Frage von hairypoppins, 48

Wie soll ich mich verhalten, Arbeitsplatzwechsel, AU?

Sorry für den langen Text, ich würde mich über Rückmeldungen sehr freuen! Danke!

zum Thema: ich arbeite im Büro mit zwei Kolleginnen. Die beiden sind sehr eng miteinander, ich bin da außen vor, was soweit auch okay ist. Seit ca. einem 1 Jahr ist die Situation angespannt: Mir wurde vorgeworfen, die Labelrücken der Ordner nicht so zu beschriften, wie die beiden anderen es tun (sie erstellen ihre Beschriftungen mit einem kl. Handgerät, was sehr zeitaufwendig ist, ich habe mir eine Excel-Datei erstellt, kann somit 7 Labels in 1 Min. drucken). Ich habe darauf gesagt, dass ich es viel wichtiger finde, dass unser Produktionsrückstand, der enorm ist, abgebaut wird, so dass die bestellte Ware rausgeht und ich endlich Rechnungen schreiben kann.

Die beiden Damen waren in meinem Urlaub an meinem PC, als eine Kollegin aus dem Nebenraum ins Zimmer kam, haben beide schnell die "Fenster" wieder zu gemacht ... Alles irgendwie doof. Dann hatte ich nach einem Sturz eine Knie-Op und war 2 Wochen arbeitsunfähig, bin dann mit Krüken zum Arbeitsplatz, Schmerzmittel genommen und habe versucht, alles so gut wie möglich zu bewerkstelligen. Eine Kollegin meinte, ich sei unkollegial, mich 2 Wochen krankschreiben zu lassen ...

Über die ganze Situation hin, die dann ca. über 1Jahr ging, bin ich richtig krank geworden. Das Knie heilte nicht, Knochenmarködem. Die unwertschätzende Behandlung führte bei mir zu Depressionen. Egal wie ich auch Stellung bezog, nichts war gut genug.

Nun bin ich seit Okt. krank geschrieben, habe eine Reha gemacht. Das Knie ist wieder okay. Zwischenzeitlich habe ich bei meinem Arbeitgeber um Versetzung gebeten. Er fiel aus allen Wolken, als ich ihm die Gründe für meinen Versetzungswunsch nannte und sicherte mir zu, in ein anderes Büro zu kommen. Der Platz, der für mich vorgesehen ist, ist allerdings noch besetzt. Der Dame dort soll gekündigt werden, ein riesen Theater spielt sich dort ab, wird mir von 2 "Seelen" berichtet, 2 Kolleginnen, mit denen ich auch privat befreundet bin und die mich auf dem Laufenden halten.

Mein Chef legt mir nahe, mich weiter krankschreiben zu lassen, wenn ich nocht nicht fit bin (ich wurde arbeitsunfähig aus der Reha entlassen). Allerdings sieht es so aus, dass ich den neuen Platz nicht antreten kann, solange die Dame nicht wirklich aus dem Unternehmen ausgeschieden ist, und das wird noch ein paar Wochen dauern. Auf den alten Platz soll ich nicht zurück, auch nicht kurzfristig.

Nun läuft meine AU aus und ich muß mich wieder beim Arbeitgeber melden.

Was soll ich nun machen: Fragen, ob der neue Platz frei ist (das ist er noch nicht) und dann sagen, ja, ich lass mich weiter krankschreiben, bis die Sache komplett durch ist. Damit würde eine AU mißbraucht. Oder soll ich sofort sagen, dass ich weiter krank geschrieben bin (mein Arzt steht hinter mir). Ich bin unsicher und möchte vermeiden das Bild zu erwecken, mit AUs nach Belieben "zu spielen".

Ich hoffe mein Anliegen ist verständlich. ;-)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Magnusbruder, 41

Hey! Schreibe dir auf welche Probleme aufgrund des Jobs du hast. Ganz stumpfsinnig in einem Worddokument. So viel wie dir einfällt. Wenn dir nichts mehr einfällt hör auf und komm erst den Tag darauf wieder. Schreibe nun genau das Gegenteil auf. Ohne nachzudenken. Nur das Gegenteil des Problems. Sobald du den Schritt getan hast gliedere die Lösungen der Probleme in 3 Schritte nicht mehr. Wenn du dir vorstellen kannst diese 3 Schritte zur jeweiligen Lösung in deinem derzeitigen Job zu machen, mach weiter. Ansonsten such dir einen Job bei dem du die Lösungen von Anfang an hast. Ich hoffe dir hat es geholfen. Mit spielend leichten Grüßen, Magnus Bruder

Kommentar von hairypoppins ,

lieben Dank Dir !

Kommentar von hairypoppins ,

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Antwort
von Weisefrau, 42

Hallo, so ein Ähnliches Problem hatte ich auch mal. Es Gipfelte darin das irgendwann die Bürokasse verschwunden war. Ich habe nicht solange gewartet und mich eher an meinen Chef gewand. Auch er wusste von nichts und hat sich gewundert. 

Auch das ist für die beiden Damen nicht gut ausgegangen.

Lass dich weiter AU schreiben.  Wenn es dir gut geht dann zeige Stärke und gehe an deinem Arbeitsplatz zurück.

Kommentar von hairypoppins ,

Danke dir ;-)

Antwort
von DanBam, 43

Zunächst weiterhin gute Besserung für das kaputte Knie.

Damit Du dem Ziel eines besseren Arbeitsplatzes näher kommst, solltest Du nicht auf Maßnahmen wie eine gespielte Krankmeldung zurückgreifen, sondern gegenüber der Firma oder Deinem Chef klar definieren, was Du in Deiner Firma erreichen möchtest, dass Du den Willen hast, mit neuer Kraft einer neuen Aufgabe zu begegnen und Du nicht mehr weiter zu Hause rumsitzen kannst.

Wenn Dein Chef keinerlei erkennbare Zielvorgaben Deinerseits erkent, dann ist klar, warum er mehr oder minder zu Dir sagt: "Bleiben Sie weiterhin krank." 

Knallhart ausgedrückt, Du solltest aufpassen, dass das Unternehmen nicht plötzlich ganz auf Dich verzichten kann.

Also mein Rat wäre, entgegen der hier weitläufig billigenden Meinung sich nicht mehr auszuruhen, sondern mit einer überzeugenden Absicht aufzutreten und wieder einen guten Job abzuliefern.



Kommentar von hairypoppins ,

Dankeschön 

Kommentar von hairypoppins ,

Das ist natürlich richtig, was Du schreibst. In den beiden Gesprächen habe ich ihm auch genau das gesagt. Die Sache ist, wie mein Chef mir bereits sagte, dass er mir nichts anderes anbieten kann, solange die andere Dame nicht tatsächlich aus dem Unternehmen ist. 

Ich denke, dass jetzt Fingerspitzengefühl gefragt ist, ihn nicht in die Ecke zu drängen und das ganze Vorhaben damit zu gefährden, daher meine Frage.

Ich bin 17 Jahre im Unternehmen, alleinerziehend. Ich wiege mich nicht sicher und möchte auch nichts übertreiben bzw. riskieren.

Kommentar von DanBam ,

Du bist bestimmt Klasse in Deinem Job und genießt deshalb einen hohen Vertrauensbonus. 

In Wahrheit willst Du nicht länger krank sein, also ist das Dein kurzfristiges Ziel. Ein mittelfristiges Ziel ist die neue Posten, ein langfristiges Ziel musst Du Dir jetzt selbst stecken. 

Diese Ziele vor Augen solltest Du mit Deinem Chef ganz offen über Deine Situation sprechen, darüber dass Du Dich im Grunde nicht so sonderlich toll fühlst wenn Du schon wieder grundlos krankschreiben sollst, dass Du in Wahrheit fit genug bist und Dir die Decke zwischenzeitlich auf den Kopf fällt. 

Vielleicht hat er eine alternative Lösung für Dich parat.

Ihn als Chef wir es freuen wenn Du ein hohes Maß an Ehrlichkeit zeigst. Das beweißt zudem Deine Loyalität und Interesse am Unternehmen. 

Viel Glück und Erfolg bei dem Gespräch und weiterhin alles Gute!

Antwort
von Rockuser, 38

Wenn dein Arbeitgeber dich doch selber um AU gebeten hat, und dein Arzt das Befürwortet, würde Ich gar- nicht erst Diskutieren. Geh zum Arzt und gut.

Viel Erfolg am neuen Arbeitsplatz.

Kommentar von hairypoppins ,

Okay, schönen Dank.

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