Frage von Helen1968, 42

Wie soll ich mich richtig verhalten ?

Hallo zusammen, Ich habe ein großes Problem. Meine Freundin ist psychisch krank. Das ist sie schon seit ihrer Kindheit, konnte es aber immer gut kaschieren. Jetzt geht es einfach nicht mehr, und deshalb bricht die Fassade. ...es gibt drei Kinder in diesem Haushalt. 10, 8 und 7. Ich kenne meine Freundin nun schon seit 10 Jahren, und habe diese Jahre alles gut verfolgen können. Sie liebt ihre Kinder über alles, ist leider inkonsequent und daher tanzen sie ihr auf dem Kopf rum. Seit ich sie alle kenne, wird gebrüllt und geschrien. Geschlagen werden diese Kinder NICHT, aber manchmal muss das auch nicht sein....psychisch sind sie auf jeden Fall auffällig. Jetzt kommt das Schlimmste. ...Sie hat vor einigen Wochen einen Suizidversuch gestartet, wurde aber unterbrochen, da sie in ihrem Wahn ( Schlaftabletten und Alkohol) eine Nachbarin anrief die sofort kam. Ihr Mann Kam dann auch Heim. Der Notarzt kam, und hat sie mitgenommen. In der Psychiatrie blieb sie nicht lange, da BEIDE den Amtsarzt belogen haben. Beide hatten den Arzt gesagt dass es ihr erster Versuch war, und sie es einsieht etc. So hat man sie gehen lassen. Ich habe erst heute von einer Schwester erfahren, dass es mindestens der 5 Versuch war. Ich bin fassungslos. Die Schwester kommt nicht zu ihr durch. Alle die ihr die Meinung sagen, sind bei ihr durch. Auch die Mutter hat nun auch nichts mehr zu sagen. Ich weiß nicht mehr weiter, da die Kinder total darunter leiden. Die Ärzte werden belogen, sie nimmt ihre Tabletten nicht, die nun vom Mann unter Verschluss gehalten werden. Er holt das Rezept ab, aber sie hat mir selbst gesagt dass sie die Pillen nicht nimmt. Sie ist paranoid, und sehr wahrscheinlich auch manisch depressiv und sonst noch was.....Bin kein Psychiater. Vor ein paar Tagen flehte die 10 jährige mich an nicht zu gehen bis Papa von der Schicht kommt. Ich blieb. Meine Freundin sagte mir, wenn sie die Möglichkeit hat, es noch mal zu probieren, macht sie es.....Was soll ich machen?????? ICH habe Angst um die Kinder. Der Mann hat anscheinend nur Angst davor alleine zurück zu bleiben mit den Kindern wenn er tatsächlich zu spät kommt, aber nicht weil er sie liebt. Therapien lehnt sie ab, bringen ja auch nichts... Ihre Schwester ist auch am Ende, begleitet sie ja schon seit der Jugend. ..War auch früher mit zur Therapie. Daher wusste sie von den 4 anderen Versuchen. Wahrscheinlich sind es noch viel mehr. Ist das nicht schlimm? Die Schwester meint, ich solle es über das Jugendamt versuchen. Es ist meiner Freundin aber nicht mit geholfen wenn sie Hilfe im Haushalt bekommt, da sie eine Therapie benötigt, und zwar schnell. Was soll ich jetzt machen? Zwischen uns liegen 650 km und ich kann nicht mal eben hin. Durch Zufall war ich jetzt ein paar Tage in der Nähe um die Situation zu sehen....

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Antwort
von HobbyPianistin, 28

Also erstmal: Ihr Mann scheint ja auch ein bisschen komisch zu sein oder ? Warum bitte hält er denn ihre Tabletten "unter Verschluss" ?!

Das Jugendamt stellt keine "HIlfen im Haushalt" - es ist keine Putzfrauen-Vermittlungs-Agentur ;). Das Jugendamt stellt "Hilfen zur Erziehung" - U.A. in Form einer sozialpädagogischen Familienhilfe, die versucht die Belastungsfaktoren in einer Familie herauszufinden und diese mit den Familienmitgliedern zu beheben. Dazu kann u.a. gehören, dass eine Familienhilfe zu Beginn der Maßnahme mal mit einer überforderten Mutter aufräumt. Jedoch sollte das nicht regelmäßig so laufen - da es Sinn und Zweck einer solchen HIlfe ist, die Mutter (oder den Vater) nur dazu anzuleiten und Überforderung zu lösen, in dem z.B. Tagespläne erstellt werden etc..

Zudem ist es Hauptaufgabe einer solchen Familienhilfe die Kinder im Blick zu haben und mit den Eltern an Veränderungen zu arbeiten, die den Kindern zu Gute kommen sollen bzw. mögliche Gefährdungen vorbeugen sollen. Dazu kann es, als eine AUfgabe von vielen, gehören, dass eine solche Familienhelferin versucht einen Zugang zu der Mutter zu finden und mit ihr an einer Therapie-Bereitschaft zu arbeiten. Alleinige Aufgabe/Ziel kann das nicht sein - aber wenn du sagst dass auch die Kinder schon psychisch auffällig wären, wäre auch das ja ein weiterer Arbeitsbereich für eine Familienhilfe. Eine Erfolgsgarantie gibt es natürlich nicht - letztlich kann eine Familienhilfe nur die Richtung weisen, LAUFEN müssen die Familienmitglieder selbst (also auch die Mutter zur Therapie) ;) Und wenn sie sich weigert, dann weigert sie sich, da kann dann leider auch eine Familienhelferin keinen Zauberstab schwingen (schön wärs !!! ;) ). Es kann aber eine Chance sein. So wie sich das anhört scheint die Mutter ja schon ziemlich resistent zu sein und im Notfall kann natürlich die Familienhelferin bei ihrem AUftraggeber - dem Jugendamt, den Ball dafür ins Rollen bringen, dass zumindest die Kinder angemessen geschützt werden (wenn der Vater ebenfalls keine ausreichende Ressource mehr darstellt).

Du kannst beim Jugendamt anrufen und eine Meldung machen, es ist jedoch die Frage wie offen die Eltern dann anschließend sein werden. Der bessere Weg wäre vielleicht, die Eltern (oder eventuell zunächst auch nur den Vater) von einem gemeinsamen Beratungstermin beim Jugendamt zu überzeugen (klar machen, dass es dabei um eine HILFE geht).

Ein Anlaufpunkt wo du dich über deine genauen Möglichkeiten zu helfen mal beraten lassen kannst  (auch zu deiner eigenen Entlastung ;) ) bzw. darüber wie du, als Außenstehende, reagieren kannst, vorgehen kannst etc., würde ich dir empfehlen dich mal an eine psychologische Beratungsstelle zu wenden.

Kommentar von Helen1968 ,

Hallo, vielen Dank für deine Antwort.

  Die Tabletten werden unter Verschluss gehalten damit sie die nicht wieder auf einmal nimmt; das hat sie ja vor einigen Wochen getan....

Ich werde mich am Mittwoch,  wenn ich frei habe mal bei so einer psychologischen Stelle über meine Möglichkeiten erkundigen. Danke nochmal 

Antwort
von hertajess, 12

Alkoholikerin. Um meinen Eindruck kurz zu fassen. Und einen co-abhängigen Ehemann. Alkoholismus ist eben eine Familienkrankheit. 

Ok. Was machst Du?

116 111

Das ist die europaweite kostenlose Telefonnummer die ohne Vorwahl geht. Wegen der Kinder 

ABER

https://ec.europa.eu/digital-agenda/en/116-helplines

hier sind noch weitere Möglichkeiten die ich in Betracht ziehen würde.

Weiter suche Du bitte unbedingt die nächste Beratungsstelle der Landesstelle für Suchtgefahren auf. Lasse Dich ausführlich beraten. Bestenfalls nimmst Du danach Kontakt zum Blauen Kreuz auf denn diese arbeiten seit Jahren mit Fachmenschen bezüglich der Hilfe für Kinder zusammen.

Kommentar von Helen1968 ,

Danke für deine Hilfe. Sie ist keine Alkoholikerin,  das weiß ich ganz genau. Sie trinkt wirklich nur dann, wenn sie am Ende ist, so wie jetzt. Natürlich ist es ein smarter Grad, denn so kann man in den Abusus rutschen....Ich mache mir aber eher Sorgen darüber dass die Kinder das Alles mitbekommen und kaputt gehen, weil die Eltern alles abbrechen und vertuschen 

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