Frage von xJules94x, 84

Wie soll ich die Nachricht meines Ehemaligen Arbeitgebers beantworten?

Hallo zusammen. Ich habe gekündigt bei meinem Arbeitgeber heute. War ein Praktikumsvertrag und war in der Probezeit. Ich müsste jedoch morgen und am 30.4 noch einmal arbeiten.

In meinem Vertrag steht es wiefolgt:

  1. Tätigkeitsbereich Ordner (Platzbewachung und weiteres)
  2. Vertragsdauer Praktikum beginnt: 15.4-15.5 Probezeit beträgt einen Monat
  3. Kündigung
    • Während der Probezeit kann der Praktikantenvertrag jederzeit gekündigt werden. Eine Kündigungsfrist ist dabei nicht zu beachten.
    • Will der Praktikant/die Praktikantin das Praktikum nach Ablauf der Probezeit aufgeben, kann er/sie den Vertrag mit einer Frist von 4 Wochen kündigen
    • bei Vorliegen eines wichtigen Grundes knn dad Vertragsverhàltnis außerdem von beiden Parteien fristlos gekündigt werden.
    • die Kündigung ist schriftkich und - nach ablauf der Probezeit - unter Angabe der Kündigungsgründe zu erklären.
  4. Hinweis Auf das Praktikumsverhàltnis ist der Tarifvertrag.

Jetzt schrieb mein ehemaliger Arbeitgeber folgendes:

"Sehr geehrte Frau (...), Ihre Kündigung ist bei mir Angekommen und ich Bestätige Ihnen hiermit den erhalt. Desweiteren möchte Ich sie hiermit in Kenntnis setzen das, wenn Sie am morgigen Tag den 23.04.2016 nicht wie Vereinbart erscheinen, Ich ihnen den Tag vom gehalt abziehe. Es wurde mündlich vereinbart das wenn sie einen Tag zugesagt haben, diesen auch Wahrnehmen. Sollten sie den Tag nicht erscheinen wo Sie zugesagt haben, behalte Ich mir das recht vor, den Arbeitsausfall von Ihnen geltend zu machen. Ihre Kündigung kam Kurzfristig und unerwartet und diesbezüglich haben wir Keinen ersatz für Ihre Morgige Tätigkeit. Desweiteren mit Rücksprache des Auftraggebers sollte Ich Ihnen wenn sie morgen nicht erscheinen, gar keinen Lohn auszahlen. Ich bin gerne bereit diesbezüglich mit Ihnen zu reden. Denn auch ein Mündlicher Vertrag ist ein Vertrag und Ich habe Zeugen für Unsere Absprache. Bitte überdenken Sie gründlich ob sie den Morgigen Tag anwesend sind oder nicht. Am 30.04.2016 wäre Ihr letzter Einsatz den Ich aber andersweitig vergeben kann. Den Auftraggeber habe Ich Informiert. Mit freundlichen grüßen (...)"

Ich muss ja nicht mehr arbeiten -> und eine Strafe steht auch nicht im Vertrag.

Wie fomuliere ich es, dass ich nicht mehr komme da ich gekündigt habe und das ich nichts zahlen muss. Ebenso das wenn bis zum 15.5 kein Geld auf dem konto ist bzw die strafe dennoch kommt ich rechtliche Schritte einleiten werde

Kann mir jemand das schön formulieren das mein ex arbeitgeber auch angst hat und nicht mehr schreibt...

Antwort
von peterobm, 45

Während der Probezeit kann der Praktikantenvertrag jederzeit gekündigt werden. Eine Kündigungsfrist ist dabei nicht zu beachten.


Damit hat der Arbeitgeber ein Problem, die Zusage wurde aufgrund einer Weiterbeschäftigung gegeben, ODER?

Die Kündigung wurde Fristlos erklärt? Damit ist das Arbeitsverhältnis erloschen. Der T ag muss damit eh nicht mehr bezahlt werden. 

Schreib ihm, es auf die nette Weise. 

Kommentar von xJules94x ,

Ich habe heute gekündigt wegen stress mit denen... der betrieb existiert erst seit einem monat.

Habe letzte woche für morgen mündlich zugesagt und die wollen jetzt die vertragsstrafe auf mich abwelzen weil ich gekündigt habe obwohl die ja schuld sind in gewissem sinne das ich gekündigt habe.

Jetzt weis ich nicht wie ich es schreiben soll habe die nette Variante schon probiert und de sind so unprofessionell das sie mit sprachnotizen mich angeschrien haben

Expertenantwort
von imager761, Community-Experte für Recht, 6

Eine Probezeitkündigung war dir unbenommen.

Allerdings darf der AG Schadensersatz geltend machen, etwa bezahlte Überstunden für den Mitarbeiter, der für dich einspringen muss, wenn du für Montag zugesagt hast, dennoch schuldhaft der Arbeit fernbleibst.

Ob dieser Aufwandersatzanspruch deinen Lohn/Vergütungsanspruch für April entspricht, weiß ich natürlich nicht.

G imager761

Antwort
von noerm, 28

Da euer Beschäftigungsverhältnis dann nicht mehr besteht, musst du nicht arbeiten. Das Problem einen Ersatz für dich zu finden ist seins, hätte er die übliche 2 Wochen-Frist genutzt hätte er mehr Vorlaufzeit, aber er hat ja schließlich die Klausel (Kündigungsfrist ist nicht zu beachten) in den Vertrag genommen - also sein Bier. 

Bezahlen kann er dich eh dafür nicht mehr, wie will er das denn auch abrechnen wenn kein Beschäftigungsverhältnis mehr besteht? Schwarzarbeit? Bestimmt nicht.

Mündlicher Vertrag? Ja schön und gut, aber wie das nunmal so ist, man hat nichts handfestes. Und ohne Beschäftigungsverhältnis besteht keine Arbeitspflicht, denn die erlischt mit der Kündigung. Somit auch die, im mündlichen Vertrag beschlossene, Arbeitsleistung.

Kommentar von xJules94x ,

Es gibt zeugen das ich zugesagt habe

Und ich meine das gehalt was ich die letzten wochenenden verdient habe das will er mir ned geben und die vertragsstrafe mir abrechnen obwohl es sein problek ist

Nur wie formuliere ich das

Kommentar von peterobm ,

würde ihm Schreiben: 

Aufgrund meiner fristlosen Kündigung kann ich leider nicht mehr bei Ihnen Arbeiten, das wäre Schwarzarbeit. Das ist leider nicht gestattet. 

Sollten Sie wider Erwarten das ausstehende Gehalt nicht ausbezahlen, halte ich mir Gerichtliche Schritte vor. Das Geld werde ich einklagen 

das mein ex arbeitgeber auch angst hat und nicht mehr schreibt...

Er meint, dass er erstmal am längeren Hebel sitzt. 

Das kannst du als Belästigung auffassen und auch eine Anzeige erstatten, alles schön aufheben. 

Kommentar von imager761 ,

Unsinn. Frage gelesen? Sie hat für Montag bezeugt ihren Einsatz zugesagt, dennoch "wegen Stress" vorher (zulässigerwesie in der Probezeit tagglöeich) gekündigt und mag deshalb am Montag trotz Zusage nicht mehr erscheinen.

Das darf der AG wg. schuldhaftem Nichterscheinen als Schaden geltend machen, von einer Vertragsstrafe ist hier garnicht die Rede (die ist auch in den meisten Fällen unwirksam vereinbart).

Den Schaden müsste der AG natürlich beziffern, die Differenz zu den geleisteten Stunden im April stünde ihr gleichwohl zu und könnte arbeitsgerichgtlich eingeklagt werden.

Antwort
von thomsue, 41

Auch in der Probezeit kündigt man nicht von heute auf morgen. Üblich sind da zwei Wochen. Wir können da nichts schreiben, viel zu verworren. Und auch so "das er nicht mehr schreibt" ist nicht konstruktiv

Kommentar von noerm ,

Üblich ja, aber eben nicht in dem Fall. Eindeutig im Vertrag festgehalten. Warum sollte man also nicht von heute auf morgen kündigen? Anders ist es hier ja nicht möglich

Kommentar von xJules94x ,

Ich habe heute gekündigt wegen stress mit denen... der betrieb existiert erst seit einem monat.

Habe letzte woche für morgen mündlich zugesagt und die wollen jetzt die vertragsstrafe auf mich abwelzen weil ich gekündigt habe obwohl die ja schuld sind in gewissem sinne das ich gekündigt habe.

Jetzt weis ich nicht wie ich es schreiben soll habe die nette Variante schon probiert und de sind so unprofessionell das sie mit sprachnotizen mich angeschrien haben

Kommentar von thomsue ,

Ja wenn du zugesagt hast, ist es eine Absprache

Kommentar von xJules94x ,

Die vor meiner kündigung geschehen ist. Der auftraggeber will meinen ex chef ned bezahle wenn ich ned komme also die letzten 2 mal will er ned zahlen 

Aber das is eig dem ex chef sein bier immerhin habe ich gekündigt

Kommentar von peterobm ,

Auch in der Probezeit kündigt man nicht von heute auf morgen.

ach; und warum nicht? 

Während der Probezeit kann der Praktikantenvertrag jederzeit gekündigt werden. Eine Kündigungsfrist ist dabei nicht zu beachten.

Kommentar von thomsue ,

Die Kündigungsfrist beträgt während eines Probearbeitsverhältnisses mindestens 14 Tage zu jedem Wochentag. Allerdings kann ein Tarif- oder Arbeitsvertrag eine längere Kündigungsfrist vorsehen. Den Kündigungsgrund müssen Arbeitgeber dabei nicht nennen. Sie können auch noch am letzten Tag der Probezeit die Kündigung aussprechen, die allerdings stets der formal korrekten Form entsprechen, also etwa schriftlich vorliegen und von einer dazu berechtigten Person unterschrieben sein muss.

Kommentar von thomsue ,

Findet ein Tarifvertrag keine Anwendung, kann eine Probezeit einzelvertraglich vereinbart werden. Eine kürzere Kündigungsfrist (wie hier von einer Woche) ist nur tarifvertraglich zulässig. Bei einem Einzelvertrag ist eine solche kurze Frist nur durch Bezug auf einen solchen Tarifvertrag zulässig. Wenn aber kein Tarifvertrag anwendbar ist, dann ist Ihre einwöchige Kündigungsfrist unwirksam. Ihr Arbeitgeber könnte Sie nur mit der zweiwöchigen Frist gemäß des § 622 Abs. 3 BGB kündigen.

Quelle
http://www.zeit.de/karriere/beruf/2013-10/arbeitsrecht-kuendigungsfrist-probezei...

Kommentar von thomsue ,

Damit ist eindeutig gesagt, dass "ohne Einhaltung von Fristen"  2 Wochen beträgt

Kommentar von peterobm ,
    4. Hinweis Auf das Praktikumsverhàltnis ist der Tarifvertrag.
Kommentar von thomsue ,

Ok das habe ich übersehen. Aber was steht in dem drin?

Antwort
von Schuldenhelfer, 24

Melde dich arbeitsunfähig - fertig. kein Ärger kein Rechtstreit .

Kommentar von peterobm ,

nähere Erklärung dazu!! Sie arbeitet da nicht mehr.

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