Frage von Lyznoe, 166

Wie soll ich auf Neid reagieren?

Hallo,

ich möchte gerne auf einen Neider reagieren. Er beneidet mich, weil ich bald anfangen möchte zu studieren und macht so indirekte Aussagen wie "Ist bestimmt zu krass für dich" oder "Wie kannst du denn sowas schaffen?".

Ich will ihn nicht verletzen oder kränken, aber er hat es schultechnisch leider nicht so weit gebracht. Ich möchte ihm gerne helfen, aber dann wird er beleidigend, wenn ich sage, dass er für eine kurze Zeit als Leiharbeiter arbeiten soll, um anschließend eine Ausbildung anzufangen, da die Bewerbungsfristen zu ende sind und er sich jetzt nicht mehr anmelden kann.

Ich bin bis jetzt immer ruhig geblieben und habe mir die Beleidigungen angehört wie "Hur" oder "Egoist", "falsche Fassade". Ich bin ein sehr zuvorkommender Mensch und helfe jedem. Außerdem bin ich gläubig. Aus diesem Grund möchte ich gerne von euch wissen, wie ich mich am besten verhalten soll. Den Jungen möchte ich nicht aufgeben. Ich habe ihm versprochen, dass wir zusammen ein paar Bewerbungen schreiben. Mich stört eben seine Art und Weise.

Mal ganz plump für die Gläubigen unter euch: Wie hätte Jesus gehandelt?

Und für die Nichtgläubigen: Wie würdet ihr handeln?

Ich bedanke mich und Gottes Segen.

Antwort
von Herb3472, 47

Erstens: Neid muss man sich verdienen. Wahrscheinlich (oder sogar sicher) fühlt er sich unterlegen und kompensiert das, indem er Dich heruntermacht.

Zweitens: steigere Dich nicht in die Rolle des alles verzeihenden, nächstenliebenden "Reserve-Christus" hinein. Der Vergleich mit ihm bringts nicht, und Mutter Theresa ist tot.

Drittens: eine offene, sachlich vorgebrachte Stellungnahme zu gegebener Zeit wäre wohl das beste. "Du, ich will mir Deine abfälligen Bemerkungen nicht mehr länger anhören. Also sei so gut und überleg' Dir, was Du sagst, bevor Du den Mund aufmachst. Ich meine das ernst!"

Antwort
von NameInUse, 57

Jesus hätte ihm vergeben. Du kannst es ignorieren oder mit ihm drüber sprechen. Übrigens gibt es noch freie Ausbildungsstellen und man kann sich noch bewerben

Antwort
von Lichtpflicht, 48

Diese Frage hat nichts mit dem Glauben zu tun.

Er ist neidisch, irgendwie zu Recht in Anführungsstrichen, denn du wirst vermutlich einmal mehr Geld verdienen, hast mehr Möglichkeiten und vielleicht mal einen "höheren sozialen Status".

Es muss aber auch nicht so kommen. Und dieser Punkt ist für euch beide wichtig. Er glaubt, es würde so kommen und fühlt sich dadurch minderwertig und stichelt deshalb. Du jedoch glaubst dasselbe, und das merkt er. Aber das Leben geht viele unerwartete Wege.

Es ist durchaus auch problematisch, Hilfe aufzudrängen, bzw. Hilfe als konkrete "Ich helfe dir weil du es allein nicht kannst"-Haltung rüberzubringen, denn damit unterstützt du ja sein Gefühl, dass er minderwertig ist. Sein Frust dürfte sehr groß sein, daher wütende Beleidigungen.

Helfen ist wichtig, aber sie darf die Autonomie und Selbstbestimmung (und damit Würde) des anderen nicht untergraben.

Daher solltest du ihm nur helfen, wenn er dies auch tatsächlich will und ihm dabei das Gefühl vermitteln, dass er genausoviel wert ist wie du und ihm die Entscheidung, ob er sich lieber für eine bisher immer noch unbesetzte Ausbildungsstelle bewirbt (die gibt es immer noch! Wie eine Nachfrage beim Arbeitsamt leicht ergeben könnte!) oder lieber eine Leiharbeit oder einen Helferjob machen will, alleine überlassen ohne ihn in eine Richtung zu drängen.

Helfen kann durchaus auch in ein Verhalten abdriften, das in Überheblichkeit, Entmündigung und Zwang ausartet. Bedenke das einfach. Und das gilt für alle Religionen und Nicht-Religionen.

PS: Ich denke für sein weiteres Leben wäre es auch hilfreich, ihm zu sagen, dass es falsch und schädlich ist, andere zu beleidigen, und es Konsequenzen hat. Z.B. ist es strafbar...

Antwort
von Miumi, 61

Hallo,
Jesus hätte nicht gekontert. Denn Jesus ist liebe! Jesus hätte es sich angehört, hätte den Mann umarmt und ihm dann geholfen.
Wenn du das machen würdest, würde er dich nur doof anstarren und sonst was denken. Wenn wieder ein neidspruch kommt, wie zB : das schaffst du sowieso nicht, dann sage ihm doch einfach : du wirst schon sehen. Oder evtl: nur weil es deine Grenze ist, bedeutet das nicht das es meine ist. Es ist nicht beleidigend..aber es ist auch nicht schön andere Leute nieder zu machen nur weil diese etwas tun was sie sich erarbeitet haben!
Gott segne dich und gute Nacht

Antwort
von Kendall, 60

Ich bin in dem Sinne nicht gläubig, obschon ich kein Atheist bin.
Meine ganz praktische Erfahrungen mit diesen Energien (nicht Christus, aber Engel und Erzengel) ist die, dass ihr Maßstab nicht der Einzelne, sondern das Große Ganze ist. In diesem Maßstab wäre es vielleicht nicht gut, wenn Du ihm weiter beibringst, dass ein solches Verhalten belohnt wird.

Aber das nur nebenbei, Du hast die Frage ja auch an Nichtchristen gerichtet. Und da wird es etwas komplizierter. Woher kennst Du den jungen Mann? In welcher Art und Weise bist Du mit ihm verpflochten und wie lange kennt Ihr Euch?

Ich will's mal vereinfacht sagen: Wenn man jemanden zum Jagen tragen muss, ist es unwahrscheinlich, dass er mit einem geschossenen Hasen nach Hause kommt. Viel wahrscheinlicher ist, dass er wieder abhaut und wenn man ihm dann was kocht, wenn er nach Hause kommt, lernt er auch noch, dass sein Verhalten keine Konsequenzen hat. Schreib' mit ihm also meinetwegen die Bewerbungen, aber irgendwo solltest Du auch Deine Grenze ziehen. Er lernt ja, dass er alles bekommt, was er will, völlig egal wie daneben er sich benimmt. Und das ist absolutes Gift. Auch und gerade für ihn, aber natürlich auch für die Menschen, die ihn umgeben.

Ich persönlich würde niemandem helfen, der mich derart beleidigt und es doch weiterhin zu tun, halte ich aus gesellschaftlicher Sicht für gefährlich.

Antwort
von nowka20, 19

sage ihm: "einfach mal den mund halten."

Antwort
von marylinjackson, 11

Lach einfach darüber. Das ärgert den Neider am meisten.

Antwort
von 3plus2, 11

Neid muss man sich erarbeiten, Mitleid bekommst man gratis.

Antwort
von Ceddosh, 52

Nicht gläubig: Ich würde ihm klarmachen, dass mir das nicht gefällt und er es doch bitte lassen soll. Es ist deine Entscheidung, was du machen möchtest und was schlimmeres, als das du scheiterst, kann nicht passieren. Wenn man es nicht versucht, kann man es auch nicht schaffen.

Antwort
von Giustolisi, 20

Der Neid Anderer ist nur ein Zeichen dafür, dass man was richtig gemacht hat. Neid ist ja an sich auch nichts Schlimmes, er kann auch zur Triebfeder werden und einen veranlasse, selbst das Gleiche zu erreichen. 

Ich würde mir die dummen Sprüche nicht gefallen lassen und ihn auffordern, einmal klar auszusprechen, was er denn hat.

Antwort
von Neutralis, 41

Ich würde die Freundschaft beenden und ihm sagen, dass wir uns das nächste mal sehen, wenn er den Müll aus meiner Villa abholen darf.

Kommentar von Miumi ,

alter wie mies xD

Kommentar von Neutralis ,

Selbst verschuldet. Missgunst und Neid steht den Menschen nicht. 

Kommentar von user8787 ,

Missgunst und Neid wirken unglaublich zerstörerisch, egal ob real oder virtuell. Warum soll es mir mies gehen, nur weil der andere nicht mit meinem Leben / Weg / Erfolg klar kommt? Keiner muss sich für seine Erfolge entschuldigen oder gar schämen.

Nichts ist ehrenwerter als anderen Erfolg und Glück zu wünschen und zu gönnen. Es gibt viele Menschen die das nicht können und deren Ziel ist es dann den anderen das Leben zu vermiesen....und das mit viel Ehrgeiz und auch Hass. Ein ganz mieser Charakterzug. 

Da hilft nur Abstand und ne klare Ansage.....

Antwort
von GangsterToast12, 58

Ich persönlich (Atheist) würde ihm ganz klar mal die Meinung sagen. Denn so geht das nicht. Du scheinst sehr hilfsbereit sein und das ist auch gut so. Aber man muss sich nicht alles gefallen lassen. Irgendwo ist auch eine Grenze erreicht. Wenn diese Person das nicht versteht und weiterhin so frech ist, dann würde ich den Kontakt aufkündigen. Das bringt dir auf lange Sicht nur Probleme.

Aber erst einmal offen reden und klarstellen, dass dir das nicht passt.

Antwort
von triggered, 35

Ich würde ihm auch meine Hilfe anbieten, aber Beleidigungen würde Ich mir trotzdem nicht anhören, da würde Ich eine Entschuldigung erwarten.

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