Frage von chasingcars, 19

Wie soll ich diese Zeit überstehen?

Guten Abend. Seit nun drei Wochen habe ich meine beste Freundin nun nicht mehr gesehen. Die Vorstellung, dass ich sie in den nächsten Monaten nur sehr selten sehen werde, zermürbt mich. Sie hatte schon immer psychische Probleme, deshalb wurde sie auch vor drei Wochen wegen Depressionen, Suchtproblemen und Panikstörungen in eine Klinik eingeliefert. Ich habe sie zu diesem Schritt ermutigt weil ich es einfach nicht mehr ertragen konnte sie so leiden zu sehen und ich merkte dass ich ihr aus eigener Kraft nicht mehr helfen kann. Teilweise hat sie mich auch in ihre Welt mitreingezogen. Erst dachte ich dass ich die Zeit ohne sie recht gut überstehen werde, mir geht es aber seit einer Woche deswegen ziemlich schlecht. Sie ist der wichtigste Mensch in meinem Leben, und das schon seit der Grundschule. Wir treffen uns seit Jahren mehrmals in der Woche, machen alles zusammen. Ich fühle mich bei keinem anderen Menschen so wohl als bei ihr. Dieser Stützpfeil in meinem Leben fehlt mir jetzt. Ich habe zwar viele Freunde und eine intakte Familie, aber so richtig loslassen kann ich bei niemanden. Mir ist bewusst, dass dieser Zustand nicht für ewig anhalten wird, aber trotzdem zermürbt mich die Situation gerade. Die Klinik, in der sie ist, ist bewusst mehrere hundert Kilometer von der Heimat weg und sie darf die ersten zwei Monate nicht besucht werden, allgemein sollte sie Abstand vom Gewohnten in der ersten Zeit halten, was ich auch verstehen kann. Hat jemand schonmal so eine ähnliche Zeit durchgestanden? Wie seit ihr damit klargekommen?

Antwort
von Kleinlok, 4

Liebe chasingcars,

Ich entnehme deinen Worten erst einmal die ungemein gute Motivation, dass du das beste für deine Freundin möchtest. Deswegen hast du sie ja zu diesem Schritt ermutig, ganz einfacht weil du es laut deinen Worten einfach nicht mehr ertragen konntest sie so leiden zu sehen.

Jetzt leidest du unter der Trennung, aber dir ist der Sinn dieser Trennung bewusst und das ist denke ich sehr viel wert. Deine Freundin soll ihr angestammtest Umfeld, so wie du beschreibst, für eine bestimmte Zeit verlassen, das dürfte wichtige therapeutische Gründe haben. Auch wenn (und vermutlich auch sie) darunter leiden - diese Entbehrung macht einen enorm wichtigen Sinn und dieser Grund könnte dir helfen, die damit verbundenen Entbehrungen besser zu bewältigen.

Ich finde es auch ganz gut, was dir mxxnlxght, gechrieben hat, nämlich dass du ihr Briefe schreiben könntest. Beim Briefe schreiben ist man - so empfinde ich das - nicht mehr so allein, man ist in Gedanken bei der Person, der man den Brief schreibt, denkt darüber nach, was sie mit den Worten anfangen könnte, die man sich gerade einfallen lässt und ist  ihr damit  eigentlich nah. Kannst du mich da verstehen?

Damit du besser mit der jetzigen Situation zurecht kommen kannst, könntest du ja mal schauen, was dich auf andere Gedanken bringen könnte, z.B. hast du irgendwelche Hobbies oder Vorleben? Versuche ein paar andere Leute zu treffen, bielleicht könnte dir auch ein Reinschnuppern in einen Verein Spaß machen, vielleicht magst du malen zeihnen oder ein Muikinstrument lernen (z.B. Flöte oder Gitarre, die gibt es gebraucht schon preisgünstig).

Vielleicht schreibet du deiner Freundin schon heute abend einen Brief?

Ich wünsche euch beiden alles Gute und einer Freundin echte Fortschritte in ihrer Therapie.

Liebe Grüße Thomas

Antwort
von mxxnlxght, 19

Ja, das ist sehr Schwierig. Du vermisst sie, da kann man nicht allzu viel machen. Schreib ihr halt Briefe oder so..

PS:Serien schauen ist immer eine gute Idee

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