Wie soll ich bei schreckhaften Pferden reagieren?

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8 Antworten

Bei meinem ist es schonmal so, wenn ich auf den heimischen Platz/Halle komme, und dort ist etwas anders, lass es Kleinigkeiten sein, wie der Traktor steht woanders, Sprünge wurden umgestellt, auf einmal steht da ein cavaletti in der Mitte, etc,

dann fängt er an zu schnobern und regt sich erstmal auf.

Wenn er aufs Turnier kommt, ein komplett neue, fremde Umgebung. Dann glotzt er die einzelnen Sachen nicht so an, da ist halt alles fremd. Deshalb akzeptiert er es auch so, natürlich ist er dann dort allgemein aufgeregt, aber das eher wegen der Atmosphäre, fremde Pferde, etc. das er vor einem bestimmten Ding scheut oder konkret diese zB Schubkarre die da steht dann gruselig findet kommt eigentlich nie vor, da wie gesagt, alles fremd ist.

Hinter deinem P.S. beschreibst du doch genau das auch selbst schon ;) in einer fremden Umgebung gibt es ja kein 'normalerweise'

Und wieso verzweifelst du? Dem Pferd fällt auf wenn sich in seiner gewohnten Umgebung etwas ändert, und was passiert noch? Hinglotzen wäre für mich überhaupt kein Grund am Pferd zu verzweifeln, diese Aufmerksamkeit ist doch völlig okay, ich würde nichts ändern, solange es beim gucken und ab und zu mal schnobern bleibt, sie immernoch auf dich achtet und so.

Traue dir doch ruhig zu ein Turnier zu nennen und mal auszuprobieren. Wie schon gesagt, auf dem Turnier gibt es kein "Normalerweise steht das aber nicht da!" Ich denke nicht (wenn ich jetzt nur nach deiner Beschreibung gehe), dass großartig was passiert, außer die normale Aufregung.

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Ich hatte bis vor kurzem eine Stute, irgendwie bin ich froh, dass sie weg ist. Ich war einfach nur noch genervt von ihr. Da sie aber nur eins von momentan 16 Pferden ist, bzw war, um die ich mich kümmer, hab ich das schnell beiseite gehabt, aber Spaß hatte ich an der nicht. Die war auch nur gaffig, auch nach über einem Jahr war in der doch mittlerweile bekannten Halle immer die Bande schlimm, die Tribüne ein Monster und wenn die Halle abgezogen war, wollte die nicht über die kleinste Spur, die vllt. nicht ganz glatt war. Sprang einem beim Führen nur in den Hacken rum und taugte auch sonst nicht für viel. War eben ein nerviger Character. Nun, ihre neue Besitzerin tut das Ganze als Temperament ab und findet gerade das ja sooo toll. Ein Pferd, dass niemals entspannt hat. Wirklich nie. Gibt vllt. solche Charactere, sicherlich kann man das ein oder andere bessern, wenn man intensiv dran werkelt und Geduld hat ohne Ende. Das hab ich nicht getan, hätte ich gar nicht die Zeit zu. 

Aber ich denke, wenn das so richtig drinsteckt (bei ihr war die Linie bekannt dafür, einen an der Pfanne zu haben) dann sind die so. Ich habs einfach so hingenommen, hab sie glotzen lassen, hin und wieder zur Seite hüpfen haut mich nicht aus dem Sattel - genauso, wie sie aus Gewohnheit jeden Tag ihren Zirkus gemacht hat (denn, machen wir uns nix vor - vor den Sachen, an denen sie jeeeeden Tag vorbeikommt, hat sie nicht wirklich Angst, zumal sie es nach ein paar Runden ja sein ließ und ignorierte), hab ich halt die Hüpfer mitgenommen. Konnte dabei genauso entspannen wie auf den anderen auch ;)

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Lass sie doch glotzen - ist da was dabei?

Meine ist jetzt 11 Jahre alt und prustet machmal als wollen die Nüstern platzen. Solange sie nix macht ist doch o.k.

Warum regst du dich über normales Verhalten auf? Nur weil manche Pferde schon so abgestumpft sind, das sie gar nichts mehr sehen?

Wenn sich in der Umwelt eines Fluchtieres etwas verändert, dann muß ein Fluchttier immer damit rechnen, das das was da jetzt lungert evtl. ein Säbelzahntiger sein könnte.

Nach ausreichendem Schnauben kommen die auch schnell wieder runter. Sei froh, das du keinen Pferderoboter hast, der seine Umwelt nicht mehr wahr nimmt.

P.S. Schreckhaft ist was anderes wie Glotzig.

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Kommentar von ponyfliege
25.06.2016, 18:15

jepp - glotzig.

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Ich würde auf jeden fall ganzganz viel vom.boden aus mit ihr arbeiten! Das baut vertrauem auf. Ich würde sie immer wieder mit neuen dingen konfrontieren (aber nicht so dass es ihr zu viel wird!) Immer ganz viel abwechslung usw usf. Je mehr sie dir vertraut desto weniger schreckhaft wird sie da sie sieht dass du nix machst und sie sich dann auch nicht zu erschreckem braucht. 

Probier mal aus die sachen vor denen sie sich erschreckt mit ihr vom boden anzugucken da funktionierts meistens besser

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Kommentar von friesennarr
25.06.2016, 17:27

Sie wechselt doch schon ganz viel ab - das wird nicht besser werden - das ist ein Sichtpferd und ein Richpferd - die muß sich immer alles ganz genau ansehen.

Bodenarbeit bringt da gar nicht s.

Mein Pferd vertraut mir absolut und total - und die ist genau so.

Probier mal aus die sachen vor denen sie sich erschreckt mit ihr vom boden anzugucken da funktionierts meistens besser

Hast du nicht gelesen? Neue Sachen in der Stallgasse z.B. oder wenn jemand was umräumt wird bemerkt? Die gefährlichen Sachen interessieren sie gar nicht.

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Das ist typisch für Pferde, die in ihrem Leben selten mit neuen Dingen konfrontiert werden. Mach ganz viele Gelassenheitsübungen wie z.B. über eine Plane gehen und konfrontiere sie oft mit Dingen, die sie noch nie gesehen hat.

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dann musst du dein pferd mit diesen dingen konfrontieren.

sorge für unvorhersehbares.

zum beispiel für plötzliche geräusche und für gegenstände, mit denen das pferd nicht rechnet.

du kannst zum beispiel mal irgendwo einen eimer oder eine blechdose mit steinen hinstellen und im vorbeigehen dagegentreten, ballons platzen lassen, beim reiten in die hände klatschen. oder mal neben der koppel ein fussbalmatch veranstalten. das wäre einfach nur ein training für etwas mehr gelassenheit.

meiner sprang übrigens auch bei plötzlich auftretenden pfützen gern genauso plötzlich zur seite. ab dem vierten mal bin ich oben geblieben. er hat das einfach aus spass an der freud gemacht. man muss sich manchmal selber ein dickes fell zulegen. ich hab über sowas einfach bloss gelacht.

nimm dem pferd die watte ab und fordere mal. DU bist ängstlich. nicht das pferd.


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Hallo, meine Stute war früher auch schreckhaft.
Du könntest mal 1-2 Wochen mit dem Reiten auhören und dich ganz der Bodenarbeit widmen das fördert das Vertrauen und hilft deinem Pferd die Angst zu verlieren:)

Lg

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Kommentar von friesennarr
25.06.2016, 17:29

Solche Pferde haben aber in der Regel keine Angst, die sind nur so stark Gewohnheitstiere, das jedes bisschen Änderung gleich übermäßig protestiert wird.

Meine regt sich auch wegen jedem Feldarbeiter auf, der sich bückt - aber machen tut sie nix. Sie glotzt halt.

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dein pferd kann man nicht unter schreckhaft einstufen.wohl eher als gewohnheitstier. es ist nicht schlimm wenn ein pferd mal doof guckt wennetwas ungewohntes da ist. nach deiner beschreibung flippt sie weder aus noch zeigt sie anderes schlimmes verhalten. warst du denn schonmal auf einem turnier? ohne es auszuprobieren wirst du nie wissen obs klappt. und dein pferd scheint auch nicht gerade unzügelbar zu sein ;D

bodenarbeit ist aber an sich trotzdem nie schlecht. mach mit ihr ein paar gelassenheitsübungen.

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