Frage von SherlockBaker, 74

Wie soll ich das Gespräch aufbauen?

Also, ich und mein alles bester Freund, er gehört für mich zur Familie, wir haben uns gestritten, sowas hat man manchmal, nichtmal wegen was großem, wir haben und noch viel schlimmeren Zeug schon wieder vertragen, aber seit diesem Streit, er beleidigt mich nur noch und ignoriert mich ansonsten, das seit jetzt über 2 Monaten😔, ich hab alles versucht, what's app, da hat er mich dann blockiert, sms, ich bin sogar vor seiner Haustür einmal gestanden,... es belastet mich psychisch unglaublich, und ich habe den Gedanken gehabt, das ich bei ihm daheim Anrufe, wenn er garantiert nicht da ist und dann mit seiner Mutter rede, jaja iwie is es mies aber ich will doch nur wieder mit ihm reden und ihn umarmen können,... den Anfang für das Gespräch hab ich schon, aber wie soll ich dann das Problem am besten schildern und was soll ich genau sagen, ich hab seit fast von Anfang an, seitdem ich ihn etwas besser kannte mehr für ihn empfunden, und diese Gefühle sind VIEL stärker geworden, und ich habe hat das gefühlt gehabt ihm geht es vielleicht ähnlich, aber wie kann ich sowas in dem Gespräch unterbringen, noch eine kleine Info, wir kennen uns jetzt seit ca 1 Jahr,... bitte helft mir, ich brauche unbedingt gut formuliere Sätze für seine Mutter und ich kann das nicht schonend genug rüber bringen, danke im Voraus!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von PolluxHH, 15

Hast Du schon einmal etwas vom Sender-Empfänger-Modell gehört? Was Dir eher unwesentlich vorkam, kann für ihn ganz gravierend gewesen sein. Manchmal geht es auch nicht um die Sache selber, sondern das eigentlich verletzende wurde zwischen den Zeilen gelesen. Es kann noch so banal sein, mir persönlich ist z.B. wichtig, daß man mich nicht wie ein Abziehbild ansieht, behandelt, sondern man mich als Individuum wahrnimmt, nicht als Klischee. Zeig mir, in welche Schubladen Du mich steckst, und ich sage Dir, ob es eine Zukunft gibt." Jemand, der sich keine Mühe macht, über mich nachzudenken, bei dem gebe ich mir keine Mühe, den Kontakt aufrecht zu erhalten, denn solche Kontakte sind belanglos, haben keinen Eigenwert. Ähnlich aversibel reagiere ich auf Manipulationsversuche, aber jeder Mensch ist anders, wobei die Aufgabe in einer Freundschaft ja gerade ist, sich dem anderen mit jedem Moment ein Stück weit zu nähern (ich verwende den Begriff "Freund" äußerst hanseatisch eng).

Es konnte nicht so unwichtig für ihn gewesen sein, wie Du es hier darstellst, im Gegenteil. Für ihn war es sehr wichtig und Du scheinst ihn massiv verletzt zu haben. Die Art seiner Reaktion läßt fast schon vermuten, daß er nicht nur von Dir enttäuscht wurde, sondern daß er sich von Dir hintergangen oder "über den Tisch gezogen" fühlte.

Was Du brauchst ist ein Türöffner und dazu mußt Du erst seine Perspektive einnehmen, seine Sichtweise erfassen, erfassen, was ihn nun so verletzt haben könnte. Ohne jegliche Ahnung, um was es für ihn ging, weshalb er so reagierte, wirst Du kaum eine Chance haben, denn zurück könntet ihr nicht mehr, sondern nur nach vorne, den nächsten Schritt aber wird es wohl nur geben, wenn Du ihm ungestützt zu erkennen geben kannst, was passiert ist (aus seiner Sicht), denn nur dadurch sendetest Du ein Signal, daß Du verstanden hast, IHN verstanden hast, ihn ein Stück weit mehr in seinem Wesen begriffen hast und ein neues Fundament darüber zu errichten ist, auf dem ihr aufbauen könntet. Es ist zunächst an Dir, Stabilität zu geben, nicht an ihm, Dir die Verunsicherung zu nehmen. Aber auch das ist nur der theoretische Türöffner, denn aus ihm mußt Du dann noch ableiten, wie Du es ihm ohne direkten Kontakt zu erkennen geben könntest, denn die Schiene des direkten Kontakts blockiert er ja erfolgreich und da mußt Du ihn erst veranlassen, das STOP-Zeichen aus dem Weg zu räumen, denn sonst könnte Dein Versuch selber schon mit einer Grenzüberschreitung beginnen.

Das Zerbrechlichste in einer zwischenmenschlichen Beziehung ist immer das Vertrauen und gerade Vertrauen scheint hier verlorengegangen zu sein. Mit jeder Hilfe, die er Dir gäbe, zu erkennen, was gelaufen ist, machte er es Dir vordergründig einfacher, aber hintergründig schwerer, denn gleichzeitig machte er es für Dich unmöglich, sein Vertrauen wirklich zurückzugewinnen. Mit Vertrauen ist alles möglich, ohne Vertrauen nichts.


Kommentar von SherlockBaker ,

Er hat einem Kumpel geschrieben das ich ihn wie dreck (eigentlich hat er Kot auf eine, naja ich denke du verstehst Art und weiße gesagt) behandelt hätte und er das jetzt auch mit mir macht, ich habe darüber nachgedacht, Stunden und das einzige was mir in den Sinn kommt währe das hier: seitdem er sich von mir entfernt habe ich einen anderen Kumpel bei dem ich mich ausweinen kann, und mit dem Lauf ich halt öfters Händchenhaltend rum, weil ich diese Nähe brauche,... kann es das sein? Was sollte ich dann als nächstes machen? Soll ich das mit dem Anruf bei seiner Mutter sein lassen? Was soll ich machen und wie, wir sind in der gleichen Klasse, noch als weitere info,....

Kommentar von PolluxHH ,

Zunächst ist wichtig, was er nicht gesagt haben soll, nämlich daß er nichts mehr mit Dir zu tun haben will. Auf jemanden sauer sein heißt immer noch, daß der andere einem nicht egal ist, es so zu benennen, daß man jemanden (als Retourkutsche) so behandele, wie man sich behandelt gefühlt habe, ist eine andere Aussage, als nichts mehr mit dieser Person zu tun haben zu wollen.

Deine Begründung kann aber nicht hinkommen, denn eigentlich ist ja das "Händchenhalten" schon eine Reaktion auf seinen Rückzug, kann dieses also nicht verursacht, sondern nur verstärkt haben (das aber mit großer Wahrscheinlichkeit, weil es ihm das Gefühl geben dürfte, austauschbar gewesen zu sein). Auch könntest Du hier gerade eine weitere Baustelle einrichten, denn öffentlich Händchenhalten ist in dem Fall mehr, als einfache (platonische) Freundschaft, die Du aber scheinbar nur als gegeben ansiehst.

Könnte es sein, daß Du nicht begreifst, welche Signale Du sendest, um dann in den entscheidenden Momenten einen "wir sind [nur] gute Freunde"-Satz fallen zu lassen? Alleine das kann, solche Signale vorausgesetzt, reichen, um den Eindruck entstehen zu lassen, den Dein Kumpel mit der Sendepause gewonnen zu haben scheint. Von den Signalen her eine Beziehung andeuten, der andere strengt sich an in Vertrauen auf die Signale, wenn er mehr will als nur zweideutige Signale wird er zurückgestoßen. Könnte es sowas gewesen sein?

Dann aber solltest Du jetzt erst einmal die Angelegenheiten zwischen Dir und deinem anderen Kumpel klären, denn ansonsten könnte leicht passieren, daß Du zwei Kumpel verspielst, statt den anderen "zurückzugewinnen".

Seine Mutter würde ich nicht anrufen, jedenfalls nicht auf dieser Basis. Es ist eine Sache zwischen Euch, da hat seine Mutter nichts verloren. Stell Dir vor, Deine Mutter sagte Dir, daß ein von Dir abgeschossener Freund bei ihr angerufen hätte, es ihm leid täte und er gerne wieder ... um dann auch noch Fürbitten für ihn anzubringen. Kommt klasse, oder? :D

Kommentar von PolluxHH ,

Gerade dachte ich mir, daß die provokante Art hier vielleicht sogar hilfreicher sein könnte, deshalb auch noch einmal provokant im Nachtrag.

Sollte Dein aktueller Kumpel nicht homosexuell veranlagt sein, so bedeutet es schon was, wenn er mit Dir händchenhaltend rumläuft. Es ist nicht wie mit der besten Freundin, bei der es unproblematisch wäre. ER läßt damit zu, daß nach außen eine physische Nähe zwischen Euch offensichtlich wird und – jetzt das Sozialverhalten unter Männern berücksichtigend – riskiert damit, daß Du ihn sichtbar „fallenlassen“ kannst, was schon einen Gesichtsverlust beinhaltete. Das ist weit mehr, was er hier einbringt, als Du ihm zugestehst, aber durch Deine Signale gibst Du ihm zu verstehen, daß es genau das sei, was Du ihm zugestündest.

Womit begründest Du diese Differenz zwischen Wollen und Handeln? "Weil ich es brauche." Wo steht er in dieser Gleichung? Welche Rechte gestehst Du ihm zu? Wie war es bei dem, der Dich gerade links liegen läßt? Ähnlich? Selbst in einer (platonischen) Freundschaft muß immer ein Ausgleich bestehen, man darf den anderen nicht übervorteilen. Baut eine Freundschaft nur auf einseitigen Kompromissen auf, ist sie zum Scheitern verurteilt. Ihn aber zum Werkzeug der eigenen Bedürfnisse zu machen, wäre mehr als eine Übervorteilung, es wäre faktisch eine Reduktion auf die Objektebene, was eine der gravierendsten Verletzungen der Würde des anderen darstellte.

Kommentar von PolluxHH ,

Worum es mir geht ...

Eingangs sagtest Du, daß der Gegenstand des Streits eigentlich eher banal gewesen sei, aber seine Reaktion paßt nicht dazu. Das läßt eine "Meta-Ebene" vermuten, d.h. es ging ihm bei dem Streit nicht um die Sache selbst, sondern es ging hintergründig für ihn um eine Grundsatzfrage.

Die wenigsten Männer sind echte Machos, viele Männer gehen einen Kompromiß nach dem anderen ein, ohne es weiter breitzutreten, dabei davon ausgehend, daß die andere Seite sich dessen bewußt ist, daß es ein Kompromiß war. Da es aber nicht breitgetreten wurde, wird es von der anderen Seite nicht selten als einvernehmlich beschlossen angesehen. Beim nächsten Mal das gleiche Spiel, er gibt nach ... und wieder ... und wieder ... und irgendwann kann die Frage, ob Döner oder Pizza, zur Entscheidungsfrage darüber werden, ob man sich als die ganze Zeit über den Tisch gezogen anzusehen habe. Der andere sagt Pizza, bleibt dabei und man verschwindet aus dessen Leben, weil es von einem ein Kompromiß zu viel verlangt war. Der berühmte Tropfen ...

Versuche es einmal aus der Warte zu rekapitulieren.

Kommentar von SherlockBaker ,

Ich würde es sehr gerne versuchen, aber bitte, in einem Deutsch wo ich nicht die ganze Zeit nachdenken muss, ich bin Hochbegabt und es fällt mir schwer deine Sätze zu lesen, sry, könntest du bitte ein etwas verständlicheres deutsch schreiben, ich mein das nicht böse, ich bin nur gerade so weit unten das jeder Gedanke fast zu einem mentalen Zusammenbruch führt und ich nicht länger darüber nachdenken kann und will als ich es muss, ja ich verdränge, aber das ist eigentlich nicht so wichtig, bitte versuche nicht auf das was ich gerade geschrieben habe einzugehen sondern erläutere mir bitte nochmals verständlich was du mir mit deinen Einträgen genau sagen wolltest. Danke! Ich bin sehr dankbar für deine Hilfe und ich sehe das du mir ernst helfen willst, der einzige und auch der einzige den ich brauche, denn einer der richtig hilft, hilft besser als 10 die es nicht tun! Also bitte nur nicht so kompliziert schreiben,...

Kommentar von PolluxHH ,

Dann versuche ich es mal ... allerdings gehe ich von weiblich (Du) und männlich (er) aus, denn zwei Kumpel, männlich, händchenhaltend auf dem Schulhof wäre eher irritierend, besonders in der hier beschriebenen Situation. [Das zu "2 Jungs"]

Zunächst ist wichtig, was er nicht gesagt haben soll,[...}

Manche meinen, daß das schlimmste sei, wenn der andere einen haßt o.ä. . Stimmt nicht: das Schlimmste ist, wenn man ihm egal (geworden) ist. Aus seiner Aussage, daß er mit Dir umgehe, wie Du vorher mit ihm, zeigt er, daß er sauer ist. Du bist ihm also nicht egal geworden.

Du meintest aber, daß der Grund das Händchenhalten sein müsse. dioch das kann nicht angehen, denn er zeigte das Verhalten schon vorher. Das Händchenhalten ergab sich ja gerade erst, weil er nichts mehr von Dir wissen wollte.

Könnte es sein, daß Du nicht begreifst, welche Signale Du sendest, um dann in den entscheidenden Momenten einen "wir sind [nur] gute Freunde"-Satz fallen zu lassen?

Das ist das eigentliche Hauptthema, um das es im weiteren geht, denn ich befürchte, daß Du gerade dabei bist, es Dir auch mit Deinem jetzigen Kumpel zu versauen.

Händchenhalten in der Öffentlichkeit ist etwas anderes als Knutschen. Knutschen wäre zielgerichtet, das könnte man seinen Kumpeln noch verkaufen, Händchenhalten aber ist ein "Mädchending". Mit Dir händchenhaltend rumzulaufen ist wie eine Rosamunde-Pilcher-Latenight mit Dir zu besuchen und das öffentlich zu machen. Normal signalisiert es das Interesse an einer Beziehung mit Dir - nach außen!!!! Damit trägt er gerade ein riesiges "Reserviert"-Zeichen auf seiner Schulter. Dies scheinst Du aber nicht zu sehen.

Deshalb - und jetzt der fliegende Wechsel zur provokanten Ebene - war Deine Aussage "weil ich es brauche" recht spannend. Hier taucht der Kumpel gar nicht auf, hat irgendwie die Funktion eines Erfüllungsgehilfen Deiner Bedürfnisse und fertig. Er gibt, Du nimmst. Da scheint eine Einbahnstraße eingerichtet zu sein, doch solange er Dir gibt, was Du brauchst, fällt es Dir scheinbar nicht auf. Das ist der Eindruck, der über Deine Aussagen rüberkam. War es bei dem anderen Kumpel genauso? Dann wäre sein Verhalten sogar verständlich, denn dann fühlt man sich auf Dauer auf die Objektebene reduziert, als Mensch nicht wahrgenommen.

Eingangs sagtest Du, daß der Gegenstand des Streits eigentlich eher banal gewesen sei, aber seine Reaktion paßt nicht dazu.

Auch das schlägt in die gleiche Kerbe, denn Du betrachtest nur die Ebene des einmaligen Ereignisses, bleibst in der Betrachtung statisch. Du kennst sicher solche Sprüche wie "Der Krug geht zum Brunnen, bis er bricht". Bevor er bricht, können schon Risse entstehen, bis selbst die kleinste Unachtsamkeit zum Brechen führen kann. Bei Beziehungen ist es ähnlich. Ist der oberflächliche Gegenstand des Streits banal, aber er führt zum Bruch in der Beziehung, dann ging es regelmäßig mindestens einer Seite um das Prinzip, nicht um die Sache an sich.

Wir waren bei Kompromissen, also bleiben wir dabei. In einer Beziehung geht der eine einen Kompromiß nach dem anderen ein, was dankend angenommen wird, aber die andere Seite macht keine Kompromisse. Wie lange geht sowas gut? Dann gibt es wieder ein banales Thema, wieder wird dem einen ein Kompromiß abverlangt (Beispiel: Döner oder Pizza), aber der macht es jetzt zur Entscheidungsfrage. Entweder man verlangt ihm wieder einen Kompromiß [Pizza] ab, dann ist er weg, oder die andere Seite geht einen Kompromiß ein [Döner] und zeigt guten Willen. Wie ich sagte: manchmal kann ein Kompromiß eben einer zuviel sein.

Eigentlich wollte ich Dir nur empfehlen, einmal Eure Bekanntschaft aus seiner Sicht zu betrachten. Wieviel brachte er ein, wieviel brachtest Du ein, wieviel gab er für Dich auf, wieviel Du für ihn etc. . Irgendwo in einer solchen Gleichung vermute ich eine gravierende Schieflage zu seinen Ungunsten, die Dir nur nicht aufgefallen ist. Begreifst Du die Schieflage, dürfte Dir auch verständlich werden, worum es bei Eurem letzten Streit ging; wenn Du das begriffen hast, solltest Du erkennen können, wie Du wieder an ihn herantreten kannst. Du mußt ihm signalisieren, daß Du verstanden hast (und vielleicht auch, daß Du ihn durchaus über das Oberflächliche hinaus "wahrgenommen" hast), denn es macht nur dann Sinn, wenn es ihm das Vertrauen darauf vermittelt, daß sich die alte Schieflage nicht wieder einstellen wird.

Was bleibt ist die Baustelle mit Deinem jetzigen Kumpel, denn der könnte sich auch ziemlich bald als riesiger Depp fühlen, der vorgeführt wurde ("Händchenhalten" ..).

Ich hoffe, daß das jetzt einfach genug formuliert war ... wobei ich es gut und richtig finde, daß Du es geschrieben hast. Ich bin nur nicht jemand, der erst einmal so schreibt, wie mir ... die Finger ... gewachsen sind. Kompromisse gehe ich für Menschen ein, aber dazu muß sich mir der Mensch erst zu erkennen geben. Wenn ich gleich mit Klischees loslegte, nähme man beiden Seiten die Möglichkeit, sich wirklich kennenzulernen.

Kommentar von SherlockBaker ,

Wir sind 2 Jungs,...

Kommentar von PolluxHH ,

Okay, ändert aber letztlich nicht allzu viel, nur das die "Liebesthematik" rausfällt. So ist mehr eine Sportmetapher zu verwenden. Jedenfalls macht es den Eindruck, daß Dein jetzigen Kumpel von der Ersatzbank geholt wurde, um den Platz des anderen zu besetzen, aber sollte es sich mit dem anderen wieder hinbiegen, dürfte auf ihn wieder die Ersatzbank warten. Die Konstellation ist allerdings etwas weniger krass. Die Grundfrage aber bleibt die gleiche, nämlich die nach einem heftigen Ungleichgewicht.

Die Frage nach dem Alter wäre dann doch schon angebracht, denn Händchenhalten von zwei Jungs und Deine Art zu schreiben passen nicht so wirklich. Ich dachte an ein Alter zwischen 14 und 17 (und das Alter ist keinesfalls unwesentlich).

Kommentar von PolluxHH ,

Nachtrag: Die Männlein - Weiblein - Geschichte brauchte ich eigentlich nur an einer Stelle, nämlich um kurz und knapp darzustellen, was beim jetzigen Kumpel schieflaufen könnte. In dem Fall wäre es auf hohem Niveau sozial inkompetent oder aber - neudeutsch - megaarschig.

Auch hier bleibt aber die Tendenz die gleiche, wäre nur nicht so sinnfällig abzuleiten (da nur als rein fahrlässig zu werten), wenn man zwei Jungs setzt.

Kommentar von SherlockBaker ,

Er 14 ich 15

Kommentar von PolluxHH ,

Dann lag ich ja mit der Alterseinschätzung recht gut ... und muß jetzt nur mit dem Bild fertig werden, daß zwei Jungs im Alter von 15 und 14 händchenhaltend über den Schulhof laufen, dabei wohl kein homophiler Background zu vermuten ist (was selbst dann eher ungewöhnlich wäre) und das Umfeld dies mindestens toleriert (auch recht ungewöhnlich, zumal in der Altersgruppe Homophobie wieder deutlich zunimmt), was dann für die Schule spräche. Das ist für mich (eine vom Potential her durchaus wünschenswerte) Utopie. Damit ändert sich aber in der Sache nichts.

Fragen mußte ich nur, weil es sich komplett anders dargestellt hätte, wenn Du gesagt hättest, daß Du 8 seiest. Ich kenne Hochbegabte im Alter von 8 Jahren, die locker sprachlich mit der 9. Klasse Gymnasium mithalten können (und mit 9. Klasse Stadtteilschule allemal, die liegen teils sprachlich über 2 Jahre hinter Gymnasien zurück).

Kommentar von PolluxHH ,

Ausnahme: Waldorfschulen, doch dort ticken die Uhren eh etwas anders ;).

Kommentar von SherlockBaker ,

Öffentlich wollte er das nie so, aber meine Klasse steht dem Recht tolerant entgegen, Händchen und küsse auf die Backe und den Nacken (nie auf den Mund) waren eigentlich immer nur privat

Kommentar von SherlockBaker ,

Kannst du mir bitte einfach sagen was ich jetzt machen soll? Er hat heute gesagt das er im Fußball wegen mir so schlecht war, und das so laut das ich es aus 20m noch hören konnte, und den restlichen Schultag war meine Güte Laune so auf 0, jeder der mich nur blöd angeschaut hat würde von mir gleich angemotzt, soll ich ihm irgendwas schreiben, oder irgendeine Aktion oder was soll ich jetzt deiner Meinung nach strikt machen damit es wieder was wird, ich bin wieder halb am Abgrund,....????????

Kommentar von PolluxHH ,

Worauf bezieht sich das mit dem Fußball? Bevor er den Kontakt abbrach oder danach? Das ist wesentlich, denn daraus ergeben sich zwei unterschiedliche Signale, die er mit der Aussage hätte setzen können.

Allerdings paßt dieses Verhalten nicht zum vorherigen Verhalten. Hast Du zwischenzeitlich versucht, zu ihm Kontakt aufzubauen? Ich kann mir nicht vorstellen, daß er dieses Verhalten heute ungestützt zeigte.

1. Bezug auf die Zeit, bevor er den Kontakt abbrach

In dem Fall gäbe er Dir zwei Dinge zu verstehen. Zuerst wäre, wie wichtig Du ihm warst und was er für Dich vernachlässigt hatte (Fußball als ihm wichtiges Hobby). Wenn er Dich jetzt aber damit konfrontiert, dann zeigt er damit, daß es für ihn nicht abgeschlossen ist, er erwartet nur eine Vorleistung, z.B. eine Anerkennung dessen, was er in Eure Freundschaft eingebracht hat (und was er als von Dir nicht wahrgenommen einstufen dürfte).

2. Bezug auf die Zeit, nachdem er den Kontakt abbrach

Dann wäre es ein eindeutiges Zeichen, daß er auch nicht glücklich mit der Situation wäre und es ihn beschäftigte (denn es beeinträchtigte seine Leistung).

Kommentar von SherlockBaker ,

Ich habe ihm einen Ring aus reinem Silber geschenkt und ihm ein Armband selbst gestrickt gehabt, was soll ich denn genau machen, der Ring hat mit über 5 Jahre gehört und war ein Geschenk von meinem Opa, der war total zerkratzt und das lang daran weil ich den so oft getragen hab damit er sieht das er mir so viel bedeutet hat, was soll ich ihm denn geben, den hab ich ihm vor  ca nem halben Jahr geschenkt! Und das gestrickte zu seinem Geburtstag der mit April war, was? Und wie soll ich des anstellen wenn er ja nicht mit mir reden will?

Kommentar von PolluxHH ,

Das war nicht meine Frage, aber ich interpretiere es so, daß Du keinen Kontakt zu ihm gesucht hast in den letzten Tagen. Klar ist, daß er sein Verhalten des Ignorierens und Blockierens gebrochen hat, was entweder durch Dich provoziert oder alleine aus ihm heraus stattfand.

Also muß ich jetzt zwei Fallannahmen treffen: Du hast in den letzten Tagen nicht versucht, einen Kontakt aufzubauen und es ging um seine Leistung im Fußball, als ihr noch Kontakt hattet. Er will kein Geschenk wie den Ring, er will etwas anderes, und ungestütze Aktion hieße, daß er ungeduldig wird, er also ein Entgegenkommen von Dir will. Hast Du nachgedacht, wo es bei Euch eine Schieflage gab? Genau in diese Kerbe schlug auch die Sache mit dem Fußball, denn es war ein "Fußball ist mir wichtig, doch für Dich habe ich es vernachlässigt!"

Er fühlte sich wohl zu sehr in der Rolle dessen, der Opfer für Eure Freundschaft brachte, ohne dafür Anerkennung zu finden, er sich damit so fühlte, als ob für Dich die Opfer, die er brachte, wie selbstverständlich angenommen wurden. Hier gibt es zwei Optionen: ihm zu zeigen, was Du bereit bist, für ihn aufzugeben (nicht an Sachen wie den Ring, sondern an Änderungen in Deinem Tagesablauf in Sachen, die Dir wichtig sind, um auch für ihn Raum zu schaffen), oder aber zu zeigen, daß Dir die Opfer aufgefallen sind, die er brachte (oder beides). Das meinte ich mit Anerkennung zeigen.

Kommentar von SherlockBaker ,

Er hat zu jemand anderem gesagt den ich gefragt hab (weiś nichtmehr genau was), n Kumpel von ihm und mir und seine Antwort war das er mich hasst

Kommentar von PolluxHH ,

Sagen wir - er meint, daß er Dich haßt, aber das versuche ich Dir die ganze Zeit zu sagen. Er sah aus meiner Sicht Eure Freundschaft wohl als Einbahnstraße an, er gibt, Du nimmst,. er gibt, Du nimmst ... ihm fehlte der Ausgleich, sagte es nur nie. Sowas staut sich an und irgendwann verwandelt es die positiven Empfindungen in negative Gefühle. Haß ist die Umkehr von Liebe. Aber deshalb ist auch Haß besser als Gleichgültigkeit, denn er zeigt, daß Du ihm noch wichtig bist (und die Aktion mit dem Fußball zeigt, daß Haß nicht der Endpunkt sein muß). Es muß Dir nur gelingen zu erkennen, was ihm die ganze Zeit auf der Seele lag und an ihm nagte. Dann, aber nur dann, kannst Du den Haß wieder umwandeln.

Kommentar von SherlockBaker ,

Ja, und was muss ich dazu tun, ich bin so verzweifelt,...😖

Kommentar von PolluxHH ,

In einer solchen Situation hilft nur, daß Du dich zuerst in seine Situation hineinversetzen kannst. Genau das aber hast Du bis jetzt noch nicht geleistet. Von Anfang an habe ich Dir die "Hausaufgabe" gestellt, zu hinterfragen,mwo Du ihn übervorteilt hast, sei es emotional, zeitlich, sachlich ... wie auch immer.

Hier stehen recht deutlich "ausbeuterische" Strukturen auf Deiner Seite eingeschrieben, die Dir nur nicht aufgefallen sind, weil man Dich gewähren ließ und Dir (fast) immer nachgab. Ohne diese Strukturen zu erkennen kannst Du aber nicht wieder die Freundschaft erneuern, denn er wird nur dann wieder dazu bereit sein, wenn er sieht, daß die alten Strukturen nicht wieder zurückkehren werden.

Solange du nicht erkennst, was hier Sache war und wie Du dem im weiteren entgegenwirken kannst, macht es keinen Sinn, auf ihn zuzugehen, denn dann zerstörtest Du Chancen, die jetzt noch bestehen. Er hatte Dir doch mit der Sache mit dem Fußball schon einen Hinweis gegeben, den Du verfolgen könntest. Die
Frage ist, warum Du in diese Richtung nicht einen Gedanken verschwendet zu haben scheinst.

Kommentar von SherlockBaker ,

Ganz einfach, ich versteh die ansetzte die du hast aber ich verstehe die Folgen nicht, das ist gerade mein Problem

Kommentar von PolluxHH ,

Machen wir einmal eine Fallbetrachtung: A und B sind befreundet. A braucht den Kontakt zu B, um sich wohl zu fühlen o.ä., also soll B antanzen, wenn man ihn ruft/braucht. B macht es, vernachlässigt dafür eigene Interessen. Da A sich wohl fühlt, sieht er nicht, was B ständig für ihn aufgibt, sondern unterstellt einfach, daß sich B ebenso wohl in seiner Haut fühlt. Dies geht solange, bis sich B einfach nur noch ausgenutzt fühlt, was dann üblicherweise in ein Gefühl von Haß umschlägt.

Jeder weitere Kontakt stünde dann unter dem Vorbehalt, daß A wieder B ausnutzen werde, so daß B es blockieren wird. Dieser Vorbehalt muß also aus der Welt, damit überhaupt ein Kontakt wieder richtig entstehen kann. Dazu muß man aber erkennen, was der eigentliche Punkt ist, der zwischen einen steht und zum Bruch führte.

Kommentar von SherlockBaker ,

Und wie findet A raus was der eigene Punkt ist?😞

Kommentar von SherlockBaker ,

Ohne das B direkt zu fragen weil B den Kontakt ja nicht haben will

Kommentar von PolluxHH ,

Indem man die Freundschaft in Gedanken durchgeht, zuerst markante Punkte, an die man sich leicht erinnert, um dann zu hinterfragen, wer hier das Handeln bestimmte, ob auch der andere zu seinem Recht kam, ob man überhaupt darauf Rücksicht genommen hat, was der andere wollte,  etc. .  Ein guter Ausgangspunkt wäre der letzte Streit. Es ist nicht wichtig, um was es in der Sache ging, es wäre wichtig, welches Prinzip von Dir verletzt worden sein könnte. Dann immer weiter zurück, bis sich ein Schema herausbildet. Der letzte Streit mußte offene Wunden berührt haben.

Oder frage einfach "was hat er für mich aufgegeben" (Beispiel Fußball) und halte dagegen, worin Du ihm entgegengekommen bist.

Übrigens darf man sowas nach Möglichkeit nicht einmal dann erfragen, wenn man noch Kontakt hätte, denn damit entwertete man es. Ein Vertrauen auf Änderung läßt sich schwer darauf aufbauen, daß man dem anderen sagt, was einen störte, damit der dann mit Absichtserklärungen glänzen kann. Wirklich glaubwürdig ist es nur, wenn der andere zu erkennen gibt, dies selber erkannt zu haben.

Kommentar von SherlockBaker ,

Wenn ich fragen darf, das war hilfreich, wirklich, aber wie alt bist du?^^

Kommentar von SherlockBaker ,

Ok ^^ passen garnicht,...

Kommentar von SherlockBaker ,

Damit hab ich das ^^ gemeint,...
Wie alt bist du?😁

Kommentar von PolluxHH ,

Es war mir relativ egal, was Du wie gemeint hattest, aber es ist einfach so, daß ich ungerne "harte" persönliche Infos auf öffentlicher Ebene nenne, dazu gehört auch mein Alter. Aber soviel: Abi habe ich in den 80ern gemacht ;)

Antwort
von Arlon, 18

Damit machst du ales nur noch schlimmer. Geh auf Abstand und entweder kommt er wieder oder nicht. Du hast alles dafür getan, dass ihr euch wieder vertragt.

Kommentar von SherlockBaker ,

Aber ohne ihn geht nicht, und er will mir nichtmal sagen wieso, ich kann nicht aufgeben

Kommentar von Arlon ,

Man muß sowas auch aktzeptieren können. Glaub mir,du machst es nur schlimmer.

Kommentar von SherlockBaker ,

Es kann nichtmehr schlimmer werden, das ist ja das Problem, oder was soll noch passieren, ich bin schon viel zu kaputt, ich hab ihn doch schon jetzt 3 1/2 Wochen in Ruhe gelassen, wie lang denn noch? Sonst kann ich ja nichts anderes machen aus seinen Mutter anzurufen😭😔! Bitte Hilfe mir😕

Kommentar von Arlon ,

Was willst du der Frau denn sagen? Ich habe mich in Ihren Sohn verliebt. Seit dem Streit geht es mir nicht gut. Ich hoffe, Sie aktzeptieren unterschiedliche Lebensmodelle. Könnten Sie nicht mal mit ihm reden? Es ist mir ein Herzensangelegenheit, wieder mit ihm in Kontakt zu treten?

Das führt doch alles zu nichts. Der wird dir ordentlich den Marsch blasen,.

Kommentar von PolluxHH ,

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