich auch gemacht in der eph phase zunächst könntest du am wochende und dann wenn du früher schluss hast auch in der woche.
Auserdem würdest du dann auch das unterhaltgeld von deinem vater gekommen und dein kindergeld
Das würde für die wg reichen

Kommentar von xsallythepawx ,

Nein, daran habe ich noch nicht gedacht. War der Ansicht, dass das Jugendamt nur bis zum 18. Lebensjahr für mich zuständig ist. Aber an die könnte ich mich wenden?

Ja, dass wird wohl oder übel wahrscheinlich die einzige Lösung sein...

Also hätte ich dann im Grunde die 334€ + 184€ + Nebenjob max. 450€ = 968€. Dass müsste dann laut der Rechnung locker reichen. 

Danke für die Hilfe!

Kommentar von mauskub ,

Aber da du noch schüler bist geht das glaube ich noch das du hilfe vom jugendamt kriegst
Gerne

Antwort
von beangato, 42

Ab 18 sind beide Elternteile zum Barunterhalt verpflichtet.

http://www.finanztip.de/barunterhaltspflicht/

Jedoch muss Dir keine Wohnung bezahlt werden - Du hast ja ein Dach über dem Kopf.

Du kannst nur mit beiden Elternteilen reden und sie darum bitten, Dich in einer WG geldlich zu unterstützen. Das Kindergeld würde Dir nach einem Auszug bekommen, wird aber auf den Barunterhalt angerechnet.

http://www.kindergeld.org/abzweigungsantrag-kindergeld.html

Kommentar von xsallythepawx ,

Genau, soweit war ich auch gekommen. Mein Vater zahlt einen Barunterhalt und meine Mutter einen Naturalunterhalt (allein diesen, also keinen Barunterhalt verrechnet). 

Da liegt der Haken: Ich habe ja "ein Dach über dem Kopf". Ist aber ein Dach über dem Kopf mit Auseinandersetzungen und Problemen (vielleicht sind es keine gravierenden, aber auf Dauer hängen diese zum Hals raus - deswegen die Idee mit dem Auszug). 

Alles nicht so einfach! Bin gespannt wie das ganze weiterlaufen wird.

Danke für die Links und die Hilfe!

Kommentar von beangato ,

Ich weiß ja nicht, WIE schlimm es sit. Sollte es SEHR schlimm sein, könntest Du es damit versuchen:

http://rechtsanwalt-und-sozialrecht.de/25-jahre-hartz-iv-zustimmung-umzug/

Kommentar von turnmami ,

Staatliche Hilfen gäbe es nur bei massiver körperlicher Misshandlung zuhause. Bei "Problemen" zuhause müsste sonst der Staat jedem einzelnen Teenager eine Wohnung bezahlen!!

Kommentar von beangato ,

schwerwiegende soziale Gründe

schwerwiegende Störungen der Eltern-Kind-Beziehung können einen Umzug rechtfertigen;

das körperliche, geistige oder seelische Wohl der Hilfebedürftigen kann einen Umzug rechtfertigen;

die Platzverhältnisse in der Wohnung können unzumutbar sein;

Link siehe oben.

Ich denke mal, bei der FG könnte das Zweite zutreffen oder auch das erste.

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