Wie soll ich mich verhalten, wenn mein Vater mir beim Autofahren reinredet?

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6 Antworten

Jeder meint von sich selbst, er (und keine anderer) ist der perfekte Fahrer. Den Abstand zum Vordermann, der Bremspunkt beim Ranfahren an eine Ampel, wie weit man rechts oder mittig fährt, ob man überholt oder nicht, welches Tempo man fährt, usw. - alles das ist der persönliche Fahrstil, und genau so fühlt man sich wohl und sicher.

Klar, dass man gerade Fahranfängern versucht genau diesen Fahrstil zu vermitteln. Aber nicht nur den Anfängern; Frauen mäkeln am Stil ihrer Männer, während Männer am Stil der Frauen rumnörgeln, etc.

Der eigene Vater - der es ja gut mit einem meint - hat sich nun als verpflichteter Beifahrer die Aufgabe gesetzt, Dir sein "perfektes" Fahren zu vermitteln. Klar, dass Dich das nervt!

Mach Deinem Vater (möglichst nicht während der Fahrt sondern zu Hause) klar, dass Du seinen Rat und seine Erfahrung zu schätzen weißt und dass Du dankbar bist für sein Vertrauen und seine geopferte Zeit auf dem Beifahrersitz, ABER: dass Du noch dabei bist, zu lernen und nicht bereits nächste Woche einen Grand Prix auf dem Nürburgring gewinnen möchtest.

Frag ihn, wie ER es empfunden hätte, bei seinen ersten eigenen Fahrten jemanden neben sich zu haben, der dauernd seinen Senf dazu gibt, egal ob es nun gerade notwendig war oder einfach nur anders als es der Copliot in dem Fall gemacht hätte.

Wenn es dringend erforderlich ist, dass er einschreitet (um etwas Schlimmes zu verhindern), dann hast Du ja sicherlich nichts dagegen. Ansonsten möchte er sich bitte angewöhnen, während der Fahrt den Schnabel zu halten und bestenfalls NACH der Fahrt den einen oder anderen Hinweis zu geben.

Väterliche Fürsorge ist eine Sache, einen während der Fahrt irre zu machen eine andere.

Ich denke, er wird vielleicht ein bißchen quengeln und sich zunächst missverstanden fühlen, sollte aber letztendlich einsehen, dass er auch mal die Leine ein wenig lockern sollte, damit Du auch nicht ständig das Gefühl hast "Ich mache wieder etwas falsch" und ohne seine Kommentare besser Sicherheit und Routine entwicklen kannst.

Er sollte Dir ruhig mehr Vertrauen entgegenbringen und Dich einfach mal machen lassen.

Sag es ihm ruhig und mit den richtigen Worten (siehe oben), das ist keine Schande und auch notwendig.

Liebe Grüße + gute Fahrt!

PoisonArrow

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den Spiess umdrehen, wenn Papi fährt genauso, alles in Frage stellen und Kritisieren. Ob er dann merkt was er falsch macht?? 

Klärendes Gespräch führen.

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Bei 50 schaltet man normal in den 4ten, der rest kommt irgendwann von alleine. Ansonsten lass ihn einfach naechstes mal fahren und sag ihm was er alles falsch macht

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Von ihm lernen! 50km/h im dritten Gang? Das ist ja grausam!

Und das, was du schreibst, klingt schon so, als ob du relativ schlecht fährst.

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Kommentar von nederal
10.03.2016, 21:28

die drehzahl ist aber noch recht niedrig

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Ohren auf Durchzug - Eltern machen das gern. Meine Mutter hat das noch gemacht, da hatte ich schon 10 Jahre den Führerschein. "Pass auf - da ist ein Radfahrer"....usw.

Das Autofahren können kommt erst mit der Routine. Das war bei deinem Vater garantiert auch so.

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Als meine Tochter ihren Führerschein mit 17 hatte, habe ich Anfangs auch rumgenörgelt, bis sie mir sagte, dass sie das verunsichert.

Und danach habe ich es mir verkniffen etwas zu sagen und manchmal sogar die Augen zu gemacht.

Da jedes Auto anders fährt hab ich ihr dann die Eigenheiten des Autos aufgezählt und heute fährt sie so gut und vor allem sicher und unaufgeregt, dass ich neben ihr Socken stricken kann wenn sie am Steuer sitzt.

Sie macht es zwar nicht immer so wie ich es machen würde, aber sie macht es gut!

Dreh mal den Spieß um, wenn er auch nach einer Bitte und einer Erklärung von deiner Seite nicht aufhört. Ich wette, er hasst es, wenn deine Mutter neben ihm sitzt und schon 100 Meter vorher sagt: Pass auf Schatz, dahinten ist eine Ampel...und wenn du dann damit auch noch anfängst- lach...

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