Wie soll ich das erklären (Bewerbung um einen Ausbildungsplatz)?

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5 Antworten

Was meinst Du genau? Dein Lebenslauf enthält Fakten und endet mit dem Verlassen der Schule nach der 12. Klasse. Danach kommt "geringfügige Beschäftigung". Warum sollte jemand deshalb einen schlechten Eindruck von Dir bekommen? Drei Monate arbeitssuchend zu sein und die Zeit mit Minijobs zu überbrücken ist doch kein Grund für einen schlechten Eindruck.

Wenn Du für die Tätigkeit, für die Du Dich bewirbst, kein Abitur brauchst, ist der Abbruch des Gymnasiums irrelevant. Vielleicht solltest Du Dir für den Fall eines Bewerbungsgespräch etwas Unverfängliches ausdenken, warum Du das Gymnasium abgebrochen hast. Meinetwegen Überforderung. Du bist jedenfalls nicht verpflichtet, über gesundheitliches Probleme Auskunft zu geben, so lange diese nicht im krassen Widerspruch zur Tätigkeit stehen, für die Du Dich bewirbst. Beispielsweise wäre es töricht, wenn ein Feuerwehrmann in seiner Bewerbung verschwiege, dass er Atemnot oder Höhenangst hat.

Gruß Matti

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Kommentar von Kuhlmann26
09.11.2015, 16:52

PS. Du solltest Dir auch von Arbeitgebern, bei denen Du einen Minijob gemacht hast, am Ende immer eine Beurteilung geben lassen.

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Da kannst du nur die Wahrheit schreiben. Der schlechte Eindruck wird nicht ausbleiben. Schlecht an deiner Geschichte ist nämlich, dass du nach überstandener Krankheit nicht die Pobacken zusammengekniffen hast, um doch noch das Abitur zu machen, denn dumm bist du ja offensichtlich nicht. Das kann als Faulheit interpretiert werden. Wer in so jungen Jahren schon kneift oder sich auf ein "Burnout"  beruft, der wird auch kein großes Durchhaltevermögen in einer Ausbildung aufweisen. Da werden sich die meisten Arbeitgeber sehr schwer tun. Vielleicht hast du bei einer caritativen Einrichtung mehr Chancen.

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Kommentar von T123454321T
09.11.2015, 16:11

"nach überstandener Krankheit" Mir geht's besser, trotzdem ist nichts überstanden. Wäre ich weiterhin zur Schule gegangen und das wären in meinem Fall 2 weitere Jahre, dann wäre es mit meiner Gesundheit zu 100% schlechter geworden. Ich hab das nicht gemacht, weil ich "nicht die Pobacken zusammengekniffen hab", sondern um schlimmeres zu verhindern. 

Trotzdem danke!

T.

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Naja, eigentlich heißts immer, man soll sowas nicht ins Anschreiben rein bringen.

Allerdings find ich, wenn man das ganze kurz und knapp anspricht (in einem Satz), ist das ok.

Ein Beispiel aus der Bewerbung meiner Schwester (welche auch zur Ausbildungsstelle geführt hat): "Durch familiäre Umstände, welche mich jetzt aber nicht mehr beeinträchtigen, konnte ich einige Monate nicht am Unterricht teilnehmen. Aufgrund des versäumten Unterrichts habe ich die Entscheidung getroffen, mein Abitur nicht abzuschließen und stattdessen das Berufsleben kennenzulernen." (Sie hat auch lang gefehlt und hatte danach auch nen Job. bei ihr wars ein Jahrespraktikum, aber kommt ja ca. aufs gleiche raus.) -->So oder so ähnlich.

Und dann direkt los legen, wieso du unbedingt den Job haben willst!

Viel Erfolg! :)

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Kommentar von T123454321T
09.11.2015, 16:12

Vielen Dank für deine Antwort :)


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Im Bewerbungsanschreiben würde ich gar nicht darauf eingehen. Schreibe es in Deinen Lebenslauf, d. h. wie lange Du wo warst.

Sollte man Dich einladen und konkret danach fragen, kannst Du sagen, dass Du aus persönlichen Dingen pausieren musstest und Dich dann dazu entschlossen hast, statt Schule eine Ausbildung zu beginnen.

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Kommentar von T123454321T
09.11.2015, 16:12

Danke für deine Antwort :)

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Hallo T123454321T und willkommen bei GF!

Ich rate Dir das gleiche, was ich auch jedem Schulabgänger mit unterdurchschnittlichen Noten rate, nämlich bei Bewerbungen den ersten Kontakt nach Möglichkeit persönlich oder zumindest telefonisch herzustellen. Wenn man keine gute Papierform vorzuweisen hat, muss man eben auf anderem Wege überzeugen, z. B. durch persönliches Auftreten.

Nimm mit den in Frage kommenden Ausbildungsbetrieben persönlich Kontakt auf und bringe so in Erfahrung, ob dort überhaupt ausgebildet wird und ob es für Dich passen könnte. Falls Du dann noch eine schriftliche Bewerbung brauchst, solltest Du darauf große Sorgfalt verwenden (erste Arbeitsprobe!) und jemanden um Rat fragen, der sich damit auskennt.

Durch den persönlichen Zugang machst Du im Bewerbungsverfahren schon mal die ersten Punkte in Sachen Initiative und Kontaktfreudigkeit, und darüber hinaus hast Du dann einen ersten Kontakt, weißt, an wen Du schreiben musst, kannst Dich im Anschreiben darauf beziehen und bist dann für denjenigen schon nicht mehr total fremd. Und falls Du irgendwelche Fragen hast, die Du schon vor der schriftlichen Bewerbung klären möchtest, hast Du damit auch die Gelegenheit dazu.

Aber auch im negativen Fall, falls es also dort keine Ausbildungsmöglichkeit für Dich gibt oder Du kein Interesse mehr daran hast, nachdem Du dort warst, hättest Du einen Vorteil, und zwar könntest Du Dir Zeit und Kosten für die schriftliche Bewerbung sparen.

Falls Du eine schriftliche Bewerbung brauchst, stellst Du am besten erstmal Deinen Entwurf hier ein und fragst nach Verbesserungsmöglichkeiten. Erfahrungsgemäß gibt es immer noch was zu verbessern. Anregungen findest Du z. B. hier: karrierebibel.de/bewerbung-fuer-ausbildung/

und für Deine spezielle Situation auch hier: karrierebibel.de/luecken-im-lebenslauf-8-tricks-diese-zu-schliessen/

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