Frage von chrisssssssss, 52

Wie soll ich meditieren?

Hallo zusammen. Ich bin nicht ziemlich weit in diesem Thema, als Anfänger würde ich mich allerdings nicht beschreiben. Ich kenne mich aus mit dem Öffnen der sieben Chakren, der Astralreise und dem christlichen Ruhegebet. Und hier tauchen bei mir schon mehrere Fragen auf: Zum einen stelle ich mir die Frage, was man - wenn man lange meditiert - erreichen kann. Hierbei stell' ich mir nichts großes vor, dennoch etwas, was im Leben hilft. Die zweite Frage ist folgende: Wie genau soll ich meditieren? Ich stelle mir das so vor, dass jeder Mensch "anders" meditieren kann. Oder stimmt das nicht? Ich bedanke mich im Voraus! Gerne könnt ihr auch persönliche Erlebnisse schreiben. LG Chris :-)

Antwort
von Buddhishi, 20

Hallo chrissssss,

Du kannst mit Meditationen je nach Art entsprechende Ergebnisse erreichen.

Lichtmeditationen erfüllen Dich mit Licht und neuer Energie. Heilmeditationen unterstützen die Selbstheilungskräfte und wirken heilsam.

Achtsamkeitsmeditationen schulen die Bewußtheit und Aufmerksamkeit für den eigenen Körper, den Geist und die Seele und je nach Auslegung auch die Achtsamkeit für die Mitmenschen.

Diese Liste sich natürlich noch weiter fortsetzen ...

Zu Deiner Frage, wie Du meditieren sollst, möchte ich zunächst antworten: Sollen gibt es bei Meditationen eigentlich nicht ;-) Wie Du gesehen hast, gibt es verschiedene Meditationen und dementsprechen kann ich die Frage nicht pauschal beantworten.

Außerdem bedeutet Meditation ja gerade, nichts zu sollen oder zu müssen, sondern zu sein. Einfach nur geschehen lassen, frei von Erwartung oder Absicht.

Dass jeder Mensch anders meditiert stimmt, denn auch das ergibt sich ja zum einen aus der Auswahl unterschiedlicher Meditationen sowie aus evtl. Ritualen etc.

Es gibt im Grund Anhaltspunkte, wie z. B. eine gemeinsame Meditationshaltung mit geradem Rücken, ruhigem Atmen, aber die Inhalte können variieren.

Ich persönlich meditiere gerne Achtsamkeitsmeditationen oder auch spezielle, wie z. B. Mitgefühlmeditation aus dem Buddhismus.

Aber auch die Chakren zu öffnen, wie Du es erwähnt hast, habe ich früher gerne gemacht.

Neben einigen der o. g. Meditationsformen habe ich auch in meinen Kursen gerne Mudras und Meditationen vereint, wie es z. B. Gertrud Hirschi auch mit Selbstsuggestionen und Imaginationen in einem ihrer Bücher vorschlägt.

Zur Erklärung, da die meisten Menschen den Begriff 'Mudra' nicht kennen: es handelt sich hierbei um, salopp ausgedrückt 'Yoga mit den Fingern' und gibt Finger- oder Handhaltungen vor, die auf Körper, Geist und Seele wirken können.

Ich hoffe, meine Antwort beantwortet Deine Fragen und hilft Dir weiter. Ansonsten lasse es mich bitte in einem Kommentar wissen.

LG

Buddhishi

Antwort
von Enzylexikon, 16

Ich bin Buddhist und habe einige Jahre Meditationserfahrung, daher werde ich versuchen, dir deine Frage zu beantworten.

Meditation ist keine Technik

Zunächst einmal ist Meditation keine spezielle Technik, sondern ein Zustand entspannter Achtsamkeit und Präsenz. Es handelt sich weder um schläfrige Trance, noch um angespannte Konzentration.

Meditation bedeutet, sich ganz der Erfahrung der Gegenwart zu öffnen. Es ist also eigentlich nicht richtig zu sagen "man meditiert", deenn das klingt wie eine gezielte Tätigkeit, sondern eher, dass man Meditation erfährt.

Keine Bewertung

Normalerweise bewerten wir die Dinge nach "gut" und "schlecht" oder "angenehm" und "unangenehm". In der Meditation lässt man diese Bewertungen fallen und erfahren den Zustand einfach.

Meditation ist also nicht automatisch mit angenehmen Gefühlen verbunden und körperliche Schmerzen sollen zwar durch eine gute Haltung vermieden werden, können aber auch Teil der persönlichen Erfahrung sein.

Kein Ziel

Die Erfahrung des nicht bewertenden "geschehen lassens" bedeutet auch, dass man keine besondere Zielsetzung hat, denn ein solcher Vorsatz wäre ja bereits ein Ende des Geschehen lassens.

Manche Menschen erhoffen sich durch Meditation irgendeine Form von "spirituellen Erfahrungen"  und wer wirklich auf solche Dinge aus ist, erfährt in der Regel auch Visionen - weil das Gehirn dann passende Halluzinationen produziert.

Jede Form von Erwartungshaltung erschwert es, den Augenblick völlig bewusst wahrzunehmen, weil die Erfahrung durch die geistige Aktivität überdeckt wird.

Nebeneffekte der Meditation

Effekte wie größere Gelassenheit, besseres Verständnis für sich und andere, oder dergleichen sind zwar Dinge, die sich durch regelmäßige Meditationspraxis entwickeln können - sie sind jedoch nicht Ziel der Meditation und sollten auch nicht überbewertet werden.

Wer immer darauf hofft, endlich "entspannt" oder "gesammelt" zu werden, blockiert sich selbst.

Meditationstechniken

Eine Technik ist letztlich nur eine Praxis, um schließlich zum "Geschehen lassen" also der eigentlichen Erfahrung der Meditation zu kommen.

Deshalb sollte man zwar die Technik richtig üben, aber eben so sehr darin aufgehen, dass es nicht mehr auf ein Ziel ausgerichtet ist.

Die Praxis der Meditation ist bereits eine meditative Erfahrung und nicht etwa ein Hilfsmittel, um "besser/spiritueller/geistiger" zu werden.

Nicht nur für Einsteiger empfehle ich buddhistische Achtsamkeitsmeditation (Vipassana) da es eine sehr klare Praxis ist und auf irgendwelche komplizierten Elemente gänzlich verzichtet wird.

Solltest du noch Fragen haben, helfe ich gerne weiter.

Kommentar von Enzylexikon ,

Ergänzung

Obwohl Meditation keine Technik ist, spielt die Körperhaltung eine wichtige Rolle, denn Geist und Körper spiegeln sich gegenseitig wieder.

Ist man unkonzentriert und schläfrig, zeigt sich dies in einer schlaffen Haltung. Ist man dagegen geistig angespannt, verkrampft sich auch der Körper.

Daher kann eine gute Haltung des Körpers auch eine gute Haltung des Geistes fördern und gibt Hinweise auf die allgemeine Verfassung.

Aus diesem Grund rate ich auch von Meditationen im Liegen ab - man wird zu stark entspannt und die geistige Achtsamkeit geht eher Richtung Trance über.

Atmung

Die Atmung sollte ganz natürlich sein und nicht übertrieben reguliert werden - man lässt kurze Atemzüge kurz und lange Atemzüge eben lang sein.

Jede erzwungene Kontrolle wird fallen gelassen und man selbst zum bewussten, achtsamen Beobachter.

Es gibt Disziplinen im Yoga, die mit bestimmten Atemtechniken (Pranayama) arbeiten, aber damit befasse ich persönlich mich nicht, da es nicht meinem Verständnis von Meditation entspricht.

Antwort
von Tibbifreak, 6

Wie hier schon erwähnt gibt es ja verschiedenste Methoden um zu Meditieren. Denke auch viele Wege führen nach Rom und es gibt da nicht den Weg welcher für alle der beste ist.

Meine eigene Erfahrung damit ist folgende. Ich habe vor 15 Jahren mit Meditation und Yoga angefangen und hatte auch damals teils ganz gute Ergebnisse beim Meditieren. Allerdings habe ich für mich den Eindruck, erst richtig meditieren zu können, seit ich mit dem Kriya-Yoga der Lahiri-Linie angefangen habe. Das sind grossteils auf Pranayama-Techniken beruhende Übungen, wobei die Techniken (gerade bei den höheren Omka-Kriyas) schon recht ausgefeilt sind. Und die Techniken versetzen einen halt in einen Zustand, wobei das Denken ausgeschaltet wird, genauso die Impulse (Wünsche) des Egos. Man ruht dann in seinem wahren Selbst.

Zuvor habe ich teils eher versucht, meinen Geist mit meinem Geist zu beobachten und ihn zu Ruhe zu bringen, was nicht sonderlich gut funktioniert. Der Geist ist halt auch immer von irgendwelchen Vorstellungen geprägt, wie man sein und wie man Meditieren soll. Dabei verläugnet man aber gerade die Aspekte von sich, welche dem Selbstbild nicht entsprechen und welche auch oft ins unbewusste verdrängt werden. Bei den Kriya Techniken passiert erst mal folgendes. Du wirst mit all diesen unbewussten und ungeliebten Aspekten von dir konfrontiert. Dies ist zu Beginn auch relativ unangenehm. Diese unbewussten Inhalte stehen je nach Inhalt mit den unterschiedlichen Chakren in Verbindung. Stimuliert man die Chakren durch die Übungen und durch Mantras, so kommen immer mehr unbewusste Inhalte wieder ins Bewusstsein. Diese Inhalte sind das, was als Blockarden in dem Energiesystem den freien Energiefluss verhindert.

Mit der Zeit reinigst du so das Energiesystem. Und umso besser kann die Lebensenergie wieder nach oben zum dritten Auge oder zum tausendblättrigen Lotus geführt werden. Ruht die Energie und die Aufmerksamkeit auf diesen Chakras, so ist das im Prinzip schon Meditation und so erreicht man ach die Zustände welche als Samadhi bezeichnet werden. In diesen erlebst du dann die letztendliche Wirklichkeit des Daseins und auch Gott (und deine Seele).

Wie schon in den Yoga-Sutras beschrieben, gibt es dazu einen 8-stufigen Weg. Die ersten beiden Stufen beziehen sich dabei auf Verhaltensregeln gegenüber dir Selbst und deiner Umwelt. Dann kommt die richtige Meditationshaltung und dann Pranayama. Der Pranayama schafft dann die überiegen Voraussetzungen für Meditation und Samadhi. Die Wahrnehmung wird von den Sinnen und dem Denken zurück auf dein inneres gezogen. Desweiteren wird die Energie verstärkt auch auf die oberen Chakren gelenkt. Ruht genügend Energie und Aufmerksamkeit auf dem dritten Auge, so entsteht dadurch eine unbeschreibliche Konzentration. Findet dann ein Energiefluss vom untersten zum obersten Chakra statt (Kundalini erwecken, oder auch zunächst einfach durch die Konzentration/Vorstellung), so kommst du von allein in den Zustand der Meditation. Dies hat nichts mit Denken zu tun, es ist einfach ruhen im wahren Sein, der Seele. Ohne die bewusstheit der Seele kann man meiner Meinung nach nicht wirklich Meditieren. Ruhst du tief genug in deiner Seele, so verschmilzt der Übergang vom individualisierten göttlichen (der Seele) zum göttlichen großen Ganzen (Gott) und Samadhi ist erreicht.

Dann sind auch all die Zustände welche oft im meditativen Kontext beschrieben werden von alleine präsent, also sei im hier und jetzt, ruhe in dir selbst, Gleichmut gegenüber allen Erscheinungen der Umwelt usw. Ich habe teils den Eindruck, dass viele Menschen diese Zustände mit ihrem Geist erreichen wollen. Ist man aber mit sich selbst nicht völlig im Reinen, so hat es wenig Sinn, sich einzureden, dass man z. B. im hier und jetzt sein soll, wenn man mit sich mit der Vergangenheit nicht wirklich auseinander gesetzt hat. Wenn einen Ereignisse im Äußeren halt berühren, so ist es nicht gesund sich einzureden, man soll all dem mit Gleichmut begegnen. Ich glaube das kann sogar sehr gefährlich sein. All den Bewusstseinsinhalten, welchen man aus dem Weg geht, werden im unbewussten nur noch stärker. Um sie aufzulösen braucht man Akzeptanz seiner Selbst, auch den ungliebten Anteilen gegenüber. Diese Akzeptanz findet man nicht im Geist, sondern in der Seele.

Natürlich sind irgendwo alle Techniken empfehlenswert, bei welchen man sich sich selbst und der Ruhe hingibt. Ruhe ist schon mal der Schlüssel zur Stimme der Seele und diese teilt dir den Weg den du weiter gehen solltest schon mit. Lahiri Mahasaya sagte einmal, Samadhi (und damit auch Meditation) ist nichts anderes als alle Aufmerksamkeit und Energie auf das 6. oder 7. Chakra zu fokussieren, und meiner Meinung hatte er damit recht.

Antwort
von Putchii, 23

Hey(: , also ich selbst meditiere öfters und Meditation ist ein sehr umfangreicher Begriff, denn sehr viel im Alltag ist meditieren.

Allein wenn du Musik hörst dich dabei entspannst meditierst du oder wenn du beim laufen auf deine Schritte achtest und das laufen dich entspannt das ist auch Meditation. Es begegnet uns überall im Alltag (: das wissen leider nur nicht sehr viele.

& was du bei der Meditation erreichst ist ganz simpel denn durch das meditieren beruhigst du dich und deinen Geist du lernst dich selbst besser kennen und deinen Körper. Mit der Zeit kommst du auch mit Stress besser klar, bist im allgemeinen ruhiger und siehst Dinge im Leben anders.

& Meditation ist keine große Kunst manche hören sich auf YouTube Meditationen an und machen dazu mit. Es ist egal ob man liegt sitzt es muss bequem sein und man darf nicht zuviel darüber Nachdenken, man darf auch Augen offen lassen oder im liegen die Augen sogar schließen. Andere wiederum genießen die Stille im Raum und achten nur auf Ihren Atem, jedoch darf man sein Umfeld wahrnehmen man soll es sogar. Denn viele denken bei einer Meditation muss alles Stillsein und man darf auf nichts achten außer auf sich selbst.

Antwort
von FlyingCarpet, 25

Da findet jeder seinen Weg, das Ziel ist ein vollkommenes "Nichtdenken". Mit der Chakrenöffnung und Astralreise hat das wenig zu tun.

Antwort
von Meditation, 9

Unter http://www.gutemeditation.info/wirkungen-von-meditation.html findest du viele Informationen darüber, was Du durch Meditation erreichen kannst. Es gibt viele verschiedenen Meditationsarten. Welche für Dich geeignet sit, kannst Du nur durch Ausprobieren herausfinden.

Antwort
von Ashan, 11

Hi, du sprichst vom schönsten Thema, weil es zum SEIN führt. Da sind wohl hunderte Meinungen, die mit Meditation bezeichnet werden. Jede, die zur Erleuchtung führt, ist richtig. So das altehrwürdige So Ham. Das Internet ist voll davon. Horche mal hier: 

Antwort
von muttifrutti, 17

Tibetanische Klangschalenmusik hören, die hören auch Aliens zum beruhigen

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