Frage von noname978, 78

Wie soll ich mir hilfe holen (depressionen)?

Hallo:) also ich bin mir ziemlich sicher das ich Depressionen habe.
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Ich verletzte mich schon seit 2 jahren selbst, die gründe dazu sind unwichtig. Nunja, seit ca. 4monaten fühl ich mich viel schlechter als sonst. Es ist etwas in meinem leben passiert das einfach alles aus dem gleichgewicht gebracht hat (auch nicht so wichtig)
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Ich bin ständig müde, kann aber nicht einschlafen. Ich denke über alles zu viel nach und bin pessimistisch. Manchmal schießen mir einfach so die tränen in die augen. Ich bin einfach traurig, wegen mehreren dingen, und hab suizid gedanken.
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So, ich hab mich im Internet über depressionen informiert und die symptome treffen 1 zu 1 auf mich zu. Ich will wieder glücklich werden! Deswegen weiß ich das proffessionelle hilfe vielleicht das beste wäre.
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Nur es gibt ein problem: Ich bin erst.14! Wie soll ich das meinen Eltern sagen?? Sie wissen zwar das ich mich selbst verletzt aber sie denken ich habe aufgehört. Ihnen ist meine miese Stimmung zwar aufgefallen aber sie meinten immer nur ich soll nicht so ein gesicht ziehen. Sie verstehen das nicht?!
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Was soll ich tun? Wie kann ich ihnen das sagen? Und hab ich überhaupt depressionen? Oder ist das nur eine schwere zeit für mich und zieht vorrüber?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von JaniXfX, 28

Hallo Noname!

Erstmal: Super, dass Du das in Angriff nehmen willst. Damit ist der erste Schritt schon getan!

Zu den Gründen: Gründe sind nicht unwichtig. Vielleicht für diese Community schon, zumeist sind die Tipps auch sehr sinnlos. Wenn Du eine Therapie beginnst (und das solltest Du!), dann werden diese Themen jedoch wichtig.

Was ich sehr gut finde: Du schließt es prinzipiell nicht aus, Deine Eltern mit einzubeziehen. Das ist SEHR GUT! Die meisten explodieren innerlich bei dem Gedanken, ihren Eltern davon zu erzählen. Du kannst halt nicht erwarten, dass sie sofort Deine Lage verstehen und sich einfühlen können. Das können die meisten Menschen eben nicht. Oftmals haben ältere Generationen auch die Einstellung, das mit etwas Zähne zusammenbeißen oder abwarten die Situation getan ist. Nach dem Motto: Wegsehen, dann geht es auch weg.

Deine Eltern zu involvieren ist wichtig. Diese Unterstützung kannst Du sehr gut gebrauchen! Du solltest um ein Gespräch bitten. Sag Deinen Eltern auch, dass es etwas wichtiges gibt, worüber Du sprechen willst. Sag ihnen auch, dass Du keinen Ratschlag darauf möchtest. Dann solltest Du alle mal zusammensetzen und erzählen, dass es Dir nicht gut geht. Und dass Du Dich selbst verletzt und damit nicht aufhören kannst. Erkläre ihnen, dass das an einer psychischen Erkrankung liegt und Du in Behandlung möchtest. Und dass es für den Erfolg der Behandlung wichtig ist, dass sie Dich unterstützen. Es kann natürlich sein, dass Deine Eltern die Bahndlung für nicht notwendig erachten. Das hängt damit zusammen, dass psychische Erkrankungen eben nicht so einfach verstanden werden. Hättest Du einen Herzfehler oder gebrochenes Bein, würden sie das eher verstehen. Gib ihnen Zeit und Geduld, dass sie es verstehen. Das ist wirklich nicht leicht! Auch bei ihnen wird sich etwas ändern.

Um eine Therapie zu beginnen, sprich mit Deinem Hausarzt/ Kinderarzt. Alles weitere sollte der dann einleiten.

Antwort
von skyberlin, 41

du kannst mit 14 in jedes jugendamt gehen und deine situation schildern. die müssen und werden dir helfen.

tu das !!!

lyrische antworten:

Zitat:

Hermann Hesse

Stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend

Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,

Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend

Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.

Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe

Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,

Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern

In andre, neue Bindungen zu geben.

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,

Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,

An keinem wie an einer Heimat hängen,

Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,

Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.

Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise

Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,

Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,

Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde

Uns neuen Räumen jung entgegen senden,

Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...

Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

Zitat 2:

Selbstmord

Die letzte aller Türen

Doch nie hat man

an alle schon geklopft

-Reiner Kunze-

Auch für dich wird sich eine Tür öffnen, versuch es einfach und hol dir unbedingt Hilfe, doc, psych, freunde, pfarrer - völlig egal. hauptsache eine tür wird sich öffnen und das wird so sein, viel erfolg, SKY dipl-psych

Antwort
von Andrastor, 31

Sprich mit deinem Hausarzt und deinem Schulpsychologen darüber. Lass dir von einem von beiden eine psychologische Unterschunung verschreiben. Diese wird dann entscheiden was als nächstes zu tun ist, solltest du wirklich unter einer psychischen Kankheit leiden, wird es wahrscheinlich eine Therapie.

Antwort
von foreveryours96, 40

Probiere mal mit deiner Mum zu reden. Erkläre ich alles wie es ist, wie es dir geht, vlt wird sie es auch verstehen. Sag ihr einfach das sie dich zu einem Psychologen bringen sollte. Das würde dir sicher helfen. Bitte sie darum :) Du bist noch Minderjährig also wirst du nicht mal was zahlen müssen (bei uns ist es zu mindest so)

Antwort
von Apfel45, 35

Dass Deine Eltern die Veränderung an Dir nicht merken, wundert mich eher mehr....
Ich würde an Deiner Stelle Dein Anliegen ganz plötzlich und spontan raushauen. Am Küchentisch...oder einfach so, wo beide zusammen anzutreffen sind.

Dann wäre der nächste Gang für Dich, dass Du zu Deinem Hausarzt gehst und ihm die Lage schilderst , der wird Dich dann in Behandlung schicken.

Alles, alles Gute!

Antwort
von Minimaus37, 40

Probiers für den anfang vielleicht mal mot lifeline. Eine anonyme Hilfsorganisation

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