Frage von Klaus2323, 26

Wie soll ich mich in dieser Situation am besten verhalten, Wohnung gekündigt. Nachmieter werden nicht akzeptiert?

Hallo ihr Lieben,

es geht konkret um folgendes. Aktuell wohnen wir in einem 2 Familienhaus und haben dort unsere Wohnung zum 31.01.2017 gekündigt. Wir beziehen zum 01.12.2016 unsere neue Wohnung in einer anderen Verbandsgemeinde. Wir müssen leider bedingt durch einen Kindergartenplatz in eine neue Verbandsgemeinde umziehen.

Jetzt ist es so, dass mein aktueller Vermieter meinte , dass ich einen Nachmieter suchen kann. Ich habe jetzt auch zwei potenzielle Mietinteressenten. Der momentan Sachstand ist aber, dass die Mieter aus der unteren Wohnung gerne unsere Wohnung mieten wollen und in die untere Wohnung soll an einen Verwandter der genannten Mieterin (EG) einziehen, dies soll aber frühstens zum 01.03.2017 geschehen.

Ich habe meinen Vermieter darauf angesprochen wie das denn weiterhin laufen soll. Da die untere Partei ja erst zu Mitte Februar nach obenziehen würde ich ja aber Mietinteressenten zum 01.12. habe um so eine Doppelbelastung zu vermeiden.

Mein Vermieter will sich dazu noch nicht so richtig äußeren. Seine Aussage war " Das bekommen wir schon hin. Ich sage immer leben und leben lassen."

Das hilft mir aber auch nicht weiter. Wie komm ich aus der ganzen Sache am besten raus?

Wäre nett wenn Ihr mir helfen könntet.!

Danke schon mal!

Antwort vom Anwalt erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zum Mietrecht. Kompetent, von geprüften Rechtsanwälten.

Experten fragen

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von bwhoch2, 5

Dieser neue Sachstand hat sich wohl ergeben, nachdem er Euch die Möglichkeit zur Nachmietersuche gegeben hatte. Leider müßt ihr diesen Sachstand so akzeptieren.

Ihr zieht zum 1.12. aus, müßt aber Miete bis 31.1.2017 bezahlen. Im Grunde geht es also um 2 Monate doppelte Miete.

Der Vermieter kann jetzt keine neuen Mieter rein nehmen, da er die Wohnung für die EG-Bewohner braucht und erst ab März hat er das Haus wieder voll.

So wie ihr nun doppelte Miete für zwei Monate habt, so muss er akzeptieren, dass er zumindest im Februar für zwei Wohnungen nur eine Miete bekommt.

Das ist die Ausgangssituation. Weihnachtsgeld geht diesmal für doppelte Miete drauf, es sei denn der Vermieter meinte das ernst mit "Leben und leben lassen."

Sprecht ihn doch mal direkt darauf an, was er damit meint und denkt nochmal über Euren Umzug in zeitlicher Hinsicht nach.

Ihr könnt ab 1. Dezember in die neue Wohnung. Ein Umzug innerhalb von wenigen Stunden, wovon viele träumen, ist in den seltensten Fällen reibungslos möglich. Wenn, dann nur zu erhöhten Kosten, denn man braucht ein Umzugsunternehmen mit einem Trupp, der es schafft, innerhalb kürzester Zeit eine Wohnung auszuräumen und die neue am gleichen oder nächsten Tag einzuräumen.

Falls es für Euren Umzug und insbesondere für Euren Geldbeutel nützlich ist, dass ihr den Umzug ab dem 1.12. in Ruhe und über einen längeren Zeitraum macht, wäre es doch sinnvoll, die alte Wohnung auch noch im Dezember nutzen zu können, um einerseits den Umzug mit eigener Muskelkraft und eigenen Transportkapazitäten selbst durch zu führen und andererseits auch evtl. notwendige Schönheitsreparaturen und Schadensbeseitigungen mit der nötigen Zeit selbst durch führen zu können. Möglicherweise erspart ihr Euch dadurch einen Betrag, der mehr ausmacht, als eine Mietzahlung.

Im Lauf des Dezember wird die jetzige Wohnung damit leer und der Vermieter kann sie vorbereiten, um sie z. B. bereits am 1. Januar den anderen zu übergeben. Diese hätten dann wiederum 1 Monat Zeit, um ihren Umzug zu machen. Es wäre also in so einem Fall durchaus auch für diese Mietpartei eine Überlegung, im Januar doppelte Miete zu zahlen, wodurch für den Vermieter nur der Februar als Mietausfall für eine Wohnung bliebe. Alternativ dazu könnte Eure Wohnung natürlich im Januar leer bleiben und die Mieter der EG-Wohnung machen ihren Umzug im Februar und zahlen eben für Februar doppelte Miete. Kommt aufs gleiche raus.

Der Vermieter sollte für sich klären, wie der Ablauf für ihn persönlich am günstigsten ist und wenn er Euch schon "leben lassen will", dann soll er wenigstens auf die Januarmiete verzichten und ich kann mir gut vorstellen, dass das ein guter Kompromiss wäre, auf den sich Euer Vermieter einlassen kann, wenn er schon die Bereitschaft signalisiert hat, Euch entgegen zu kommen.

Dazu ist er nicht verpflichtet und mehr als das solltet ihr auf keinen Fall erwarten. Verzichtet er sogar für zwei Monate auf Eure Miete (was ich mir nicht vorstellen kann), nehmt das als zusätzliches großes Weihnachtsgeschenk hin und denkt bei der diesjährigen Bescherung auch an ihn.

Kommentar von Klaus2323 ,

Danke für deine Antwort.

 

Unser Vermieter hat uns tatsächlich die Miete für Dezember und Januar erlassen. Wir können zum 30.11. ausziehen.

Ich werde Ihn sicherlich nicht vergessen wenn es um ein Weihnachtspresent geht! ;)

Kommentar von bwhoch2 ,

Gratulation! Da habt ihr aber wirklich einen sehr entgegen kommenden Vermieter.

Wenn die Beziehung immer gut gepflegt wird, kann man so etwas natürlich eher bekommen, als wenn man als Mieter z. B. von Anfang auf Konfrontation mit dem Vermieter geht, wie man das als Vermieter leider auch immer wieder erlebt.

Danke für die Auszeichnung.

Antwort
von anitari, 5

Wie komm ich aus der ganzen Sache am besten raus?

Wenn der Vermieter nicht will gar nicht bzw. erst zum Ende der Kündigungsfrist.

Der Irrglaube das ein Vermieter sich einfach so Nachmieter vor die Nase setzen lassen muß ist nicht tot zu kriegen.

Antwort
von Erfahrenes, 6

Dabei kann Dir im Grunde niemand helfen. Denn allein der Vermieter entscheidet, ob er nun einen Nachmieter akzeptiert oder nicht.

Und wenn ihm dies nun angenehm erscheint, dass ein Verwandter per 1.3. in eine dieser Wohnungen zieht, dann kann er dies so machen. Du mußt damit bis zum Ende der Kündigungsfrist Miete bezahlen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten