Frage von MonaLisa11,

Wie soll ich damit umgehen und wie kann ich ihm helfen?

Die Oma meines Freundes wird wohl den nächsten Tag nicht mehr erleben. Er ist gerade los zu ihr ins Krankenhaus gefahren und ich habe einfach keine Ahnung, wie ich damit umgehen soll.. Er nimmt das alles so gelassen hin und ich fühle mich total überfordert.

Ich habe ihn schon gefragt, was ich für ihn tun kann, wie ich ihm helfen kann, habe ihm gesagt, ich bin immer für ihn da, aber er sagt, er braucht keine Hilfe, er kommt damit schon klar, ich kann nichts tun.
Ich mache mir große sorgen um ihn und möchte da nicht wie der letzte Depp stehen. Ich möchte ihm helfen, aber was kann ich nur tun?

 

Danke für eure Antworten

Hilfreichste Antwort von Kathrin1234,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Versuch einfach, dich ein bisschen mit ihm darüber zu unterhalten und auch vll mit ihm zu reden, was er mit seiner Oma erlebt hat und so. Und ihm am besten zuhören, wenn er danach traurig ist und auch wenn er sagt er braucht keine hilfe, ihn nicht einfach links liegen lassen! er braucht hilfe, will nur nicht "schwach" dastehen.. sei so wie immer! Aber so wie sich das anhört bist du ja eine gute freundin für ihn! :) Das schafft ihr zsm! Dagegen kann man ja eben auch nix tun. wünsche dir viel glück beim trösten und sonstiges. 

Kommentar von MonaLisa11,

Mein Freund ist so einer, der verdrängt eher, als dass er verarbeitet. Wenn er Probleme hat sagt er, er hat es gleich wieder im Griff und nach spätestens einem Tag ist er wieder ganz normal. Und dann irgendwann Wochen oder Monate später kommt es wieder raus und dafür umso heftiger. Deswegen möchte ich auch nicht, dass er es verdrängt, aber wie kann ich mit ihm über so etwas reden, ohne mich ihm aufzuzwängen?
Aber trotzdem schon einmal danke für die antworten

Kommentar von Kathrin1234,

hmmm... Ja das Problem hatte ich auch schon mal... Aber ich glaube wenn man in so einem moment mal ein bisschen mehr aufdringlich ist kommt das bei dem jenigen gar nicht so rüber... Weil eig. ist er ja froh drüber, wenn er es jem. erzählen kann...Wenn du irgendwann geschafft hast mit ihm über seine Oma zu reden, dann hat er sich auch überwunden und wird gerne mit dir darüber reden um es zu verarbeiten... Frag ihn vll einfach ein bisschen etwas über seine Oma... muss ja nicht gleich um den Tod von ihr gehen!

Kommentar von MonaLisa11,

Habe gerade mit ihm telefoniert. Ein bisschen geredet. Es kam mir ein bisschen so vor, als versuche er stark zu sein und als wäre er derjenige, der noch bei verstand sei, weil einer müsse das ja, denn sein Onkel und sein Großvater haben schon mit Selbstmord gedroht, eine Tante von ihm soll es schon versucht haben. Er hat gefragt, ob er heute bei mir schlafen kann. Dann ist er nicht alleine und ich muss mir nicht so große sorgen um ihn machen, dass er noch etwas dummes anstellt.
Danke für deine Tipps

Kommentar von zauberinvonos,

Dass er dich um deine Nähe gebeten hat, ist doch schon ein wunderbarer Schritt auf dich zu und sein erster deine Hilfe anzunehmen. Alles andere kommt noch, wenn du ihn nicht zu sehr bedrängst. Mit dem Tod umzugehen ist in unserer Gesellschaft immer noch ein Tabuthema und "stark" sein, immer noch eine überlieferte "Männlichkeitsstrategie". Wenn er in deiner Nähe weinen kann/darf, dann ist das ein sehr großer Vertrauensbeweis. Loslassen können muss nämlich auch gelernt sein.

Kommentar von Kathrin1234,

Freut mich, dass alles geklappt hat, ich denke es ist jetz auch schon eine weile her und alles ist wieder in ordnung :) kein problem. 

Lg.

Antwort von MarkGreene,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Auch wenn es dich mitnimmt, solltest du dich nicht aufdrängen.

Du hast ihm ja schon gesagt, dass du für ihn da bist, wenn er jemanden braucht.
Mehr musst und solltest du meiner Meinung nach auch nicht machen.

Jeder Mensch trauert anders und verarbeitet auch die Schicksalsschläge anders und das solltest du auch respektieren.

Kommentar von MonaLisa11,

In einem anderen Kommentar habe ich das ja schon geschrieben. Mein Freund hat so die Eigenschaft Dinge die ihn beschäftigen nicht zu verarbeiten und abzuschließen, sondern zu verdrängen, so dass sie später, wieder raus kommen und das um so heftiger. Mache mir einfach sorgen, weil er in der Vergangenheit schon ziemlichen scheiß angestellt hat um mit Problemen umzugehen.

Antwort von Nutellaaaa,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Sei einfach für ihn da.

Versuche den Alltag beizubehalten,denn anscheinend kann er am Besten damit umgehen wenn er so gut wie möglich so weitermacht wie bisher.

Frage ihn aber trotzdem nochmal ob du ihm irgendwie helfen kannst,das zeigt ihm,dass er nicht allein ist.

Antwort von Pikachu97,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Du hast genau richtig gehandelt. Behandel ihn einfach so wie immer. Wenn er dich braucht sagt er schon was. Wenn jemand in deinem Kreis sterben würde, würde es dich auch nur stören, wenn dich zusätzlich auch noch alle komisch behandeln.Sei einfach du selbst. Das ist was er braucht:) Spreche da aus Erfahrung :(

Antwort von cinderella666,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

wenn es soweit ist, sei einfach da ...... wenn er es möchte nimm ihn in den Arm ..... Du bst nicht der letzte Depp, manchmal ist ne Schulter zum anlehnen genau was man braucht, auch ohne viele Worte

Antwort von ereste,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Alles Wichtige hast du schon gesagt. Jetzt denk dran: er gibt den Ton an, du bist da.

Du kannst ihn fragen: magst du erzählen? Vielleicht mag er, vielleicht auch nicht sofort. Dränge ihn zu nichts.  

Antwort von Wolfsteufel,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Bis jetzt hast du alles richtig gemacht, jeder Mensch verarbeitet seine Trauer anderst. Ich denke er möchte einfach Stark sein, und will euch nicht auch noch sorgen bereiten, in den schweren Zeiten.

Antwort von HalloBallo,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

lass ihn doch ,das du ihn schon oft gefragt hast ob er hilfe braucht reicht schon mehr als genug.

Antwort von dawala,

Die Menschen sind nun mal unterschiedlich. Und jeder hat das Recht seine Gefühle so zu erleben wie sie sind. Also unterlasse doch bitte jeden Versuch ihn darin zu ändern. Sei lieber vorbereitet wenn es nach Monaten hoch kommt. 

 

Damit hilfst Du IHM dann tatsächlich. Jetzt muss er erst mal durch. Das ist anstrengend genug. Dazu noch eine Freundin an der Backe die immer laber will kann ganz schön nervend sein. Er braucht jetzt vielleicht alle Kraft um da durchzukommen. Hast Du da schon mal drüber nachgedacht? 

Trauerarbeit braucht dann sowieso ihre Zeit. Und sie steht jedem Menschen zu. 

 

Ich mache mir eher Sorgen darum dass ich das Gefühl habe Du willst ihn nicht so nehmen wie er ist. Vor allen Dingen möchtest DU bestimmen wie er bitteschön fühlen soll. Und das finde ich ein wenig daneben. Vorsichtig ausgedrückt. 

Antwort von zauberinvonos,

Wenn dein Freund ins Krankenhaus gefahren ist, um Abschied zu nehmen, ist das schon ein guter aktiver Schritt. Seine restliche Familie scheint sehr hysterisch, unbelastbar und egozentrisch zu sein, weil sie sich mit ihren Selbstmorddrohungen und -versuchen auch noch selber in "Szene" setzen müssen. DAS ist eigentlich die viel schlimmere Belastung, der dein Freund nun noch zusätzlich ausgeliefert ist.

Ich hätte ihn ja, an deiner Stelle, begleitet (außer er hätte es dezitiert abgelehnt). Dann hättest du ihn aktiv bei der "Beschwichtigung" der "ausgeflippten" Restfamilie unterstützen können. Die sind im Moment viel schlimmer, als die sterbende Oma.

Ich habe selbst schon Sterbebegleitung gemacht und man muss schon ein wenig "diszanziert" sein, auch wenn einem der Mensch, der stirbt und die Verwandten nahe stehen. Das Wichtigste ist, die Ruhe zu bewahren, nicht auszuflippen oder in Heulkrämpfe auszubrechen. DAS hilft niemandem. Also wenn du solche Qualitäten zu bieten hast, dann geh mit, wenn du dich damit überfordert siehst, warte ab. Eine weiter "Heulsuse" kann dein Freund jetzt sicher nicht gebrauchen. UND: aktives Abschiednehmen von einem Sterbenden ist eine große Hilfe bei der Verarbeitung des Schmerzes.

Antwort von katzenmami1,

du kannst nichts  tun, außer , wenn es denn soweit  ist, ihm beileid wünschen.

schreib auch an die betroffene familie eine beileidskarte, das kommt immer gut an.

das ist nun mal der  normale weg, und wenn er es gelassen sieht, dann wird er schon wissen dass es so sein muß.

es ist immer schwer wenn einer stirbt, aber die hinterbliebenen möchten dann meist ihre ruhe haben, also nicht aufdrängeln und  etwas zeit vergehen lassen.

Antwort von Blutmond7,

Für manche Menschen ist der Tod keine große Sache. Ich möchte zb auch nicht unbedingt sterben, aber Angst vor dem Tod habe ich deswegen noch lange nicht. Vll weiß dein Freund, dass seine Oma mit sich im Reinen ist und bereit dafür ist, zu sterben. Menschen, die schon länger wissen, dass sie sterben werden, habe oft Zeit sich selbst darauf vorzubereiten und sie bekommen eine Sterbehilfe, dh nicht, dass es ihnen dadurch viel leichter fällt. Es könnte doch sein, dass die Dame ihre Gefühle auf deinen Freund projeziert und er zwar traurig ist, aber dennoch nicht daran verzweifelt.

Lg

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